Begin of page section:
Page sections:

  • Go to contents (Accesskey 1)
  • Go to position marker (Accesskey 2)
  • Go to main navigation (Accesskey 3)
  • Go to sub navigation (Accesskey 4)
  • Go to additional information (Accesskey 5)
  • Go to page settings (user/language) (Accesskey 8)
  • Go to search (Accesskey 9)

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
Page settings:

English en
Deutsch de
Search
Login

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
Search:

Search for details about Uni Graz
Close

End of this page section. Go to overview of page sections


Search

Begin of page section:
Main navigation:

Page navigation:

  • University

    University
    • About the University
    • Organisation
    • Faculties
    • Library
    • Working at University of Graz
    • Campus
    Developing solutions for the world of tomorrow - that is our mission. Our students and our researchers take on the great challenges of society and carry the knowledge out.
  • Research Profile

    Research Profile
    • Our Expertise
    • Research Questions
    • Research Portal
    • Promoting Research
    • Research Transfer
    • Ethics in Research
    • Commission for Scientific Integrity
    Scientific excellence and the courage to break new ground. Research at the University of Graz creates the foundations for making the future worth living.
  • Studies

    Studies
    • Prospective Students
    • Students
  • Community

    Community
    • International
    • Location
    • Research and Business
    • Alumni
    The University of Graz is a hub for international research and brings together scientists and business experts. Moreover, it fosters the exchange and cooperation in study and teaching.
  • Spotlight
Topics
  • Sustainable University
  • Researchers answer
  • Work for us
Close menu

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
You are here:

University of Graz News Tabuthema Tod

End of this page section. Go to overview of page sections

Friday, 28 October 2016

Tabuthema Tod

Weil wir zu wenig über den Prozess des Sterbens wissen, kommt es in der Betreuung von Menschen an ihrem Lebensende häufig zu Missverständnissen und Versorgungslücken. Foto: pixabay

Weil wir zu wenig über den Prozess des Sterbens wissen, kommt es in der Betreuung von Menschen an ihrem Lebensende häufig zu Missverständnissen und Versorgungslücken. Foto: pixabay

Grazer ForscherInnen zeigen Defizite im Umgang mit dem Sterben auf

Zu Allerheiligen erhält der Tod für kurze Zeit öffentliche Aufmerksamkeit, bevor er bis zum nächsten Jahr als Tabuthema wieder hinter den Vorhang geschoben wird. Alte und Kranke werden immer häufiger in die Obhut „zuständiger“ Institutionen gegeben. Palliativmedizin und Hospiz-Einrichtungen begleiten Menschen am Ende ihres Lebens, um ihnen ein Sterben in Würde zu ermöglichen. In den letzten Jahren hat sich auf diesem Gebiet viel getan, doch gibt es noch Potenzial, um der Komplexität der Situationen am Lebensende besser gerecht zu werden. Das zeigt eine Studie von ForscherInnen der Karl-Franzens-Universität und der Medizinischen Universität Graz im Rahmen des Projekts „Netzwerk Lebensende“. Notwendig sei vor allem eine Kommunikationsplattform für den interdisziplinären Austausch von WissenschafterInnen und ExpertInnen aus der Praxis sowie für den Wissenstransfer in Bildungseinrichtungen und Öffentlichkeit.

Für ihre Studie haben die ForscherInnen vom Institut für Moraltheologie der Karl-Franzens-Universität Graz und dem Institut für Sozialmedizin der Med Uni Graz über 30 ausführliche Interviews geführt. Die GesprächspartnerInnen kamen aus Medizin und Pflegewissenschaften, Hospiz-Einrichtungen, Physiotherapie, Psychologie und Pädagogik, Theologie und Philosophie, Rechtswissenschaften sowie Literatur- und Sprachwissenschaft. Die Interviews machen deutlich, welche Defizite es im Umgang mit dem Thema Lebensende und in der Begleitung Sterbender noch gibt.

„Ein Punkt ist, dass das Selbstwissen, die eigenen Erfahrungen und Empfindungen der PatientInnen, häufig nicht als Information anerkannt werden“, berichtet Projektmitarbeiterin Mag. Kristin Attems. „Wenn jemand sagt, er habe das Gefühl, er werde in den nächsten Tagen sterben, die Diagnose aber eine andere ist, so nimmt man den Patienten oder die Patientin oft nicht ernst. Tatsächlich aber wissen Sterbende häufig sehr wohl, wann es soweit ist.“

Es gebe auch kein ganzheitliches Grundverständnis, keine solide wissenschaftliche Beschreibung vom Prozess des Sterbens, die helfen würde zu erkennen, was normal und was pathologisch ist, erklärt Attems und nennt als Beispiel Nahtoderlebnisse. „Wir sehen und verstehen nicht genug, deshalb kommt es zu vielen Missverständnissen und Versorgungslücken. Es bedarf auch einer verstärkten juristischen Aufklärung in der Aus- und Fortbildung innerhalb der Gesundheitsberufe, da es hier noch Unsicherheiten gibt.“

Der Tod werde den ÄrztInnen überlassen, die aber ausgebildet werden, ihn zu verhindern. „Unser gesamtes Gesundheitssystem folgt einer heilenden Logik, es ist nicht darauf ausgerichtet, Sterbende zu begleiten“, so die Forscherin. Da es noch immer zu wenig Palliativeinrichtungen und Hospize gebe, landen viele Menschen an ihrem Lebensende in diesem heilenden System, wo sie dann nicht angemessen betreut werden können, fasst Attems zusammen.

Zur Verbesserung der Situation brauche es in der Ausbildung zu Gesundheitsberufen eine stärkere Integration von Erkenntnissen aus Ethik, Recht, Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften. Mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit sei in der Forschung nötig – einerseits um ein umfassenderes Verständnis vom Menschen als sterbliches Wesen zu erhalten, und andererseits zur Verbesserung der Versorgung Sterbender und der Gestaltung ihres Lebensendes.

Das Transdisziplinäre Forschungs- und Kompetenznetzwerk Lebensende ist ein Projekt des „Wissenstransferzentrums (WTZ) Süd“, einer gemeinsamen Einrichtung von sechs Universitäten aus der Steiermark und Kärnten, gefördert vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft sowie dem Austria Wirtschaftsservice (aws). Das WTZ versteht sich als Vermittler von Know-how und Wissen zwischen Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft.

created by Gudrun Pichler

Related news

Studying at the University of Graz: How to enrol

Ready for a new chapter in your life with the start of your studies at the University of Graz in the winter semester 2026/27? Here you will find information on deadlines, admission procedures, registration, and everything else you need to successfully start your studies in the fall.

Interpreting data: Why studies sometimes get it wrong

Hilmar Brohmer and Ziva Korda from the Institute of Psychology, together with 500 international colleagues, have re-evaluated a hundred scientific publications and have often come to different conclusions.

Crystal-clear: AI method revolutionises solar observation

The Sun makes life on Earth possible. However, its magnetic fields can also cause massive disruption. This makes it all the more important to gain a better understanding of the processes taking place on our nearest star. A research team from the University of Graz and the High Altitude Observatory in Boulder (USA) has succeeded in doing just that. The astrophysicists have developed an AI-supported method that makes even the smallest structures on the Sun visible. The scientists are convinced that this will bring about a lasting change in solar observation and that the new method can be used for the planned European Solar Telescope.

Long Night of Research: How many languages are there in the world?

From a linguistic perspective, there are worlds of difference between Bern, Berlin and Vienna. A dialect impersonator will demonstrate live just how varied German can sound. How many languages are there in the world? What are their distinctive features? Which of these are spoken in Austria? These and other questions will be answered during the Long Night of Research at the University of Graz: on Friday, 24 April 2025, from 5 pm to 11 pm, in the University Library. Visitors can immerse themselves in the diversity of languages without travelling far by taking part in a quiz at the station.

Begin of page section:
Additional information:

University of Graz
Universitaetsplatz 3
8010 Graz
Austria
  • Contact
  • Web Editors
  • Moodle
  • UNIGRAZonline
  • Imprint
  • Data Protection Declaration
  • Accessibility Declaration
Weatherstation
Uni Graz

End of this page section. Go to overview of page sections

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:

End of this page section. Go to overview of page sections