Zielgruppe: zugänglich für alle - bevorzugt BibliothekarInnen
Inhalt: Streng formalisierte Arbeitsabläufe, starre Hierarchien, strikte Arbeitsteiligkeit: über lange Zeit hinweg galten wissenschaftliche Bibliotheken als Musterbeispiele bürokratischer Arbeitsorganisation. Heute hingegen ist verstärkt ein Trend hin zu Markt- und „Kundenorientierung“ zu vermerken: Elektronische Medien erlauben zeit- und ortsunabhängige Kommunikation. Social Media werden als Werkzeuge des Marketing genutzt und räumen den Nutzerinnen und Nutzern eine aktivere Rolle im Bibliotheksgeschehen ein. Von den BibliothekarInnen 2.0 wird erwartet, „Spezialisten für den ganzen Lebenszyklus der Informationen“ (Danowski & Heller 2006) zu sein. Neben Stammbelegschaften mit hoher Arbeitsplatzsicherheit sind neue MitarbeiterInnen oft auf Projektbasis mit kurzfristigen Verträgen beschäftigt.
Wie wirkt sich das Nebeneinander alter und neuer Arbeitsmodelle auf den Berufsalltag und den Berufsethos von BibliothekarInnen aus? Stellt die elektronische Kommunikation eine Belastung oder eine Bereicherung dar? Ergeben sich Szenarien von Rollenunklarheit und Rollenüberlastung?
Im Workshop setzen wir bei den Arbeitserfahrungen der TeilnehmerInnen an. Wir erörtern Wirkungen der Mediennutzung, identifizieren mögliche Quellen für negativen Stress und suchen nach Strategien im Umgang mit beruflicher Belastung.
Tipp zur Lektüre: Han, Byung-Chul (2010). Müdigkeitsgesellschaft. Berlin: Matthes & Seitz.
Vortragende/r: Prof. (FH) Mag. Dr. Friedrich Betz
Kursbeitrag: € 70
Details & Anmeldung: UNIGRAZonline (Information: Kursangebote der UB)
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