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Universität Graz Neuigkeiten Café Fotter in Not

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Freitag, 14.08.2015

Café Fotter in Not

Der Spiegelsalon des Café Fotter beeindruckt durch einen großen Korbluster, dessen geschliffene Glasperlen eine funkelnde Atmosphäre schaffen. Alle Fotos: Café Fotter, Corinna Unterkofler. ©Café Fotter, Corinna Unterkofler

Der Spiegelsalon des Café Fotter beeindruckt durch einen großen Korbluster, dessen geschliffene Glasperlen eine funkelnde Atmosphäre schaffen. Alle Fotos: Café Fotter, Corinna Unterkofler.

 ©Café Fotter, Corinna Unterkofler

Mit viel Liebe selbst gemachte Kuchen und Mehlspeisen sowie der feine Kaffee entführen BesucherInnen in vergangene Zeiten voller Gemütlichkeit und Langsamkeit.

Die Registrierkasse aus den 1930er Jahren zeigt noch Schilling und Groschen an. ©Café Fotter, Corinna Unterkofler

Die Registrierkasse aus den 1930er Jahren zeigt noch Schilling und Groschen an.

Kunstgeschichte-Studierende gestalten Info-Folder zum traditionellen Kaffeehaus, um auf dessen prekäre Lage aufmerksam zu machen

Es ist für den duftenden Rosengarten berühmt, für sein geschmackvolles Interieur aus den 1930er Jahren, die selbst gemachten Mehlspeisen und für die gemütliche Atmosphäre aus der Frühgründerzeit: Das Café Fotter. Beliebt ist das traditionelle Grazer Kaffeehaus in der Attemsgasse nicht nur bei MitarbeiterInnen und Studierenden der Karl-Franzens-Universität.
Dennoch muss das ursprünglich als Bäckerei geführte Café in seinem 79. Jahr wieder ein Mal harte Zeiten durchleben: Finanziell gesehen stehen Beatrix Frodl und Jördis Waldhuber-Orac, die das Kultcafé 2012 von Gertraud Fotter übernommen hatten, vor großen Problemen – enorme Kosten für aufwändige Möbelrenovierungen und notwendige Adaptierungen des Cafés, ohne die ein Weiterführen nicht möglich gewesen wäre, sowie das Ausbleiben der StammkundInnen während der großen Glacis-Baustelle im vergangenen Sommer trugen unter anderem zur aktuell prekären Lage bei.

Kunstgeschichte-Studierende der Uni Graz machten auf diese schwierige Situation mit einem Informationsfolder zum Café aufmerksam. Die Initiative geht auf die Forschungsstelle Kunstgeschichte Steiermark, geleitet von Ao.Univ.-Prof. Dr. Margit Stadlober, zurück. Der achtseitige Wickelfalz-Folder zeichnet die Geschichte des Hauses übersichtlich nach – vom Bau im Jahr 1844 durch Georg Lindner über die Jahre als Bäckerei Koschuh bis zur Gründung der Bäckerei Fotter 1936, die 1972 um das Café erweitert wurde.
Der ursprüngliche Charme eines klassischen Kaffeehauses aus vergangenen Zeiten blieb über die Jahre erhalten. Der Folder widmet sich den einzelnen Räumen – Verkaufsraum, Spiegelsalon und Zirbenstube – und bietet auch Informationen über den Bezirk Geidorf und die Attemsgasse.

„Das Fotter ist nicht nur kulturhistorisch gesehen eine sehr wertvolle Einrichtung, die unbedingt bewahrt werden muss“, macht sich Margit Stadlober für den Erhalt des Cafés stark. Derzeit sind die Betreiberinnen Beatrix Frodl und Mag. Jördis Waldhuber-Orac auf NachfolgerInnensuche. Sollte sich bis Jahresende niemand finden, ist die Zukunft wohl eher ungewiss …

 

>> Klicken Sie hier, um den Folder herunterzuladen

Erstellt von Gerhild Kastrun

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