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Universität Graz Neuigkeiten Sprache und Ökologie

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Dienstag, 20.10.2015

Sprache und Ökologie

Den Diskurs über die Umwelt sowie die Wirkung der Sprache auf die Umwelt behandelt ein Symposium zur Ökolinguistik an der Uni Graz. Foto; Uni Graz/Kanizaj

Den Diskurs über die Umwelt sowie die Wirkung der Sprache auf die Umwelt behandelt ein Symposium zur Ökolinguistik an der Uni Graz. Foto; Uni Graz/Kanizaj

Wenn Worte die Mitwelt beeinflussen: Symposium zur Ökolinguistik

Wenn allein schon der Name Buschratte aufgrund der negativen Assoziationen zur Ausrottung des in Australien heimischen Tieres führt – dann kann Sprache auch massiv die Umwelt beeinflussen. Als Ökolinguistik wird dieses Teilgebiet der Sprachwissenschaft bezeichnet, in dem eine Verbindung zwischen Sprache und Ökologie hergestellt wird. „Es gibt zwei große Teilbereiche“, weiß Anglistin Ao.Univ.-Prof. Dr. Hermine Penz, M.S. Zum einen die Ökologie der Sprachen: Sie verwendet die Ökologiemetapher für Sprachen und untersucht die Wechselwirkungen zwischen Sprachen und Dialekten sowohl bei einzelnen SprecherInnen als auch in der Gesellschaft. Die Sprache der Ökologie wiederum untersucht die Rolle der Sprache im Zusammenleben von Mensch, Tier und Pflanze und untersucht den Diskurs über die Umwelt sowie die Wirkung der Sprache auf die Umwelt und die mögliche Verschärfung oder Reduzierung von Umweltproblemen durch Sprache.
Beim „Symposium zur Ökolinguistik“, veranstalttet vom Institut für Anglistik vom 24. bis 26. Oktober 2015 an der Uni Graz, stehen „Diskurs(e) über Umweltprobleme“ im Mittelpunkt.

Die mehr als 20 internationalen Vortragenden, etwa aus England, Brasilien und China befassen, sich vor allem mit der Sprache und/der Ökologie, insbesondere mit verschiedenen Aspekten des Klimawandeldiskurses, den Themen Genmanipulation, Biodiversität, Energie und Ressourcen, verrät Penz. Allgemeine Aspekte der Ökolinguistik, darunter die Beschönigung unserer Behandlung der Umwelt – sprachwissenschaftlich besser: Mitwelt – durch sprachliche Strategien oder die Beziehung zwischen biologischer und sprachlicher Vielfalt, kommen zur Sprache.

Erstellt von Hermine Penz & Andreas Schweiger

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