Learner affect (attitudes, emotions, motivation, etc.) is a critical factor in Second Language Acquisition (SLA). Although affect is generally acknowledged to be dynamic and influenced by pedagogical practice, much research takes a dualist approach in which attitudes toward the learning experience are forged within the classroom, whereas attitudes toward the target community are formed beyond the classroom walls, through contact or exposure to the media, for example. However, during research conducted for my master’s thesis, I found that subtle differences in the way the target community is represented in learning materials can have a direct and measurable impact on learner affect. I also found evidence that attitude toward the target language itself is a heterogeneous construct, raising important theoretical questions.
The presentation will outline the three main goals of my current doctoral research. First, it aims to design and validate an instrument suitable for measuring changes in learner affect; second, it seeks to establish a theoretical model of attitudes towards the target language as a multidimensional construct; and third, it will expand and deepen the findings from my master’s thesis through a longitudinal research design examining how affective changes evolve over time, and how they relate to learning outcomes.
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Die Affekte der Lernenden (Einstellungen, Emotionen, Motivation usw.) sind ein entscheidender Faktor beim Zweitspracherwerb (SLA). Obwohl allgemein anerkannt ist, dass Affekte dynamisch sind und durch pädagogische Praktiken beeinflusst werden, verfolgen viele Forschungsarbeiten einen dualistischen Ansatz, bei dem Einstellungen gegenüber der Lernerfahrung im Klassenzimmer geprägt werden, während Einstellungen gegenüber der Zielgemeinschaft außerhalb des Klassenzimmers entstehen, beispielsweise durch Kontakt oder Medienkonsum. Im Rahmen meiner Masterarbeit stellte ich jedoch fest, dass subtile Unterschiede in der Darstellung der Zielgemeinschaft in Lernmaterialien einen direkten und messbaren Einfluss auf die Affekte der Lernenden haben können.
Ich fand zudem Belege dafür, dass die Einstellung gegenüber der Zielsprache selbst ein heterogenes Konstrukt ist, was wichtige theoretische Fragen aufwirft. Der Vortrag wird die drei Hauptziele meiner aktuellen Doktorarbeit skizzieren. Erstens zielt sie darauf ab, ein Instrument zu entwerfen und zu validieren, das zur Messung von Veränderungen im Affekt der Lernenden geeignet ist; zweitens soll ein theoretisches Modell der Einstellungen gegenüber der Zielsprache als multidimensionales Konstrukt erstellt werden; und drittens sollen die Ergebnisse meiner Masterarbeit durch ein Längsschnitt-Forschungsdesign erweitert und vertieft werden, das untersucht, wie sich affektive Veränderungen im Laufe der Zeit entwickeln und in welchem Zusammenhang sie mit Lernergebnissen stehen.