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Doktoratskollegs (DK) und doc.funds

Partial Differential Equations: Modeling, Analysis, Numerical Methods, and Optimization

Viele Anwendungsprobleme der Physik, der Chemie, der Biologie und der Ingenieur- und Wirschaftswissenschaften führen auf mathematische Modelle mit partiellen Differentialgleichungen (PDEs). Solche Probleme sind häufig durch verschiedene Arten von Nichtglattheiten (Singularitäten, Interfaces, Ungleichungsbeschränkungen, usw.) gekennzeichnet. Die effiziente Lösung solch praktischer Probleme erfordert die mathematische Behandlung der auftretenden Modelle mit PDEs. Sowohl an den Hochschulen als auch in der Industrie besteht eine signifikante Nachfrage nach Nachwuchswissenschaftlern mit einschlägigen Erfahrungen auf diesem Gebiet der Mathematik. Im geplanten internationalen Graduiertenkolleg "Optimierung und Numerik für partielle Differentialgleichungen mit nichtglatten Strukturen" werden Wissenschaftler zur Bedienung dieser Nachfrage ausgebildet.

Metabolische und kardiovaskuläre Erkrankungen

Das Doktoratskolleg-plus (DK-plus) "Metabolische und kardiovaskuläre Erkrankungen" (DK-MCD) ist ein von der Medizinischen Universität Graz getragenes Ausbildungsprogramm. Fünfzehn WissenschafterInnen der drei Grazer Universitäten (Medizinische Universität, Universität, Technische Universität) konzipierten ein multidisziplinäres Graduierten-Ausbildungsprogramm, das sich mit molekularen Mechanismen und zellulären Funktionen in der Pathogenese metabolischer und kardiovaskulärer Erkrankungen beschäftigt. Die Vernetzung des DK-MCD sichert einen regen Austausch von Wissen und Methodik innerhalb der biomedizinischen Forschung. Gleichzeitig ist die thematische Vielfalt DK-MCD facettenreich genug um den Studierenden einen Blick über den unmittelbaren Fokus ihres eigenen wissenschaftlichen Bereichs hinaus zu ermöglichen. Um ein stimulierendes Forschungsumfeld anbieten zu können wurden die TeilnehmerInnen auf Basis exzellenter Forschung, Publikationen, Drittmittel-Förderung sowie exzellenter Lehre ausgewählt. Der Lehrkörper repräsentiert eine ausgewogene Mischung von etablierten und jüngeren WissenschafterInnen, wobei besonders unter den letztgenannten Frauen eine tragende Rolle als Gruppenleiterinnen zukommt. Alle WissenschafterInnen des DK-MCD sind in lokalen, nationalen und internationalen Forschungsnetzwerken engagiert, wodurch das DK-MCD in ein bereits bestehendes Kooperations- und Kommunikationsnetzwerk zwischen den einzelnen Labors eingebettet wird. Alle TeilnehmerInnen tragen mit ihren wissenschaftlichen Schwerpunkten in der Grundlagenforschung und der klinischen Medizin zum DK-MCD bei. Ihre technische Expertise wird durch exzellente Infrastruktur und neueste Technologien ergänzt.

Die TeilnehmerInnen am DK-MCD sind in der erfolgreichen Ausbildung von DoktoratsstudentInnen erfahren. Der biomedizinisch-orientierte Studienplan des DK-MCD stellt eine ideale Ergänzung zu dem existierenden biotechnologisch-orientierten DK-plus "Molekulare Enzymologie" dar. Daher schließt der DK-MCD eine bestehende Lücke und deckt essentielle Bereiche der Biowissenschaften ab, die in Graz derzeit nicht verfügbar sind. Das DK-MCD bietet ein anspruchsvolles Graduierten-Ausbildungsprogramm, das in dieser Form einzigartig ist, weil es (i) einen multidisziplinären Lehrkörper von 3 Grazer Universitäten aufweist, (ii) einen (inter)nationalen Austausch der Studierenden voraussetzt und (iii) Hauptthemengebiete metabolischer und kardiovaskulärer Erkrankungen von der Grundlagenforschung bis zu klinischen Aspekten in einem translationalen Ansatz abdeckt. Das DK-MCD ist daher für hochmotivierte Studierende sehr attraktiv und wird diesen eine Karriere in wichtigen Gebieten der Biowissenschaften und der Biomedizin ermöglichen.

Doktoratsprogramm für Unternehmensrechnung, Reporting und Steuern

Dieser DK-plus Antrag stellt ein Doktoratsprogramm in Unternehmensrechnung als einem Kernfach der Betriebswirtschaftslehre vor. Unternehmensrechnung wird wegen der Globalisierung der Aktivitäten von Unternehmen und der Kapitalmärkte immer wichtiger. Das Doktoratsprogramm umfasst und vereinigt die Hauptbereiche der Unternehmensrechnung: Rechnungslegung, Kostenrechnung und Controlling, Wirtschaftsprüfung, betriebswirtschaftliche Steuerlehre und zunehmend Fragen der Corporate Governance. Doktoratsstudierenden wird damit ein international herausragendes Ausbildungs- und Betreuungsprogramm angeboten. Sie werden in die Lage versetzt, im internationalen akademischen Wettbewerb zu bestehen, und ihre Qualifikationen stoßen auch in der einschlägigen Praxis auf große Nachfrage, wie im Finanz- und Rechnungswesen von Unternehmen, in der Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung, Regulierung und Standardsetting. Das DK-plus ist eine Zusammenarbeit von hervorragenden Forscherpersönlichkeiten in der Unternehmensrechnung in Österreich. Es umfasst drei österreichische Universitäten unter der Leitung des Center for Accounting Research der Universität Graz. Das Gemeinsame dieser Forscher ist deren Expertenwissen in analytischen Methoden in der Unternehmensrechnung, basierend auf ökonomischen und Finanzmodellen. Dieser methodische Schwerpunkt des DK-plus bildet eine hervorragende Basis für neue wissenschaftliche Erkenntnisse und liefert Theorien, die essenziell für eine Hypothesenbildung für empirische Tests sind.

Discrete Mathematics

Die Diskrete Mathematik ist ein wichtiger Teil der modernen Mathematik, der das gesamte Spektrum von der reinen bis hin zur angewandten Mathematik umfasst. Betrachtet man die in der Steiermark ansässigen Mathematikinstitute, so stellt sich heraus, dass die an diesen Instituten in vielen Facetten betriebene Forschung über Themen der Diskreten Mathematik ein entscheidendes Charakteristikum ist. Es verbindet die an der Karl-Franzens-Universität Graz, an der Technischen Universität Graz sowie an der Montanuniversität Leoben vorhandenen Kompetenzen und schafft vielfältige Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Im vorliegenden DK-plus sollen die vorhandenen Kompetenzen vereint werden, um an diesen drei Universitäten ein gemeinsames, spezifisches Doktoratsprogramm auf hohem Niveau zu Thema Diskrete Mathematik einzurichten. Einem aktuellen Trend folgend, formulieren wir unsere "Mission und Vision" wie folgt als "exzellente mathematische Ausbildung durch exzellente mathematische Forschung  und exzellente mathematische Forschung durch exzellente mathematische Ausbildung" Die wichtigsten Merkmale dieses Doktoratskollegs bestehen in einem intensiven Mentoringsystem, einem Curriculum, das sich aus Vorlesungen und Seminaren zusammensetzt, in welchen den DK-StudentInnen auch die Möglichkeit geboten wird, ihre eigenen Resultate vor dem gesamten Kollegium des DK zu präsentieren, sowie in einem extensiven Austauschprogramm, das den Studierenden erlaubt, die internationale wissenschaftliche Gemeinschaft kennenzulernen und in ihr Fuß zu fassen. Dieser Austausch umfasst die Einladung ausländischer GastprofessorInnen, die Organisation von Tagungen und Workshops sowie die Teilnahme an internationalen Kongressen. Auch ist jedeR DoktorandIn dazu verpflichtet, im Laufe der Ausbildung insgesamt mindestens Semester lang bei einer internationalen Forschungsgruppe im Ausland zu arbeiten. Die gemeinsamen Aktivitäten in diesem Programm, wie zum Beispiel das Seminar aus Diskreter Mathematik und der jährliche "Tag der Diskreten Mathematik" sollen auch dazu dienen, ein Gemeinschaftsdenken ("Corporate Identity") unter allen Mitgliedern des DK-plus zu schaffen, das über die Promotion hinaus erhalten bleibt. Am vorliegenden Programm nehmen 10 WissenschafterInnen der drei genannten steirischen Universitäten teil. Sie werden durch 2 Assoziierte WissenschafterInnen extern unterstützt. Dadurch können viele verschiedene Aspekte der Diskreten Mathematik abgedeckt werden: kombinatorische, additive und algorithmische Zahlentheorie, diskrete Dynamik und Fraktale, algebraische Strukturen, Graphentheorie, Ergodentheorie, harmonische Analyse und Spektraltheorie, Diskrete Stochastik, Analyse von Algorithmen, Kryptographie, kombinatorische Optimierung, diskrete angewandte Geometrie, und weitere Themen. All diese Gebiete sind Teil der Forschungsschwerpunkte der teilnehmenden WissenschafterInnen. Die Vielfalt der Themen wird zusätzlich durch das intensive Gästeprogramm erweitert.

Climate Change Uncertainties, Thresholds and Coping Strategies

Der anthropogene Klimawandel hat sich zu einer der wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts entwickelt. Strategien zum Umgang mit dem Klimawandel und seinen möglichen Folgen sind von Unsicherheiten geprägt. Das Forschungsprogramm des DK hat zum Ziel, ein besseres Verständnis dieser Unsicherheiten zu erreichen und Kriterien für Schwellenwerte im Sinne von kritischen Punkten zu entwickeln, an denen eine kleine Änderung im System ausreicht, um eine qualitative Änderung im System oder anderen Systemen herbeizuführen. Diese Überlegungen sollen mit der Entwicklung und Bewertung von möglichen Strategien zur Bewältigung des Klimawandels verbunden werden.

Resonante Weltbeziehungen in sozio-religiösen Praktiken in Antike und Gegenwart

Das gemeinsame internationale Graduiertenkollegs der Universitäten Erfurt und Graz zielt auf die Zusammenarbeit von altertums- und bibelwissenschaftlicher mit soziologischer Forschung. Gegenstand sind Beziehungen der/des Einzelnen zur sozialen, materialen, aber auch transzendenten Welt, die in unterschiedlichen sozialen und vor allem religiösen Praktiken etabliert und reflektiert werden. Im Zentrum steht dabei die Frage, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Folgen solche Selbst-Weltbeziehungen als resonant, d.h. als dialogisch-responsiv erfahren werden. Die spannungsreiche interdisziplinäre Zusammenarbeit über zwei komplementäre Standorte hinweg erlaubt ebenso den materialgesättigten Vergleich wie die Entwicklung neuer Methoden, und damit eine qualitätsvolle Ausbildung von Doktoratsstudierenden.

Rituelle Praktiken – in der Antike zumeist in religiösen Kontexten – haben in der jüngeren Forschung zunehmend Aufmerksamkeit gefunden. Mit seinen soziologisch orientierten und historisch fundierten Fragen nach Resonanz stellt das IGDK solche Rituale und ihre Dynamik in Kontexte, die über je konkrete gesellschaftliche Ordnungen und mono- oder polytheistische Vorstellungen hinausgehen, so dass grundlegende kognitive Prozesse ebenso wie deren expressiver Charakter und die Institutionalisierung von Resonanzen in Sakralisierungen in den Blick kommen. Wir untersuchen mithin rituelle Praktiken als sozio-religiöse Praktiken, die bedeutsame Beziehungen der Menschen zur Welt – zu anderen Menschen, zu Dingen, zur Natur, zum eigenen Selbst, zum Himmel oder zu Gott bzw. Göttern – hervorbringen, bestimmen oder ausdrücken. Die Beschaffenheit von Weltbeziehungen sagt dann wiederum viel über die jeweilige Kultur und die sozialen oder Geschlechter-Positionen aus, die diese prägen.  

In der ersten Phase des Doktoratskollegs soll arbeitsteilig eine Inventarisierung und Typenbildung unterschiedlichster sozio-religiöser Praktiken und der damit verbundenen Weltbeziehungsmuster erarbeitet werden. In der zweiten Phase soll die Analyse der Wechselwirkungen von resonanten und nicht resonanten (‚stummen‘) Weltbeziehungen im Mittelpunkt stehen. Durch das Format eines internationalen Doktoratskollegs ist eine breite, materialgesättigte Forschung zu dieser Themenstellung möglich, die den heuristischen Ausgangspunkt für eine umfassendere kulturvergleichende Analyse von Weltbeziehungen darstellen kann. Im Bereich der Altertumswissenschaften werden diese Studien auch neue Kontextualisierungsräume für bislang oft isoliert untersuchte Praktiken liefern, die Beziehungen zu Objekten, Körpern, Geschichten, Raum und dem Transzendenten schaffen.

 

Molecular Metabolism (MOBILES)

Das Doktoratsprogramm "Molecular Metabolism" ist ein PhD-Programm an der Universität Graz (UG), an dem zehn renommierte Principal Investigators (PIs) von drei Forschungsinstituten der UG beteiligt sind. Diese PIs haben sich zusammengetan, um ein thematisch höchst relevantes, englischsprachig Ausbildungsprogramm für herausragende Studierende in den molekularen Biowissenschaften anzubieten, die das wissenschaftliche Gebiet des "Molekularen Metabolismus" (MOBILES) erlernen und erforschen möchten. MOBILES ist im Rahmen des universitätsweiten Doktoratsprogramms der Doctoral Academy Graz (DocAG) und der Doctoral School Molekularbiologie und Biochemie positioniert, die zusätzliche thematische Doktoratsprogramme anbieten. Diese zugrunde liegenden PhD-Trainingsprogramme bieten Lehrmöglichkeiten, finanzielle und administrative Unterstützung für die Anstellung von Doktoratsstudierenden, Reisekosten, Workshops und extra-curriculäre Trainingsveranstaltungen.

 

CATalytic mechanisms and AppLications of OXidoreductases (CATALOX)

Hauptthema des PhD-Programms CATALOX (Catalytic mechanisms and applications of oxidoreductases) ist die Erforschung enzymatischer Reduktions- und Oxidationsreaktionen, die in der Natur aufgrund ihrer Bedeutung für den Energiestoffwechsel und die Biosynthese einer Vielzahl von Naturprodukten eine zentrale Rolle spielen. Das Programm vereint zehn Forschungsgruppen der Universität Graz und der Technischen Universität Graz zu einem international anerkannten Konsortium im Bereich der Biokatalyse und Biotechnologie. Es bietet eine Reihe von innovativen, hoch interdisziplinären Forschungsprojekten sowie eine solide methodische Plattform mit dem Ziel, neue Standards im Verständnis und in der potenziellen Nutzung enzymkatalysierter Redoxreaktionen zu setzen. In diesen Projekten erwerben die DoktorandInnen Kompetenzen in entscheidenden Bereichen der Enzymkatalyse, die von der organischen Synthese über die mechanistische Enzymologie bis hin zur Strukturbiologie und Prozesstechnik reichen. Während der gesamten Ausbildung profitieren sie von einem Netzwerk von Mentoring- und Betreuungsinstrumenten. Darüber hinaus unterstützt die enge Zusammenarbeit mit dem Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) die Erkundung der biotechnologischen Nutzbarkeit unserer wissenschaftlichen Entdeckungen und bringt die DoktorandInnen in Kontakt mit einem Netzwerk von IndustriepartnerInnen und möglichen zukünftigen ArbeitgeberInnen.

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