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Termin: 29.04.2026, 16:30-18:00 Uhr: “Kartographische Repräsentationen der Steiermark im Wandel der Zeit”, Ao.Univ.-Prof.i.R. Mag.phil. Dr.rer.nat. Gerhard Lieb, Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.nat. Wolfgang Sulzer, Universität Graz
Die Herstellung von (Land-)Karten bedeutet nicht nur, eine räumliche Realität regelbasiert abzubilden, sondern auch, mit den Karten Realität zu produzieren. Die historische Entwicklung von Karten hängt von den technischen Möglichkeiten ebenso wie von sozialen, ökonomischen, politischen und militärischen Interessen ab. Wir zeigen die Anfänge der Kartographie in der Steiermark, beginnend mit dem 16. Jahrhundert, auf und folgen der Geschichte der Karten über die klassischen Landesaufnahmen seit dem 19. Jahrhundert bis zu aktuellen digitalen Kartenwerken und Atlanten. Im Mittelpunkt steht der kritische Blick auf die Spannungsfelder zwischen Realität und Repräsentation sowie zwischen Exaktheit und Ästhetik.
Die Vorlesung wirf einen facettenreichen Blick auf das Phänomen theatraler (Re-)Präsentation im steirisch-innerösterreichischen Geschichtsraum über zwei Jahrtausende. Reale Theatergebäude – das antike Amphitheater in Flavia Solva ebenso wie das italienische Opernhaus am Tummelplatz oder das 1776 (!) eröffnete Schauspielhaus – sollen dabei ebenso vorgestellt werden wie bemerkenswerte Aufführungen (etwa ‚Orfeo ed Euridice‘ des Hofkapellmeisters Johann Josef Fux) oder konkrete Bühnenstars (wie Johann Nestroy, der vor 200 Jahren seine Karriere als Komiker in Graz begann). Der Theaterbegriff soll aber nicht nur gegenständlich, sondern auch metaphorisch-systemisch erfahrbar werden: als Chiffre für berühmte Sammelunternehmen (wie das ‚Theatrum orbis terrarum‘) oder auch als Umschreibung für ‚theatrale‘ Inszenierung in verschiedenen Feldern. Dementsprechend werden auch kartographische Repräsentationen der Steiermark, Gerichts- und Sportspektakel oder Inszenierungen von Glaubensritualen, politischer Macht und Weiblichkeit u.a.m. ihren Platz finden.