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Termin: 15.04.2026, 16:30-18:00 Uhr: “Das Opernhaus der Mingottis am Tummelplatz”, Priv.-Doz. Dr.phil. MA. Ingeborg Zechner, Universität Graz
Die Brüder Pietro und Angelo Mingotti veranstalteten zwischen 1736 und 1746 in Graz italienische Opernaufführungen im Theater am Tummelplatz. Der Vortrag verortet die europaweit mobile impresa der Brüder Mingotti im Produktionssystem der italienischen Oper im 18. Jahrhundert, fragt nach der Rolle einer solchen Unternehmung für den kulturellen Status der Stadt Graz und analysiert exemplarische Grazer Opernaufführungen als Beispiele der pasticcio-Praxis.
Die Vorlesung wirf einen facettenreichen Blick auf das Phänomen theatraler (Re-)Präsentation im steirisch-innerösterreichischen Geschichtsraum über zwei Jahrtausende. Reale Theatergebäude – das antike Amphitheater in Flavia Solva ebenso wie das italienische Opernhaus am Tummelplatz oder das 1776 (!) eröffnete Schauspielhaus – sollen dabei ebenso vorgestellt werden wie bemerkenswerte Aufführungen (etwa ‚Orfeo ed Euridice‘ des Hofkapellmeisters Johann Josef Fux) oder konkrete Bühnenstars (wie Johann Nestroy, der vor 200 Jahren seine Karriere als Komiker in Graz begann). Der Theaterbegriff soll aber nicht nur gegenständlich, sondern auch metaphorisch-systemisch erfahrbar werden: als Chiffre für berühmte Sammelunternehmen (wie das ‚Theatrum orbis terrarum‘) oder auch als Umschreibung für ‚theatrale‘ Inszenierung in verschiedenen Feldern. Dementsprechend werden auch kartographische Repräsentationen der Steiermark, Gerichts- und Sportspektakel oder Inszenierungen von Glaubensritualen, politischer Macht und Weiblichkeit u.a.m. ihren Platz finden.