Vortragsreihe „Kindheit, Gewalt & Krieg“
wird noch bekannt gegeben
Zweiter Termin der Vortragsreihe: Kindheit, Gewalt & Krieg. Kinder als Akteur:innen von Krieg und Frieden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Zum Vortrag:
Die Darstellung von Krieg und seinen Folgen gehört seit jeher zu den Themen der Kinder- und Jugendliteratur. Während frühe Texte – insbesondere im Kontext des Ersten Weltkriegs – häufig von patriotischen und kriegsbejahenden Haltungen geprägt waren, dominiert in der Gegenwartsliteratur eine pazifistische Perspektive, die Krieg als existenzielle Bedrohung für das Leben und Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen inszeniert. Der Vortrag widmet sich ausgewählten Romanen der Kinder- und Jugendliteratur, die gegenwärtige Kriege und Konflikte – unter anderem im ehemaligen Jugoslawien, in Syrien und Afghanistan – thematisieren. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie heranwachsende Figuren den Krieg erleben und mit welchen erzählerischen Strategien ihre Erfahrungen von Gewalt, Verlust, Flucht und Unsicherheit literarisch vermittelt werden.
Jana Mikota
Germanistisches Seminar, Universität Siegen
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Die Vortragsreihe widmet sich in diesem Semester aktuellen Forschungen zu Kindern als Akteur:innen von Krieg und Frieden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Im Zentrum stehen die Handlungsräume, die sich junge Menschen abhängig von geopolitischen, sozialen, kulturellen und situativen Kontexten erschließen konnten. Einige dokumentierten ihre Erfahrungen und ermöglichten so einen unmittelbaren Einblick in die Realität von Krieg und Gewalt. Ziel der Vortragsreihe ist es, aufzuzeigen, dass der Blick auf Kinder neue und erkenntnisreiche Perspektiven auf zentrale historische und gesellschaftspolitische Fragestellungen eröffnet.
Die Vortragsreihe „Kindheit, Gewalt und Krieg“ wird seit Oktober 2025 von Wiebke Hiemesch (Universität Hildesheim und ZeitZentrum Zivilcourage) und Lukas Schretter (Ludwig Boltzmann Institut für Kriegsfolgenforschung) organisiert. Sie findet online statt und richtet sich an Forschende, Studierende sowie eine interessierte Öffentlichkeit. Die Idee entstand in der Arbeitsgruppe „Kindheit, Gewalt und Krieg“ im Rahmen des Arbeitskreises „Kindheitsgeschichte“, organisiert von Lena Jur, Friederike Kind-Kovács, Julia Reus, Susanne Quitmann und Martina Winkler, im November 2024.
Weitere Termine:
- Freitag, 15. Januar 2027: Vortrag „Wenn Kinder Atomkrieg spielen. Zur Konstruktion und Wirkmacht von Kindheit im Kalten Krieg“ (Joachim Brenner)
- Freitag, 29. Januar 2027: Vortrag „Kriegskinder in der internationalen Entwicklungspolitik“ (Jonas Klein)
- Freitag, 12. Februar 2027: Vortrag „Museum of Survivors: Gemeinsame und unterschiedliche Erfahrungen junger Menschen von Krieg und Flucht sichtbar machen“ (Irena Klissenbauer / Daniele Karasz)