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29. Mykologische Dreiländertagung

9. - 14. September 2002

Institut für Botanik, Karl-Franzens-Universität Graz
Holteigasse 6, A-8010 Graz, Österreich
Lachnum calyculiforme (Rehm 1896)


Inhalt:  Tagungsbericht - Exkursionen - Vorträge - Poster - Dank - Teilnehmerliste


Veranstalter

Institut für Botanik (Karl-Franzens-Universität Graz)
Arbeitskreis Heimische Pilze (Naturwissenschaftlicher Verein für Steiermark
und Steiermärkisches Landesmuseum Joanneum - Referat Botanik)
Österreichische Mykologische Gesellschaft (Institut für Botanik, Universität Wien)

Organisationskomitee

Dr. Christian Scheuer, Prof. Dr. Paul Blanz (Institut für Botanik)
Dir. Harald Kahr, Dr. Alfred Aron, Helmut Pidlich-Aigner (Arbeitskreis Heimische Pilze)
Dkfm. Anton Hausknecht, Wolfgang Klofac (Österreichische Mykologische Gesellschaft)


Tagungsbericht

von Christian Scheuer

Die planmäßige Abhaltung der 29. Mykologischen Dreiländertagung im Jahr 2002 in Österreich wurde erst mit einiger Verspätung in Angriff genommen. Die Tatsache, dass bei der vorangegangenen Dreiländertagung 2001 in der Schweiz leider keine österreichischen TeilnehmerInnen anwesend waren, dürfte dabei eine gewisse Rolle gespielt haben. Herr Prof. Meinhard Moser schlug schließlich vor, dass die Dreiländertagung nach 25-jähriger Pause wieder einmal in Graz stattfinden sollte. Prof. Moser konnte leider nicht mehr an dieser Dreiländertagung teilnehmen und ist kurz darauf, am 30. September 2002, verstorben.
Angesichts der kurzen Vorbereitungszeit wurden zahlreiche Anstrengungen unternommen um diese Veranstaltung zu bewerben, so wurde z. B. das erste Rundschreiben an alle TeilnehmerInnen der letzten drei Tagungen persönlich verschickt. Der Erfolg war durchaus beachtlich und neben MykologInnen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz fanden auch solche aus Belgien, Bulgarien, Italien, Polen, Tschechien, Ungarn, Rumänien und Slowenien den Weg nach Graz, zusammen mit den registrierten Kurzbesuchern immerhin 83 Personen.

Das für diese Dreiländertagung gewählte Logo ehrte mit Heinrich Rehm (1828-1916) einen der Autoren der wichtigsten Pilzflora im Gebiet der Dreiländertagung, Dr. L. Rabenhorst's Kryptogamen-Flora von Deutschland, Oesterreich und der Schweiz (Band 1: Pilze).

Am Montag, 9. September, um 18 Uhr c.t. wurde die Tagung vom Studiendekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Karl Crailsheim, eröffnet, der vielen Anwesenden aus der Seele sprach, als er am Beginn seiner Rede auf die eminente Bedeutung der dreimonatigen Sommerferien an Österreichs Universitäten hinwies. Der Sommer ist eben für viele von uns nicht nur die Zeit für Urlaub und Grillfeste, sondern auch für die Forschungsarbeit und nicht zuletzt für die immer zahlreicher werdenden Tagungen. Das trifft auf Berufs- und Freizeitwissenschaftler wohl gleichermaßen zu. Darauf wurden die Teilnehmer vom Leiter des Institutes für Botanik, Prof. Helmut Mayrhofer, und vom Präsidenten der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft, Dkfm. Anton Hausknecht, begrüßt. Der erste Vortragende des Abends, Prof. Reinhard Agerer, derzeit Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Mykologie, überbrachte die besten Wünsche des Vorstandes der DGfM für die Tagung und kündigte bereits die nächste Mykologische Dreiländertagung an, welche 2004 in Jena stattfinden soll.

Die Exkursionsziele konnten wegen der für das Pilzwachstum besonders günstigen Witterung in diesem Spätsommer auf relativ rasch erreichbare Gebiete in der Ost- und Weststeiermark und im Grazer Bergland beschränkt werden. Insgesamt wurden acht Exkursionen durchgeführt. Einzelne TeilnehmerInnen, welche zur Abwechslung auch einmal in die Gebirge der Obersteiermark fahren wollten, wurden von Dr. Alfred Aron mit den entsprechenden Hinweisen und Routenbeschreibungen ausgestattet. Schon wenige Monate nach der Tagung stand fest, dass die Anzahl der festgestellten Arten so hoch ist, dass man die Organisatoren des Exkursionsprogrammes zur Auswahl der Ziele nur beglückwünschen kann. Eine kommentierte Liste soll so bald wie möglich veröffentlicht werden.
Fragen zum durchgeführten Exkursionsprogramm beantwortet Ihnen wie bisher Dr. Alfred Aron. Als Koordinator der Pilzkartierung in der Steiermark ersucht er auch um Zusendung der Fundlisten der TeilnehmerInnen (Steiermärkisches Landesmuseum Joanneum, Referat Botanik, Raubergasse 10/I, A-8010 Graz, Tel. 0043 316 8017 9752, Fax 0043 316 8017 9670, E-mail: alfred.aron@stmk.gv.at).

Für die Aufarbeitung der reichlichen Aufsammlungen standen etwa dreißig Mikroskopierplätze zur Verfügung, welche auf die beiden Praktikumsräume des Institutes aufgeteilt waren. Die Fundbesprechungen waren nach Meinung zahlreicher TeilnehmerInnen zu spät am Abend angesetzt und hätten bereits vor den Vorträgen um ca. 17 Uhr durchgeführt werden sollen.

Das sonstige Tagungsprogramm am Institut war sehr vielfältig und bot unter anderem einige Themen, welche sich aus der breiten Palette mykologischer Forschung am Institut für Botanik bzw. im Umfeld des Institutes ergeben hatten.
Die Vorträge fanden programmgemäß von Montag bis Freitag abends im Hörsaal des Institutes für Botanik statt. Dr. Anton Drescher (Graz) gab eine Einführung in die naturräumlichen Gegebenheiten der Steiermark, besonders der Exkursionsgebiete im südöstlichen Alpenvorland. Prof. Reinhard Agerer (München) brachte hochinteressante Anregungen zur genaueren lichtmikroskopischen Untersuchung vegetativer Merkmale von Großpilzen (am Beispiel der Anatomie von Rhizomorphen und Mykorrhizen). Die dabei präsentierten Forschungsergebnisse werden uns wohl beizeiten nicht nur zum Ablegen bestimmter Gewohnheiten bei der Feldarbeit zwingen. Wolfgang Klofac (Wien) gab einen profunden Einblick in die seltenen und taxonomisch schwierigen Purpurröhrlinge, mit zahlreichen Hinweisen zu dem so wichtigen Thema Variabilität. Besonders originell war das Thema des Vortrages von Mag. Walter Buzina (Graz), der über Basidiomyceten in den Atemwegen berichtete (dies war auch der Vortrag mit der am längsten anhaltenden Diskussion). Dr. Jean Keller (Cernier) beendete seine Ausführungen über das einzigartige Projekt MYCORAMA mit der gemeinsamen Verkostung einer Süßspeise aus Pholiota nameko. Peter Zwetko (Graz) referierte zur Kenntnis der Rost- und Brandpilze Österreichs und zeigte an mehreren Beispielen von Rostpilzen die Verbindung zwischen einzelnen häufigen Arten und ihren selteneren, oft durch einen verkürzten Lebenszyklus ausgezeichneten Verwandten im Gebiet. Danach stellte er erste arealkundliche Ergebnisse aus seiner mittlerweile fast abgeschlossenen Arbeit am Katalog der Brandpilze Österreichs vor. Dr. Jan Holec (Prag) sprach über Großpilze in anthropogen besonders wenig beeinflussten Gebieten des Böhmerwaldes und sorgte mit seinen exzellenten Dias für einen ästhetischen Höhepunkt im Vortragsprogramm. Dr. Tibor Zagyva (Felsöszölnök) berichtete über seine langjährigen Studien an Saftlingen und anderen Großpilzen der Magerwiesen in dem kürzlich zum Nationalpark ernannten Gebiet von Örseg-Vendvidek bei Szentgotthárd, einer alten Kulturlandschaft mit ungemein hoher Biodiversität. Prof. Imre Rimóczi (Budapest) entführte die Zuhörer mit seinen Ausführungen über "Die Waldsteppe und ihre Großpilzwelt im Karpatenbecken" schließlich in eine faszinierende Welt am Rande Mitteleuropas und ging dabei besonders auf die dortige Sukzession der Pflanzengemeinschaften mit ihren jeweils charakteristischen Pilzarten ein.
Die Poster wurden bereits am Anreisetag aufgehängt und für die Dauer der Tagung im Stiegenhaus belassen. Ihre Themen zeigten deutlich, dass bei dieser Mykologischen Dreiländertagung auch Kleinpilzkenner anwesend waren. Eine kurze Posterpräsentation, bei welcher die Autoren zum Poster Stellung nehmen und Fragen beantworten konnten, wurde am Mittwoch Abend durchgeführt.
Prof. Georg Heinrich (Institut für Pflanzenphysiologie) lieferte einen schriftlichen Beitrag, ein Exzerpt aus seinen bisherigen Arbeiten zur radioaktiven Belastung von Pilzen seit dem Reaktorunfall von Tschernobyl (mit Berücksichtigung von Messungen an Moosen, Flechten und Höheren Pflanzen).
Fragen zu dem am Institut durchgeführten Tagungsprogramm und zur Publikation der wissenschaftlichen Beiträge richten Sie bitte wie bisher an Dr. Christian Scheuer (Institut für Botanik, Holteigasse 6, A-8010 Graz, Tel. 0043 316 380 5664, Fax 0043 316 380 9883, E-mail: christian.scheuer@uni-graz.at).

Zum Ausklang der Tagung wurde am Freitag zu einem geselligen Abend mit Buffet in den Gewächshäusern des Botanischen Gartens geladen und am Samstag Vormittag führte Prof. Herwig Teppner eine trotz der vorangegangenen Strapazen noch ziemlich große Gruppe von TeilnehmerInnen bei Tageslicht durch die Gewächshäuser. Der mykologische Spaziergang durch die Freilandanlagen des Botanischen Gartens geriet mangels nennenswerter Großpilze zu einer Einführung in die Kleinpilze, besonders der parasitischen Gruppen, bei der die Handlupen zum Einsatz kamen.

Die Tagungsgebühr konnte schließlich auf EUR 50,-- festgelegt werden, mit Hilfe einiger Förderungsbeiträge bzw. Sponsorgelder. Diese wurden von der Steiermärkischen Landesregierung, der Stadt Graz und der Fa. Carl Zeiss Österreich zur Verfügung gestellt. Das Büro für Internationale Beziehungen der Karl-Franzens-Universität übernahm die Unterbringungs- bzw. Reisekosten einiger TeilnehmerInnen aus den Reformstaaten. Für nicht angemeldete TeilnehmerInnen wurde der Eintagestarif von EUR 10,-- angeboten.

Die Fa. Carl Zeiss Österreich hat für die Dauer der Tagung zwei Stereolupen aus dem günstigeren Preissegment zur Ansicht aufgestellt. Ein solches Gerät kostet ungefähr EUR 1000 und ist eine ziemlich preisgünstige Möglichkeit zum Einstieg in die Stereo-Auflichtmikroskopie, vor allem für das Studium von Kleinpilzen. Denn gerade das systematische Absuchen verschiedener Substrate ist mit einer Handlupe oft ziemlich uneffektiv und vor allem ermüdend.

Das kulturelle und touristische Angebot der Stadt Graz kam angesichts des dichten Tagungsprogramms und der zahlreichen interessanten Pilzfunde bei den meisten TeilnehmerInnen zu kurz - eigentlich ein guter Grund wieder einmal nach Graz zu kommen. Über Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen informiert Sie gerne weiterhin die Graz Tourismus GmbH, Herrengasse 16, A-8010 Graz, Tel. 0043 316 8075-0, Fax 0043 316 8075-15.


Exkursionen

Dienstag, 10. September

BUS 1: Kurzbezeichnung "Haslacher Auen":
Naturraum: Leibnitzer Feld, Politischer Bezirk: Leibnitz, Gemeinde: Bachsdorf; Geologie: Schotter, Lehme; Böden: sandige Auwaldböden.
Österreich, Steiermark, Leibnitzer Feld, ca. 6,5 km NNE von Leibnitz, ca. 2 km SE von Lebring, Haslacher Auen E gegenüber von Bachsdorf entlang des östlichen (orographisch linken) Ufers der Mur, 46°50'N, 15°33'E, 280 m s.m., MTB 9159/3; Hartholz-Aue, dominiert von Stieleiche und Winterlinde.

 

BUS 2: Kurzbezeichnung "Wundschuh":
Naturraum: Grazer Feld/Weststeirisches Hügelland, Politischer Bezirk: Graz-Umgebung, Gemeinde: Wundschuh; Geologie: Schotter, Lehme; Böden: flachgründige, steinige Braunerden über lockerem Schotter.
Österreich, Steiermark, Kaiserwald S von Graz, ca. 5,5 km SW von Kalsdorf b. Graz, ca. 1,5 km W von Wundschuh, W vom Wundschuh-Teich und vom Neuteich, 46°55'N, 15°25'E, 330-350 m s.m., MTB 9058/4; Laubmischwald, z. T. mit geforsteter Fichte.

 

Mittwoch, 11. September

BUS 1: Kurzbezeichnung "Laßnitzthal - Arboretum Gundl":
Naturraum: Oststeirisches Hügelland, Politischer Bezirk: Weiz, Gemeinde: Laßnitzthal; Geologie: Schotterterrasse; Böden: Opok, darüber feinsandiger Lehm; ursprüngliche Vegetation: Laubmischwald; im Arboretum 280 Waldbaumarten.
Österreich, Steiermark, Oststeirisches Hügelland E von Graz, ca. 3 km ENE von Nestelbach, Rapoldleiten S von Laßnitzthal, "Arboretum H. Gundl", 47°04'N, 15°38'E, 410-450 m s.m., MTB 8959/2; Arboretum, z. T. Fichte geforstet.

 

BUS 2: Kurzbezeichnung "Zwischen St. Anna a. Aigen und Deutsch Haseldorf":
Naturraum: Oststeirisches Hügelland, Politischer Bezirk: Feldbach, Gemeinde: Klöch; Geologie: Sande, Schotter.
Österreich, Steiermark, Oststeirisches Hügelland N von Bad Radkersburg, ca. 4 km NNE von Klöch, W der Landesstraße unmittelbar S von Aigen, zwischen Risolaberg und der Abzweigung nach Pichla b. Radkersburg und Tieschen, 46°48'N, 15°58'E, ca. 250-330 m s.m., MTB 9161/4; Laubmischwald, z. T. Fichte geforstet, Föhre, ein Teilbereich mit Auwald.

 

Donnerstag, 12. September

BUS 1: Kurzbezeichnung "Höllgraben - Naturpark Pöllauer Tal":
Naturraum: Oststeirisches Hügelland, Politischer Bezirk: Hartberg, Gemeinde: Rabenwald; Geologie: feldspatreiche Gneise, junge Schotter; Böden: Braunlehme auf tertiären Lockersedimenten.
Österreich, Steiermark, Oststeirisches Hügelland, Naturpark Pöllauer Tal, ca. 4 km WSW von Pöllau, Haregg, ca. 450 m SW vom Gehöft "Heil", 47°17'N, 15°47'E, 620-700 m s.m., MTB 8760/2; Schattwald, Unterhangwald, z. T. Fichte und Föhre geforstet.

 

BUS 2: Kurzbezeichnung "Schönauklamm - Naturpark Pöllauer Tal":
Naturraum: Oststeirisches Hügelland, Politischer Bezirk: Hartberg, Gemeinde: Schönau b. Pöllau; Geologie: Glimmerschiefer, Gneis; Böden: Braunlehme auf tertiären Lockersedimenten.
Österreich, Steiermark, Oststeirisches Hügelland, Naturpark Pöllauer Tal, ca. 5 km SSE von Pöllau, Schönau b. Pöllau, Schönauklamm entlang des Kroisbaches, 47°15'N, 15°51'E, 380-390 m s.m., MTB 8761/1; Schattwald, Unterhangwald, z. T. Fichte und Föhre geforstet, Randgehölze, Wiesenränder.

 

Freitag, 13. September

 

BUS 1: Kurzbezeichnung "Alpengarten Rannach":
Naturraum: Grazer Bergland, Politischer Bezirk: Graz-Umgebung, Gemeinde: Stattegg; Geologie: helle und dunkelgraue Dolomite, Kalk, Pegmatite, Quarzgänge (Paläozoikum); Böden: Braunerden über Schotter und Konglomerat-Schichten.
Österreich, Steiermark, Grazer Bergland N von Graz, ca. 3,5 km ENE Gratkorn, "Alpengarten Rannach", 47°08'N, 15°23'E, 530-640 m s.m., MTB 8857/4; Laubmischwald, z. T. Fichte geforstet.

 

BUS 2: Kurzbezeichnung "Mühlbachgraben bei Rein":
Naturraum: Grazer Bergland, Politischer Bezirk: Graz-Umgebung, Gemeinde: Eisbach-Rein; Geologie: Dolomit/Sandstein; Böden: Braunerde und Braunlehme.
Österreich, Steiermark, Grazer Bergland NW von Graz, ca. 3 km WNW Gratwein, NW vom Stift Rein, NE oberhalb vom Mühlbachgraben, zwischen Mühlbachgraben und Lücklgraben, 47°08'N, 15°16'E, 450-700 m s.m., MTB 8858/3; Buchenwald, z. T. Fichte geforstet.

 


Vorträge

Montag, 9. September

Reinhard AGERER: Brauchen wir eine neue Sammelstrategie für Großpilze?
Anton DRESCHER: Standörtliche Voraussetzungen für die Vegetationsgliederung der Steiermark

 

Dienstag, 10. September

Wolfgang KLOFAC: Zur Interpretation von Purpurröhrlingen
Walter BUZINA: Basidiomyceten in den Atemwegen - Saprophyten oder Pathogene?
Jean KELLER: Das Projekt MYCORAMA

 

Mittwoch, 11. September

Peter ZWETKO: Zur Kenntnis der Rost- und Brandpilze Österreichs
Christian SCHEUER: Vorschläge zu einem Projekt über parasitische Pilze der Gefäßpflanzen zwischen Alpen, Karpaten und Balkan

 

Donnerstag, 12. September

Jan HOLEC: Auf natürliche, vom Menschen nur minimal beeinflusste Vegetation beschränkte Großpilze - eine Modellstudie aus dem Böhmerwald
ZAGYVA Tibor: Die Magerwiesen im Nationalpark Örseg-Vendvidék und ihre Großpilzflora

 

Freitag, 13. September

RIMÓCZI Imre: Die pannonische Vegetation und ihre Großpilzwelt

 

Samstag, 14. September

Herwig TEPPNER: Führung durch die Gewächshäuser des Botanischen Gartens
Christian SCHEUER, Helmut PIDLICH-AIGNER: Mykologischer Spaziergang durch die Freilandanlagen des Botanischen Gartens

 


Poster

BENEDEK Lajos, PÁL-FÁM Ferenc, RIMÓCZI Imre: Conservation of macrofungi in Hungary: possibilities and perspectives [Artenschutz bei Großpilzen in Ungarn: Möglichkeiten und Perspektiven]

Andrzej CHLEBICKI: Some Anthracoidea species (smut fungi) from Tian Shan [Einige Anthracoidea-Arten (Brandpilze) aus dem Tienschan]

Adriana POP: New Ascomycetes from Romania [Neue Ascomyceten aus Rumänien]

SILLER Irén, TURCSÁNYI Gábor: New and rare macrofungus species of two forest reserves in Hungary [Neue und seltene Großpilz-Arten aus zwei Waldreservaten in Ungarn]

Markéta SUKOVÁ: Contribution to the knowledge of herbicolous ascomycetes in the Šumava mountains (Bohemian Forest) [Beitrag zur Kenntnis der Ascomyceten auf krautigen Substraten im Böhmerwald]

SZABÓ Ilona: Leaf pathogenic fungi of forest trees and shrubs in Hungary [Blattbewohnende pathogene Pilze auf Waldbäumen und Sträuchern in Ungarn]

ZAGYVA Tibor, HÁLÁSZ Krisztián, ALBERT László, BRATEK Zoltán: Taxonomische Probleme innerhalb der Gattung Hygrocybe


Dank

Bewerbung der Tagung: Heinz J. Ebert und Till R. Lohmeyer (Zeitschrift für Mykologie), Ruedi Greber (28. Myk. Dreiländertagung, Gangreneuve/Posieux), Hermann Haidenhofer (26. Myk. Dreiländertagung, Rotholz/Jenbach), Irmgard Krisai-Greilhuber (Mitteilungen der Österreichischen Mykologischen Gesellschaft), Karin Montag (Der Tintling), Helmuth Schmid (27. Myk. Dreiländertagung, Regensburg).

Förderungsbeiträge und Sponsoring: Carl Zeiss Österreich. - Steiermärkische Landesregierung. - Büro für Internationale Beziehungen/Karl-Franzens-Universität. - Universitätsförderung der Stadt Graz/Dekanat der Naturwissenschaftlichen Fakultät. - Bürgermeister Alfred Stingl/Kongressförderungsmittel der Stadt Graz.

Presseaussendung/Website: Andreas Schweiger, Helmut Gekle (Außeninstitut der Karl-Franzens-Universität).

Tagungsmappen: Bank Austria Creditanstalt, Zinzendorfgasse.

Touristische und kulturelle Information: Gudrun Jäger, Graz Tourismus GmbH.

Ganz besonders danken wir jedoch allen MitarbeiterInnen des Institutes für Botanik, welche mitgeholfen haben die Tagung vorzubereiten und die TagungsteilnehmerInnen zu betreuen. Es sei hinzugefügt, dass das Institut wegen einer noch im Gang befindlichen Fenstersanierung in kürzester Zeit von einer "Baustelle" in einen Tagungsort verwandelt werden musste.


Teilnehmerliste

Reinhard AGERER, München
        Vortrag (09.09.): Brauchen wir eine neue Sammelstrategie für Großpilze?
Vladimír ANTONÍN, Brno
Alfred ARON, Graz
Dietmar BALOCH, Graz
Francesco BELLÚ, Bolzano
Lajos BENEDEK, Budapest
        Poster: Conservation of macrofungi in Hungary: possibilities and perspectives
Fausto BENETTI, Chiasso TI
Paul BLANZ, Graz
Isolde & Wolfgang BÖTEFÜHR, Berlin
Mauro BORDONI, Viganello TI
Walter BUZINA, Graz
        Vortrag 10.09.: Basidiomyceten in den Atemwegen – Saprophyten oder Pathogene?
Andrzej CHLEBICKI, Kraków
        Poster: Some Anthracoidea species (smut fungi) from Tian Shan
Wolfgang DÄMON, Salzburg-Grödig
Silvano DAMIANI, Ludiano TI
Cvetomir M. DENCHEV, Sofia
Anna DRAXLER, Graz
Anton DRESCHER, Graz
        Einführungsvortrag 09.09.: Standörtliche Voraussetzungen für die Vegetationsgliederung der Steiermark
Ulrich FISCHER, Heilbronn
Josef FLACK, Graz
Günter FRÜHWIRTH, Wien
Monika GEIER, Bruxelles
Detlev & Monika GREBING, Berlin
Martin GROLL, Leobendorf
Helmut GÜBITZ, Graz
Josef GUGGI, Gratkorn
Doris HAAS, Graz
Krisztián HALÁSZ, Budapest
        Poster: siehe unter Zagyva
Anton & Ingrid HAUSKNECHT, Maissau
Karl HELM, Grünburg
Jan HOLEC, Praha
        Vortrag 12.09.: Auf natürliche, vom Menschen nur minimal beeinflusste Vegetation beschränkte Großpilze – eine Modellstudie aus dem Böhmerwald
Edith HRADECKY, Wien
Walter JAKLITSCH, Wien
Harald KAHR, Graz
Michael KALLMEYER, Neukirch
Karl KAMPER, Paldau
Jean KELLER, Neuchâtel
        Vortrag 10.09.: Das Projekt MYCORAMA
Gregor KLARIC, Graz
Wolfgang KLOFAC, Wien
        Vortrag 10.09.: Zur Interpretation von Purpurröhrlingen
Gerhard KOLLER, Mattersburg
Gabriele KOVACS, Wien
Fred KRÄNZLIN, Luzern
Hans & Helga LAUX, Biberach/Riss
Rudolf MARKONES, Kist
Willibald MAURER, Graz
Isolde MEINUNGER, Steinach/Thüringen
Sigmund MICHELITSCH, Hausmannstätten
Georg MÜLLER, Ganderkesee
Bernhard OERTEL, Alfter
Harald OSTROW, Grub am Forst
Ferenc PÁL-FÁM, Budapest
        Poster: siehe unter Benedek
Helmut PIDLICH-AIGNER, Graz
Siegfried PIETSCH, Timelkam
Bernhard POCK, Feldkirchen b. Graz
Adriana POP, Cluj-Napoca
        Poster: New Ascomycetes from Romania
Detlef PRELICZ, Unterpurkla
Ludwig QUECKE, Dinslaken
Helene RIEGLER-HAGER, Klagenfurt
Imre RIMÓCZI, Budapest
        Vortrag 13.09.: Die Waldsteppe und ihre Großpilzwelt im Karpaten-Becken
        Poster: siehe unter Benedek
Christian SCHEUER, Graz
Axel SCHILLING, Hannover
Senta SCHLEICH, Graz
Helmut & Hildegard SCHLUDERMANN, Linz
Martin SCHMIDT, Falkensee
Karl SCHOLZ, Wien
Beatrice SENN-IRLET, Bolligen
Irén SILLER, Budapest
        Poster: New and rare macrofungus species of two forest reserves in Hungary
Horst & Marianne STREESE, Berlin
Markéta SUKOVÁ, Praha
        Poster: Contributions to the knowledge of herbicolous ascomycetes in the Šumava Mountains
Ilona SZABÓ, Sopron
        Poster: Leaf pathogenic fungi of forest trees and shrubs in Hungary
Helmut TIMMER, Hart bei Graz
Alexander URBAN, Wien
Luigi USUELLI
, Lugano TI
Hermann VOGLMAYR, Wien
Heinz WOLTSCHE, Bern
Tibor ZAGYVA, Felsöszölnök
        Vortrag 12.09.: Die Magerwiesen im Nationalpark Örseg-Vendvidék und ihre Großpilzflora
        Poster: Taxonomische Probleme innerhalb der Gattung Hygrocybe
Rudolf ZINGL, Kapfenberg
Eckhardt ZUCKSCHWERDT, Graz
Peter ZWETKO, Graz
        Vortrag 11.09.: Zur Kenntnis der Rost- und Brandpilze Österreichs