Emmanuel Carrère: Kolchose
Nach dem Tod von Hélène Carrère d’Encausse, der berühmtesten Russland-Historikerin Frankreichs und Vorsitzenden der Académie française, findet Emmanuel Carrère in ihrer Wohnung die Nachforschungen seines verstorbenen Vaters zum weitverzweigten Familienstammbaum. Er beginnt, durch die Umbrüche des 20. und 21. Jahrhunderts hindurch humorvoll, zärtlich und manchmal voller Grauen die Lebens-, Liebes- und Leidensgeschichten von vier Generationen in Russland, Georgien, im deutschen Exil und in Frankreich nachzuzeichnen, bis hin zum Ukraine-Krieg, dessen Beginn er in Moskau miterlebt, und den Umwälzungen in Georgien, denen sich seine Cousine, die Präsidentin Salome Surabischwili, stellen muss.
Die Veranstaltung findet in französischer und deutscher Sprache statt.
In Kooperation mit dem Institut für Romanistik und dem Institut culturel franco-autrichien de Graz