Public Lecture von Esther Strauß
Registration ends 29.09.2026, 16:02
Rituale gelingen nicht nur, weil man sie durchführt. Darin sind sie der Performancekunst verwandt. Diese Widerspenstigkeit kann als Einladung gelesen werden: Jeder Augenblick braucht uns in immer neuer Weise – und wir ihn. Da Kunst aufbrechen bedeutet, steht ihr Gelingen permanent am Spiel. Dieses Wagnis lässt sich nur durch ein Paradoxon umarmen: Weil alles am Spiel steht, spielen wir, denn echtes Spielen kümmert das Gelingen nicht. Und wenn wir dann wieder zu uns kommen, bleibt vielleicht das eine oder andere wundersame Bild zurück. Alles, was ich kann, kann ich nur manchmal. Was passiert, wenn die Frage die Sehnsucht nach der Antwort aufgibt? (Esther Strauß 2026)