Universitätsmuseen - Hans Gross Kriminalmuseum: Tödliche Gewalt an Frauen
Gewalt an Frauen findet sich in verschiedenen Gesellschaften und beschreibt auch heute eine der häufigsten Menschrechtsverletzungen. Ihre Ursachen liegen sowohl auf struktureller Ebene wie in individuellen Motiven verortet und bedingen entsprechend unterschiedliche Formen und Dynamiken von Gewalt. Bei der Mehrheit der untersuchten Morde an Frauen handelt es sich um geschlechtsspezifische, so genannte „Femizide“, die zum größten Teil wiederum von den eigenen Partnern der getöteten Frauen begangen wurden. Auch Österreich bildet hierbei keine Ausnahme. Studien verdeutlichen zudem, dass das eigene Zuhause als Tatort von weiblichen Ermordeten generell doppelt so häufig dokumentiert ist als bei männlichen.
Im Vorfeld der weltweiten Kampagne Orange the World veranstalten die Universitätsmuseen: Hans Gross Kriminalmuseum in Kooperation mit dem Institut für Strafrecht, Strafprozessrecht und Kriminologie: Forschungsstelle für Gewaltprävention und Opferschutz eine Podiumsdiskussion samt und Impulsreferaten zum Thema. Die Mitwirkenden: Michaela Gosch, MBA (Frauenhäuser Steiermark), Mag.a Elli Scambor (Institut für Männer- und Geschlechterforschung), Chefinsp. Andreas Weiland (Stadtpolizeikommando Graz), Dr. Sebastian Gölly, MA (Forschungsstelle für Gewaltprävention und Opferschutz) und Dr. Stefan Köchel (Hans Gross Kriminalmuseum).
Das Team der Universitätsmuseen freut sich auf Ihren Besuch!