Graz ist nicht nur für seine Kulturgüter bekannt: Innerhalb der EU ist die steirische Hauptstadt auch durch ihre exorbitante Überschreitungen des Feinstaubgrenzwertes immer wieder negativ aufgefallen.
Studierende der Karl-Franzens-Universität, der TU Graz, der Med Uni Graz sowie der TU Wien haben nun eine App entwickelt, die es künftig allen GrazerInnen ermöglicht, zu einer besseren Luftqualität beizutragen: "SMARTY - die App für Graz" gewann kürzlich den Ideenwettbewerb „Smarte Mobilität für smarte StädterInnen“ des Forums Alpbach. Bürgermeister Siegfried Nagl hat die Umsetzung der App seitens der Stadt Graz bereits zugesagt.
Die Idee von Elisabeth Katharina Rauchegger (TU Graz), Tanja Rogatsch (Karl-Franzen-Universität), Christine Ragginer (Medizinischen Universität Graz) und Anton Watzinger (TU Wien) überzeugt durch ihre unkomplizierte Handhabe und effektive Wirkung. Denn SMARTY hilft, Verkehrswege so zu planen, dass möglichst wenig Schadstoffe entstehen. Außerdem erhalten besonders umweltfreundliche NutzerInnen durch ein Bonus-System unter anderem Freikarten für das Universalmuseum Joanneum. Umgesetzt wird die App unter anderem mit Wetter- und Feinstaubprognosen der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).
SMARTY funktioniert ähnlich wie das Kundenkartenprinzip bei Einkäufen: Wer sich besonders umweltfreundlich verhält - etwa zu Fuß geht, mit dem Rad fährt oder Öffis benutzt und damit wenig Feinstaub-Emissionen verursacht - sammelt grüne Ballons, die eingelöst werden können. Die NutzerInnen sehen vorab, welche Fortbewegungsweise wie viel Schadstoffe nach sich zieht - so wird der direkte Vergleich einfach. Die App informiert außerdem immer über die aktuellen Feinstaubwerte in der Stadt.