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Universität Graz Neuigkeiten Frühlingsbote am Himmel

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Dienstag, 12.03.2013

Frühlingsbote am Himmel

Der Komet Pan-STARRS (C/2011 L4) am Abendhimmel. Foto: NASA/JPL, Wikimedia Commons

Der Komet Pan-STARRS (C/2011 L4) am Abendhimmel. Foto: NASA/JPL, Wikimedia Commons

Der Komet Pan-STARRS (C/2011 L4) ist derzeit auf der Nordhalbkugel der Erde gut sichtbar

Am westlichen Abendhimmel leuchtet er den Frühling ein: Der Komet Pan-STARRS (C/2011 L4), ein Besucher vom äußersten Rand unseres Sonnensystems, lässt sich für wenige Tage auf der Nordhalbkugel am westlichen Abendhimmel beobachten. Am 10. März 2013 erreichte er sein Perihel, seine geringste Entfernung zur Sonne, rund 50 Millionen Kilometer. Dadurch strahlt er momentan besonders hell, vergleichbar mit den Sternen des großen Wagens. „Diese Woche ist der Schweifstern am besten zu sehen und zwar kurz nach Sonnenuntergang, zwischen ca. 18.15 und 18.45 Uhr, dann verschwindet er wieder unter dem Horizont“, weiß Ass.-Prof. Dr. Manuela Temmer vom Institut für Physik der Karl-Franzens-Universität Graz. Neugierigen SternguckerInnen rät die Astronomin, den Kometen vom Schlossberg aus mit einem Feldstecher zu betrachten – Blick Richtung Westen. „Achtung, nicht in die Sonne schauen!“, warnt Temmer.

 

Vor seinem Perihel hat Pan-STARRS (C/2011 L4) die Bahn des Planeten Merkur passiert und war dann in der südlichen Hemisphäre zu sehen. Seinen höchsten Stand am Himmel nördlich des Äquators wird er am 24. März 2013 erreichen. „Allerdings hat er sich dann bereits wieder ein Stück von der Sonne entfernt und somit an Helligkeit verloren“, so Temmer.

 

Pan-STARRS (C/2011 L4) ist nach dem auf Hawaii angesiedelten Projekt „Panoramic Survey Telescope & Rapid Response System“ benannt, das den Himmel nach potentiell gefährlichen Asteroiden durchmustert. Am 6. Juni 2011 wurde der bislang unbekannte Schweifstern gewissermaßen „nebenbei“ entdeckt. Damals war er rund 1,2 Milliarden Kilometer von der Sonne entfernt. Auf seiner exzentrischen Bahn durchquert er das Sonnensystem. Auf seinen nächsten Besuch müssen die ErdenbewohnerInnen noch sehr lange warten. Erst in zirka 100.000 Jahren wird er sich hier wieder zeigen.

Erstellt von Gudrun Pichler

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