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Universität Graz Neuigkeiten Die Kunst des Lehrens

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Mittwoch, 28.06.2017

Die Kunst des Lehrens

Preisträger Stephan Moebius (l.) und Martin Griesbacher (Mitte) mit Gerhard Pfeisinger, Leiter der Abteilung für Wissenschaftsvermittlung im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Foto: BMWFW/Martin Lusser.

Preisträger Stephan Moebius (l.) und Martin Griesbacher (Mitte) mit Gerhard Pfeisinger, Leiter der Abteilung für Wissenschaftsvermittlung im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft. Foto: BMWFW/Martin Lusser.

Ars docendi-Staatspreis für zwei Soziologen der Uni Graz

Der Ars docendi-Staatspreis für exzellente Lehre an den öffentlichen Universitäten Österreichs wurde 2013 erstmals vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft vergeben und 2014 auf die Fachhochschulen und Privatuniversitäten ausgeweitet. Der Preis wird in fünf thematischen Kategorien ausgeschrieben, darunter war heuer auch die Rubrik „Forschungsbezogene Lehre, insbesondere die Vermittlung wissenschaftlichen Arbeitens während des Studiums“. In dieser wurden Univ.-Prof. Dr. Stephan Moebius und Martin Griesbacher, MA, vom Institut für Soziologie der Karl-Franzens-Universität am 26. Juni für ihre Lehrveranstaltung „Forschungspraktikum“ (Bachelor-Studium) ausgezeichnet.

Zwei Semester lang untersuchten die Soziologen gemeinsam mit den Studierenden die Virtualisierung der Gesellschaft, die sich zum Beispiel in der enormen Präsenz von Apps für fast alle Zwecke – Fitness, Selbstinszenierung oder Dating – bemerkbar macht. Das Praktikum hat am Institut für Soziologie bereits Tradition: Seit 2001 sind über 30 Berichte in Buchform entstanden, die davon zeugen, wie wichtig selbständig geführte Forschung im Feld für die Aneignung von wissenschaftlichen Kenntnissen und Fähigkeiten ist.

„Für uns war es besonders wichtig, den Studierenden auf Augenhöhe zu begegnen, weil wir alle wechselseitig voneinander lernen“, unterstreicht Stephan Moebius. Auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Theorie und Empirie hätten sein Kollege Martin Griesbacher und er ebenfalls besonderen Wert gelegt. „Die Verankerung von Forschungspraktika im Lehrplan ist ganz wesentlich, weil die Studierenden in diesem Rahmen viele wertvolle Erfahrungen, zum Beispiel hinsichtlich von Selbstorganisation, sammeln können“, so Moebius. Besonders wichtig war es den beiden Wissenschaftern auch, den Studierenden die Gelegenheit zu geben, ihre eigenen Forschungsthemen zu entwickeln und die Konstruktion der Methoden sowie die Erhebung und Auswertung der Daten möglichst selbständig durchführen zu können.

Der Ars docendi-Staatspreis ist nicht die erste Auszeichnung, die Stephan Moebius für seine Lehrtätigkeit erhält. Im Studienjahr 2013/2014 nahm er der den Uni-Graz-Lehrpreis „Lehre: Ausgezeichnet!“, der damals unter dem Motto „Theorie spannend vermitteln“ stand, für sein Seminar „Soziologische Theorie I“ entgegen. Bereits 2011/2012 hatte er im Team mit Martin Griesbacher den „Lehre: Ausgezeichnet!“-Preis für das Forschungspraktikum I (Kultursoziologie des Alltags) bekommen. Auch damals war das Thema Forschungsbasierte Lehre gewesen.

Erstellt von Gerhild Kastrun

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