Das Thema „Nationalsozialismus und Wissenschaft“ steht im Mittelpunkt eines zweitägigen interdisziplinären Symposiums im Meerscheinschlössl. Am 4. und 5. April 2017 setzen sich ForscherInnen aus unterschiedlichen Perspektiven mit verschiedenen Aspekten der NS-Vergangenheit im Kontext der Universität auseinander. Veranstaltet wird das Symposium von den Studienvertretungen Philosophie, Geschichte, Europäische Ethnologie, Soziologie, Germanistik, Translationswissenschaften und Sprachwissenschaft der ÖH Uni Graz, mit Unterstützung des Vizerektorats für Studium und Lehre der Uni Graz sowie der Stadt Graz.
„Es freut mich sehr, dass junge KollegInnen die Initiative ergriffen haben und sich so engagiert mit dem Thema befassen“, unterstrich Vizerektor Martin Polaschek bei der Eröffnung der Veranstaltung und verwies auf die Bedeutung der Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit gerade angesichts aktueller politischer Entwicklungen: „Wir sind heute noch mehr als in den letzten Jahren gefordert, uns mit Fragen zu diesem Teil unserer Geschichte zu beschäftigen.“
Das trifft sich mit dem Anliegen der VeranstalterInnen: „Besonders die Universität, als Zentrum der Wissenschaft, muss ein Ort sein, an dem die Zeit des Nationalsozialismus niemals vergessen wird. Aus Sicht der Forschung kann das Interesse an ihr nie enden.“
Dabei gehe es unter anderem um die Auseinandersetzung der Disziplinen mit ihren NS-Verstrickungen, um die Aufarbeitung der Vergangenheit an der Universität als Institution wie auch generell um die Befassung mit dem Nationalsozialismus aus der Perspektive der eigenen Disziplin.