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Universität Graz Neuigkeiten Fachdidaktik macht Schule: Habilitationsforum für wissenschaftlichen Nachwuchs

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Donnerstag, 24.05.2012

Fachdidaktik macht Schule: Habilitationsforum für wissenschaftlichen Nachwuchs

Hauptgebäude mit Fahnen

Neue Wege in der Nachwuchsförderung in der Fachdidaktik

Die gesellschaftlichen Herausforderungen für die LehrerInnenausbildung mit wissenschaftlichem Hintergrund werden immer größer, habilitierte FachdidaktikerInnen hingegen sind rar gesät. Die Karl-Franzens-Universität will nun diese Lücke schließen und mit einem Forum Anreize zur Habilitation schaffen. Die Uni Graz soll mit dieser Plattform zum Zentrum fachdidaktischer NachwuchsforscherInnen im deutschsprachigen Raum werden.

„Es fehlt der wissenschaftliche Nachwuchs im Bereich der Fachdidaktik“, konstatiert Ao.Univ.-Prof. Dr. Martin Polaschek, Vizerektor für Studium und Lehre der Uni Graz. Aufgrund der enormen gesellschaftlichen Veränderungen in den Schulen, vor denen die LehrerInnen stehen, klafft diese Schere jedoch zunehmend auseinander. Die Karl-Franzens-Universität will mit einem eigenen Habilitationsforum für FachdidakterInnen sowohl die wissenschaftliche Basis als auch die PädagogInnenausbildung stärken.
Der Ausbau dieser Kompetenzen und eine qualitativ hochwertige LehrerInnenausbildung stellen zugleich auch einen Schwerpunkt der Uni Graz in den kommenden Jahren dar. „Denn die Universität verfügt am Standort über ein hohes Maß an Expertise zur Ausbildung pädagogischer Berufe“, unterstreicht Rektorin Univ.-Prof. Dr. Christa Neuper.
Die Plattform für habilitierende FachdidakterInnen soll im kommenden Jahr an der Uni Graz eingerichtet und eine zentrale Anlaufstelle für junge Fachdidaktik-WissenschafterInnen über den Standort hinaus werden. „Wir wollen alle Interessierten aus ganz Österreich einladen, die Uni Graz als Drehscheibe zum Austausch und zur Vernetzung zu nutzen“, beschreibt Polaschek die Pläne. Das Habilitationsforum will den engagierten JungforscherInnen ein qualitätsvolles akademisches Umfeld bieten, wissenschaftliche Netzwerke sowie MentorInnen-Programme zur Verfügung stellen, um eine Habilitation zu begünstigen und damit qualifizierte BewerberInnen für Professuren auszubilden.
„Wir können damit die Forschung aufwerten und aufrüsten“, so Polaschek. Abhängig von den Verhandlungen mit dem Wissenschaftsministerium, mit dem in den kommenden Monaten die Leistungsvereinbarung und damit die künftige Finanzierung der Uni Graz verhandelt wird, sind vorerst etwa zehn Qualifizierungsstellen für den Nachwuchs um ein bis zwei Professuren herum geplant.

Erstellt von Andreas Schweiger

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