Begin of page section:
Page sections:

  • Go to contents (Accesskey 1)
  • Go to position marker (Accesskey 2)
  • Go to main navigation (Accesskey 3)
  • Go to sub navigation (Accesskey 4)
  • Go to additional information (Accesskey 5)
  • Go to page settings (user/language) (Accesskey 8)
  • Go to search (Accesskey 9)

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
Page settings:

English en
Deutsch de
Search
Login

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
Search:

Search for details about Uni Graz
Close

End of this page section. Go to overview of page sections


Search

Begin of page section:
Main navigation:

Page navigation:

  • University

    University
    • About the University
    • Organisation
    • Faculties
    • Library
    • Working at University of Graz
    • Campus
    Developing solutions for the world of tomorrow - that is our mission. Our students and our researchers take on the great challenges of society and carry the knowledge out.
  • Research Profile

    Research Profile
    • Our Expertise
    • Research Questions
    • Research Portal
    • Promoting Research
    • Research Transfer
    • Ethics in Research
    • Commission for Scientific Integrity
    Scientific excellence and the courage to break new ground. Research at the University of Graz creates the foundations for making the future worth living.
  • Studies

    Studies
    • Prospective Students
    • Students
    • Registration for Study Programme (Winter semester 2026/27)
  • Community

    Community
    • International
    • Location
    • Research and Business
    • Alumni
    The University of Graz is a hub for international research and brings together scientists and business experts. Moreover, it fosters the exchange and cooperation in study and teaching.
Topics
  • Sustainable University
  • Researchers answer
  • Work for us
Close menu

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
You are here:

University of Graz News Auszug in die Diaspora

End of this page section. Go to overview of page sections

Tuesday, 02 October 2018

Auszug in die Diaspora

Kerem Öktem erforscht die neuen Lebenswelten jüdischer TürkInnen in der Diaspora. "Seit der Gezi-Bewegung 2013 auf dem Taksim-Platz in Istanbul hat sich viel verändert. Leider auch der wachsende Antisemitismus." Foto: Uni Graz/Kanizaj ©Kanizaj | 2018
©Kanizaj | 2018

Kerem Öktem erforscht die neuen Lebenswelten jüdischer TürkInnen in der Diaspora. "Seit der Gezi-Bewegung 2013 auf dem Taksim-Platz in Istanbul hat sich viel verändert. Leider auch der wachsende Antisemitismus." Foto: Uni Graz/Kanizaj

Wiener Juden haben 1909 eine Aschkenasische Synagoge in Istanbul gegründet. Sie ist ein Ort der Begegnung - auch heute noch. Foto: Öktem

Wiener Juden haben 1909 eine Aschkenasische Synagoge in Istanbul gegründet. Sie ist ein Ort der Begegnung - auch heute noch. Foto: Öktem

Türkisch-Jüdische Lebenswelten war auch der Titel eines Symposiums, zu dem die Universität Graz im Sommer eingeladen hat. Foto: Uni Graz

Türkisch-Jüdische Lebenswelten war auch der Titel eines Symposiums, zu dem die Universität Graz im Sommer eingeladen hat. Foto: Uni Graz

Jüdinnen und Juden wandern aus der Türkei aus. Ihre Beweggründe sind der steigende Antisemitismus, der im Land erwacht ist

Der Antisemitismus ist in der Türkei gelebte Realität. Er ist in der Türkei seit mindestens 15 Jahren, seit dem Zeitpunkt an dem eine pro-islamische Regierung an die Macht gekommen ist, hörbar und fühlbar, meint der Türkei-Experte Kerem Öktem vom Zentrum für Südosteuropa-Studien an der Universität Graz. Obwohl die aus Spanien vertriebenen sephardischen Juden im 15. Jahrhundert im Osmanischen Reich Schutz suchten, ist ihre Beziehung heute zu ihrer Heimat Türkei gespalten. Die Zahl von jüdischen Türken ist stark geschrumpft. Waren es 100.000 im Jahr 1948 sind es heute nicht einmal mehr 15.000 Menschen jüdischen Glaubens, die in der Türkei vor allem in den Ballungszentren leben. In seinen Forschungen hat Kerem Öktem die Motive der Flucht aus der Türkei und Migration in Länder wie USA, Kanada, Frankreich und vor allem Israel versucht nachzuzeichnen. Die relativ junge Community dieses Forschungsfeldes traf sich im Sommer an der Universität Graz und tauschte sich im Rahmen einer Tagung unter dem Titel „Türkisch-Jüdische Lebenswelten“ aus.

Die Gezi-Bewegung und der Begriff „Taksim“ stehen in der Türkei seit 2013 für Auflehnung gegen das politische Establishment. Mehr als zwei Millionen Menschen haben damals ihren Unmut kundgetan, mehr als 300.000 Menschen aus der Mittelschicht haben der Türkei seit dem ihren Rücken zugedreht. „Darunter auch sehr viele Jüdinnen und Juden“, weiß Öktem, „die vor allem dem wachsenden Antisemitismus in der Türkei entflohen sind.“ Obwohl es im Islam keinen religiös angelegten Judenhass gibt, wurde er während des zweiten Weltkrieges durch die Nazis, durch deutsche Propaganda in die Türkei importiert. „Durch die Staatsgründung von Israel auf islamischen Boden wurde der Antisemitismus dann auch durch islamistische Gruppen aufgenommen“, erklärt der Türkei-Experte. „Er ist also im politischen Islam vor allem politisch, nicht rassisch begründet, was ihn aber nicht weniger aggressiv macht.“ Durch die AKP-Regierung Erdogans ist der politische Antizionismus auch in höhere Gesellschaftsschichten durchgedrungen. Vor allem durch die aktuelle Wirtschaftskrise in der Türkei ist er nun omnipräsent geworden.

Vieles hat sich auf die anti-jüdische, anti-israelische Rhetorik eingeschworen. „Wirtschaftliche und politische Probleme werden auf die so genannte jüdische Lobby abgewälzt, was schlussendlich zu dieser starken Migrationswelle aus der Türkei geführt hat“, sagt Öktem. Viele JüdInnen haben sich in Israel niedergelassen und es hat sich dort regelrecht eine türkisch-jüdische Gemeinschaft etabliert. „Verglichen mit Graz, in der es ja auch eine türkische Diaspora gibt, ist die Gemeinschaft türkischer Juden in Israel viel älter.“ Zudem unterstützt der Staat die Integration mit zahlreichen Maßnahmen. Die jüdischen Türken reden türkisch, konsumieren türkische Medien, leben ihre türkisch-jüdische Identität und generieren eine neue Lebenswelt, die Öktem in seinen Forschungen analysiert.

Eine Rückkehr ist für die meisten vorerst ausgeschlossen, zumindest solange die Türkei ihren Weg nicht zurück in die Demokratie gefunden hat. Und die Juden, die in der Türkei geblieben sind, führen das Gemeindeleben weiter, sogar in der kleinen Aschkenasischen Synagoge, die von Wiener Juden in Istanbul 1909 gegründet wurde.

created by Konstantinos Tzivanopoulos

Related news

Desert sand, microplastics, cancer cells: David Clases awarded ERC grant for analytical method

Nanoparticles trapped in polar ice can reveal a great deal about the climate 100,000 years ago. Chemist David Clases is developing unique methods to analyse them in detail. He will now adapt these methods for use with larger particles in order to glean even more information about Earth’s history. The method can be used for a wide range of other purposes – for example, in medical diagnostics or the investigation of environmental pollution. Clases has been awarded a Proof-of-Concept Grant by the European Research Council (ERC) for this work.

Staying fit during the holidays: summer sports on the University of Graz campus

The Kleeblattlauf is not the end of the fitness term. Following last year’s successful launch, the University of Graz is once again offering summer sports on campus this year. From 30 June to 16 July 2026, there will be a free exercise programme in the open air. On the shady Südwiese (between the main building and Universitätsplatz 2), anyone interested can get in shape in the afternoons with body workouts, fascia training and yoga.

Getting even hotter: Researchers predict global warming of 1.7 degrees by 2027

While Europe is currently sweltering in the heat, global temperatures are also rising towards concerning record levels. In 2026, Earth’s surface air temperature is expected to reach 1.62 degrees, and in 2027 even 1.71 degrees Celsius above pre-industrial levels. The long-term temperature rise – an average over a 20-year period – is predicted to exceed the 1.5-degree threshold of the Paris Agreement as of 2026 already. For the first time, researchers at the University of Graz have been able to make such a forecast so far in advance. The intensifying El Niño climate event favors forecast skill and thereby facilitates a reliable computation.

Öffnung zum Osten

Forscher der Universität Graz zu möglicher EU-Erweiterung in Richtung Südosteuropa

Begin of page section:
Additional information:

University of Graz
Universitaetsplatz 3
8010 Graz
Austria
  • Contact
  • Web Editors
  • Moodle
  • UNIGRAZonline
  • Imprint
  • Data Protection Declaration
  • Accessibility Declaration
Weatherstation
Uni Graz

End of this page section. Go to overview of page sections

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:

End of this page section. Go to overview of page sections