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Universität Graz Neuigkeiten Zur Soziologie der Religion

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Donnerstag, 23.08.2012

Zur Soziologie der Religion

"Das Morgengebet" von Rudolf Epp, um 1879. Beten ist nur eine der grundlegenden menschlichen Tätigkeiten, die unmittelbar mit Religion verbunden ist. Soziologie Stephan Moebius hat die Schriften von Marcel Mauss' zu diesem Thema neu herausgegeben.

"Das Morgengebet" von Rudolf Epp, um 1879. Beten ist nur eine der grundlegenden menschlichen Tätigkeiten, die unmittelbar mit Religion verbunden ist. Soziologie Stephan Moebius hat die Schriften von Marcel Mauss' zu diesem Thema neu herausgegeben.

Zwei neue Editionen von Uni-Graz-Forscher Stephan Moebius sind erschienen

Strafen und opfern, urteilen und werten, beten – viele, zum Teil grundlegende menschliche Tätigkeiten sind  unmittelbar mit Religion verbunden. Sie stehen im Zentrum der Arbeit des französischen Soziologen und Ethnologen Marcel Mauss (1872-1950). Seine Schriften zur Religionssoziologie gelten als Meilensteine der Sozial- und Kulturwissenschaften, da sie nicht nur Einblicke in Sakralisierungsprozesse geben, sondern auch die gesellschaftlichen Ursprünge des Magischen und Religiösen behandeln.

Univ.-Prof. Dr. Stephan Moebius vom Institut für Soziologie der Uni Graz hat nun einen neuen Band herausgegeben, der die wichtigsten religionssoziologischen Studien umfasst. Darin behandelt werden unter anderem das Gebet, das Opfer, die Magie, das Strafrecht oder das Verhältnis von Ritualen und Emotionen. Der Wissenschafter hat in einem Nachwort zudem eine systematische Darstellung der Religionssoziologie von Mauss geliefert.

>> "Marcel Mauss: Schriften zur Religionssoziologie". Herausgegeben und eingeleitet von Stephan Moebius, Frithjof Nungesser und Christian Papilloud Mit einem Nachwort von Stephan Moebius. 28,80 Euro, suhrkamp taschenbuch wissenschaft. August 2012.

Einen weiteren Band hat der Soziologie Moebius mit einem Nachwort versehen: In "Das Collège de Sociologie - 1937–1939" widmet sich der Herausgeber des Buchs, Denis Hollier, einer der wichtigsten intellektuellen Gruppierungen des 20. Jahrhunderts. Dem "Collège de sociologie", das 1937 von Georges Bataille zusammen mit Roger Caillois und Michel Leiris gegründet wurde, ging es um die Etablierung einer Soziologie des Sakralen, die für eine allgemeine Wissenschaft fruchtbar gemacht werden sollte. 

Die Edition hat den Diskussionszusammenhang des Collège de sociologie erstmals erschlossen und zeitlich nachvollziehbar gemacht. Zahlreiche Texte sind nur in dieser Ausgabe zugänglich; nun liegt sie erstmals in vollständiger deutscher Übersetzung vor.

>> "Das Collège de Sociologie - 1937–1939 ". Herausgegeben von Denis Hollier mit einem Nachwort von Stephan Moebius. 20,60 Euro, suhrkamp taschenbuch wissenschaft. August 2012.

 

Erstellt von Gerhild Kastrun

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