Wußten Sie ...

.... daß es auch im Haus Liechtenstein ein Gespenst gibt?

Bertha von Liechtenstein, geb. Rosenberg, wurde zur "weißen Frau". Ihr Gatte war der streitbare Johann V. von Liechtenstein. Die Ehe war nicht sehr harmonisch. Trotzdem trug sie sie nach seinem Tod des Gatten nur noch weiße Witwentracht. Dies und ihre wohltätigen Stiftungen haben die Fantasie beflügelt, und sie als "weiße Frau" in die Sagenwelt eingehen lassen.
So heißt es, sie wäre "unglücklich und schmerzensreich durch des Gatten wildbewegtes Leben, noch im Tode ruhe- und trostlos. Ihr gekränkter Schatten umschwebte die Schlösser von Krumau, Wittingau, Frauenberg, Pechlin, Schwamberg und Teltsch und sollte wohlwollend mahnend verwandten Höfen von Berlin, Kopenhagen, Stockholm, Baden, Bayreuth sich gezeigt haben."

Die historische Vorlage für die Sagengestalt, Bertha von Liechtenstein, starb am 2. 5. 1476 und ist in der Wiener Schottenkirche begraben.

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Wußten Sie ...

... daß der steirische Landeshauptmann Ulrich von Liechtenstein sich als "Frau Venus" verkleidete?

Er machte noch viele andere seltsame Dinge: So ließ sich einen Finger abhacken und sendete ihn als Beweis seiner "Minne" an seine Angebetete. Er trank auch deren Waschwasser. Mit dem heutigen Fürstenhaus ist er nicht direkt verwandt, aber er berichtete in seinen Schriften über den Heerführer Heinrich I. von Liechtenstein, welcher in der Schlacht an der Leitha (1246) nachdem der letzte Babenberger, Friedrich der Streibare, gefallen war, doch noch den Sieg für Österreich erfocht. Dieser Heinrich ist ein Stammvater der Fürsten von Liechtenstein.

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Wußten Sie ...

... daß Fürst Wenzel für das Kaiserhaus die Braut des späteren Kaisers Josef II. abholte?

Um ordentlich repräsentieren zu können ließ er sein goldenes Geschirr unter militärischer Begleitung nach Parma bringen. Sein Hofstaat und sein Gepäck wurden in über 60 Kutschen transportiert. Sein legendärer "Goldener Wagen" wurde in Wien zerlegt und für den feierlichen Einzug in Parma von mitgereitsen Spezialisten wieder zusammengesetzt. Ein eigener Handwerkertrupp reiste dem Fürsten voraus, welche vorstehende Dächer, Erker und die zu engen Stadttore mit Brechstangen so lange bearbeiteten, bis Platz genug war.


Mehr darüber können Sie direkt in der Ausstellung "KLAR & FEST" auf der steirischen Riegersburg selbst und im informativen Ausstellungskatalog (250,- öS) erfahren.
Zuletzt geändert: 8.3.96