Robert Menasse: Der 11. September. Überblendungen
Im September 2026 jähren sich die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York zum 25. Mal. In Reaktion auf dieses weltgeschichtliche Ereignis, das vor allem durch die mediale Vereinnahmung eine globalisierte Gefühlsreaktion auslöste, schrieb Robert Menasse ein paar Monate später einen Essay über das Attentat als kollektives „Schock-, Welt- und Medienereignis“. Wie wird eine kollektive Erschütterung erinnert, wie verarbeitet? Aus dem Essay entstand einige Zeit später die Erzählung Die amerikanische Brille, in der allerdings das historische Ereignis mit subjektiver Erinnerung und Kindheitsgefühlen aufgeladen ist.
Robert Menasse, geboren 1954 in Wien, studierte Germanistik, Philosophie sowie Politikwissenschaft in Wien, Salzburg und Messina und promovierte 1980. Im Anschluss sechs Jahre Lehrtätigkeit an der Universität São Paulo. Seit seiner Rückkehr 1988 lebt er als Romancier und Essayist in Wien. Zuletzt: Die Lebensentscheidung (Suhrkamp 2026), Der 11. September. Überblendungen (Droschl 2026).