Vielfalt ist für die Universität Graz wichtig, egal ob beim Lernen, Forschen oder Arbeiten. Mit Einrichtungen wie dem Arbeitskreis für Gleichstellungsfragen (AKGL), der Koordinationsstelle für Geschlechterstudien und Gleichstellung, dem AntiBias-Zirkel und LUIS*A am Campus setzt sich die Universität aktiv für Chancengleichheit ein. Jetzt kommen die Diversitybuddies dazu.
Langfristiges Ziel dieser Initiative ist es, ein dezentrales Unterstützungsnetzwerk für von Barrieren betroffene Studierenden und Bediensteten aufzubauen. Diversitybuddies sind dabei sichtbare und vertrauliche Ansprechpersonen für Fragen zu Gleichstellung und Diversität im Arbeits- und Studienalltag und verweisen anlassbezogen an die vielen Beratungs- und Anlaufstellen der Universität Graz und darüber hinaus.
Dutzende Mitarbeiter:innen aus den verschiedensten Bereichen sind bereits Teil dieser Initiative des AntiBias-Zirkels. Eine davon ist Magdalena Laura Halb, die im Büro des AKGL arbeitet. „Als ich von der Initiative erfahren habe, war ich gleich begeistert“, erzählt sie. „Manchmal geht es einfach darum, erst mal mit jemandem auf Augenhöhe zu reden, ohne gleich offiziell zu werden.“ Die Diversitybuddies seien hier ein tolles Konzept und eine Ergänzung zu den bisherigen Angeboten.
Einfache Anmeldung
Der Weg zum Diversity-Buddy ist dabei denkbar einfach. Auf der Webseite Diversitybuddies –di[uni]versität kann man sich melden und erfährt dann gleich, wann der nächste halbtägige Basis-Workshop stattfindet, in dem die Kandidat:innen auf ihre Tätigkeit vorbereitet werden. Im Workshop lernt man, wie man andere Menschen unterstützen kann und trifft dabei Leute aus allen Uni-Bereichen. „Das war ein sehr spannender Termin“, erinnert sich Halb. „Die Mitglieder der Gruppe waren alle sehr engagiert. Hier bekam ich auch erstmals einen Einblick, wie oft etwa Lehrende mit Diversity-Fragen konfrontiert sind“. Der nächste Workshop findet Mitte April 2026 statt.
Besonders spannend war für Halb auch der Hinweis, dass jede:r Mitarbeiter:in zu den regelmäßigen offenen Sitzungen des AntiBias-Zirkels kommen kann. Die wichtigste Rolle sieht sie aber in der Funktion als Multiplikator:innen für gender- und diversitätssensible Kompetenzen.„Hier kommen wichtige Informationen zu Anlaufstellen unter die Leute und umgekehrt fließen anonymisierte Informationen zu aktuellen Herausforderungen und Themen wieder zurück ins System und können dort entsprechend adressiert werden.“
Eine dieser Stellen könnte auch der AKGL sein, also Halb mit ihren Kolleg:innen. „Wir haben schon beim Start von LUIS*A am Campus gesehen, dass die Anfragen für Beratung bei uns zugenommen haben. Und wir gehen von einem ähnlichen Effekt durch die Diversitybuddies aus.“ Das bedeute aber nicht, dass es auf der Universität Graz plötzlich mehr Herausforderungen im Bereich Diversität gäbe. „Die gab es ja immer schon. Aber die Menschen wissen jetzt besser darüber Bescheid, wohin sie sich wenden können“, sagt Halb abschließend.