Begin of page section:
Page sections:

  • Go to contents (Accesskey 1)
  • Go to position marker (Accesskey 2)
  • Go to main navigation (Accesskey 3)
  • Go to sub navigation (Accesskey 4)
  • Go to additional information (Accesskey 5)
  • Go to page settings (user/language) (Accesskey 8)
  • Go to search (Accesskey 9)

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
Page settings:

English en
Deutsch de
Search
Login

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
Search:

Search for details about Uni Graz
Close

End of this page section. Go to overview of page sections


Search

Begin of page section:
Main navigation:

Page navigation:

  • University

    University
    • About the University
    • Organisation
    • Faculties
    • Library
    • Working at University of Graz
    • Campus
    Developing solutions for the world of tomorrow - that is our mission. Our students and our researchers take on the great challenges of society and carry the knowledge out.
  • Research Profile

    Research Profile
    • Our Expertise
    • Research Questions
    • Research Portal
    • Promoting Research
    • Research Transfer
    • Ethics in Research
    • Commission for Scientific Integrity
    Scientific excellence and the courage to break new ground. Research at the University of Graz creates the foundations for making the future worth living.
  • Studies

    Studies
    • Prospective Students
    • Students
    • Welcome Weeks for First Year Students
  • Community

    Community
    • International
    • Location
    • Research and Business
    • Alumni
    The University of Graz is a hub for international research and brings together scientists and business experts. Moreover, it fosters the exchange and cooperation in study and teaching.
Topics
  • Sustainable University
  • Researchers answer
  • Work for us
Close menu

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:
You are here:

University of Graz News Das Leben als Achterbahn

End of this page section. Go to overview of page sections

Tuesday, 21 April 2015

Das Leben als Achterbahn

Kinder-Ringelspiel aus dem Jahr 1906: Die Karuselle damals wurden in der Regel noch handgefertigt. Foto: Zugschwert

Kinder-Ringelspiel aus dem Jahr 1906: Die Karuselle damals wurden in der Regel noch handgefertigt. Foto: Zugschwert

Dissertantin Helga Zugschwert analysierte die Lebensbedingungen der österreichischen Schausteller. Foto: Uni Graz/Eklaude

Dissertantin Helga Zugschwert analysierte die Lebensbedingungen der österreichischen Schausteller. Foto: Uni Graz/Eklaude

Dissertantin der Uni Graz beleuchtet Situation der österreichischen SchaustellerInnen

Autodrom und Ringelspiel, Würstel und Zuckerwatte: In wenigen Tagen startet wieder die Grazer Messe, der Vergnügungspark ist eine Hauptattraktion. Wie sich der Alltag der SchaustellerInnen in der Vergangenheit und heute gestaltet, hat Dr. Helga Zugschwert in ihrer Dissertation am Institut für Volkskunde und Kulturanthropologie der Uni Graz erstmals beleuchtet. „Da diese Berufsgruppe besonders flexibel und mobil sein muss, stehen gerade Familien vor ganz anderen Herausforderungen als die Durchschnittsbevölkerung“, beschreibt die Doktorandin ihre Motivation.

Verkehr und Technik
Durch den technischen Fortschritt und den Ausbau des Straßennetzes haben sich auch die Arbeitsbedingungen der SchaustellerInnen in den letzten Jahrzehnten radikal verändert. Im frühen 20. Jahrhundert fertigten sie beispielsweise ihre Attraktionen üblicherweise selbst, erst ab den 1960er-Jahren konnten sich österreichische UnternehmerInnen zunehmend Attraktionen – wie etwa Autodrome – aus der Fabrik leisten. Verbesserte Transportmöglichkeiten und Hilfsmittel erleichterten Anreise und Aufbau, auch der Wohnkomfort erhöhte sich stark. Neben dem mobilen Heim schafften sich JahrmarktbeschickerInnen nun immer häufiger einen festen Wohnsitz an. „Die 1970er und 80er waren goldene Jahrzehnte für die Branche“, berichtet Zugschwert. Feuerwehren, Rotkreuz- und ähnliche Organisationen riefen zahlreiche Volksfeste ins Leben und bescherten den SchaustellerInnen zusätzliche Einnahmequellen. Ab den späten 1990ern kämpften die UnternehmerInnen vermehrt mit hohen Treibstoffkosten, steigenden Platzmieten und ab 2004 der Einführung des Roadpricing für Lkw. „Auch die geänderte Freizeitgestaltung setzt dem Sektor zu“, weiß die Wissenschafterin. „Fernreisen, Fernsehen und Internet machen Messen und Jahrmärkte weniger attraktiv, und manche Großeltern schenken ihren Enkelkindern eher eine Handy-Wertkarte als eine Karussel-Fahrt“, hat Zugschwert herausgefunden.

Netzwerk und Bildung
Für ihre Arbeit interviewte die Volkskundlerin zahlreiche SchaustellerInnen aus der Steiermark beziehungsweise aus ganz Österreich. „Ihren Beruf erleben die meisten als schwer und anstrengend, aber sehr abwechslungsreich und bereichernd“, fasst die Dissertantin zusammen. „Auffallend ist auch, dass die meisten bereits in der Branche groß geworden sind.“ Einen Grund dafür sieht Zugschwert in der intensiven Bindung an den elterlichen Betrieb. Auch die Ausbildungssituation, der sie ein umfassendes Kapitel widmet, dürfte eine Rolle spielen. „Die Kinder waren früher oft WanderschülerInnen, wenn es keine Verwandten gab, die sich um sie kümmerten, und Internat oder Fremdbetreuung nicht finanziert werden konnte“, erklärt die Wissenschafterin. Das heißt, sie wechselten pro Saison mehrmals die Einrichtung, mussten sich auf neue Personen einstellen und konnten kein kontinuierliches Wissen erwerben, da der Fortschritt beim Lernstoff in den verschiedenen Schulen ganz unterschiedlich war. Hinzu kam, dass die Eltern wenig Zeit hatten, mit dem Nachwuchs Hausaufgaben zu machen oder zu lernen, sondern die Mithilfe im Betrieb forderten.
Die aktuelle gesetzliche Regelung sieht einen Schulbesuch auf Reisen nicht mehr vor. Die Kinder können entweder am häuslichen Unterricht teilnehmen oder gehen regelmäßig in eine Schule. „Seither ist das Bildungsniveau gestiegen, und mehr Schaustellerkinder als früher ergreifen einen anderen Beruf“, weiß Zugschwert. Der Großteil verbleibt aber nach wie vor im Familienunternehmen.

In Österreich sind aktuell etwa 300 mobile SchaustellerInnen registriert, sie sind nach wie vor ein relevanter Wirtschaftsfaktor. Pro Saison legen sie mit ihren Geschäften bis zu 7.000 km zurück. Als Berufsgruppe gibt es für sie derzeit keine spezifische Ausbildung, die meisten haben sich das nötige Wissen von den Eltern oder in höheren Schulen beziehungsweise über Fachzeitungen und -messen angeeignet.

created by Dagmar Eklaude

Related news

Jurassic Sounds: Biologist reconstructs insect songs from 165 million years ago

It was apparently not just the roars of the dinosaurs that made up the soundscape of the animal world during the Jurassic period. Crickets and grasshoppers communicated through a variety of songs and high-pitched sounds, as Thorin Jonsson from the Institute of Biology at the University of Graz discovered together with colleagues from the universities of Lincoln, Bristol (UK), Beijing (China) and Tempe (USA). The findings on what are so far the oldest traces of sound on Earth have just been published in the journal PNAS.

EU funding boosts international exchange between universities

The University of Graz is further expanding its international study opportunities through the European university alliance Arqus and is taking the lead in two key projects. In future, students will benefit from even more joint degree programmes and from simplified recognition of academic achievements through the Joint European Degree Label.

Rescue and risks: Researchers have surveyed public perceptions of AI

The use of artificial intelligence has had to be made transparent since 2 August 2026. The EU’s AI Act, which has been in force since then, also sets out how risky an application is and which security measures apply as a result. However, the assessment of risks by the legislation differs in some cases significantly from the perceptions of the Austrian public. This is the finding of a representative study carried out by data scientist Stefan Thalmann from the University of Graz and his team.

The Healing Sea: Researchers discover new approaches to treating chronic inflammation in sponges

Chronic inflammation plays a key role in many diseases, ranging from metabolic disorders and cardiovascular diseases to tissue damage following injuries or infections. “Normally, the body is able to resolve inflammation on its own. If this process becomes unbalanced, immune cells remain permanently active and continue to drive negative changes in the tissue,” explains Andreas Koeberle, a pharmacist at the University of Graz.

Begin of page section:
Additional information:

University of Graz
Universitaetsplatz 3
8010 Graz
Austria
  • Contact
  • Web Editors
  • Moodle
  • UNIGRAZonline
  • Imprint
  • Data Protection Declaration
  • Accessibility Declaration
Weatherstation
Uni Graz

End of this page section. Go to overview of page sections

End of this page section. Go to overview of page sections

Begin of page section:

End of this page section. Go to overview of page sections