Die geomorphologische Struktur der Insel:

Tenerife. Auf annähernd dreieckigem Grundriss erhebt sich Tenerife, mit 2057 km² Oberfläche die größte Insel der Kanaren, im Pico de Teide zu 3718 m und weist damit auch den höchsten Gipfel des Archipels auf. Der Inselkörper gliedert sich in einen großen zentralen Teil und zwei, diesem im E und NW angesetzten kleine "Halbinseln" (Anaga und Teno).
Die Hauptmasse nehmen mächtige, ineinandergeschachtelte Stratovulkane (Bergkegel mit konkaven Flanken) ein. Der äußere Kegelmantel bildet die S - Abdachung der Insel und steigt von der flachen Küste bis in Höhen von 2100 und 2300 m hinauf. Dann bildet er die sogenannten Cañadas, die gegen eine innere Caldera (kesselartige Vertiefung durch Einsturz oder Explosion entstanden) abbrechen (nach KLUG, 1968:3).
Die südlichen Abhänge werden von zahlreichen Barrancos zerschnitten, die unvermittelt die Kraterwand durchsetzen und keine Talanfänge mehr erkennen lassen. Doch ist die steilwandige Umrandung der Caldera, ein längliches Ringgebirge, nicht vollständig geschlossen. Wo sie im Norden aussetzt, wird die von steilen Kliffen gesäumte Flanke von den Lavamassen des nächstinneren Vulkankegels, jenes des Pico Teides selbst, gebildet, der sich aus dem gewaltigen Krater 1500 m hoch erhebt. Er überdeckt seinerseits wieder teilweise den älteren Kegel des Pico Viejo.