Im Rahmen des Winterkollegs "Mazedonische Intermedialität" am Institut für Slawistik der Universität Graz und in Kooperation mit der Southeast Europe Association e.V. (SOG) veranstaltet das Theater am Lend einen Abend, der dem zeitgenössischen mazedonischen Theater gewidmet ist. Das Programm bringt Studierende, Wissenschaftler:innen und Theaterschaffende zusammen und verbindet Diskussion, Aufführung und öffentlichen Dialog.
Der Abend beginnt mit einer Einführung, gefolgt von einem Gespräch mit dem mazedonischen Dramatiker Dejan Dukovski, einem der meistgespielten Dramatiker Südosteuropas. Seine Werke wurden weltweit auf über 150 Bühnen aufgeführt und in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Ein Höhepunkt des Programms ist die Lesung von Dukovskis neuestem Stück "Crno Zlato" (Schwarzes Gold) durch Studierende, präsentiert in englischer und mazedonischer Sprache. "Crno Zlato" erzählt die Geschichte einer Transfrau, die in ihre Heimatstadt zurückkehrt, sich ihrer Familie stellt und Erinnerungen an ihr früheres Leben im kleinen Balkanland Nordmazedonien aufleben lässt. Im Anschluss an die Lesung findet eine Podiumsdiskussion über den Einfluss des zeitgenössischen Dramas auf die Gesellschaft statt. Teilnehmer:innen sind Dejan Dukovski, Vertreter:innen des Theaters am Lend sowie Theaterwissenschaftler:innen, Künstler:innen und Forscher:innen aus Skopje, Belgrad und Graz. Die Moderation übernimmt Prof. Tatjana Petzer (Institut für Slawistik, Universität Graz).
Die Veranstaltung möchte einen Raum für den transnationalen Austausch über das zeitgenössische mazedonische Theater schaffen, in dem akademische Reflexion auf Theaterpraxis trifft. Sie bietet dem Publikum Einblicke in die zeitgenössische Dramaturgie des Balkans und hebt gleichzeitig die Rolle der Studierenden als aktive Interpret:innen und Darsteller:innen neuer dramatischer Texte hervor.