Vortragsreihe „Kindheit, Gewalt & Krieg“
wird noch bekannt gegeben
Vierter Termin der Vortragsreihe: Kindheit, Gewalt & Krieg. Kinder als Akteur:innen von Krieg und Frieden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Zum Vortrag:
Die „Zeitenwende“ seit 2022 gibt der disparaten Zeitgeschichte der Entwicklungspolitik neue Impulse und unterstreicht deren umstrittene Verschränkung mit Außen- und Sicherheitspolitik. Dort setzt dieser Beitrag an und rückt Kinder und Jugendliche in Konfliktregionen und Friedensprozessen im Globalen Süden in den Fokus. Dieser zeithistorisch wenig beachtete Sektor der Entwicklungszusammenarbeit ist für das prägende Spannungsfeld von Entwicklungspolitik als Organisationsform nachhaltiger Prozesse zwischen widerstreitenden Zielen und begrenzten Steuerungsmöglichkeiten besonders aussagekräftig. Im Geflecht der o. a. Politikfelder markieren Krisenprävention und Konfliktbearbeitung, interkulturelle Herausforderungen und völkerrechtliche Souveränitätsansprüche Pole dieses Spannungsfelds.
Jonas Klein
Historisches Institut, Universität Potsdam
____________________________________________
Die Vortragsreihe widmet sich in diesem Semester aktuellen Forschungen zu Kindern als Akteur:innen von Krieg und Frieden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen die Handlungsräume, die sich junge Menschen abhängig von geopolitischen, sozialen, kulturellen und situativen Kontexten erschließen konnten. Einige dokumentierten ihre Erfahrungen und ermöglichten so einen unmittelbaren Einblick in die Realität von Krieg und Gewalt. Ziel der Vortragsreihe ist es, aufzuzeigen, dass der Blick auf Kinder neue und erkenntnisreiche Perspektiven auf zentrale historische und gesellschaftspolitische Fragestellungen eröffnet.
Die Vortragsreihe „Kindheit, Gewalt und Krieg“ wird seit Oktober 2025 von Wiebke Hiemesch (Universität Hildesheim und ZeitZentrum Zivilcourage) und Lukas Schretter (Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung) organisiert. Sie findet online statt und richtet sich an Forschende, Studierende sowie eine interessierte Öffentlichkeit. Die Idee entstand in der Arbeitsgruppe „Kindheit, Gewalt und Krieg“ im Rahmen des Arbeitskreises „Kindheitsgeschichte“, organisiert von Lena Jur, Friederike Kind-Kovács, Julia Reus, Susanne Quitmann und Martina Winkler, im November 2024.
Letzter Termin der Vortragsreihe:
- Freitag, 12. Februar 2027: Vortrag „Museum of Survivors: Gemeinsame und unterschiedliche Erfahrungen junger Menschen von Krieg und Flucht sichtbar machen“ (Irena Klissenbauer / Daniele Karasz)