Vortrag Prof. Federica De Iuliis (Università degli studi di Parma)
Die dignitas der römischen Frau war eng mit ihrer sozialen Rolle und ihrem Familienstand verbunden und knüpfte insbesondere an ihre Keuschheit an. Diese typisch weibliche Tugend musste nicht nur bewahrt, sondern auch deutlich nach außen gezeigt werden - immerhin spiegelte sie den Ruf der gesamten familia wider.
Einen Angriff auf die weibliche dignitas subsumierten die römischen Juristen und das Edikt des Prätors unter den Tatbestand der iniuria. Der Vortrag widmet sich einer speziellen Form der Verletzung der weiblichen pudicitia – nämlich dem Weglocken der Begleiter einer Frau - sowie deren Ahndung.
Federica De Iuliis ist Professorin für Römisches Recht und Grundlagen des Europäischen Rechts am Fachbereich für Rechtswissenschaften, Politik und Internationale Studien der Universität Parma. Schwerpunkte ihrer Forschung sind neben dinglichen Sicherheiten, dem Erbrecht und der rechtlichen Stellung der Frau in der römischen Antike die Geschichte der Ernährung und der Handelsmärkte. Darüber hinaus verfolgt sie interdisziplinäre Ansätze und analysiert römisch-rechtliche Kategorien in modernen Gesetzgebungen.
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Institut für Rechtswissenschaftliche Grundlagen
Fachbereich Römisches Recht
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