Forschungskolloquium
Systematische
Musikwissenschaft
Research
Colloquium in Systematic
Musicology and Music Psychology
© Richard
Parncutt 2005-2011
Nützliche Informationen für FK-Mitglieder
Diese Seite hat zum Ziel, durch die Bereitstellung nützlicher Informationen den Mitgliedern des Forschungskolloquiums (FK) zu helfen, ihre empirischen Forschungsprojekte zu bewältigen, ihre Arbeiten zu schreiben und - langfristig gedacht - sich als angehende Systematische MusikwissenschaftlerInnen zu etablieren.
Die Seite soll nicht vom Anfang bis zum Ende durchgelesen werden. Vielmehr kann auf dieser Seite Antworten auf spezifische Fragen gesucht werden. Sollten Sie eine Frage zur LV haben und keine Antwort finden, würde ich mich freuen, von Ihnen zu hören.
Abgesehen von einer kurzen Einführung in die Gliederung einer Abschlussarbeit (Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit) im Fach Systematische Musikwissenschaft (SMW) soll dieses Dokument kein allgemeiner Leitfaden zum Schreiben einer Abschlussarbeit sein. Dazu existiert schon viel Literatur. Ziel ist es vielmehr, das Besondere an diesem FK hervorzuheben und spezifische Themen, Fragen und Probleme dieses FKs zu erörtern.
Die Texte auf dieser Seite werden regelmäßig aktualisiert. Alle FK-TeilnehmerInnen werden um Vorschläge zur inhaltlichen Verbesserung und Ergänzung gebeten.
Siehe
auch die allgemeinen
Richtlinien der Uni Graz
Ziele
und Lehrstil
Auf dieser Stufe Ihrer
wissenschaftlichen Laufbahn soll das FK
Ihnen ermöglichen und helfen,
Ich gehe davon aus, dass alle Mitglieder dieses FKs nicht nur einen Titel vor Ihrem Namen haben, sondern auch gute (d.h. wissenschaftlich hochwertige) Antworten auf interessante Fragen finden wollen. Unsere Vorbilder sind einerseits die aktuelle internationale Forschung im Fach SMW (d.h. die wichtigsten Tagungen und Zeitschriften), andererseits die derzeit erfolgreichsten jungen ForscherInnen Österreichs. Das Wissenschaftsmagazin im Falter heureka! hat in der 2. Ausgabe im Jahr 2007 (Nr. 19/07) eine Liste von 30 "Jungstars der österreichischen Forschung" präsentiert, darunter ein ehemaliges Mitglied dieser Gruppe (Werner Goebl).
Mein Lehrstil spiegelt meine persönlichen Überzeugungen in Bezug auf effektive universitäre Lehre sowie auf das Erreichen solcher Ziele wider. Die Motivation, diese Ziele zu erreichen, soll vor allem von Ihnen selbst stammen (intrinsic motivation). Dazu gehört, dass Sie die Verantwortung für die Definition Ihrer wissenschaftlichen Ziele und damit für Ihren weiteren wissenschaftlichen Werdegang übernehmen. Nur so können Sie meines Erachtens Ihre wissenschaftliche Kreativität am besten langfristig und nachhaltig entfalten. In diesem Zusammenhang biete ich Ihnen gern Unterstützung und Beratung.
Mir ist es wichtig, in meinen Lehrveranstaltungen ein für Ihre wissenschaftliche und persönliche Entwicklung förderliches Klima zu erzeugen. Ein Mindestmaß an Autorität ist für die Organisation und den Ablauf der Lehrveranstaltungen zwar notwendig, hat aber nicht das Ziel, von Ihnen Gehorsam im Denken und Handel zu fordern. Ich erwarte auch nicht, dass Sie meine verschiedenen wissenschaftlichen Positionen vertreten, sondern dass Sie diese zu verstehen versuchen, indem Sie sie hinterfragen.
Ich ziele somit auf eine partnerschaftliche Leistungskultur ab. Sie sollen gleichzeitig lernen, unabhängig sowie im Team wissenschaftlich zu arbeiten. In diesem Sinne erwarte ich von Ihnen eine konstruktive Zusammenarbeit, die durch Offenheit, Ehrlichkeit und gegenseitige Unterstützung gekennzeichnet ist. Dazu gehört eine positive Einstellung zu den verschiedenen Forschungsprojekten, die in der Gruppe vorgestellt werden. Ich erwarte auch eine wissenschaftliche Weltanschauung, die im Wesen international, interdisziplinär und weltoffen ist. Das heißt u.a., dass (i) relevante Forschung aus allen Ländern, Disziplinen und Epochen eine Rolle in Ihrer Forschung spielen kann und (ii) die derzeit besten internationalen Tagungen und Zeitschriften als wissenschaftlich führend angesehen werden. Sie sollen vor allem anerkennen, dass unsere Gruppe, wovon Sie ein wichtiges Mitglied sind, die höchsten wissenschaftlichen Standards anstrebt.
Darüber hinaus wünsche ich mir, dass meine Studierenden im FK:
Nach dem österreichischen Beamtendienstrechtsgesetz BDG §165 hat jede/r Universitätsprofessor/in ihr oder sein Fach in Forschung und Lehre zu vertreten und zu fördern. Im Leitbild der Uni Graz heißt es: "Universitäre Bildung und Qualifizierung für verschiedene Berufsbilder basieren auf forschungsgeleiteter Lehre. (...) Ins Zentrum unserer Personalentwicklung stellen wir die Förderung eines international konkurrenzfähigen wissenschaftlichen Nachwuchses." Vor diesem Hintergrund fördere ich mein Fach SMW und die zukünftigen Karrieren meiner Studierenden, indem:
Empirisches
Arbeiten
Analog zur evidenzbasierten
Medizin streben wir in diesem FK
eine evidenzbasierte
Musikwissenschaft an. Es
werden auf Masterebene in erster Linie
datenorientierte empirische Arbeiten betreut (mehr).
Studierende stellen
musikalisch interessante Fragen und versuchen, diese Fragen anhand von
quantitativen oder qualitativen Daten, die sie selbst gesammelt und
analysiert haben, zu beantworten. Eine solche Arbeit wird als
Vorbedingung für einen Mastergrad im Fach SMW betrachtet.
Dazu eine persönliche Anekdote: In den Jahren 1976-1980 studierte ich an der University of Melbourne, Australien. In fünf Jahren schloss ich Bachelor of Music (übliche Mindeststudienzeit: 4 Jahre) und Bachelor of Science (3 Jahre) ab. Anschließend wollte ich beim damals führenden australischen Vertreter des Fachs musikalische Akustik, Neville Fletcher, promovieren. Er meinte jedoch, ich müsse zuerst unter Beweis stellen, dass ich eigenständig empirisch arbeiten kann. Ich fand das zuerst unfair, weil ich schon zwei relevante Qualifikationen hinter mir hatte. Aber ich hatte keine Wahl und studierte noch ein Jahr an einer anderen Universität (New England, Armidale) um eine dritte Qualifikation, Bachelor of Science with Honours, zu erwerben. Während dieser Zeit habe ich nicht nur eine eigenständige empirische Studie unter der Betreuung von Neville Fletcher durchgeführt, sondern ich habe auch mehrere forschungsnahe Prüfungen im Fach Physik abgelegt. Erst als ich im Jahr 1982 mit der Dissertation begann, wurde mir klar, wie wichtig die kleine empirische Studie gewesen war. Ohne diese Erfahrung hätte ich bei der Planung und Durchführung von Experimenten Fehler gemacht, die mir viel Zeit und Mühe gekostet hätten. Später machte ich als Betreuer ähnliche Erfahrungen: DissertantInnen, die nicht vorher eigenständig geforscht haben, machen in der Regel methodische Fehler, die ihnen viel Zeit und Mühe kosten.
Es liegt also im Eigeninteresse der Studierenden im Fach Systematische Musikwissenschaft, auf Masterebene eine eigenständige datenorientierte empirische Arbeit durchzuführen. Darüber hinaus ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Masterarbeit im Bereich SMW international rezipiert wird, erheblich größer, wenn der Arbeit empirische Daten zugrunde liegen. Ein Abstract aus unserer Forschungsgruppe, das die wichtigsten Ergebnisse einer methodisch passenden Masterarbeit im Bereich der Musikpsychologie zusammenfasst und zu einem interessanten Ergebnis kommt, wird in der Regel als Poster oder sogar als Referat auf einer internationalen Tagung wie z.B. der ICMPC akzeptiert. Dagegen wird ein theoretisches Abstract von einer unbekannten Person kaum auf Interesse stoßen - egal wie gut die Theorie sein mag.
In der SMW - wie auch in den Naturwissenschaften im Allgemeinen - wird datenorientiertes empirisches Arbeiten als nötig betrachtet, obwohl sie relativ arbeitsintensiv und nicht immer erkenntnisbringend zu sein scheint:
Die theoretischen Aspekte einer Masterarbeit oder Dissertation sind keinesfalls weniger wichtig als die empirischen. Zu den theoretischen Aspekten gehören eine Einleitung mit einer originellen Interpretation des aktuellen Stands der relevanten Forschung und ein Schlussteil mit einer Interpretationen der eigenen Ergebnisse sowie einer Formulierung ihrer praktischen und gesellschaftlichen Implikationen. Im Rahmen des Bachelorstudiums "Musikologie" werden diese Aspekte in den Seminaren und in der Bachelorarbeit entwickelt und geübt.
Während alle Bereiche der SMW im FK berücksicht werden, werden die meisten betreuten Arbeiten dem Bereich der empirischen Musikpsychologie zugeschrieben. Es werden spezifische Aspekte des musikalischen Verhaltens und Erlebens (z.B. mus. Gedächtnis, Musikästhetik, mus. Analyse...) anhand von den Methoden und Inhalten spezifischer Bereiche der Psychologie (z.B. Kognition, Persönlichkeit, Neuropsychologie...) empirisch untersucht. Im Rahmen dieser LV wurden (seit 1999) folgende Themenbereiche behandelt:
Wie findet man ein Thema für eine Abschlussarbeit? Wichtig ist vor allem, dass Sie sich für das eigene Thema interessieren. Neue FK-TeilnehmerInnen schlagen in der Regel eine eigene Fragestellung vor, die noch nicht vollständig erforscht wurde. Im FK sprechen wir darüber, wie Ihre Frage empirisch untersucht werden könnte.
Mögliche Themen für SMW-Abschlussarbeiten sind zahlreich. Bei einem Treffen im Jahr 2007 der Music Cognition Group (MCG) der Society for Music Theory (SMT) haben die anwesenden Mitglieder angegeben, in folgenden Forschungsbereichen aktiv zu sein: absolute pitch acquisition, articulation and timbre, associativity, attention, auditory perception, auditory stream segregation and music analysis, beat and meter perception, Carter and polymeter, change deafness, cognition and pedagogy, complicated music, computer modeling and machine learning, development and culture, embodiment, emotion, form and hierarchy, learning non-tonal languages, learning writing skills, mathematical models, motor synchronization, music and emotion, music and gesture, musical forces, perception of musical distance, rhythm and meter, rhythmic issues in groove-based music of African diaspora, scale theory, tonal music, and tonal tension.
Wer noch auf der Suche nach einer guten Idee ist, hat u.a. folgende Möglichkeiten:
Das Projekt darf nicht zu groß werden. Nach§ 81 Abs 2 UG 2002 ist das Thema so zu wählen, dass den Studierenden die Bearbeitung innerhalb von sechs Monaten zumutbar und möglich ist.
In der modernen SMW wird weitgehend empirisch und naturwissenschaftlich geforscht. Die empirischen Methoden werden hauptsächlich aus den Mutterdisziplinen der Akustik, der Psychologie und der Soziologie übernommen. Abhängig von der spezifischen Fragestellung finden auch geistes- und kulturwissenschaftliche Methoden und Ansätze Anwendung.
Einen
Überblick über die wichtigsten Methoden der SMW
bietet
folgendes Buch:
Clarke, E., & Cook, N. (2004). Empirical
musicology: Aims,
methods, prospects. New York:
Oxford University Press.
In der Bibliothek des ZSMW: 26:E55 info
Einen
Überblick über die wichtigsten Methoden der Human-
und
Sozialwissenschaften bietet folgendes Buch:
Bortz, J.
& Döring,
N. (2006). Forschungsmethoden
und Evaluation für Human- und Sozialwissenschaftler (4.
Auflage). Berlin: Springer.
In unserer Bibliothek: 01:B739. info
Alle FK-Mitglieder sollen die wichtigsten Methoden, die in diesen zwei Büchern beschrieben werden, kennen und die genauen Methoden, die sie für die eigene Unterschung brauchen, in diesen Büchern nachschlagen.
Wer quantitativ im Bereich der SMW forschen will, soll die Programme Matlab, Excel und SPSS kennenlernen. Mit Matlab können Sie z.B. psychoakustische Untersuchungen durchführen, in denen Klänge oder Klangfolgen in zufälliger Reihenfolge vom Computer dargeboten und von einer Versuchsperson bewertet werden. Die Ergebnisse können Sie dann tabellarisch in Excel speichern und in SPSS auswerten.
Studierende können Matlab und SPSS (wie auch mehrere andere Programme) über den Uni-Server laufen lassen. Besuchen Sie den Terminalserver der Ausbildungszentren, wählen Sie das gewünschte Programm aus und geben Sie Ihren Usernamen und Ihr Passwort ein.
Sie können auch SPSS herunterladen und auf Ihrem Computer laufen lassen. Laden Sie zuerst einen ICA-Client herunter. Wählen Sie dann bei "Verfügbare Applikationen" die neueste Version von SPSS aus und installieren Sie sie. Ein SPSS-Skriptum ist kostengünstig über den ZID (Handbücherverkauf) erhältlich.
Wer qualitativ forschen will (z.B. mit Interviews oder anderen Texten) soll die gängigen Forschungsmethoden kennenlernen, diese richtig anwenden und die eigene Methode im Methodenteil der Arbeit genau beschreiben. In der Regel sind qualitative Methoden aufwändiger als quantitative Methoden. Sie sollen also bereit sein, viel Zeit der Transkription und vor allem der Analyse Ihrer Texte zu widmen.
Eine ppt-Einführung in qualitativ-psychologische Forschungsmethoden finden Sie hier.
Die ÖH verkauft das Skriptum (2004) der LV "319.107 VO Einführung in die Empirische Sozialforschung I" von Franz Höllinger für 6 Euro. Das Skriptum gibt es auch im Internet zum Ausdrucken (Fragen Sie mich nach dem Passwort). Der Besuch dieser LV ist für Studierende der Musikologie möglich und empfehlenswert (siehe empfohlene Freifächer).
Die besten aktuellen Bücher zum Thema qualitative Forschungsmethoden sind am Institut für Musikwissenschaft und an anderen Stellen in Graz verfügbar:
Unser ZID hat eine gute Software für qualitative Datenanalyse: MAXQDA 2007. Das Programm kann über den Terminalserver der Ausbildungszentren aufgerufen werden (wie auch SPSS). Wer eine Lizenz braucht, man eine Einzellizenz bekommen. Die Software ist für erfahrende ForscherInnen im Bereich der qualitativen Inhaltsanalyse intendiert.
Für die Verhaltensbeobachtungen gibt es ein Program namens INTERACT, das im Rahmen von sozialpsychologischen Forschungsprojekten am Institut für Psychologie verwendet wurde. Damit kann man direkt beim Betrachten der Videos das Verhalten kodieren.
Weitere Informationen zum Thema qualitative Methoden im Internet:
Wer mit Fragebögen arbeiten möchte, soll zuerst einen Überblick über bestehende Fragebögen im spezifischen Themenbereich gewinnen und dann einen solchen Fragebogen unverändert übernehmen oder adaptieren. Mehrere standardisierte, normierte psychologische Tests und Fragebögen sind in der Bibliothek des Instituts für Psychologie erhältlich.
Es ist oft sinnvoll, qualitative und quantitative Methoden zu vermischen (mixed methods), z.B.:
Warnung: Wenn Sie ohne theoretischen und praktischen Grundlagen beginnen, eine empirische Untersuchung durchzuführen, können Sie leicht Fehler machen, die dazu führen, dass die Ergebnisse wertlos sind. Sie können also viel Zeit verschwenden! Sollten Sie nicht im Vorfeld die relevanten methodischen Lehrveranstaltungen besucht haben, ist es wichtig, sich regelmäßig von einer qualifizierten Person beraten zu lassen.
Da moderne SMW-Forschung oft in Gruppen erfolgt, gehört Teamwork zu den Zielen dieses FKs. Wissenschaftliche Teamwork beinhaltet u.a. die gemeinsame Entwicklung wissenschaftlicher Ziele und die gemeinsame öffentliche Präsentation der Forschungsgruppe. Auf diese Weise unterstützen wir uns gegenseitig und leisten einen positiven Beitrag zur internationalen Präsentation unseres Instituts. Es gehört auch zu einer wissenschaftlichen Ausbildung dazu, dass man lernt, sich passend und effektiv als viel versprechende/n Studierende/n oder angehende/n Wissenschaftler/in darzustellen.
Um diese Ziele zu erreichen, werden alle TeilnehmerInnen um einen kurzen persönlichen Beitrag zur Selbstdarstellung des FKs (student profiles) gebeten:
Sie können Ihre Selbstdarstellung jederzeit ändern - schicken Sie mir einfach eine Mail. Zum Vergleich können Sie ähnliche Seiten anderer Forschungsgruppen lesen z.B. link link link link link link link
Darüber hinaus erhalte ich gern jederzeit Vorschläge zur Verbesserung der verschiedenen Texte auf dieser Seite, z.B.
Fällt Ihnen keine Vorschläge ein? Denken Sie an Folgendes: Lehre und Forschung werden sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten aufgrund der erhöhten Verfügbarkeit von Information im Internet stark ändern. Im Kronberg Declaration on the Future of Knowledge Acquisition and Sharing (UNESCO, Juni 2007) wurde für die nächsten 25 Jahre Folgendes prognostisiert:
Wie könnte das FK diesbezüglich verbessert werden?
Ablauf
der LV-Einheiten
Im FK diskutieren wir den aktuellen Stand der verschiedenen Projekte. Termine können jederzeit festgelegt
werden.
Bachelorarbeiten sind in der Regel theoretisch (d.h. nicht empirisch). Richtlinien zur Gliederung von Bachelorarbeiten finden Sie auf der Hauptseite des Forschungskolloquiums. DIe AutorInnen von Bachelorarbeiten halten im Laufe des Sommersemesters in der Regel zwei Referate à 10-20 Minuten ab:
Masterarbeiten sind in der Regel empirisch, d.h. die Ergebnisse einer originellen empirischen Studie werden präsentiert. Studierende im Masterstudium halten in der Regel ein Referat à 20-30 Minuten pro Semester ab, also insgesamt vier Referate in vier Semestern, etwa wie folgt:
After the final presentation, the ppt file will be revised and posted in the internet.
Protokoll: Für die/den ReferentIn ist es von Vorteil, wenn die Diskussion nach dem Referat von einem/r anderen FK-TeilnehmerIn protokolliert wird. So vergisst man die interessantesten Fragen und Tipps nicht.
Verspätungen und frühzeitiges Weggehen: Wer spät ankommt oder nicht bis zum Ende einer Einheit bleiben kann, wird gebeten, dies auf der Anwesenheitsliste zu notieren.
Das FK ist eine gewöhnliche LV: wer die Anwesenheitspflicht erfüllt und alle Aufgaben erledigt, erhält ein Zeugnis und eine Note. Die Note wird aus dem Mittelwert folgender Teilnoten gebildet:
Bei der Beurteilung und Benotung von Masterarbeiten gilt folgender Auszug aus einer Empfehlung des Fakultätskollegiums betreffend die Vorgangsweise bezüglich der Diplomarbeiten an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der KFUG aus dem Jahr 2002:
Zur Benotung von Abschlussarbeiten: siehe auch Tagungsauftritte
Vorschläge zur Gliederung der Bachelorarbeit finden Sie auf der Hauptseite des Forschungskolloquiums.
Im Curriculum für das Bakkalaureatsstudium Musikologie unter § 9 "Prüfungsordnung" heißt es:
Das Bakkalaureatsstudium wird ohne besondere mündliche Prüfung abgeschlossen. Das Thema kann gleich oder ähnlich sein wie das Thema einer vorigen SE-Arbeit. Die Prüfungsleistungen bestehen aus allen nach § 5 dieses Curriculums positiv beurteilten Lehrveranstaltungsprüfungen sowie einer positiv beurteilten Bakkalaureatsarbeit (11 ECTS-Anrechnungspunkte), die im fachlichen Zusammenhang mit einem SE der einzelnen Module steht und deren Thema mit Zustimmung des Betreuers / der Betreuerin der Bakkalaureatsarbeit zu wählen ist. Die Bakkalaureatsarbeit ist eine selbständige schriftliche Arbeit, in welcher der Verfasser bzw. die Verfasserin den kritischen Umgang mit publizierten Forschungsergebnissen sowie die entsprechenden sprachlichen Fähigkeiten nachzuweisen hat.
In §51/2 des UG02 heißt es: "Diplom- und Magisterarbeiten sind die wissenschaftlichen Arbeiten in den Diplom- und Magisterstudien, die dem Nachweis der Befähigung dienen, wissenschaftliche Themen selbstständig sowie inhaltlich und methodisch vertretbar zu bearbeiten." In einer Masterarbeit zeigen Sie,
Aufgrund der
Vielfalt des
musikwissenschaftlichen
Studienplans ist es uns leider nicht möglich, eine
gründliche
Ausbildung in den empirischen Methoden der SMW anzubieten. Stattdessen
wird im Rahmen der Masterarbeit ausführliche
Unterstützung
bei der Planung von Untersuchungen und der Auswertung von Daten von mir
und meinen StudienassistentInnen angeboten. Es liegt an Ihnen, dieses
Angebot in Anspruch zu nehmen!
Aus meiner Sicht soll eine SMW-Masterarbeit
Wie schreibt man eine Masterarbeit?
In einem ersten Schritt bitte ich alle Studierenden um einen Entwurf folgender zentraler Textteile:
Die Form einer SMW-Masterarbeit entspricht der Form eines typischen empirischen Artikels, kann aber inhaltsabhängig vom folgenden Muster abweichen. Die Gliederung ist nicht willkürlich, sondern sie hängt von Grundprinzipien ab, die man am besten im Voraus verstehen soll, um strukturelle Änderungen auf ein Minimum zu halten.
Möchten Sie ein Modell testen, indem Sie empirische Ergebnisse mit Vorsagen vergleichen? Gliedern Sie Ihre Arbeit in folgende sechs Teile: Einleitung, Methode, Ergebnisse, Beschreibung des Modells, Vergleich zwischen Ergebnissen und Vorhersagen des Modells, Schlussfolgerungen. Alle sechs Textteile müssen vollständig und abgeschlossen sein und in der gegebenen Reihenfolge präsentiert werden, wie z.B. in folgenden Artikeln:
Folgende Literatur zum Verfassen einer Diplom- oder Masterarbeit wurde von Aschemann-Pilshofer (2005) zitiert. Es empfiehlt sich, mindestens eine solche Quelle zu lesen sowie andere Diplom- und Masterarbeiten in der Zentrums- oder Institutsbibliothek anzuschauen:
Literaturliste: Im Word 2007 gibt es ein Programm (Endnote), das automatisch u.a. die Literaturliste erstellt. Für das Schreiben großer Arbeiten kann das hilfreich sein. Man kann leicht zwischen verschiedenen Formaten wechseln und man hat keine Typos in der Literaturliste. Am Anfang ist es etwas aufwendig, aber man spart sehr viel Zeit.
Abgabe: Die Masterarbeit darf nicht weniger als ein Monat nach Bewilligung des Themas durch den Studiendekan abgegeben werden. Die Prüfung darf frühestens vier Wochen nach Abgabe der Arbeit erfolgen. Weitere Informationen: link
Die vorigen Texte über Masterarbeiten gelten sinngemäß auch für das Doktoratsstudium. Der wichtigste Unterschied zwischen Masterarbeiten und Dissertationen ist wie folgt: Eine Masterarbeit zeigt, dass Sie die wichtigsten Inhalte und Methoden eines Fachs beherrschen. Mit einer Dissertation leisten Sie einen wesentlichen, international ersichtlichen Beitrag zur Wissenschaft in einem bestimmten Bereich (mehr).
Eine Dissertation ist in der Regel auch länger als eine Masterarbeit. Eine Masterarbeit kann z.B. 100 Seiten haben (beim Zeilenabstand 1,5), eine Dissertation 200 (plus Anhänge). Diese Werte sind aber sehr ungenau und nicht rechtlich festgelegt. Die Masterarbeiten der Gewi-Fakultät haben in der Regel 80-120 Seiten; die Masterarbeiten der Nawi-Fakultät können etwas kürzer sein.
Wie schreibt man eine Dissertation? Ein interessanter Leitfaden
Studienpläne: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Dissertationen an der Universität Graz im Bereich der SMW zu schreiben:
Aufgrund der UG-Novelle 2006 müssen zukünftig alle Doktoratsstudien auf eine dreijährige Studiendauer umgestellt werden. Dies entspricht auch der Dreigliederung des tertiären Bildungssektors in Anpassung an die Bologna-Regeln. mehr
Sprache: Die Beherrschung der deutschen Sprache muss nicht in der Regel nachgewiesen werden. In den vier oben genannten Studienplänen werden deutsche Sprachkenntnisse nur im letzten thematisiert, und zwar wie folgt:
2 (3) Bewerber/inne/n um Zulassung zum Doktoratsstudium, die die deutsche Sprache nicht nachweislich in einem Ausmaß nach Par. 28 Abs. 5 AHStG beherrschen, ist auf Antrag, nach Anhörung der/des Vorsitzenden dieser Studienkommission, die Nachsicht von der Kenntnis der deutschen Sprache zu erteilen, sofern diese Kenntnis im Hinblick auf die Gestaltung des angestrebten Doktoratsstudiums (Lehrveranstaltungen, Thema und Abfassung der Dissertation, Prüfungen) nicht erforderlich ist.
Abschlussarbeiten können in der Regel entweder auf Deutsch oder auf Englisch verfasst werden. Es ist üblich und selbstverständlich kein Problem, auf Deutsch zu schreiben. Englischsprachige Abschlussarbeiten haben folgende Vorteile:
Wollen Sie nach dem Studium außerhalb des deutschsprachigen Raums tätig sein - oder zumindest diese Möglichkeit haben? Wenn ja, empfiehlt sich die englische Sprache. Je früher man mit dem Englischen beginnt, desto einfacher wird es! weitere Informationen
Publikation
der Dissertation: Mehrere
Verlage bieten die Möglichkeit,
eine Dissertation zu veröffentlichen, darunter epOs-Music und Peter
Lang.
Weitere Informationen: Studienvertretung
Doktorat Geisteswissenschaften
Literaturquellen
Die Literatursuche erfolgt am effizientesten in den wissenschaftlichen
Datenbanken oder auf den verschiedenen Google-Seiten (siehe "for students").
Darüber hinaus
können folgende weitere Quellen nützlich sein:
Die UB bietet Masterstudierenden und DoktorandInnen Sonderkonditionen an, z.B. Entlehung für 60 statt 30 Tage (siehe Anmeldeformular).
Alle, die eine Abschlussarbeit schreiben, sollen sich in eigeinem Interesse über die automatische Plagiatsprüfung der Uni Graz informieren. Die Uni Graz verfügt über eine flächendeckende Plagiatsprüfung wissenschaftlicher Arbeiten. Die Computersoftware „docoloc“ findet oft Textstellen in Abschlussarbeiten, die offenbar aus dem Internet kopiert wurden. Der/die Betreuer/in der Arbeit hat dann zu entscheiden, ob es sich um Plagiat (Diebstahl geistigen Eigentums) handelt oder nicht. Wenn ja, darf die Arbeit abgelehnt oder mit "ungenügend" benotet werden (siehe Satzung der Uni Graz). In der Praxis hat der/die Studierende oft die Möglichkeit, die Arbeit noch einmal einzureichen.
Es liegt im Interesse der Studierenden, Stellen die als Plagiat aufgefasst werden können aus ihren Arbeiten zu entfernen. Alle Arbeiten stehen nach der Prüfung im Internet. Wenn Plagiatstellen von den betroffenen AutorInnen gefunden werden, können sie dann rechtlich dagegen vorgehen. Viele Leute leiden darunter, dass sie aus PlagiatorInnen identifiziert wurden. In der Dissertation des ehemaligen Bundesministers für Wissenschaft und Forschung Johannes Hahn wurden z.B. Plagiatstellen gefunden.
Es empfiehlt sich, vor dem Drucken die eigene Arbeit selbst nach Plagiat zu überprüfen; Sie finden kostenlosen Software hier.Entsprechend dem FWF-Konzept des Doktoratskollegs betreue ich gern interdisziplinäre Abschlussarbeiten in Zusammenarbeit mit KollegInnen in anderen Fächern. In den letzten Jahren habe Diplomarbeiten am Institut für Psychologie (Thomas Hutsteiner, Margit Painsi, Doris Grillitsch) und eine Dissertation am KUG (Sarah Kettner) informell mitbetreut. Wir haben gemeinsam diese Forschung auf Tagungen präsentiert und ich war auch Zweitprüfer bei kommissionellen Diplomprüfungen. Im Rahmen des "Dr.Art." an der KUG bin ich mittlerweile Mitglied mehrerer Doktoratskomitees.
Folgende Grazer KollegInnen unterstützen die informelle Mitbetreuung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten:
Federico
Celestini (Musikästhetik,
KUG)
Andreas
Dorschel (Musikästhetik,
KUG)
Gerhard
Eckel (Elektronische
Musik und Akustik, KUG)
Eugen
Gallasch (Physiologie, MUG)
Annette
Giesriegl (Jazz, KUG)
Robert
Höldrich (Elektronische
Musik und Akustik, KUG)
Gernot
Kubin (Nachrichtentechnik, TUG)
Leopold
Mathelitsch (Theoretische Physik, KFU)
Josef
Scheipl (Erziehungswissenschaft,
KFU)
Annemarie
Seither-Preisler (Psychologie,
KFU)
Günter
Schulter (Psychologie, KFU)
Hubert
Stigler (Zentrum
für Informationsmodellierung in den Geisteswissenschaften, KFU)
Diese vorläufige Liste soll Studierende motivieren, interdisziplinäre Projektideen zu entwickeln und mit VertreterInnen verschiedener relevanter Fächer darüber zu reden.
Stipendien und Förderungen sind nicht nur wegen des Geldes wichtig - sie sehen auch auf dem Lebenslauf gut aus! Folgende Liste ist nicht unbedingt aktuell; neue Informationen oben eingefügt.
Sie suchen eine wissenschaftliche Stelle?
Siehe auch:
Sommerschulen: Sehr empfehlenswert sind auch Sommerschulen im Bereich der SMW z.B.:
Vermutlich kann der Besuch einer solchen Schule auch angerechnet werden.
Am 10.-11.7.04 fand ein "Think-Tank" in der Hans-Wödl-Hütte statt. Teilgenommen haben CB, JL, KJ, MP und RP. Hauptthema war ein FWF-Projektantrag.
Am 12.6.05 wanderte MM, MP, PN und RP von der Weinebene zur Grillitschhütte.
Am 17.6.06 wanderte AT, PM und RP durch die Bärenschützklamm.
Im August 2006 besuchten mehrere Mitglieder des FKs die ICMPC in Bologna.
Am 2.6.07 wanderten AD, DP, MM und RP von Gösting über den Plabutsch zum Thalersee.
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Die
auf dieser Seite zum Ausdruck gebrachten Meinungen sind die
persönlichen Meinungen des Autors.
Anregungen zur Verbesserung und Ergänzung des Inhalts sind
willkommen.
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