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Universität Graz Neuigkeiten Ausgezeichnete Forscherinnen

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Dienstag, 17.03.2015

Ausgezeichnete Forscherinnen

LH-Stv. Hermann Schützenhöfer mit den PreisträgerInnen sowie LH a.D. Josef Krainer und Gerald Schöpfer, Obmann des Josef Krainer – Steirischen Gedenkwerkes. Fotos: steiermark.at/Scheriau

LH-Stv. Hermann Schützenhöfer mit den diesjährigen Josef Krainer-PreisträgerInnen sowie LH a.D. Josef Krainer und Gerald Schöpfer, Obmann des „Josef Krainer – Steirischen Gedenkwerkes“. Die Preisträgerinnen der Uni Graz: Elke Heinrich, Susanne Sakl-Sharif, Sabrina Büttner (2., 3., 4.v.l.) und Marie Sophie Wagner-Reitinger (1.v.r.). Fotos: steiermark.at/Scheriau

Josef Krainer-Preise für Sabrina Büttner, Susanne Sackl-Sharif, Elke Heinrich und Marie Sophie Wagner-Reitinger

Vier junge Wissenschafterinnen der Karl-Franzens-Universität Graz sind unter den TrägerInnen der diesjährigen „Josef Krainer-Preise“, die am 16. März 2015 von Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhöfer in der Aula der Alten Universität in Graz verliehen wurden. Ass.-Prof. Dr. Sabrina Büttner vom Institut für Molekulare Biowissenschaften erhielt den „Josef Krainer-Würdigungspreis“, mit dem „Josef Krainer-Förderungspreis“ wurden die Musikwissenschafterin und Soziologin Dr. Susanne Sackl-Sharif sowie die Juristinnen Dr. Elke Heinrich und Dr. Marie Sophie Wagner-Reitinger ausgezeichnet.

Sabrina Büttner bekam den „Josef Krainer-Würdigungspreis“ für ihre Habilitationsschrift „Molecular Mechanisms of Neurotoxic Cell Death/Molekulare Mechanismen des neurotoxischen Zelltodes“. Bis 2012 untersuchte die Wissenschafterin im Rahmen des Hertha-Firnberg-Programms des Österreichischen Wissenschaftsfonds FWF molekulare Mechanismen bei Morbus Parkinson. Aktuell leitet sie ein Projekt, gefördert durch das Elise-Richter-Programm des FWF, das sich mit Calcium als zentralem Regulator des Zellsterbens bei Parkinson beschäftigt. Die aus ihren Forschungen gewonnenen Erkenntnisse tragen wesentlich dazu bei, altersassoziierte, neurodegenerative Erkrankungen besser zu verstehen – als Voraussetzung für neue Therapie-Möglichkeiten.

Susanne Sackl-Sharif, Elke Heinrich und Marie Sophie Wagner-Reitinger erhielten den „Josef Krainer-Förderungspreis“ jeweils für ihre Dissertation.

Susanne Sackl-Sharif promovierte in den Fächern Systematische Musikwissenschaft und Kultursoziologie. In ihrer Dissertation „Gender – Metal – Videoclips. Eine qualitative Rezeptionsstudie“ setzte sie sich mit der Metal-Szene in Graz und Voitsberg auseinander und warf einen eingehenden Blick auf diesen speziellen Bereich der Jugendkultur. Dabei betrachtete sie verschiedene Kontexte, wie zum Beispiel die Geschlechterrollen im Metal. Mit ihrer umfassenden Studie leistet Sackl-Sharif einen wichtigen Beitrag zur Regionalmusikforschung. Aktuell ist sie im Rahmen eines Forschungsprojekts zum Thema „Politische Partizipation im Bezirk Voitsberg“ bei „Spectro – gemeinnützige Gesellschaft für wissenschaftliche Forschung GmbH“ in Graz beschäftigt und Lehrbeauftragte an der Uni Graz.

Elke Heinrich beschäftigte sich in ihrer Doktorarbeit zur „Bonitätsprüfung im neuen Verbraucherkreditrecht“ mit dem aktuellen und brisanten Fragenkomplex rund um die Verpflichtung des Kreditgebers/der Kreditgeberin, vor Abschluss eines Kreditvertrags die Bonität des Verbrauchers/der Verbraucherin zu prüfen. Die Juristin betrat mit ihrer Dissertation Neuland und bot weiterführende Lösungen an. Seit Oktober 2013 ist Elke Heinrich als wissenschaftliche Referentin am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Hamburg tätig.

Marie Sophie Wagner-Reitinger fand ihr Dissertationsthema im Bereich des Römischen Rechts. In ihrer Arbeit mit dem Titel „Servus communis quasi duo servi sunt – Der Erwerb durch den im Miteigentum stehenden Sklaven“ wandte sie sich einer Rechtserscheinung zu, die nicht nur charakteristisch für die römische Gesellschaftsordnung war, sondern auch unter rechtsdogmatischen und wirtschaftsgeschichtlichen Gesichtspunkten bis heute von Interesse ist. Ihre Forschungen füllen eine wissenschaftliche Lücke – mit aktuellen Bezügen. Derzeit absolviert Wagner-Reitinger ihre Gerichtspraxis am Oberlandesgericht Graz. Nebenher arbeitet sie unter anderem an der Veröffentlichung ihrer Dissertation.

 

Die „Josef Krainer-Preise“ werden vom „Steirischen Gedenkwerk Josef Krainer“ seit seiner Gründung 1973 vergeben, seit 1993 in den drei Kategorien „Großer Josef Krainer-Preis“, „Josef Krainer-Würdigungspreis“ und „Josef Krainer-Förderungspreis“. Sie sind gedacht als Würdigung hervorragender Leistungen in Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft sowie Umweltschutz und Sozialpflege.

Erstellt von Gudrun Pichler

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