Clemens J. Setz: "Mein Leben als Noiseband"
Pauls Sprache ist Noise: monströs tosende Tracks, auf denen er mit verzerrter Stimme seine Verzweiflung hinausschreit. Abseits der Bühne herrscht Leere, niemand scheint ihn und seine Lyrics zu verstehen, bis auf Mark, der Teil der Band ist, sich aber mehr und mehr zurückzieht. Doch dann lernt Paul Annika kennen. Sie teilt seine Faszination für Noise bands wie Hanatarash oder Atrax Morgue. Als sie ein Kind bekommen, lässt sein Druck nach, alles in mörderisch lauter Musik auszudrücken. Doch was bleibt jetzt noch von seiner Kunst? Und wieso ist Mark endgültig abgetaucht? In Mein Leben als Noiseband versammelt Clemens J. Setz Figuren am Rand der Gesellschaft. Gewalt und Einsamkeit stehen dabei neben Momenten unkonventioneller Zärtlichkeit sowie der Sehnsucht nach Nähe und Verbundenheit.
Clemens J. Setz, geboren 1982 in Graz, lebt als freier Autor in Wien. Für sein Werk wurde er vielfach ausgezeichnet, u. a. mit dem Georg-Büchner Preis 2021 und dem Österreichischen Buchpreis 2023. Zuletzt: "Das Buch zum Film" (Jung und Jung 2025), "Mein Leben als Noiseband". Erzählungen (Suhrkamp 2026).