Österreichs vermeintlich nachhaltig bewirtschafteten Wälder sind in hohem Maß gefährdet: Denn nur mehr drei Prozent der nationalen Forstflächen können als natürlich angesehen werden. Fortschreitender Raumverlust und eine Verarmung der Struktur tragen dazu bei, dass möglichst naturnahe Waldbiotope ständig schrumpfen.
Wo befinden sich die letzten heimischen Urwälder? Welche Bedeutung haben sie hinsichtlich des Schutzes der Artenvielfalt und der Biodiversität? Und wie können die im Holz lebenden Käfer darüber Auskunft geben, wie es um den Wald an sich bestellt ist?
Mit diesen Fragen beschäftigt sich Sandra Aurenhammer, BA MSc. Die Absolventin des Masterstudiums Ökologie und Evolutionsbiologie sowie des Bachelorstudiums Pädagogik an der Karl-Franzens-Universität Graz wurde für ihr Dissertationsprojekt am 26. April 2016 mit einem Theodor Körner-Förderpreis in der Kategorie Medizin, Naturwissenschaft und Technik in Wien ausgezeichnet. Die Jungwissenschafterin erhielt den Preis von Bundespräsident Dr. Heinz Fischer und Kuratoriumspräsident Mag. Herbert Tumpel.
Der Theodor Körner Fonds zur Förderung von Wissenschaft und Kunst
Theodor Körner, von 1951 bis 1957 erster vom Volk direkt gewählter österreichischer Bundespräsident, ist der Namensstifter des ihm zu Ehren ins Leben gerufene Theodor-Körner-Fonds, dessen Preis erstmals 1954 vergeben wurde. Ziel damals wie heute war und ist die Förderung junger österreichischer WissenschafterInnen und KünstlerInnen, die hervorragende Leistungen erbringen und von denen wichtige Beiträge für ihre jeweiligen Fachdisziplinen erwartet werden können.
Die Förderungspreise sollen zur Durchführung und Fertigstellung wissenschaftlicher bzw. künstlerischer Arbeiten ermutigen. BewerberInnen sollen bei Antragstellung nicht älter als 40 Jahre alt sein. Davon ausgenommen sind Personen, die ihre akademische Ausbildung im Zuge des zweiten Bildungsweges absolviert haben, sowie BewerberInnen aus dem Bereich der nicht akademischen Forschung. Die eingereichte Arbeit darf noch nicht fertig gestellt sein. Ausschlaggebend ist ihre allgemeine wissenschaftliche/künstlerische Qualität und gesellschaftliche Relevanz.