Registration ends 26.02.2026, 18:00
Das Winterkolleg Mazedonisch intermedial ist ein kompaktes Studienformat. In nur fünf Tagen Einblicke in die Aushandlungen zwischen Gesellschaft und Kultur eines jugoslawischen Nachfolgestaats gewinnen: Nordmazedonien. Der junge Balkanstaat ist seit 2005 ein Beitrittskandidat der Europäischen Union. Das Winterkolleg bündelt die universitäre Expertise aus der Slawistik, den Südosteuropastudien, dem Doktoratsprogramm "Visuelle Kultur und Intermedialität", dem Profilbereich "Dimensionen Europas" der Universität Graz sowie von internationalen Kooperationspartner:innen aus Wissenschaft und Kunst.
Die Wahl des intermedialen Themenschwerpunkts verdankt das 3. Grazer Winterkolleg der zunehmenden internationalen Anerkennung zeitgenössischer Theater- und Filmproduktionen sowie Literatur und Medienkunst aus Nordmazedonien. Es geht aber nicht nur um Phänomene der Intermedialität etwa in der visuellen Kultur. Auch Erinnerung, Diskurse oder Gender wandern zwischen verschiedenen medialen Ausdrucksformen und Kunstsparten. Transmediale Wechselbeziehungen und die gesellschaftliche Relevanz von intermedialen Praktiken bilden daher einen besonderen Fokus der Vorträge, Workshops (zum wissenschaftlichen Bloggen, Kuratieren, Literaturübersetzen), der kulturellen Veranstaltungen (Lesung, Film, Musik) sowie der Sprachaktivitäten auf zwei Niveaustufen:
I SprachLabor: ein Grundlagenkurs für Anfänger:innen, den der polyglotte Linguist Mag. Dr. Arno Wonisch für Teilnehmer:innen mit anderen slawischen Herkunftssprachen und Slawist:innen aus kontrastiver Perspektive gestaltet,
II SprechFabrik: ein Intensivkurs für Theater und szenische Kommunikation für Fortgeschrittene, den Gala Naseva, Lehrbeauftragte und Doktorandin aus Skopje, koordiniert und mit namenhaften Praktikern aus der mazedonischen Theaterszene konzipiert hat.
Das Grazer Winterkolleg richtet sich an Studierende, Nachwuchswissenschaftler:innen und alle, die sich für Nordmazedonien und die mazedonische Sprache, Gesellschaft, Literatur, Theater und Film interessieren. Die Teilnahme am wissenschaftlichen Programm (hybrid) und kulturellen Veranstaltungen steht einem breiten Publikum offen, die Online-Zuschaltung (kostenlos) wird bei vorheriger Anmeldung ermöglicht. Teilnahme vor Ort kostet 25 EUR.