Begin of page section:
Page sections:

  • Go to contents (Accesskey 1)
  • Go to position marker (Accesskey 2)
  • Go to main navigation (Accesskey 3)
  • Go to sub navigation (Accesskey 4)
  • Go to additional information (Accesskey 5)
  • Go to page settings (user/language) (Accesskey 8)
  • Go to search (Accesskey 9)

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
Page settings:

English en
Deutsch de
Search
Login

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
Search:

Search for details about Uni Graz
Close

End of this page section. Go to overview of page sections


Search

Begin of page section:
Main navigation:

Page navigation:

  • University

    University
    • About the University
    • Organisation
    • Faculties
    • Library
    • Working at University of Graz
    • Campus
    Developing solutions for the world of tomorrow - that is our mission. Our students and our researchers take on the great challenges of society and carry the knowledge out.
  • Research Profile

    Research Profile
    • Our Expertise
    • Research Questions
    • Research Portal
    • Promoting Research
    • Research Transfer
    • Ethics in Research
    Scientific excellence and the courage to break new ground. Research at the University of Graz creates the foundations for making the future worth living.
  • Studies

    Studies
    • Prospective Students
    • Students
  • Community

    Community
    • International
    • Location
    • Research and Business
    • Alumni
    The University of Graz is a hub for international research and brings together scientists and business experts. Moreover, it fosters the exchange and cooperation in study and teaching.
  • Spotlight
Topics
  • Sustainable University
  • Researchers answer
  • Work for us
Close menu

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
You are here:

University of Graz News Schöner Schein

End of this page section. Go to overview of page sections

Monday, 19 October 2015

Schöner Schein

Sauber, sicher, leise: Graz will für ihre BürgerInnen eine angenehme Kleinstadt ohne lästige Störfaktoren sein – und liegt im europweiten Trend. Foto: mikama/pixabay.com

Sauber, sicher, leise: Graz will für ihre BürgerInnen eine angenehme Kleinstadt ohne lästige Störfaktoren sein – und liegt im europweiten Trend. Foto: mikama/pixabay.com

SoziologInnen nehmen die Selbstdarstellung der „Verbotsstadt Graz“ unter die Lupe

Sauber, sicher, leise: Graz will für ihre BürgerInnen eine angenehme Kleinstadt ohne lästige Störfaktoren sein – und liegt damit voll im Trend. „In ganz Europa lassen sich zunehmend Tendenzen erkennen, innerstädtische Räume zu ästhetisieren. Dazu gehört auch, gesellschaftliche Gruppen, die nicht ins Wunschbild passen, gezielt auszuschließen – zum Beispiel BettlerInnen, Obdachlose oder systemkritische Jugendliche“, erklären Dr. Gerlinde Malli und Dr. Susanne Sackl-Sharif, Soziologinnen an der Karl-Franzens-Universität Graz. Diese Entwicklung drückt sich in über Landesgrenzen hinweg in einer Zunahme von Verboten aus. Wie die Stadt Graz in ihren offiziellen Kommunikationskanälen Stellung dazu bezieht und wie lokale, nationale und alternative Medien über die „Verbotspolitik“ berichten, haben die Wissenschafterinnen über ein Jahr lang untersucht. Gemeinsam mit Studierenden sprachen sie außerdem mit Betroffenen – BettlerInnen, Punks, SprayerInnen und StraßenmusikerInnen – und dokumentierten deren persönliche Sichtweisen.


Konkret haben die Wissenschafterinnen das Magazin „BIG“ (Bürgerinformation Graz), das Webportal der Stadt sowie offizielle Amtsblätter in den Blick genommen. „Dabei fällt auf, dass in sehr vielen Berichterstattungen das Thema Sicherheit besonders hervorgestrichen wird – etwa bei der Einhaltung des Jugendschutzgesetzes, des Alkoholverbots an öffentlichen Plätzen oder bei sportlichen Großevents“, berichtet Malli. Zudem stellt eine beträchtliche Anzahl an News-Einträgen die Stadt als sauber und umweltbewusst dar: Projekte wie der Giftmüll-Express, der steirische Frühjahrsputz oder die Muruferreinigung finden häufig Erwähnung.

 

Das Fazit der Forscherinnen: „Graz zeigt sich gerne als lebenswerter und innovationsfreudiger Ort, der Bildung, Forschung und Unternehmertum fördert. So wird aber gleichzeitig auch die Einführung immer neuer Ge- und Verbote legitimiert.“ Deutliche Unterschiede machen die ForscherInnen im zweiten Teil ihrer Analyse zwischen den lokalen und nationalen Zeitungen und den alternativen Medien aus. „Die Blattlinien der etablierten Printmedien geben Formen der Berichterstattungen sowie offizielle Meinungen bis zu einem gewissen Grad vor. Die alternative Szene hat weniger Verpflichtungen zu erfüllen und positioniert sich daher wesentlich leichter“, resümiert Sackl-Sharif. Zudem arbeiten MedienmacherInnen und OrganisatorInnen von Protest- und Kunstaktionen meist eng zusammen. Daraus ergibt sich oft eine Eigendynamik, die diese Szene geeint erscheinen lässt, so die Wissenschafterin.


Gründe für die Zunahme der europaweiten „Verbotskultur“ sehen Malli und Sackl-Sharif in einem allgemeinen Fokus auf den Wirtschaftsfaktor: „Ökonomische Überlegungen dominieren immer häufiger die urbanen Erscheinungsbilder. Darum gibt es für freie Gestaltungsmöglichkeiten oft nur sehr eingeschränkt Raum – sowohl im physischen als auch im rechtlichen Sinn.“ Geschaffen werde so eine konsumorientierte „heile“ Welt. Personen, die außerhalb des normierten Gesellschaftsbereichs leben, erfahren die Konsequenzen hautnah: „BettlerInnen, StraßenmusikerInnen oder Punks werden weggewiesen beziehungsweise in Seitengassen verdrängt. Probleme, die sich durch diese Personen möglicherweise ergeben, werden aber nicht gelöst, indem man ihnen ihre Existenzberechtigung abspricht“, machen sich die Soziologinnen für ein kompromissbereites Miteinander stark. Die Studierenden haben in persönlichen Portraits einfühlsam die Situationen Betroffener festgehalten: „Uns war es wichtig, neben der wissenschaftlichen Analyse in unserer Studie auch jenen Menschen Gehör zu verschaffen, die sonst kein Sprachrohr haben“, halten die Forscherinnen fest.


Publikation: Gerlinde Malli & Susanne Sackl-Sharif (Hg.) (2015). Im Schatten der Fassaden. Leben zwischen Verbot und Widerstand. Grazer Zwischenräume aus stadtsoziologischer Perspektive. Wien u.a.: Lit-Verlag.

created by Gerhild Kastrun

Related news

Diversity buddies at the University of Graz: Support on equal terms

The University of Graz is strengthening its commitment to equal opportunities with its new Diversity Buddies. University members can find easily accessible contact persons here for questions relating to equality and diversity. All employees can get involved and take action.

When parents find it difficult to have a say

In her dissertation, translation scholar Marie Tschurtschenthaler examines how communication between compulsory schools and parents whose first language is not German works – and what role professional language mediation plays in this. Initial insights show that it is not just about language, but also about resources, responsibilities and the institutional framework.

AI in schools: Maria Bertel drafts legal guidelines for teachers

The legal expert and her team analysed the legal situation regarding the use of artificial intelligence in education as part of an EU project and answered open questions from practice.

Cosmetics in the environment: University of Graz proves danger to ants

Titanium dioxide, which is found in cosmetics, for example, is increasingly entering the environment in the form of nanoparticles. This could also put insects at risk. If ants ingest the substance in combination with the pesticide glyphosate, it disturbs the development of their offspring. Scientists at the University of Graz are drawing attention to the negative consequences of this toxic cocktail.

Begin of page section:
Additional information:

University of Graz
Universitaetsplatz 3
8010 Graz
Austria
  • Contact
  • Web Editors
  • Moodle
  • UNIGRAZonline
  • Imprint
  • Data Protection Declaration
  • Accessibility Declaration
Weatherstation
Uni Graz

End of this page section. Go to overview of page sections

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:

End of this page section. Go to overview of page sections