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Dienstag, 14.12.2021

Aktuell und schnell

Daten aus über zwanzig sozialwissenschaftlichen Covid-19-Studien sind bereits über das Austrian Social Science Data Archive zugänglich. Foto: pixabay

Daten aus über zwanzig sozialwissenschaftlichen Covid-19-Studien sind bereits über das Austrian Social Science Data Archive zugänglich. Foto: pixabay

Daten aus österreichischen sozialwissenschaftlichen Covid-19-Studien an einem Ort zugänglich

Gerade in einer Krise ist der Zugriff auf aktuelle Informationen entscheidend, um auf Herausforderungen richtig reagieren zu können. Seit Beginn der Corona-Krise Anfang 2020 wurden und werden in Österreich zahlreiche Studien über die sozialen, wirtschaftlichen und psychologischen Folgen der Pandemie durchgeführt. Die dabei erhobenen Daten stellen eine wertvolle Ressource dar, die letztlich bei der Bewältigung der Krise helfen sollen. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) geförderten Projekts werden sie gesammelt, für die Nachnutzung aufbereitet und im Austrian Social Science Data Archive (AUSSDA) rasch zugänglich gemacht. Projektleiter ist Otto Bodi-Fernandez, Soziologe der Universität Graz.

Um aktuelle Informationen schnell zur Verfügung zu stellen, haben Bodi-Fernandez und sein Team, Manfred Herzog und Lorenz Makula, ein verkürztes Begutachtungsverfahren entwickelt, mit dem sie relevante Erhebungen rasch evaluieren und dann im „Covid-19 Pandemic Dataverse“ bei AUSSDA veröffentlichen können. „Auf diese Weise stellen wir bei Bedarf neue Daten auch als Pre-Release bereit, also wenn Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind“, so der Projektleiter. Gleichzeitig übernehmen die Grazer SoziologInnen die Langzeitarchivierung.

Daten aus über zwanzig sozialwissenschaftlichen Covid-19-Studien, inklusive Fragebögen und Methodenberichte, sind bereits über AUSSDA zugänglich. Darunter jene der vom BMBWF beauftragten und von SORA und Statistik Austria durchgeführten Prävalenzstudien zur Verbreitung von COVID-19 in Österreich sowie das Austrian Corona Panel Project (ACPP) der Universität Wien. Letzteres erhebt seit März 2020 regelmäßig Stimmungslagen, Einstellungen, Verhaltensweisen und Informiertheit der Bevölkerung im Zusammenhang mit der Corona-Krise.

„Ziel des Projekts ist, die Daten aller österreichischen sozialwissenschaftlichen Studien zur Corona-Pandemie an einem Ort verfügbar zu machen, so offen wie möglich und so geschlossen wie nötig“, erklärt Bodi-Fernandez. „Das bedeutet, dass wir hinsichtlich des Zugriffs zwischen wissenschaftlicher und öffentlicher Nutzung unterscheiden und die Daten dementsprechend aufbereiten.“ Sollen sie allen Personen frei zugänglich sein, müssen sie unter anderem datenschutzkonform anonymisiert werden.

Das Team der Universität Graz leistet auch Beratungsarbeit, nicht zuletzt um die Bereitschaft zum Teilen von Forschungsdaten weiter zu erhöhen. „Wir informieren StudienautorInnen über die Möglichkeiten des Data Sharing und die damit verbundenen Chancen“, erklärt der Soziologe.

Das Covid-19 Pandemic Dataverse des AUSSDA steht WissenschafterInnen weltweit zur Verfügung. „Data Sharing ist ein wesentlicher Schlüssel für länder- und disziplinenübergreifende Anstrengungen, um gemeinsam Lösungen für die Bewältigung der Krise zu entwickeln“, unterstreicht Bodi-Fernandez einmal mehr die Bedeutung des Projekts.

>> AUSSDA Covid-19 Pandemic Dataverse

Erstellt von Gudrun Pichler

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