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Vortrag und Buchpräsentation: Marija Vulesica (Humboldt Universität zu Berlin)
Im Frühjahr 1933 begründeten jüdische Gemeinden im Königreich Jugoslawien mehrere lokale Hilfskomitees für die aus Deutschland ankommenden Flüchtlinge. Sehr bald übernahm jedoch das Zagreber Lokalkomitee die gesamte Leitung und Organisation der Hilfsaktion. In den folgenden Jahren versorgten seine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Tausende Flüchtlinge, verhandelten mit jüdischen Organisationen im In- und Ausland, manövrierten zwischen restriktiven politischen Vorgaben und versuchten dabei, ihr zionistisches Selbst- und Weltbild zu wahren.
Marija Vulesica stellt ihr neues Buch über jugoslawisch-jüdische Akteure und ihre Flüchtlingshilfe in den 1930er Jahren vor. Ihre Studie zeigt, wie die Hilfsaktion konkret aussah, welche täglichen Herausforderungen sie bedeutete und wie sie sich im Laufe der 1930er Jahre veränderte. Im Zentrum stehen Menschen – Helfer und Flüchtlinge – ihre Handlungsspielräume, Perspektive, ihre Erwartungen und oft genug ihre Verzweiflung.
Die Arbeit ist ein neuer Beitrag zur jugoslawisch-jüdischen Geschichte, die im europäischen Kontext betrachtet wird. Zudem liefert sie wichtige Erkenntnisse über die Verfasstheit des jugoslawischen Staates und seiner Gesellschaften in der Zwischenkriegszeit.
Dr.in Marija Vulesica ist Historikerin und seit 2021 Alfred Landecker Lecturer an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2011 wurde sie an der TU-Berlin mit einer Arbeit über die Formierung des politischen Antisemitismus in den Habsburgischen Kronländern Kroatien und Slawonien promoviert. Sie ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Artikel und Bücher zur Jüdischen Geschichte, zur Geschichte des Antisemitismus und des Holocaust in Südosteuropa.
Eine Veranstaltung des Centrums für Jüdische Studien und des Fachbereichs Südosteuropäische Geschichte und Anthropologie des Instituts für Geschichte