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Universität Graz Neuigkeiten Aus der Luft gegriffen

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Freitag, 26.08.2016

Aus der Luft gegriffen

Die Uni Graz unterstützt Apflbutzn, die Initiative für faires Gewand. Aus alten Fahnen entstehen derzeit T-Shirt Labels. Alle Fotos: Apflbutzn.

Die Uni Graz unterstützt Apflbutzn, die Initiative für faires Gewand. Aus alten Fahnen entstehen derzeit T-Shirt Labels. Alle Fotos: Apflbutzn.

Die T-Shirt sind aus Bio-Baumwolle und in der gesamten Produktionskette klimafreundlich gefertigt. Im Apflbutzn-Webshop sind verschiedene Modelle für Damen, Herren und Kinder erhältlich.

Die T-Shirt sind aus Bio-Baumwolle und in der gesamten Produktionskette klimafreundlich gefertigt. Im Apflbutzn-Webshop sind verschiedene Modelle für Damen, Herren und Kinder erhältlich.

Die ausgemusterten Uni-Fahnen wurden zerkleinert...

Die ausgemusterten Uni-Fahnen wurden zerkleinert...

... und in der Apflbutzn-Werkstatt zu den Labels verarbeitet. Rund 1000 Etiketten entstehen aus einer Fahne.

... und in der Apflbutzn-Werkstatt zu den Labels verarbeitet. Rund 1000 Etiketten entstehen aus einer Fahne.

Die Apflbutzn-Modelle sind entweder bedruckt oder einfärbig; die limitierten Auflagen sind auf je 100 Stück begrenzt. So bleibt der Platzhirsch (nahezu) einzigartig.

Die Apflbutzn-Modelle sind entweder bedruckt oder einfärbig; die limitierten Auflagen sind auf je 100 Stück begrenzt. So bleibt der Platzhirsch (nahezu) einzigartig.

Alte Uni-Fahnen flattern nicht mehr am Campus, sondern werden zu Labels auf fairem Gewand

Ein umweltbewusster Lebensstil wird vielen Menschen immer wichtiger. Regionale und saisonale Lebensmittel kaufen, auf umweltfreundliche Mobilität umsteigen, Nachhaltigkeit in die täglichen Abläufe integrieren, etwa durch Strom- und Plastiksparen oder Mülltrennen: Vieles lässt sich allein durch die notwendige Aufmerksamkeit umsetzen. "Handlungsbedarf gibt es aber noch in einem großen Bereich: beim Gewand", weiß Thomas Winkler. Gemeinsam mit Therese Wallner hat er "Apflbutzn" ins Leben gerufen, eine Initiative für faire, nachhaltige Bio-Bekleidung. Die Karl-Franzens-Universität unterstützt das Unternehmen der beiden - Winkler hat das interdisziplinäre Doktoratsstudium Umweltsystemwissenschaften an der Uni Graz abgeschlossen, Wallner studiert hier Psychologie - jetzt auf einfache, und doch sichtbare Weise. Aus den ausgemusterten Uni-Fahnen entstehen derzeit Labels für die "Apflbutzn"-T-Shirts. Rund 1000 Stück gibt eine Fahne her, diese finden danach ihren Weg auf die verschiedenen Shirt-Modelle.

Gerade in der Textilindustrie sind die einzelnen Produktionsschritte oft undurchschaubar. Daher setzen Winkler und Wallner auf eine transparenten Herstellung, die zum großen Teil in Eigenregie abläuft. Lediglich die Leiberl aus zertifizierter Bio-Baumwolle beziehen die beiden von der Marke "Stanley&Stella". "Faire Arbeitsbedingungen sind hier garantiert. Die beteiligten Fabriken werden außerdem mit erneuerbaren Energien betrieben", erklärt Wallner. Ist die  Ware aber erst einmal in der Werkstatt in der Grazer Wickenburggasse angekommen, erledigen die beiden den Rest selbst: Sie zeichnen die Motive, bedrucken die Shirts mit wasserbasierten Farben und verschicken die fertigen Leiberl auf CO2-neutralem Weg mit der Post. Kaufen kann man die unterschiedlichen Modelle derzeit online im Webshop, bei Graz Tourismus, bei Chic Ethic am Grazer Tummelplatz sowie auf verschiedenen Events, wie etwa der "FairGoods"-Messe. Bald aber sollen die ersten KundInnen in die Wickenburggasse eingeladen werden können.  

Bis es soweit ist, unterstützen Wallner und Winkler aber nicht nur den Gedanken fairer, umwelt- und hautfreundlicher sowie individueller Mode. Durch den Verkauf eines eigens entworfenen "Spenden-Leiberls" unterstützen die beiden Jung-UnternehmerInnen verschiedene Aktionen in den ärmsten Ländern der Welt. So konnten sie nach dem schweren Erdbeben in Nepal im April 2015 dank der Aktion "Apflbutzn für Nepal" 1.300 Euro an die Karmalaya-Foundation überweisen, die sich für den Wiederaufbau einer zerstörten Schule einsetzt. 2016 werden über "Nepal Direct" wieder Menschen in dem kleinen asiatischen Land unterstützen - ohne Zwischenschritte durch große Spendeninitiativen. 

Erstellt von Gerhild Kastrun

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