Sicherheit der Energieversorgung – rechtliche Herausforderungen
Registration ends 22.02.2027, 23:59
Vortragender:
Univ.-Prof. Dr. Stefan Storr, Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft, Universität Graz
Inhalt:
Unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unser Staat funktionieren nur, weil wir Energie nutzen können. Im Europäischen Binnenmarkt für Energie muss der Staat dafür sorgen, dass Versorgungssicherheit für alle gewährleistet ist, die Energiewende rasch vorangeht und der Energiemarkt möglichst wettbewerbsorientiert ausgerichtet ist.
In dem Vortrag sollen grundsätzliche Regeln und Herausforderungen für die Energiewirtschaft vorgestellt und diskutiert werden, u. a. das Marktdesign, Notwendigkeit und Anforderungen an den Ausbau von Energieanlagen, Förderungen und Beschränkungen der Stromeinspeisung, der Schutz kritischer Infrastrukturen sowie Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Eingriffe in die freie Preisbildung (Sozialtarif und Industriestrompreis).
Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Energiewende und Umweltschutz – rechtliche, psychologische und organisatorische Aspekte:
Nachhaltige Entwicklung in allen Bereichen der Gesellschaft voranzutreiben, ist ein Gebot der Stunde. In dieser Vortragsreihe werden einige der damit verbundenen Herausforderungen aus unterschiedlichen Blickwinkeln (Rechtswissenschaften, Umweltpsychologie, Umweltmanagement) besprochen und diskutiert: Was sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, um eine sichere Energieversorgung für alle Bürger:innen zu gewährleisten und die Energiewende zu forcieren? Wie kann man möglichst viele Akteure und Akteurinnen – Wirtschaft, Politik, Gesellschaft – von der Notwendigkeit einer Energiewende überzeugen, sodass entsprechende Maßnahmen zur Nachhaltigkeitstransformation auch eingeleitet und umgesetzt werden? Kann Recht als Impulsgeber für nachhaltige Innovation wirken? Und sogar selbst innovativ sein, wenn etwa in Verfassungen Bäume, Flüsse oder Tiere zu eigenen Rechtssubjekten erklärt werden? Welche konkreten Maßnahmen setzt eine große Organisation wie die Universität Graz, um nachhaltige Entwicklung in den Bereichen Energie- und Ressourcenbedarf, Abfall, Bauen und Mobilität zu fördern? Was hat gut funktioniert, was weniger?
ÜBER VITA ACTIVA
Die Vita activa ist ein Bildungsprogramm für Erwachsene jeden Alters, die sich dafür interessieren, wie Wissenschaft und Technik in ihren Alltag hineinwirken. Sie ist ein Programm der wissenschaftlichen Allgemeinbildung. Teilnehmende können
- sich aus erster Hand über neueste Entwicklungen in den Wissenschaften informieren;
- ihre Fragen und ihre Erfahrungen in die Diskussion einbringen;
- sich universitäres Wissen für eigene Vorhaben holen.
Kostenfrei; limitierte Plätze, daher Anmeldung erforderlich