Das philosophische Institut lädt alle Studierenden und Kant-FreundInnen zum Gastvortrag von Professor Tobias Rosefeldt aus Berlin ein!
Der Vortrag von Professor Rosefeldt wird der Selbstbewusstseinstheorie Kants, insbesondere dem Zusammenhang zwischen der Einheit der Apperzeption und der Zeit als Form der Anschauung gewidmet. Rosefeldt wird die Hauptthesen und eine Erweiterung seiner (im Jahr 2000 publizierten) Dissertation "Das logische Ich" präsentieren. Die Erweiterung besteht darin, dass im Vordergrund nicht mehr die Rekonstruktion der Theorie vom logischen Ich (bzw. des Kantischen Non-Veridizionismus, wie es Rosefeldt auch manchmal bezeichnet) steht, sondern der Zusammenhang dieser Theorie mit Kants Zeitkonzeption ausgearbeitet wird. Bereits der Abschluss der Dissertation deutet an, dass obzwar das Kantische Ich bloß als ein rein logisches Moment zu deuten ist, dasselbe dennoch einer Theorie personaler Identität zu Grunde liegen könnte. Die Einheit der Apperzeption als ein logisches Prinzip ist aber ein Konzept außerhalb aller Zeitlichkeit; Personen leben dagegen in der Zeit. Die Ausarbeitung des Zusammenhangs zwischen der logischen Einheit des Selbstbewusstseins und der Zeit (bei Kant: der Form der Anschauung) gehört somit zur weiteren Entwicklung der im Abschluss der Dissertation nur angedeuteten These.
Dem Abendvortrag von Professor Rosefeldt wird ein intensiver StudentenWorkshop vorausgehen – mit der Intention Rosefelds allgemeines Verständnis von Kants Konzeption des transzendentalen Idealismus den Grazer Kantinteressenten zu erläutern.