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Universität Graz Neuigkeiten Neues Zeitalter der Forschung: Wie Open Science die Erkenntnissuche verändert

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Dienstag, 01.04.2025

Neues Zeitalter der Forschung: Wie Open Science die Erkenntnissuche verändert

Ein Mann mit Bart vor einer Hausmauer

Helmut Klug koordiniert die Open-Science-Bestrebungen der Uni Graz. Foto: UNI for LIFE

Wissen ist Macht; doch Wissen zu teilen, macht mächtiger. Open Science, die Bewegung für transparente und frei zugängliche Wissenschaft, verändert den Forschungsbetrieb grundlegend. Statt auf einsame Elfenbeintürme setzt sie auf Open Access, Open Data und offene Kollaboration

Die Vorteile liegen auf der Hand: schnellere wissenschaftliche Fortschritte, höhere Reproduzierbarkeit von Studien und eine engere Zusammenarbeit über die Grenzen der Forschungsgebiete hinweg. Besonders in der COVID-19-Pandemie zeigte sich die Stärke offener Wissenschaft. Durch die rasche Veröffentlichung von Daten konnten Impfstoffe in Rekordzeit entwickelt werden. "Die freie Verfügbarkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse stärkt nicht nur die Forschung, sondern auch die Gesellschaft", betont Helmut Klug, an der Universitätsbibliothek Graz für Open Science zuständig. Allerdings gibt es auch Herausforderungen: "Nicht jeder ist bereit, seine Daten zu teilen – oft aus Angst vor Missbrauch oder mangelnder Anerkennung", erklärt er. Zudem fehlen an vielen Universitäten noch klare Richtlinien und ausreichende Förderungen für Open Science. Klugs Ziel: Bewusstsein schaffen, Aufmerksamkeit wecken und für das Thema sensibilisieren.

Viel Potenzial, und auch Hürden
In Österreich gewinnt Open Science an Bedeutung. Die Universität Graz etwa betreibt aktiv Open-Access-Förderungen und unterstützt Forschende bei der Veröffentlichung. Dennoch gibt es Aufholbedarf: Während Länder wie die Niederlande ihre Open-Science-Strategien längst umgesetzt haben, steckt Österreich diesbezüglich noch in den Anfängen.

Eine zentrale Initiative der uniko ist Open Science Austria (OSA), die Forschenden hilft, den Überblick über internationale Entwicklungen zu behalten. Auch studentische Gruppen wie die Graz Open Science Initiative (GOSI) setzen sich für mehr Transparenz und Zugänglichkeit in der Wissenschaft ein. GOSI ist eine informelle Initiative von Forschenden und Studierenden aller Grazer Universitäten, die am Institut für Psychologie gegründet wurde und dort ansässig ist. Ihr Ziel ist es, transparente und reproduzierbare Wissenschaft zu fördern, Forschende zur gemeinsamen Nutzung von Methoden, Forschungsdaten und Code zu ermutigen sowie Veranstaltungen wie Journal Clubs und Workshops zu organisieren. Zudem haben die Mitglieder ein „Transparenz und Open Science“-Formular für Dissertationen entwickelt, das Doktoranden und Forschenden die Möglichkeit bietet, die in ihren Forschungsprojekten angewandten Open-Science-Praktiken systematisch zu erfassen.

Die Rolle von KI und Open Science
Ein besonderer Treiber für Open Science ist die Künstliche Intelligenz. „Ohne offene Forschungsdaten wäre die Entwicklung moderner KI-Modelle nicht möglich“, so Klug. Gerade in der medizinischen Diagnostik oder der Klimaforschung profitieren die Entwickler der Algorithmen von frei zugänglichen Datensätzen. Gleichzeitig ermöglicht KI eine effizientere Analyse großer Datenmengen und verbessert damit wissenschaftliche Prozesse.

Die Zukunft der Wissenschaft ist offen – wenn Politik, Forschungseinrichtungen und die Forschungs-Community gemeinsam daran arbeiten. Mehr institutionelle Förderung, klare gesetzliche Regeln und ein Kulturwandel hin zu mehr Transparenz sind nötig. „Open Science ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit“, sagt Helmut Klug. Der Wandel hat längst begonnen – und wird die Art, wie wir forschen und Wissen teilen, nachhaltig verändern.

 

Für alle Interessierten veranstaltet die Universitätsbibliothek (Publikationsservices und Forschungsdatenmanagement) am 14. April 2025 eine Tagung im Unicorn: „Open Science – Chance oder Herausforderung?“ Das Event bietet eine intensive Einführung in das Thema und wie es der Universität Graz bereits umgesetzt wird.

Kurz-Interviews

Das meinen Forscher:innen der Uni Graz dazu

Eine Frau vor einer Glasfront ©Tzivanopoulos
©Tzivanopoulos
Hildrun Walter beschäftigt sich mit Wissenschaftskommunikation. Foto: Uni Graz/Tzivanopoulos

"Kritische Auseinandersetzung ist wichtig"

Wissenschaftskommunikatorin Hildrun Walter erklärt, welche Vorteile Open Science hat

Wie kann Open Science an der Uni Graz stärker verankert werden?

Open Science muss bekannter gemacht und seine Chancen sowie Herausforderungen klarer kommuniziert werden. Die Uni Graz bietet bereits Weiterbildungen zu Open Access und Datenmanagement sowie Workshops zur Wissenschaftskommunikation an. Weitere Aktivitäten der Uni werden am 14. April auf einer Open Science Tagung vorgestellt. Wichtig ist, Open Science schrittweise auszuprobieren, etwa durch das Veröffentlichen von Forschungsergebnissen oder die Kommunikation mit der breiten Öffentlichkeit. Unterstützung bietet das Open Science Ambassador Network der Universitätenallianz Arqus.
 

Welche positiven Veränderungen haben Sie durch Open Science erlebt?

Durch meine Forschung zur Wissenschaftskommunikation erlebe ich, wie wertvoll der Austausch mit der Gesellschaft ist. Diskussionen in der Volkshochschule oder im Pop-Up-Store der Uni Graz haben mir neue Perspektiven eröffnet und meine Sichtweise auf die Rolle der Wissenschaft geschärft. Gleichzeitig profitieren auch die Gesprächspartner:innen, indem sie ihre eigenen Ansichten reflektieren und hinterfragen. Open Science fördert so den Dialog und die Meinungsbildung auf beiden Seiten.

 

Welche Widerstände gibt es und wie können sie überwunden werden?

Eine kritische Auseinandersetzung mit Open Science ist wichtig, um Chancen und Herausforderungen realistisch zu bewerten. Transparenz und Reproduzierbarkeit verbessern die Forschung, doch hohe Kosten oder wirtschaftliche Interessen, etwa durch Patente, können Herausforderungen (evt. Hemnisse oder Hindernisse) darstellen. Zudem müssen Open Science-Praktiken im Kontext von KI und Big Data neu bewertet werden. Widerstände lassen sich abbauen, wenn Forschende mit kleinen Schritten beginnen, etwa durch offene Peer-Reviews oder den Zugang zu Laborprotokollen. So kann jeder individuell entscheiden, welche Open Science-Praktiken für die eigene Forschung sinnvoll sind.

Die Psychologie ist Vorreiterin in Sachen Open Science

Und Hilmar Brohmer weiß die Hintergründe

Was meinen wir, wenn wir über Open Science (OS) sprechen?

Open Science meint im weitesten Sinne die Öffnung und Zugänglichkeit der Wissenschaft. Wir bei GOSI konzentrieren uns häufig auf Transparenz und Reproduzierbarkeit. Das bedeutet vor allem, dass Daten und Methoden öffentlich zugänglich gemacht werden und Studien im Voraus präregistriert werden. So können andere Forschende Analysen nachvollziehen, Daten wiederverwenden und Studien wiederholen. Gleichzeitig stellt die Präregistrierung sicher, dass Hypothesen und Methoden nicht nachträglich verändert oder Zufallsergebnisse überinterpretiert werden.


Warum ist Open Science (bzw. „Transparenz und Reproduzierbarkeit“) so ein großes Thema in der Psychologie?

Die sogenannte Replikationskrise vor zehn Jahren hat gezeigt, dass viele psychologische Studien nicht reproduzierbar sind. Ein großes Forschungsteam konnte bei zwei Dritteln von 100 getesteten Studien die ursprünglichen Ergebnisse nicht bestätigen. Das führte zu einer Debatte über die Glaubwürdigkeit wissenschaftlicher Studien, da Forschende ihre Daten selten teilten. Es ist anzunehmen, dass sie oft erst nachträglich gezielt nach positiven Ergebnissen suchten, ohne dies zu kennzeichnen. Open Science soll dem entgegenwirken, indem Daten, Methoden und Präregistrierungen in Online-Repositorien verfügbar gemacht werden.
 

Wie kann Open Science an der Uni Graz stärker verankert werden?

Die Universität Graz könnte Forschende in den Sozialwissenschaften und der Psychologie stärker dazu verpflichten und ihre Daten und Methoden öffentlich zugänglich zu machen. In einem Rektoratsbeschluss zum Forschungsdatenmanagement hat sich die Uni Graz ja bereits 2019 zu solchen Maßnahmen bekannt, aber es mangelt an der Umsetzung, weil viele Forschende davon gar nichts wissen. Eine Möglichkeit wäre, im Forschungsportal anzugeben, wo Daten veröffentlicht wurden, und Präregistrierungen zu verlinken. Andere Universitäten, wie die TU Eindhoven, überprüfen Datenmanagement-Standards bereits über Ethikkommissionen – ein Ansatz, der auch hier denkbar wäre. Zudem sollten Open-Science-Praktiken bei Habilitations- und Berufungsverfahren stärker berücksichtigt werden, da sie bislang kaum eine Rolle spielen.
 

Welche positiven Veränderungen haben Sie durch Open Science erlebt?

Durch Open Science gehe ich selbst viel strukturierter an meine Forschung heran. Ich reflektiere Hypothesen und Methoden intensiver, bevor ich eine Studie beginne, und halte meine Überlegungen in der Präregistrierung fest. Das führt dazu, dass sich meine Ergebnisse fundierter anfühlen – unabhängig davon, ob sie positiv oder nicht signifikant ausfallen. Allerdings erfordert dieser Prozess mehr Zeit, weil die theoretische und methodische Vorbereitung aufwendiger ist.
 

Welche Widerstände gibt es, und wie können sie überwunden werden?

Viele Forschende, besonders in höheren Positionen, haben Vorbehalte gegenüber Open Science. Einige fürchten beispielsweise, dass Präregistrierungen ihre Freiheit einschränken, dabei helfen sie lediglich, zwischen geplanten und explorativen Analysen klar zu unterscheiden. Ein weiteres Argument ist der erhöhte Zeitaufwand, doch langfristig erleichtert eine saubere Dokumentation auch die eigene Arbeit. Viele Forschende wollen zudem ihre Daten nicht teilen, obwohl sie meist durch öffentliche Mittel finanziert wurden. Hier spielen auch Ängste eine Rolle, dass Fehler entdeckt werden oder andere in den Daten interessantere Ergebnisse finden. Eine allgemeine Verpflichtung zur Datenfreigabe, die nur in Ausnahmefällen ausgesetzt wird, könnte Abhilfe schaffen. Zudem braucht es eine offenere Fehlerkultur in der Wissenschaft.

Ein Mann steht vor einem Gebäude
Psychologe Hilmar Brohmer. Foto: Uni Graz/Angele
Erstellt von Konstantin Tzivanopoulos

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