Begrüßung: Gerhard Melzer
Grußworte: Stadträtin Lisa Rücker, Landesrat Christian Buchmann
Einführung zur Ausstellung: Daniela Bartens (Kuratorin der Ausstellung)
Uraufführung Kurz-Film: Norbert Prettenthaler: Präsidentinnenfabrik
Einführende Worte zum Film: Ingeborg Orthofer (Herausgeberin der Werkausgabe)
anschließend:
Lesung: Martina Stilp: Mariedl-Monologe.
Kadaver, Schrott, Punkmusik und Sprache, das eigene Leben und die Kunst – alles wurde für Werner Schwab zum Material. Er formt daraus seine als „Schwabisch“ berühmt gewordene „Schrottsprache“ und „Kadaverstücke“ mit Figuren wie dem „Drecksepp“ oder dem „Krüppelherrmann“. Mit seinen Fäkaliendramen avanciert er zum meistgespielten deutschsprachigen Theaterdichter der frühen 90er Jahre und stirbt wie ein Popstar erst 35jährig in der Silvesternacht 1993/94. Nach wie vor sind seine Stücke fixer Bestandteil der Theaterspielpläne von Wien bis Warschau.
In der Ausstellung werden Materialien aus dem Nachlass gezeigt, der 2010 vom Land Steiermark angekauft wurde, aber auch Leihgaben der Familie und zahlreicher Künstlerfreunde sowie eigens produzierte Zeitzeugeninterviews mit Weggefährten und Freunden Schwabs.
Kuratorin: Daniela Bartens (Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung)
Projektassistenz: Christiane Schachner unter Mitwirkung von Marietta Schmutz
Gestaltung: Anna Schwinger (Aufbau: Mit Loidl oder Co. Graz)
Filminterviews: Barbara Belic (Kamera und Technik: David Kranzelbinder)
Martina Stilp
Geboren 1973 in Weiden/Bayern; Otto-Falckenberg-Schule, Fachakademie für darstellende Kunst und Schauspiel in München (1994-98); nach Engagements u.a. in München, Augsburg, 10 Jahren am Schauspielhaus Graz, seit 2012 am Volkstheater in Wien.
Präsidentinnenfabrik
Doku, 18 min. (gedreht 1998, Fertigstellung 2003)
Regie: Norbert Prettenthaler & Reinhard Jud
Kamera: Wolfgang Lehner, Schnitt: David Kranzelbinder
Protagonistinnen: Aloisia Schwab, Mariedl Fürst
Im Rahmen des Drehbuchprojektes „HochSchwab“ wurden schon im Jahr 1998 einige Interviews mit zwei der unmittelbaren Vorbilder zu Werner Schwabs frühem Erfolgsstück Die Präsidentinnen, nämlich Mariedl – Maria Fürst und Aloisia Schwab, Werner Schwabs Mutter, gemacht. Diese Interviewsequenzen feiern heute im Rahmen der Werner Schwab - Ausstellung zum 20. Todestag erstmals ihre Premiere, zu einem Zeitpunkt, wo Mariedl Fürst nicht mehr am Leben ist und Werner Schwabs Mutter in einem Pflegeheim lebt.
Norbert Prettenthaler
Filmemacher und Autor. Carl Mayer-Drehbuch-Preis. Lebt und arbeitet in Graz.