Flora und Vegetation von Tasmanien: Schlüssel für die Samenpflanzen-Gattungen Tasmaniens

Einleitung

Geographie

Menschliche Besiedelungsgeschichte  

Das Klima 

Biogeographie unter besonderer Berücksichtigung der Gattung Nothofagus   

Schlüssel für die Samenpflanzen-Familien Tasmaniens

Schlüssel für die Samenpflanzen- 
Gattungen Tasmaniens 

Schlüssel für die Farngattungen Tasmaniens

Die Vegetation 

kühltemperierte Regenwälder

Vegetation der alpinen Stufe

Die Flechtenflora 

Forstwirtschaft 

Vegetationsbilder

Literatur

Links 



Liste der Familien 

AIZOACEAE (FICOIDEAE) 
ALISMATACEAE 
AMARANTHACEAE 
APIACEAE (UMBELLIFERAE) 
APOCYNACEAE 
ASTERACEAE (COMPOSITAE) 
BORAGINACEAE 
BRASSICACEAE (CRUCIFERAE) 
BRUNONIACEAE 
CAMPANULACEAE (exkl. LOBELIACEAE) 
CAPRIFOLIACEAE 
CARYOPHYLLACEAE 
CENTROLEPIDACEAE 
CHENOPODIACEAE 
CONVOLVULACEAE 
CRASSULACEAE 
CUNONIACEAE 
CYPERACEAE 
ELAEOCARPACEAE 
EPACRIDACEAE 
ERICACEAE 
ESCALLONIACEAE 
EUPHORBIACEAE 
FABACEAE 
GENTIANACEAE (inkl. MENYANTHACEAE) 
GERANIACEAE 
GOODENIACEAE (inkl. BRUNONIACEAE) 
GUNNERACEAE 
HALORAGACEAE (inkl. GUNNERACEAE) 
HYDATELLACEAE 
HYDROCHARITACEAE 
IRIDACEAE 
JUNCACEAE 
LAMIACEAE (LABIATAE) 
LEMNACEAE 
LILIANAE (exkl. IRIDACEAE) 
LILIACEAE sensu latissimo 
LOBELIACEAE 
MALVACEAE 
MENYANTHACEAE 
MIMOSACEAE 
MONIMIACEAE 
MYRTACEAE 
OLEACEAE 
ONAGRACEAE 
ORCHIDACEAE 
PITTOSPORACEAE 
POACEAE (GRAMINEAE) 
POLYGALACEAE 
POLYGONACEAE 
PORTULACACEAE 
PRIMULACEAE 
PROTEACEAE 
RANUNCULACEAE 
RESTIONACEAE 
RHAMNACEAE 
ROSACEAE 
RUBIACEAE 
RUTACEAE 
SANTALACEAE 
SCROPHULARIACEAE 
SOLANACEAE 
STYLIDIACEAE 
THYMELAEACEAE 
URTICACEAE 
VIOLACEAE 
XANTHORRHOEACEAE 
ZOSTERACEAE 


or any comments or corrections please contact Christian Scheuer 
 
 



Adresse: 
Karl-Franzens 
Universität 

Institut für Botanik, Holteigasse 6 
8010 Graz 
AUSTRIA 
Fax: ++43-316-380-9883 

last updates: March 1999  



Bilder  (für größere Bilder kleines Bild anklicken


 
 

Schlüssel für die Samenpflanzen-Gattungen Tasmaniens.

Eine Übersetzung der Bestimmungsschlüssel in THE STUDENTíS FLORA OF TASMANIA. 
 

*von Christian Scheuer 

Die vorliegende Übersetzung verschiedener Bestimmungsschlüssel aus den Werken von Curtis (1963, 1967, 1979) sowie Curtis & Morris (1975, 1994) wurde mit freundlicher Genehmigung von Dr. Winifred M. Curtis bzw. des Verlages (St. Davidís Park Publishing, Hobart) hergestellt. Die Nomenklatur wurde in der Regel von Buchanan (1995) übernommen. 
Die Unterschiede zwischen der im englischen bzw. deutschen Sprachraum üblichen Terminologie der Morphologie der Samenpflanzen sind oft beträchtlich. Hier wurde im wesentlichen jener (z. T. ziemlich vereinfachten) Terminologie der Vorzug gegeben, welche auch in unserer Lehrveranstaltung "Morphologie und Bestimmen von Pflanzen" verwendet wird. 
Der Übersetzer kennt nur einen kleinen Teil der ausgeschlüsselten Taxa aus eigener Anschauung. Die mit zahlreichen Farbfotos illustrierte Arbeit von Cameron (1981) und andere populärwissenschaftliche Naturführer leisteten daher gute Dienste bei der Übersetzung. 
In Tasmanien ursprünglich heimische Gattungen und Arten sind durchwegs fett und kursiv gedruckt, in historischer Zeit eingeführte oder eingeschleppte Arten nur kursiv, nicht fett. Für die ersteren wurden in vielen Fällen aus Curtis (1963, 1967, 1979) bzw. Curtis & Morris (1975, 1994) die Wuchsformen und - soweit es in diesem Rahmen sinnvoll erschien - einige Angaben zu Verbreitung und Häufigkeit nachgetragen (diese stehen in der Regel in Klammern). 

Die Gattung sind innerhalb der Familien ausgeschlüsselt, die Familien sind alphabetisch angeordnet. Zum schnellen Auffinden der Familien ist in der linken Tabellenspalte eine Famlienliste mit links angebracht. 



AIZOACEAE (FICOIDEAE)  
1a Kronblätter zahlreich, lineal 2 

1b Kronblätter fehlend; Perianth daher nur aus dem Kelch bestehend, dieser jedoch oft kronartig 4 

2a Frucht eine fleischige Schließfrucht; Kelchblätter im Fruchtzustand ± aufrecht; sukkulente krautige Küstenpflanzen, v. a. auf Sand (nur C. rossii ist heimisch) Carpobrotus 

2b Frucht eine Kapsel, bei der Reife trocken (jedoch bei Disphyma vor der Reife mit roten, fleischigen Klappen) 3 

3a Stengel niederliegend; Blätter grün, ± drehrund oder dreieckig mit abgerundeten Kanten; sukkulente krautige Pflanze (an oder in Salzmarschen, lokal häufig) Disphyma australe 

3b Stengel aufrecht; Blätter stark blaugrün, dreieckig oder lateral abgeflacht mit scharfen Kanten (Heimat: S-Afrika) Lampranthus glaucus 

4a [1] Fruchtknoten unterständig oder halbunterständig; Blätter grün; Halbstrauch bzw. ausdauernde krautige Pflanze (T. implexicoma an den Küsten weit verbreitet und lokal häufig; T. tetragonioides = T. expansa lokal auf Küstenfelsen im N und NW) Tetragonia 

4b Fruchtknoten oberständig; Blätter grau behaart; Halbstrauch mit kriechenden bis aufsteigenden Zweigen (nur lokal auf Flinders Island; Heimat: S-Afrika) Galenia pubescens (G. secunda sensu W.M. Curtis) 

  

ALISMATACEAE 

1a Balgfrüchtchen 2-3 mm lang, mit abgerundeter Spitze; meist ca. 20 Fruchtblätter pro Blüte Alisma plantago-aquatica 

1b Balgfrüchtchen 4-6,5 mm lang, an der Spitze in einen dreieckigen Schnabel verlängert; meist 8 - 9 Frucht-blätter pro Blüte (Sümpfe und Gräben im Bereich der Ostküste, nicht häufig) Damasonium minus 

  

AMARANTHACEAE 

1a Blüten einzeln achselständig; Blätter fleischig, plano-konvex Hemichroa pentandra (Chenopodiaceae) 

1b Blüten in Knäueln, welche zu Ähren oder Rispen zusammengefaßt sind; Blätter nicht fleischig 2 

2a Blätter gegenständig; ausdauernde krautige Pflanze mit zahlreichen, ausgebreiteten bis aufsteigenden Stengeln (nur lokal an feuchten, geschützten Standorten in den Midlands und im N) Alternanthera denticulata 

2b Blätter wechselständig oder fast alle in einer grundständigen Rosette 3 

3a Perianthblätter lang behaart; ausdauernde krautige Pflanze mit dickem, holzigem Wurzelstock (nur stellenweise auftretend, an trockenen Standorten) Ptilotus spathulatus 

3b Perianthblätter nicht behaart; einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen (Heimat: Amerika) Amaranthus 

  

APIACEAE (UMBELLIFERAE) 

1a Hüllblätter und Laubblattabschnitte mit dornigen Spitzen (E. vesiculosum, eine Art mit niederliegenden Sprossen, ist weit verbreitet und an sandigen Standorten in Meeresnähe oft häufig; E. ovinum = E. rostratum mit aufrechten Sprossen ist nur von einer Stelle im S bekannt) Eryngium 

1b Hüll- und Laubblätter ohne dornige Spitzen 2 

2a Blätter linealisch, drehrund, hohl, mit Quersepten, in Büscheln zu 2 - 5; Blütenstand eine armblütige einfache Dolde; Pflanze klein, mit dünnem Rhizom (lokal häufig in Süß- und Brackwassermarschen und ähnlichen Standorten, von Meeresniveau bis zum Central Plateau; endemisch) Lilaeopsis polyantha (L. brownii) 

2b Blätter anders 3 

3a Frucht mit 2-6 cm langem, sterilem Schnabel Scandix pecten-veneris 

3b Frucht ohne oder mit kurzem Schnabel 4 

4a Fruchtknoten bzw. Frucht 1fächrig; Griffel 2; Blüten in einfachen Dolden oder Köpfchen; ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher (im W, SW und in den Gebirgen an nassen Standorten) Actinotus 

4b Fruchtknoten bzw. Frucht 2fächrig; Griffel 2 5 

5a Blüten ca. 1 cm lang gestielt, zu 1 - 3 an einem 6-12 cm langen Stengel; Früchte nicht borstig (stellenweise in nassen Heiden im W und SW; endemisch) Oschatzia saxifraga 

5b Blüten in Doppeldolden, Dolden oder Köpfen; wenn Blütenstände wie bei 5a, dann Früchte borstig 6 

6a Blätter mit kleinen, ± trockenhäutigen Nebenblättern; Blüten in Köpfchen oder einfachen Dolden Hydrocotyle 

6b Blätter ohne Nebenblätter, oft jedoch mit auffällig scheidiger Basis 7 

7a Blätter einfach 8 

7b Blätter zusammengesetzt 12 

8a Blätter ganzrandig, sinuat oder gekerbt, im Umriß rund oder nierenförmig, nicht oder kaum gelappt 9 

8b Blätter gezähnt bis gelappt 10 

9a Frucht lateral (zur Medianebene) abgeflacht; Scheidewand zwischen den Fruchtblättern daher schmal; Blüten in sitzenden bis kurz gestielten Köpfchen; ausdauernde krautige Pflanze (an sumpfigen Standorten weit verbreitet) Centella cordifolia 

9b Frucht dorsal (zur Transversalebene) abgeflacht; Scheidewand daher breit; Blüten in endständigen einfachen Dolden; (D. hydrocotyle an nassen Standorten der Gebirge, die endemische D. cordifolia auf torfigen Böden im W und SW) Diplaspis 

10a [8] Blätter fast sitzend oder sehr kurz gestielt, keilförmig, an der Spitze mit drei spitzen Lappen; kleine Sträucher, Halbsträucher oder krautige Pflanzen (in verschiedenen Heiden bzw. lichten Eucalyptus-Wäldern) Xanthosia 

10b Blätter mit deutlichem Stiel, dieser zumindest etwa so lang wie die Blattspreite 11 

11a Blätter und Blattstiele kahl oder mit zerstreuten, weichen Haaren; zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen (T. anisocarpa in nassen Heiden auf Sandböden, T. humilis in nassen montanen Grasländern) Trachymene 

11b Blätter und Blattstiele rauhhaarig, Haare lang und steif; Dolde unregelmäßig, 6- bis 12blütig (in den Gebirgen im W; endemisch) Dichosciadium ranunculaceum var. tasmanicum 

12a [7] Früchte borstig 13 

12b Früchte nicht borstig 14 

13a Früchte alle ± gleich, jede Teilfrucht mit 4 auffälligen Reihen von Borsten (D. glochidiatus, D. carota) Daucus 

13b Früchte nicht gleich gestaltet, im inneren Teil der Dolde warzig, im äußeren Teil ist jeweils eine Teilfrucht warzig, die andere borstig Torilis nodosa 

14a [12] Blütenstände blattachselständig an beblätterten Sprossen, bei Apium prostratum den Blättern am Sproß scheinbar gegenübersitzend 15 

14b Blütenstände endständig an beblätterten oder blattlosen Sprossen 16 

15a Doppeldolden aus nur 1- bis 3blütigen Döldchen zusammengesetzt; Hüllchenblätter der Blüten vorhanden; Kronblätter und deutliche Kelchblätter vorhanden; kleine Sträucher, Halbsträucher oder krautige Pflanzen (Heiden bzw. lichte Eucalyptus-Wälder) Xanthosia 

15b Doppeldolden aus vielblütigen Döldchen zusammengesetzt; Hüllchenblätter fehlend; Kronblätter vorhanden, Kelchblätter fehlend (A. prostratum an Küsten, im Landesinneren an brackigen Gewässern) Apium 

16a [14] Blätter alle in grundständiger Rosette (nur gelegentlich treten kurze beblätterte Seitensprosse auf), Blütenstände daher meist endständig an blattlosen Sprossen 17 

16b Blätter nicht alle in grundständiger Rosette, jedoch Stengelblätter oft verschieden von den Grundblättern; Blütenstände an beblätterten Sprossen 18 

17a Blüten meist in einfachen Dolden; Früchte lateral (zur Medianebene) etwas abgeflacht, schmal-eiförmig, meist zur Spitze hin verschmälert; Rippen abgerundet bis stumpfkantig; ausdauernde krautige Pflanzen (die meisten Arten im Gebirge, O. eriopoda auch in tieferen Lagen) Oreomyrrhis 

17b Blüten in Doppeldolden; Früchte dorsal (zur Transversalebene) etwas abgeflacht, eiförmig; Rippen scharfkantig, fast geflügelt (lokal auf Berggipfeln im W und SW; endemisch) Aciphylla procumbens 

18a [16] Stengel blaugrün mit purpurnen Flecken Conium maculatum 

18b Stengel ohne purpurne Flecken 19 

19a Blattabschnitte (Blättchen) sehr zahlreich, fädig Foeniculum vulgare 

19b Blattabschnitte (Blättchen) nicht fädig (ausgenommen gelegentlich an den obersten Blättern) 20 

20a Blätter handförmig zerteilt; zweijährige oder ausdauernde krautige Pflanzen; (T. anisocarpa in nassen Heiden auf Sandböden; T. humilis in nassen montanen Grasländern) Trachymene 

20b Blätter gefiedert 21 

21a Blätter einfach gefiedert, mit breiten Blättchen Pastinaca sativa 

21b Blätter doppelt gefiedert mit gestielten Blättchen, oder mit sitzenden, in schmale Abschnitte zerteilten Blättchen 22 

22a Grundblätter mit gestielten Blättchen; Abschnitte breit, gekraust Petroselinum crispum 

22b Grundblätter mit sitzenden Blättchen; Abschnitte schmal; ausdauernde krautige Pflanzen (die meisten Arten im Gebirge) Oreomyrrhis 

  

APOCYNACEAE 

1a Blüten 3,5-5 cm im Durchmesser; Krone meist bläulich-purpurn Vinca major 

1b Blüten weniger als 2 cm im Durchmesser; Krone weiß oder stumpf grünlichgelb 2 

2a Strauch an den Küsten; Frucht eine orangefarbene Steinfrucht; Samen nicht behaart; Krone mit weißen Zipfeln und im oberen Teil oranger Röhre (lokal im N und NW) Alyxia buxifolia 

2b Hohe, holzige Kletterpflanze; Frucht eine verlängerte, holzige, 2fächrige Kapsel, mit zahlreichen behaarten Samen; Krone stumpf grünlichgelb (weit verbreitet, besonders häufig in tiefen Gräben) Parsonsia brownii (P. straminea) 

  

ASTERACEAE (COMPOSITAE) 
In Tasmanien vorkommende Vertreter der Gattungen Gnaphalium, Helichrysum und Helipterum sensu Curtis (1963) wurden inzwischen auf andere Gattungen aufgeteilt (siehe unten). Auf einige weitere Neuerungen wird im Schlüssel verwiesen. 

Gnaphalium Þ Euchiton, Gnaphalium, Pseudognaphalium (P. luteo-album), Vellereophyton (V. dealbatum). 

Helichrysum Þ Argentipallium, Bracteantha, Chrysocephalum, Helichrysum, Ozothamnus (die letztere Gattung umfaßt v. a. strauchige Formen). 

Helipterum Þ Hyalosperma (H. demissum), Leucochrysum (L. albicans), Rhodanthe (R. anthemoides), Triptilodiscus (T. pygmaeus). 

1a Körbchen mit Zungen- und Röhrenblüten 2 

1b Körbchen entweder mit Zungen oder mit Röhrenblüten (bei einigen Gattungen, z.B. Helichrysum, sind die Hüllblätter des Körbchens auffällig und ± kronblattähnlich gestaltet und täuschen Zungenblüten vor); Röhrenblüten mit deutlichen Kronzipfeln oder ohne (Fadenblüten) 30 

2a Frucht eine Achäne, mit oder ohne Pappus 3 

2b Frucht eine Steinfrucht, eiförmig, ca. 8 mm lang, schwarz, glänzend (Heimat: S-Afrika) Chrysanthemoides monilifera 

3a Achänen dicht mit losen Wollhaaren oder langen, verfilzten Seidenhaaren besetzt 28 

3b Achänen anders 4 

4a Pappus fehlend, oder zu einem schmalen Saum umgestaltet, oder aus kurzen Borsten oder Schuppen bestehend, welche höchstens halb so lang wie die Achäne sind 5 

4b Pappus beim Großteil der Früchte wohlentwickelt, aus Haaren, Borsten oder Schuppen bestehend, welche mindestens so lang wie die Achäne sind 14 

5a Spreublätter (Tragblätter der Blüten) fehlend, Körbchenboden daher kahl (gelegentlich ist der Körbchenboden an den Ansatzstellen der Blüten etwas hochgezogen) 6 

5b Spreublätter vorhanden 12 

6a Achänen im Körbchen verschieden gestaltet, ± stark gebogen und rauh, oft auch geschnäbelt und steif geflügelt Calendula 

6b Achänen im Körbchen gleich gestaltet (nur der Pappus manchmal verschieden stark entwickelt), nicht gebogen 7 

7a Achänen an der Spitze in einen drüsigen Schnabel verlängert; sehr variable, ausdauernde krautige Pflanzen; weit verbreitet und häufig Lagenifera (Lagenophora) 

7b Achänen ohne Schnabel (bei Solenogyne wird durch die stark zusammengezogene Spitze der Achäne und die ± bleibende Krone gelegentlich ein Schnabel vorgetäuscht) 8 

8a Hüllblätter krautig, zur Fruchtreife jedoch mit trockenhäutigem Rand und meist hellbraun, gelegentlich purpurn 9 

8b Hüllblätter ganz krautig Bellis perennis 

9a Pflanzen beim Zerreiben mit stark aromatischen Geruch; Achänen eckig oder mit Längsrippen 10 

9b Pflanzen nicht aromatisch; Achänen nicht gerippt, manchmal abgeflacht oder schmal geflügelt, oder mit ± drüsigen Seitenflächen 11 

10a Zungen weiß, wohlentwickelt Leucanthemum vulgare (Chrysanthemum leucanthemum), Tanacetum parthenium (Ch. parthenium) 

10b Zungen gelb, sehr kurz Tanacetum vulgare 

11a [9] Achänen plötzlich in eine sehr kurze, knorpelige Spitze zusammengezogen; Zungen kurz und unauffällig (S. gunnii = S. bellioides var. gunnii in Grasland und offenen Wäldern; Blätter alle grundständig; Blühsprosse ± abgeflacht) Solenogyne 

11b Achänen mit stumpfer oder abgestutzter Spitze; Zungen wohlentwickelt; ausdauernde krautige Pflanzen Brachyscome (Brachycome) 

12a [5] Blätter alle in einer grundständigen Rosette, länger als die blattlosen Körbchenstiele (lokal häufig an trockenen, offenen Standorten) Cymbonotus preissianus (C. lawsonianus) 

12b Grundständige Blätter und Stengelblätter vorhanden; Körbchen an beblätterten Sprossen 13 

13a Körbchen zahlreich, in Schirmrispen Achillea 

13b Körbchen einzeln an beblätterten Sprossen Anthemis 

14a [4] Pappus aus einfachen oder ± barbellaten oder gefiederten Haaren oder Borsten bestehend 15 

14b Pappus aus Schuppen bestehend 27 

15a Alle Hüllblätter trockenhäutig und braun, die äußeren sitzend, die inneren mit steifem, klauenartigem, drüsigem Stiel (weit verbreitet und lokal häufig) Podolepis jaceoides 

15b Zumindest die äußeren Hüllblätter krautig, manchmal jedoch mit trockenhäutigem Rand 16 

16a Hüllblätter alle gleich gestaltet, einreihig, jedoch an der Basis manchmal mit einigen kleineren Hüllblättern 17 

16b Hüllblätter mehrreihig, überlappend 18 

17a Blattspreite fast kreisrund mit tief herzförmigem Grund, 10-20 cm im Durchmesser, lang gestielt, mit scheidiger Basis; Laubblätter in der Regel grundständig an einem meist unterirdischen Rhizom Petasites fragrans 

17b Blätter anders Senecio 

18a [16] Blühsprosse nur mit schuppenartigen Hochblättern; Laubblätter grundständig 19 

18b Blühsprosse mit Laubblättern 21 

19a Körbchen in lockeren Trauben oder Rispen Petasites fragrans 

19b Körbchen einzeln endständig 20 

20a Zungenblüten einreihig angeordnet; Achänen drehrund, gerippt; Blätter zumindest unterseits seidig behaart oder filzig (im Gebirge; C. asteliifolia = C. longifolia lokal reichlich in montanen Grasländern; die endemische C. saxifraga an Stellen mit langdauernder Schneebedeckung) Celmisia 

20b Zungenblüten zwei- oder mehrreihig; Achänen abgeflacht (heimische Arten montan bis subalpin) Erigeron 

21a [18] Baum oder Strauch; wenn nur ein kleiner Strauch, dann zumindest die verholzten Äste bleibend Olearia 

21b Krautige Pflanze oder Halbstrauch mit nicht überwinternden Seitensprossen 22 

22a Stengel und Blätter drüsig-flaumig und klebrig; Achänen an der Spitze in einen sehr kurzen Hals zusammengezogen Dittrichia graveolens (Inula g.) 

22b Pflanze anders 23 

23a Zungen sehr kurz, kaum so lang wie die Griffel mit den Narben (Heimat: Amerika) Conyza 

23b Zungen wohlentwickelt 24 

24a Zungenblüten einreihig 25 

24b Zungenblüten zwei- oder mehrreihig 26 

25a Krautige, ein- oder zweijährige Pflanze (auf Inseln der Bass Strait; Heimat: N-Amerika) Aster subulatus 

25b Halbstrauch Olearia 

26a [24] Zungenblüten weiß oder rosig, an der Spitze oft dunkler; Pappus weißlich (heimische Arten montan bis subalpin) Erigeron 

26b Zungenblüten malvenrosa bis purpurn; Pappus hell gelbbraun bis blaß rötlichbraun; Halbsträucher (an trockenen, steinigen Standorten) Vittadinia 

27a [14] Blätter grün; Zungenblüten ca. 5, weiß (Heimat: S-Amerika) Galinsoga parviflora 

27b Blätter weißwollig; Zungenblüten zahlreich, cremefarben (Heimat: S-Afrika) Arctotis stoechadifolia 

28a [3] Zungenblüten weiß (Heimat: S-Afrika) Lasiospermum bipinnatum 

28b Zungenblüten gelb 29 

29a Blätter fiederteilig mit schmal-linealen Abschnitten, beiderseits grün und kahl (Heimat: S-Afrika) Euryops abrotanifolius 

29b Blätter leierförmig gelappt; unterseits weißfilzig (Heimat: S-Afrika) Arctotheca 

30a [1] Nur Röhrenblüten vorhanden (diese innerhalb des Körbchens jedoch oft verschieden gestaltet) 31 

30b Nur Zungenblüten vorhanden 74 

31a Körbchen im Fruchtzustand eine Klette; Hüllblätter mit Häkchen 32 

31b Körbchen im Fruchtzustand nicht als Klette ausgebreitet 33 

32a Körbchen (Klette) im Fruchtzustand mit 2 Achänen, welche eingeschlossen bleiben; Körbchen eingeschlechtig Xanthium spinosum 

32b Körbchen im Fruchtzustand mit zahlreichen Achänen, welche schließlich aus dem oben offenen Körbchen entlassen werden Arctium minus 

33a [31] Blattränder nicht dornig 34 

33b Blattränder dornig und stechend ("Disteln") 70 

34a Blätter alle grundständig, grasartig, 1-5 cm lang; Körbchen sitzend, an den Blattbasen zusammengedrängt; selten Isoetopsis graminifolia 

34b Pflanze anders 35 

35a Körbchen dicht gedrängt, zusammengesetzte Köpfe bildend, welche manchmal wieder von einer Hochblatthülle umgeben sind 36 

35b Körbchen nicht kopfig zusammengedrängt, 1 bis viele, manchmal aber in dichten Schirmrispen 40 

36a Pappus fehlend (oder durch einen fein gezähnelten Ringsaum ersetzt); einzelne Körbchen stark abgeflacht und von farblosen Hüllblättern umgeben (sandige Standorte in Küstennähe im N bzw. im E, SE und NE) Angianthus preissianus 

36b Pappus wohlentwickelt; einzelne Körbchen nicht stark abgeflacht 37 

37a Körbchen homogam, ausschließlich zwittrige Röhrenblüten enthaltend; Pappushaare zumindest an der Spitze gefiedert 38 

37b Körbchen heterogam, entweder außen mit weiblichen Fadenblüten und innen mit zwittrigen Röhrenblüten, oder Körbchen funktionell eingeschlechtig; Pappushaare rauh bis ± barbellat, nicht gefiedert 39 

38a Zusammengesetzte Köpfe nur von einigen kurzen Hochblättern umgeben, ohne deutlich differenzierte Hüllblätter; kleine Sträucher mit gelben Köpfchen (L. brownii = C. brownii) oder ausdauernde krautige Pflanzen (C. citreus, C. lacteus) Calocephalus (inkl. Leucophyta) 

38b Zusammengesetzte Köpfe von deutlich differenzierten Hüllblättern umgeben; diese mit trockenhäutigem Rand Craspedia 

39a [37] Einjährige oder ausdauernde krautige Pflanze mit aufrechten, krautigen Sprossen Gnaphalium 

39b Ausdauernde Pflanze mit an der Basis verholzten, stark verzweigten, niederliegenden bis aufsteigenden Sprossen (subalpine Stufe; alle drei in Tasmanien vorkommenden Arten endemisch) Ewartia 

40a [35] Achänen abgeflacht, ihre Ränder an der Spitze zu zwei spreizenden, steifen, spitzen Stacheln verlängert (nur lokal an der Westküste und auf Inseln der Bass Strait; endemisch) Ammobium calyceroides (Nablonium c.) 

40b Achänen anders 41 

41a Hüllblätter mit dorniger Spitze Centaurea 

41b Hüllblätter nicht dornig 42 

42a Pappushaare 5, abgeflacht, gefiedert, ca. 3 cm lang; Achänen gestielt (lokal auf Inseln der Bass Strait) Podotheca angustifolia (Podosperma a.) 

42b Pappus und Achänen anders 43 

43a Blüten tief rötlich-purpurn, die äußeren in der Regel steril, mit großer, tief zerschlitzter Krone; Abbruchnarbe der Achäne schief Centaurea 

43b Blüten und Achänen anders 44 

44a Körbchenboden mit Spreublättern 45 

44b Körbchenboden ohne Spreublätter (bei Ewartia kommen gelegentlich hinfällige, winzige Spreublätter vor) 49 

45a Hüllblätter krautig; äußere Spreublätter bauchig, die Blüte bzw. Achäne einhüllend Logfia gallica (Filago g.) 

45b Hüllblätter mit trockenhäutigem Rand oder trockenhäutiger Spitze 46 

46a Pappus wohlentwickelt 47 

46b Pappus fehlend oder durch ein gestutztes, becherförmiges Gebilde ersetzt 48 

47a Spreublätter wenige, zwischen den sterilen Blüten im Zentrum des Körbchens Helichrysum 

47b Spreublätter der fertilen Blüten vorhanden (bei C. longifolia manchmal nur wenige); Sträucher oder kleine Bäume (die krautige C. spectabilis wird inzwischen als Apalochlamys s. in eine andere Gattung gestellt) Cassinia 

48a [46] Krautige Pflanze mit zähen, aufrechten, verzweigten Blühsprossen; Körbchen 15-25 mm im Durchmesser (Heimat: N.S.W., Queensland) Ammobium alatum 

48b Stark verzweigter, 1-3 m hoher Strauch; Körbchen 2-3 mm im Durchmesser, in halbkugeligen Rispen (die beiden tasmanischen Arten sind endemisch) Odixia (Ixodia) 

49a [44] Pappus fehlend oder durch einen verdickten Ringwulst oder einen kurzen, häutigen Becher ersetzt 50 

49b Pappus aus Haaren, Borsten oder Schuppen bestehend 57 

50a Körbchen sitzend oder fast sitzend, seitenständig an den Blühsprossen 51 

50b Körbchen gestielt, achsel- oder endständig, einzeln oder in Rispen 52 

51a Blätter einfach; Blattbasen nicht scheidig; Achänen vierkantig, (C. minima an gelegentlich überfluteten Stellen, auch an Schuttplätzen und in Kulturland) Centipeda 

51b Blätter tief zerteilt; Blattbasen scheidig; Achänen abgeflacht, mit hart werdendem, bleibendem Griffel (Heimat: Chile) Soliva sessilis 

52a [50] Körbchen homogam; alle Blüten sind gleich gestaltete, zwittrige Röhrenblüten Matricaria matricarioides 

52b Körbchen heterogam; einige äußere Blüten mit abweichender oder fehlender Krone 53 

53a Blätter mit durchscheinenden Punkten (Öldrüsen); Pflanze aromatisch 54 

53b Blätter nicht drüsig punktiert 55 

54a Körbchen sehr kurz gestielt, seitenständig an den Blühsprossen; Blätter einfach (C. minima an gelegentlich überfluteten Stellen, auch an Schuttplätzen und in Kulturland) Centipeda 

54b Körbchen zahlreich, in endständigen Schirmrispen; Blätter zusammengesetzt Tanacetum vulgare 

55a [53] Blüten weiß; Polsterpflanzen bzw. büschelig wachsende Pflanzen; auf Berggipfeln (beide Arten endemisch) Abrotanella 

55b Blüten gelb, blaß grünlichgelb oder stumpf karminrot 56 

56a Blätter alle in einer grundständigen Rosette; Körbchen einzeln endständig an blattlosen, kräftigen, ± abgeflachten Stielen (S. gunnii = S. bellioides var. gunnii in Grasland und offenen Wäldern) Solenogyne 

56b Blätter an deutlich oberirdischen Sprossen oder Blätter in Büscheln an einem unterirdischen Rhizom sitzend; kleine, ausdauernde oder einjährige, krautige Pflanzen Cotula (inkl. Leptinella) 

57a [49] Pappus aus Schuppen bestehend; zarte einjährige Pflanze (nur lokal auf Felsen im Mündungsbereich des River Tamar) Rutidosis multiflora 

57b Pappus aus Haaren oder Borsten bestehend 58 

58a Achänen an der Spitze in einen kurzen Hals oder Schnabel zusammengezogen 59 

58b Achänen nicht geschnäbelt 60 

59a Blüten gelb, die äußersten über die Hülle hinaushängend; Hüllblätter zahlreich, dachziegelig überlappend; ausdauernde krautige Pflanzen Leptorhynchos 

59b Blüten weiß oder cremefarben; Hüllblätter weniger zahlreich, in 1 oder 2 Reihen, gleich lang (M. tenuifolia ist eine zarte, einjährige Pflanze trockener Standorte) Millotia 

60a [58] Hüllblätter krautig, kahl oder behaart 61 

60b Hüllblätter trockenhäutig oder mit trockenhäutigen Spitzen 64 

61a Baum oder Strauch mit sternhaarigem Indument; Körbchen achselständig, einzeln oder in kurzen, traubigen Büscheln Bedfordia 

61b Pflanze kahl oder mit anderem Indument, ohne Sternhaare; Körbchen einzeln oder in Rispen, endständig an Haupt- oder Seitenachsen 62 

62a Blattspreite fast kreisrund mit tief herzförmigem Grund, 10-20 cm im Durchmesser, lang gestielt, mit scheidiger Basis; Laubblätter in der Regel grundständig an einem unterirdischen Rhizom Petasites fragrans 

62b Blätter anders 63 

63a Hüllblätter dachziegelig überlappend Conyza 

63b Hüllblätter in 1 Reihe, oft außen noch mit einigen kleineren ungleich langen Hüllblättern (der endemische S. centropappus, ein 2-4 m hoher Strauch oder Baum, wird inzwischen als Brachyglottis brunonis in eine eigene Gattung gestellt; Vorkommen: Mt. Wellington, Mt. Dromedary) Senecio 

64a [60] Äußere Blüten über die Hülle hinaushängend (lokal auf Inseln der Bass Strait) Ixiolaena supina 

64b Äußere Blüten nicht über die Hülle hinaushängend 65 

65a Körbchen homogam; alle Blüten sind gleich gestaltete, zwittrige Röhrenblüten, nur ein paar von den innersten gelegentlich steril 66 

65b Körbchen heterogam; einige der äußeren sind eingeschlechtige (weibliche) Fadenblüten 67 

66a Pappushaare in ihrer ganzen Länge gefiedert; einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen Helipterum 

66b Pappushaare glatt bis ± barbellat, oder nur am oberen Ende gefiedert Helichrysum 

67a [65] Pappusborsten 6 oder weniger, abgeflacht; Sprosse dicht gepackt, kurz, aufrecht, mit dicht überlappenden, graugrünen, behaarten Blättern; dichthorstige, ausdauernde krautige Hartpolsterpflanze (auf nassem Schutt und an Stellen mit langdauernder Schneebedeckung im Gebirge; endemisch) Pterygopappus lawrencii 

67b Pappus aus zahlreichen Haaren oder Borsten 68 

68a Fadenblüten wenige, keine geschlossene Reihe bildend; Körbchen zwittrig Helichrysum 

68b Fadenblüten 1 oder 2 geschlossene Reihen bildend oder Körbchen funktionell eingeschlechtig 69 

69a Körbchen nur selten funktionell eingeschlechtig, meist mehr weibliche Fadenblüten als zwittrige Röhrenblüten enthaltend Gnaphalium 

69b Körbchen manchmal funktionell eingeschlechtig, meist weniger weibliche Fadenblüten als zwittrige Röhrenblüten enthaltend; niedrige, ausdauernde krautige Pflanzen (alle drei Arten subalpin, endemisch) Ewartia 

70a [33] Blüten gelb; Pappus aus Schuppen bestehend Carthamus 

70b Blüten dunkel bis blaß purpurn (manchmal fast weiß); Pappus aus Haaren oder Borsten bestehend 71 

71a Blätter weißfilzig; Körbchenboden kahl, die Abbruchstellen der Achänen sind als deutliche Vertiefungen erkennbar Onopordum acanthium 

71b Blätter grün oder mit weißen Flecken; Körbchenboden mit zahlreichen Borsten zwischen den Blüten bzw. Achänen 72 

72a Pappushaare gefiedert (mit freiem Auge erkennbar) Cirsium 

72b Pappushaare glatt bis ± barbellat 73 

73a Blätter über den Nerven weiß panaschiert, mit stengelumfassendem Grund, nicht herablaufend Silybum marianum 

73b Blätter nicht panaschiert, herablaufend, Stengel daher dornig geflügelt Carduus 

74a [30] Blüten blau Cichorium intybus 

74b Blüten gelb oder bräunlichrot 75 

75a Alle Achänen ohne Pappus oder Ringsaum Lapsana communis 

75b Achänen mit Pappus aus Haaren, Borsten oder kurzen Schuppen 76 

76a Hüllblätter in 1 Reihe, ohne kleinere Hüllblätter an der Basis, etwa gleich lang 77 

76b Hüllblätter in mehr als 1 Reihe (die äußeren jedoch manchmal sehr klein) 79 

77a Hüllblätter zur Zeit der Fruchtreife hart, nach innen gebogen, mit eingerollten Rändern, jeweils eine Achäne einschließend Hedypnois rhagadioloides (H. cretica) 

77b Hüllblätter krautig, aufrecht bis ± ausgebreitet 78 

78a Pflanze kahl; alle Blätter einfach, unzerteilt, ganzrandig, ± aufrecht; parallelnervig; Achänen mit langem, schlankem Schnabel Tragopogon porrifolius 

78b Pflanze weichhaarig; Blätter ± tief gelappt, ausgebreitet; Schnabel der Achänen mit einer hohlen Anschwellung an der Basis Urospermum dalechampii 

79a [76] Körbchenboden mit langen, häutigen Spreublättern Hypochoeris 

79b Körbchenboden ohne Spreublätter (manchmal sind jedoch die Ränder der Abbruchstellen der Achänen bewimpert!) 80 

80a Alle Achänen ohne Pappus oder Ringsaum Lapsana communis 

80b Achänen mit Pappus aus Haaren, Borsten oder kurzen Schuppen 81 

81a Pflanze ohne beblätterte Blühsprosse 82 

81b Pflanze mit beblätterten, verzweigten oder unverzweigten Blühsprossen 85 

82a Körbchen in einer Schirmrispe; Pflanze mit Ausläufern Hieracium aurantiacum (H. brunneocroceum) 

82b Körbchen einzeln; Pflanze ohne Ausläufer 83 

83a Achänen dimorph, die äußeren mit schuppigem Pappus und von einem Hüllblatt umgeben, die inneren mit einem Pappus aus gefiederten Haaren Leontodon taraxacoides (L. leysseri) 

83b Achänen alle etwa gleich gestaltet 84 

84a Achänen ohne Schnabel; Pappushaare an der Basis verbreitert und häutig, im oberen Teil barbellat; ausdauernde krautige Pflanze mit zahlreichen, fleischigen Wurzeln Microseris lanceolata (M. scapigera) 

84b Achänen mit langem, schlankem Schnabel; Pappushaare in mehreren Reihen, einfach Taraxacum 

85a [81] Pappus entweder nur aus kurzen Schuppen bestehend, oder mit langen Schuppen, Haaren oder Borsten; Achänen ohne Schnabel 86 

85b Pappus aus Haaren oder Borsten bestehend; Achänen mit oder ohne Schnabel 87 

86a Hüllblätter in 2 Reihen, die äußeren länger als die inneren Tolpis barbata (T. umbellata) 

86b Hüllblätter in 1 Reihe, an der Basis mit wenigen, kurzen, schmalen, zusätzlichen Hüllblättern Hedypnois rhagadioloides (H. cretica) 

87a Pappushaare gefiedert (mit freiem Auge erkennbar) Picris angustifolia, Helminthotheca echioides (P. echioides) 

87b Pappushaare einfach oder barbellat 88 

88a Achänen ± zylindrisch, gerippt oder eckig 89 

88b Achänen abgeflacht 90 

89a Körbchen in unregelmäßigen Schirmrispen Crepis 

89b Körbchen einzeln achselständig, sitzend oder fast sitzend; Pflanze zur Blütezeit in der Regel ohne Laubblätter Chondrilla juncea 

90a [88] Achänen geschnäbelt Lactuca 

90b Achänen nicht geschnäbelt Sonchus, Actites megalocarpa (Sonchus m.) 

  

BORAGINACEAE 

1a Krone radiärsymmetrisch 2 

1b Krone schwach monosymmetrisch, trichterförmig mit ungleich großen Kronzipfeln, die beiden oberen größer als die anderen Echium 

2a Staubblätter aus der Krone herausragend; Filamente breit, abgeflacht; Staubbeutel zusammenneigend, einen Kegel oder Zylinder bildend; Schlundschuppen breit, weiß Borago officinalis 

2b Staubblätter nicht aus der Krone herausragend, wenn aus der Krone herausragend, dann mit schlanken Filamenten 3 

3a Krone ± zylindrisch, nur oberhalb der Ansatzstelle der Filamente und der Schlundschuppen etwas erweitert; Kronröhre mindestens 10x länger als die kurzen, breiten Kronzipfel Symphytum ´ uplandicum (S. peregrinum) 

3b Krone trichter- oder stieltellerförmig; Kronröhre höchstens 5x so lang wie die Kronzipfel, manchmal sehr kurz 4 

4a Mündung der Kronröhre mit 5 Schlundschuppen; diese manchmal dick und zusammenneigend 5 

4b Mündung der Kronröhre ohne Schlundschuppen, manchmal jedoch mit Längsrippen oder mit Vorwölbungen, welche Haare oder Papillen tragen 7 

5a Klausen von kurzen, hakenförmigen oder kurzbärtigen Borsten rauh; Kelchzipfel ausgebreitet, die Frucht nicht einhüllend Cynoglossum 

5b Klausen glatt oder runzelig, ohne Borsten; Kelch die Frucht ± einhüllend 6 

6a Obere Stengelblätter eiförmig; Blütenstände (Doppelwickel) blattachselständig, ihr Stiel länger als das Tragblatt; Tragblätter der Blüten vorhanden; Ansatzstelle der Klausen breit, konkav Pentaglottis sempervirens (Anchusa s.) 

6b Obere Stengelblätter lanzettlich oder schmal elliptisch; Blütenstände endständig und blattachselständig; sich nach der Blüte rasch verlängernd; Tragblätter der Blüten fehlend (nur bei den untersten gelegentlich vorhanden); Ansatzstelle der Klausen klein, flach Myosotis 

7a [4] Blüten orangegelb; Tragblätter der Blüten fehlend (Heimat: Chile) Amsinckia calycina (A. hispida) 

7b Blüten weiß, grünlichweiß oder blaß gelblich; Tragblätter der Blüten vorhanden, hochblatt- oder laubblattartig Lithospermum officinale, Buglossoides arvensis 

  

BRASSICACEAE (CRUCIFERAE) 

1a Frucht eine Öffnungsfrucht (Schote oder Schötchen) mit zwei abfallenden Klappen 2 

1b Frucht eine Schließfrucht (Gliederschote, Spaltfrucht oder Nuß) 25 

2a Frucht eine Schote (mindestens 3x so lang wie breit) 3 

2b Frucht ein Schötchen (höchstens ca. 3x so lang wie breit) 15 

3a Früchte an nach unten zurückgekrümmten Stielen, unter der Bodenoberfläche heranreifend; seltene, stengellose einjährige Pflanze; auf einigen Inseln in der Bass Strait Geococcus pusillus 

3b Früchte über der Bodenoberfläche heranreifend 4 

4a Frucht abgeflacht, Klappen ohne auffällige Nerven 5 

4b Frucht vierkantig oder drehrund, wenn etwas abgeflacht, dann Klappen zumindest in der unteren Hälfte mit einem deutlichen Nerv 6 

5a Frucht schmal eiförmig; Seitenachsen dick, niederliegend, mit endständiger Blattrosette (nur lokal zwischen Felsen auf den höheren Bergen; endemisch) Cheesemania radicata 

5b Frucht ± linealisch Cardamine 

6a [4] Blüten weiß 7 

6b Blüten gelb, cremefarben oder weiß mit auffälligen, purpurnen Nerven 9 

7a Frucht oblong oder ellipsoid, ca. 3 - 4x so lang wie breit; ausdauernde, in seichtem Wasser wachsende Pflanze mit kräftigen, niederliegenden Stengeln Nasturtium 

7b Frucht ± linealisch, mehr als 6x so lang wie breit 8 

8a Stengel und Blätter mit verzweigten und einfachen Haaren; Schote schlank, leicht gebogen, 1-1,2 cm lang Arabidopsis thaliana 

8b Stengel und Blätter kahl oder mit wenigen, einfachen Haaren; Schote gerade, 2,5-4(-6) cm lang Rorippa 

9a [6] Samen in jedem Fruchtfach in 2 Reihen angeordnet 10 

9b Samen in jedem Fruchtfach in 1 Reihe angeordnet 11 

10a Frucht linealisch Diplotaxis 

10b Frucht oblong oder ellipsoid Rorippa 

11a [9] Klappen der Frucht scheinbar 1nervig, d. h. Mittelnerv auffällig, seitliche Nerven unauffällig und netzig verbunden 12 

11b Klappen zumindest bei jungen Früchten auffallend 3- bis 7nervig 13 

12a Samen kugelig; Frucht drehrund, Klappen konvex Brassica 

12b Samen ellipsoid; Frucht vierkantig, Klappen gekielt Barbarea 

13a [11] Frucht nicht deutlich geschnäbelt; Keimblätter des Embryos im Samen zurückgebogen und daher neben der Radicula liegend Sisymbrium 

13b Frucht geschnäbelt; Keimblätter des Embryos im Samen nicht zurückgebogen 14 

14a Fruchtstiele abstehend; reife Früchte mit deutlichen Nerven; Samen kugelig Sinapis 

14b Fruchtstieleanliegend; reife Früchte mit undeutlichen Nerven; Samen eiförmig Hirschfeldia incana 

15a [2] Frucht angeschwollen, ca. 4-9 mm lang; Samen in jedem Fruchtfach in 2 Reihen angeordnet 16 

15b Frucht abgeflacht, wenn etwas angeschwollen, dann Fächer 1samig 18 

16a Kronblätter gelblich- oder grünlich-braun, linealisch, ungefähr doppelt so lang wie die Kelchblätter (lokal in Heiden auf Sandböden) Stenopetalum lineare 

16b Kronblätter gelb, deutlich in Platte und Nagel gegliedert oder breit oblong und nur in eine kurze, verschmälerte Basis zusammengezogen 17 

17a Untere Blätter gestielt, tief fiederförmig gelappt mit schmalen, gezähnten Abschnitten; Schötchen mit kurzer oder undeutlicher "Mittelrippe", d. h. Replum von außen nicht deutlich sichtbar (gelegentlich auftretende Pflanze nasser Standorte) Rorippa 

17b Alle Blätter sitzend, unzerteilt bis ± gelappt; Schötchen mit deutlicher "Mittelrippe", d. h. Replum von außen deutlich sichtbar (gelegentlich auftretendes Unkraut, ehemals oft in Flachsfeldern) Camelina 

18a [15] Frucht zur Medianebene abgeflacht, Replum daher die Kante der Schmalseite bildend 19 

18b Frucht zur Transversalebene abgeflacht 21 

19a Grundblattrosette fehlend; Blätter lineal-lanzettlich; Fruchtfächer 1samig Lobularia maritima 

19b Grundblattrosette vorhanden; Fruchtfächer zumindest 2samig 20 

20a Kronblätter unzerteilt oder ausgerandet Draba nemorosa (D. muralis) 

20b Kronblätter tief zweispaltig Erophila verna 

21a [18] Fruchtfächer 1samig Lepidium 

21b Fruchtfächer mehrsamig 22 

22a Kronblätter ungleich lang, die beiden unteren doppelt so lang wie die beiden oberen; Filamente der Staubblätter an der Basis mit einer ± aufgeblasenen Schuppe Teesdalia nudicaulis 

22b Kronblätter gleich lang; Filamente ohne eine solche basale Schuppe 23 

23a Frucht verkehrt-herzförmig (fast dreieckig) oder verkehrt-eiförmig; Klappen deutlich gekielt Hutchinsia tasmanica (Capsella t.), Capsella bursa-pastoris 

23b Frucht eiförmig 24 

24a Klappen der Frucht breit gerundet; Samen bei Feuchtigkeit schleimig (lokal auf trockenen Hügeln im N) Ballantinia antipoda (Cuphonotus a.) 

24b Klappen der Frucht dünn, gekielt oder schmal geflügelt; Samen bei Feuchtigkeit nicht schleimig (King Island und Furneaux-Inseln) Hymenolobus procumbens 

25a [1] Frucht mindestens so breit wie lang, Nuß oder Spaltfrucht 26 

25b Frucht länger als breit, aus 2 oder mehr hintereinanderliegenden Abschnitten 27 

26a Stengel niederliegend oder aufsteigend; Blätter gestielt, gefiedert; Blütenstände klein und unauffällig Coronopus 

26b Stengel aufrecht; Blätter sitzend, einfach, stengelumfassend; Blüten in auffälligen, endständigen Rispen Cardaria draba 

27a [25] Frucht verlängert, unterer Abschnitt stielartig, oberer Abschnitt zwischen den Samen eingeschnürt oder nicht Raphanus 

27b Frucht aus 2 sich nicht voneinander lösenden Abschnitten bestehend, der obere Abschnitt weniger als 3x so lang wie breit 28 

28a Oberer Abschnitt der Frucht kugelig, gerippt, mit konischem Schnabel Rapistrum rugosum 

28b Oberer Abschnitt der Frucht trocken vierkantig, mit breitem, abgeflachtem Schnabel Cakile 

  

CAMPANULACEAE (exkl. LOBELIACEAE) 

1a Blüten an langen, schlanken Stielen, einzeln oder in lockeren, durchblätterten Rispen; Kapsel öffnet sich mit apikalen Klappen Wahlenbergia 

1b Blüten an kurzen, zurückgebogenen Stielen in einer endständigen Traube, welche gelegentlich nochmals traubig verzweigt ist; Kapsel öffnet sich durch laterale Poren oder Klappen Campanula rapunculoides 

  

CAPRIFOLIACEAE 

1a Blätter zusammengesetzt, gefiedert (S. gaudichaudiana mit weißlichen oder rosigen Früchten ist heimisch und kommt lokal in Gräben und Flußniederungen im N vor; S. nigra wurde eingeführt) Sambucus 

1b Blätter einfach 2 

2a Blüten in endständigen Köpfen; Tragblätter kaum so lang wie die Fruchtknoten Lonicera periclymenum 

2b Blüten in überhängenden, endständigen Ähren; Tragblätter auffällig, purpurn, gleich lang oder länger als die Krone (Heimat: Asien) Leycesteria formosa 

  

CARYOPHYLLACEAE 

1a Fruchtknoten oberständig oder schwach mittelständig; Frucht eine Kapsel, die sich mit Zähnchen oder Klappen öffnet; Samen viele bis wenige 2 

1b Fruchtknoten deutlich mittelständig; Frucht eine Nuß; Kelchblätter länger als die Frucht, persistierend Scleranthus 

2a Blüten in Köpfen, zu mehreren in einer Hülle aus trockenhäutigen Hochblättern Petrorhagia 

2b Blüten nicht in Köpfen 3 

3a Kelchblätter verwachsen 4 

3b Kelchblätter frei 8 

4a Kelch mit 5 Rippen; Griffel 2 5 

4b Kelch mit 10 bis 20 Rippen; Griffel (2 -) 3 - 5 (bzw. bei männlichen Blüten fehlend) 7 

5a Kelch röhrig, mit feinen trockenhäutigen Streifen zwischen den Zähnen Gypsophila tubulosa (G. australis) 

5b Kelch aufgeblasen oder deutlich gerippt oder röhrig ohne trockenhäutige Streifen 6 

6a Kronblätter mit Nebenkrone; Kelch röhrig Saponaria officinalis 

6b Kronblätter ohne Nebenkrone; Kelch aufgeblasen Vaccaria hispanica (V. pyramidata) 

7a [4] Kelchzipfel schmal, die Kronblätter überragend; Kapsel öffnet sich mit 5 Zähnen Agrostemma githago 

7b Kelchblätter kürzer als die Kronblätter; Kapsel öffnet sich mit doppelt so vielen Zähnen wie Griffel vorhanden sind (einige Arten zweihäusig!) Silene 

8a [3] Nebenblätter fehlend 9 

8b Nebenblätter vorhanden 14 

9a Kapsel öffnet sich mit doppelt so viel Zähnen wie Griffel vorhanden sind 10 

9b Kapsel öffnet sich mit gleich viel Zähnen wie Griffel vorhanden sind 13 

10a Kronblätter fehlend oder tief zweispaltig 11 

10b Kronblätter vorhanden, höchstens an der Spitze etwas ausgerandet 12 

11a Kapsel zylindrisch, manchmal gebogen, mit kurzen Zähnen Cerastium 

11b Kapsel schmal bis breit eiförmig; Zähne lang, die Frucht öffnet sich daher bis etwa zur Mitte ihrer Länge Stellaria 

12a [10] Blätter lineal-lanzettlich; Griffel 4 - 5 Moenchia erecta 

12b Blätter eiförmig, zugespitzt; Griffel 3 Arenaria 

13a Pflanze dicht horstig, fast stengellos; Blüten einzeln an aufrechten Stielen; Staubblätter gleich viele wie Kelchblätter und mit diesen auf Lücke stehend Colobanthus 

13b Pflanze mit dünnen, verzweigten Stengeln; Staubblätter doppelt so viele oder gleich viele wie Kelchblätter, dann jedoch vor den Kelchblättern stehend Sagina 

14a [8] Blätter verkehrt-herzförmig bis spatelförmig; Griffel 1, Narben 3 Polycarpon tetraphyllum 

14b Blätter schmal linealisch; Griffel 3 oder 5, frei 15 

15a Nebenblätter abfallend; Griffel 5; Kapsel öffnet sich mit 5 Klappen Spergula arvensis 

15b Nebenblätter bleibend, auffällig; Griffel 3; Kapsel öffnet sich mit 3 Klappen Spergularia 

  

CENTROLEPIDACEAE 

1a Blüten in einer flachen Ähre mit 6 - 16 zweizeiligen, ± überlappenden Tragblättern; zarte einjährige Pflanzen an feuchten Standorten in den Midlands und im NE; lokal bzw. selten Aphelia 

1b Blüten gebüschelt oder einzeln in zwei fast gegenständigen oder 2 - 3 wechselständigen Hochblättern 2 

2a Hochblätter 2, fast gegenständig; Fruchtblätter 1 oder 2 frei und transversal oder 2 - 20 und übereinandergestapelt; niedere, horstig bis polsterförmig wachsende, einjährige oder ausdauernde Pflanzen Centrolepis 

2b Hochblätter 2 - 3, wechselständig; Fruchtblätter 2, transversal angeordnet, verwachsen; niedere, horstig oder polsterförmig wachsende, ausdauernde Pflanzen Gaimardia 

  

CHENOPODIACEAE 

(Die in Tasmanien heimischen Arten bevorzugen fast durchwegs Küstenstandorte, v. a. Salzmarschen.) 

1a Sprosse windend; Blüten mit stark süßlichem Duft, an langen, schlaffen, blattachselständigen Ähren, welche länger als die Blätter sind; Perianthblätter weiß (Heimat: S-Amerika) Anredera cordifolia (Basellaceae) 

1b Sprosse nicht windend; Blütenstände und Blüten anders 2 

2a Pflanze mit beblätterten, nicht gegliederten Sprossen 3 

2b Pflanze mit fleischigen, gegliederten, scheinbar blattlosen Sprossen (tatsächlich sind jedoch die kreuzgegenständigen Blätter mit ihren Rändern paarweise um die Sproßachse verwachsen und bilden die fleischigen "Stengelglieder") 9 

3a Blätter flach 4 

3b Blätter fleischig, drehrund oder plano-konvex 7 

4a Frucht fleischig, orange oder rot; Perianth kelch- oder kronartig, im Fruchtzustand nur wenig vergrößert, die Frucht nicht einschließend (E. nutans = R. nutans ist eine ausdauernde krautige Pflanze, R. candolleana = R. baccata ein meist kleiner Strauch) Rhagodia (inkl. Einadia) 

4b Frucht trocken, vom Perianth bzw. den Vorblättern ± eingeschlossen 5 

5a Blüten meist zwittrig; Perianth bzw. Vorblätter im Fruchtzustand wenig verändert 6 

5b Blüten meist eingeschlechtig; Frucht von den beiden vergrößerten Vorblättern eingeschlossen; kleine Sträucher oder (oft einjährige) krautige Pflanzen Atriplex 

6a Fruchtknoten oberständig; einjährige krautige Pflanzen Chenopodium 

6b Fruchtknoten halbunterständig; im Fruchtzustand sind Blütenboden und Perianthzipfel angeschwollen und mit dem Fruchtknoten verwachsen Beta vulgaris ssp. maritima 

7a [3] Blüten einzeln blattachselständig; Vorblätter entweder fehlend oder 2 auffällige Vorblätter vorhanden 8 

7b Blüten zumindest in den unteren Blattachseln gehäuft, nur im oberen Teil der Seitenäste manchmal einzeln; unter den Seitenblüten nur 3 winzige hyaline Hochblätter vorhanden Suaeda australis 

8a Perianthblätter frei; jede Blüte zwischen zwei steifen, trockenhäutigen Vorblättern; ausdauernde krautige Pflanze Hemichroa pentandra 

8b Perianthblätter an der Basis zu einer Röhre verwachsen (diese im Fruchtzustand hart und vergrößert), mit kurzen, aufrechten Perianthzipfeln; Vorblätter fehlend; Halbstrauch mit aufsteigenden oder niederliegenden Ästen Threlkeldia diffusa 

9a [2] Aufrechter, buschiger Strauch; Blüten zu (1 -) 3 auf jeder Seite eines Sproßgliedes Sclerostegia arbuscula (Arthrocnemum a.) 

9b Niedriger Strauch oder Halbstrauch mit niederliegenden, wurzelnden Sprossen und aufrechten oder aufsteigenden Blühsprossen; Blüten zu 3 - 9 auf jeder Seite eines Sproßgliedes Sarcocornia (Salicornia) 

  

CONVOLVULACEAE 

1a Grüne, beblätterte Pflanzen 2 

1b Rötliche oder gelbliche, windende Parasiten mit fadenförmigen Sproßachsen und winzigen schuppenförmigen Blättern (C. tasmanica auf Pflanzen an Salz- und Brackwassermarschen; C. epithymum wurde eingeführt) Cuscuta (Cuscutaceae) 

2a Kelchblätter frei oder nur an der Basis verwachsen, Kelchröhre daher sehr kurz 3 

2b Kelchblätter verwachsen, Kelch röhrig-glockig, Kelchröhre länger als die Kelchzipfel Wilsonia 

3a Krone trichterförmig, Kronröhre 6-60 mm lang 4 

3b Krone radförmig, Kronröhre ca. 1 mm lang; Blüten manchmal kleistogam Dichondra repens 

4a Vorblätter der Blüten schmal, vom Kelch deutlich entfernt Convolvulus 

4b Vorblätter der Blüten breit, den Kelch überlappend Calystegia 

  

CRASSULACEAE 

1a Blüten klein, 2-4 mm im Durchmesser; Kronblätter weiß oder rosig; Blätter gegenständig Crassula 

1b Blüten auffällig, 9-15 mm im Durchmesser; Kronblätter gelb; Blätter wechselständig Sedum 

  

CUNONIACEAE 

1a Schlanker Baum, dessen Stamm sich im typischen Fall umbiegt, eine horizontale Stellung einnimmt, darauf Äste senkrecht nach oben wachsen läßt, welche sich dann wieder umbiegen; Blätter gegenständig, einfach; Blüten unauffällig; Kronblätter kürzer als die Kelchblätter (in niederschlagsreichen Gebieten im S und W; endemisch) Anodopetalum biglandulosum ("Horizontal") 

1b Stark verzweigter Strauch mit drahtartigen Zweigen; Blätter gegenständig, aus 3 Blättchen zusammengesetzt und daher scheinbar 6er-Wirtel bildend; Blüten auffällig; Kronblätter länger als die Kelchblätter, weiß oder rosa (weit verbreitet) Bauera rubioides 

  

CYPERACEAE 

1a Nuß in einem Utriculus eingeschlossen; Blüten alle eingeschlechtig 2 

1b Nuß nicht in einem Utriculus eingeschlossen, aber bei der Ausbreitung manchmal von 1 oder mehr "Spelzen" (Hochblättern) eingehüllt bleibend; Blüten zwittrig oder eingeschlechtig 3 

2a Ährchenachse aus der Öffnung des Utriculus herausragend, an der Spitze mit einem Haken Uncinia 

2b Ährchenachse fehlend; wenn vorhanden, dann im Utriculus eingeschlossen, flach Carex 

3a [1] Pflanze aufrecht oder klimmend, bis 70 cm hoch, 1,2 mm dick; Blätter am Stengel und grundständig, zu purpurbraunen scheidigen Schuppen reduziert; an jedem Knoten 2 oder mehr im Querschnitt konkav-konvexe oder bikonvexe Seitenäste (Sandküsten im E und NE) Caustis pentandra 

3b Stengel und Blätter anders 4 

4a Blütenstand ein dichtes, ± kugeliges, endständiges Köpfchen, 8-20 mm im Durchmesser 5 

4b Blütenstand eine Ähre, Rispe oder Dolde; wenn ein Köpfchen, dann anders 7 

5a Blätter zahlreich, steif, mit linealen, plano-konvexen Spreiten; Hüllblätter des Köpfchens ± rund, ca. 5 mm lang; Pflanze große Horste bildend (in niederschlagsreichen Gebieten, bis ca. 900 m) Gymnoschoenus sphaerocephalus ("Button Grass") 

5b Blätter wenige, halmartig oder zu basalen Scheiden reduziert; Tragblatt des Köpfchens halmartig, das Köpfchen überragend 6 

6a Ährchen mit eingeschlechtigen Blüten; oberste Blüte weiblich, die unteren männlich (Ch. australis lokal in stehenden und langsam fließenden Gewässern, bis ca. 850 m) Chorizandra 

6b Ährchen mit 6 - 8 zwittrigen Blüten; kräftige, dichthorstige, ausdauernde Pflanze; Tragblatt des Köpfchens spitz, stechend (an Sandküsten, gelegentlich auch an Binnengewässern) Isolepis nodosa 

7a [4] Perianth aus 3 - 6 Schuppen 8 

7b Perianth aus 3 - 6 Borsten 10 

8a Blattspreiten wohlentwickelt; Nuß mit sehr kurzem, breitem Stiel oder fast sitzend 9 

8b Blattspreiten fehlend, Blätter auf die basalen Scheiden reduziert; Nuß verkehrt-eiförmig oder -birnförmig, in einen schmalen Stiel verschmälert; Pflanze mit kräftigem Rhizom (in feuchten Heiden über sandigen oder torfigen Böden) Schoenus lepidosperma ssp. lepidosperma (Schoenus tenuissimus) 

9a Perianthschuppen dünn, später steif werdend, auch nach dem Abfallen der Nuß an der Spitze des Blühsprosses stehenbleibend; Blätter in 3 etwa gleich lange Abschnitte gegliedert: Blattscheide, scheinbarer Blattstiel, Blattspreite (in den Gebirgen) Oreobolus 

9b Perianthschuppen zur Blütezeit farblos, zur Fruchtreife hin größer und schwammig werdend, bleibend, an der Basis der Nuß hängenbleibend und mit ihr abfallend; Blätter stengelähnlich oder flacher Lepidosperma 

10a [7] Perianth aus 6 behaarten Borsten bestehend, diese 2x bis 3x so lang wie die Nuß; horstige oder Flachpolster bildende, ausdauernde Pflanzen Carpha 

10b Perianth fehlend oder Borsten anders 11 

11a Nuß mit bleibender, schmal kegelförmiger, durch eine Einschnürung abgesetzter Griffelbasis, diese ungefähr so lang wie die Nuß; Pflanze sehr zart, mit zahlreichen, sterilen Sprossen (feuchte Standorte, bis ca. 850 m) Tetraria capillaris 

11b Nuß und Pflanze anders 12 

12a Zwittrige, fertile Blüten in fast jedem Tragblatt des Ährchens (ausgenommen in den 1 - 2 untersten) vorhanden 13 

12b Zwittrige, fertile Blüten nur in 1 - 2 (- 3) der mittleren oder oberen Tragblätter des Ährchen vorhanden 17 

13a Tragblätter im Ährchen zweizeilig angeordnet, überlappend; Ährchen ± abgeflacht, mit 4 bis vielen fertilen Blüten Cyperus 

13b Tragblätter im Ährchen schraubig angeordnet 14 

14a Blütenstand ohne differenzierte Hüllblätter; Ährchen einzeln endständig, ohne Hüllblätter, zylindrisch bis eiförmig, zugespitzt; Nuß mit bleibender, verbreiterter Griffelbasis Eleocharis 

14b Blütenstand mit differenzierten Hüllblättern; Nuß ohne verbreiterte Griffelbasis 15 

15a Kräftige, ausdauernde Pflanze mit Rhizomen; Halme unverzweigt, 30-90(-120) cm hoch; Gesamtblütenstand eine Rispe oder Dolde, manchmal auch zu einem einzigen, eiförmigen Köpfchen reduziert; Perianth aus 6 Borsten bestehend 16 

15b Zarte, einjährige oder ausdauernde Pflanze; Halme unverzweigt oder verzweigt und flutend; Blütenstand ein Köpfchen aus 1 bis vielen Ährchen; Perianth fehlend Isolepis 

16a Blätter am Stengel; Tragblätter der Teilblütenstände laubig, ausgebreitet, länger als der Blütenstand (B. caldwellii ist in seichten stehenden Gewässern weit verbreitet, auch in brackigem Wasser) Bolboschoenus 

16b Blätter grundständig; Tragblatt des Blütenstandes halmartig, den Halm scheinbar verlängernd, kürzer als der Blütenstand Schoenoplectus 

17a [12] Nuß flaumig behaart, braun, mit 3 hellen Längsrippen; Rhizome kurz, Pflanze daher horstig (seltene Art der Küsten im N und E) Tricostularia pauciflora 

17b Nuß kahl oder nur an der Spitze flaumig 18 

18a Ährchen im Fruchtzustand mit 1 - 4 Früchten; Tragblätter zweizeilig angeordnet, Ährchen ± abgeflacht; Ährchenachse geschlängelt; Internodien zwischen den fertilen Blüten (bzw. deren Tragblättern) länger als zwischen den sterilen Blüten; die "Blattspreite" entspricht hier dem "scheinbaren Blattstiel" bei Oreobolus Schoenus 

18b Ährchen im Fruchtzustand mit 1 - 2 Früchten; Ährchenachse anders 19 

19a Blätter mit Blatthäutchen, flach oder eingerollt, in eine lange, geschlängelte Spitze verschmälert; jedes Ährchen mit nur 1 fertilen zwittrigen Blüte; Griffel an der Basis nicht verbreitert (die Horste der häufigen G. grandis = G. psittacorum werden bis ca. 3 m hoch) Gahnia 

19b Blätter ohne Blatthäutchen; Ährchen mit 1 (- 2) fertilen, zwittrigen Blüten; Griffel an der Basis verbreitert 20 

20a Griffelbasis kegelförmig, flaumig, an der Nuß verbleibend; Perianth fehlend; ± kräftige, ausdauernde Pflanzen mit Rhizomen Baumea 

20b Griffelbasis verbreitert, vor allem im Fruchtzustand vom Fruchtknoten kaum abgesetzt; Perianth aus 3 - 6 bleibenden Schuppen; zarte bis kräftige, ausdauernde Pflanzen mit Rhizomen Lepidosperma 

  

ELAEOCARPACEAE 

1a Schwacher, spreizklimmender Strauch; Blüten meist einzeln achselständig, weiß; Frucht eine karminrote Beere (häufig an schattigen Standorten, besonders in den Gebirgen im S; endemisch) Aristotelia peduncularis 

1b Baum; Blüten in Trauben; Frucht eine blaue Steinfrucht (King Island, Flinders Island) Elaeocarpus reticulatus 

  

EPACRIDACEAE 

1a Blätter ganzrandig (manchmal ist der Rand auch rauh oder fein gesägt), parallelnervig oder mit kaum erkennbaren Nerven 2 

1b Blätter mit stumpf gezähntem, drüsigem Rand, netznervig; epiphytische Kletterpflanze; Krone ca. 2 cm lang (v. a. häufig in temperaten Regenwäldern im W und SW; endemisch) Prionotes cerinthoides 

2a Kronblätter zu einem Operculum verwachsen, das beim Aufblühen an der Basis abgetrennt und abgeworfen wird (die größeren Arten, v. a. die 2-12 m hohe R. pandanifolia, charakteristische "Schopfbäume" bildend) Richea 

2b Kronblätter nicht zu einem Operculum verwachsen, Kronzipfel sich normal öffnend 3 

3a Fruchtknoten 1- bis 10fächrig, in jedem Fach nur 1 Samenanlage; Griffel endständig, nicht in einer Vertiefung des Fruchtknotens ansitzend; Frucht ± fleischig 4 

3b Fruchtknoten 5fächrig, in jedem Fach zahlreiche Samenanlagen; Griffel in einer Vertiefung des Fruchtknotens ansitzend; Frucht eine Kapsel 13 

4a Krone, rot, grün oder gelb (selten cremefarben); Kronröhre 1 cm lang oder länger 5 

4b Krone weiß; wenn anders gefärbt, dann Kronröhre weniger als 1 cm lang 7 

5a Blätter wechselständig, zu Scheinquirlen zusammengedrängt; Cyathodes 

5b Blätter wechselständig, zusammengedrängt aber keine Scheinquirle bildend 6 

6a Filamente der Staubblätter schlank, aufrecht, aus der Kronröhre herausragend; kleiner Strauch mit niederliegenden oder aufsteigenden, flaumigen Zweigen (trockene Weideflächen und Heiden) Styphelia adscendens 

6b Filamente der Staubblätter kurz, so breit wie die Staubbeutel, von den Basen der Kronzipfel eingehüllt (kleine Sträucher in Heiden bzw. an trockenen Standorten) Astroloma 

7a [4] Blüten grün, zu ca. 6 in dichten ± kugeligen Köpfen, an Seitenästen, welche 2 oder mehr Jahre alt sind (A. serrulata weit verbreitet in Heiden auf Sandböden und trockenen Standorten) Acrotriche 

7b Blüten einzeln, oder Blütenstand anders 8 

8a Blütenstiel oder Blüte von 4 oder mehr bleibenden Hochblättern umgeben; diese oft klein 9 

8b Blüten an der Basis mit 1 Tragblatt und 2 Vorblättern; diese oft hinfällig 11 

9a Frucht eine Steinfrucht; Steinkern 3- bis 10fächrig Cyathodes 

9b Frucht eine Steinfrucht; Steinkern in die einzelnen Pyrene zerfallend 10 

10a Blüten einzeln achselständig, in Gruppen von 1 - 3 an den Enden der Seitenäste (kleine Sträucher oder Teppichsträucher; v. a. im Gebirge) Pentachondra 

10b Blüten in endständigen oder achselständigen Ähren Trochocarpa 

11a [8] Kronzipfel in der Knospenlage überlappend, kahl, aber mit zurückgebogenen Haaren an der Mündung der Kronröhre; kleine Sträucher (v. a. an den Küsten) Brachyloma 

11b Kronzipfel in der Knospenlage mit den Rändern klappenartig aneinanderstoßend, dicht behaart (nur bei L. montanus = Lissanthe m. kahl; diese Art nur auf Mt. Wellington und im Mt. Field NP) Leucopogon 

11c Kronzipfel in der Knospenlage mit den Rändern klappenartig aneinanderstoßend, kahl 12 

12a Fruchtknoten und Steinkern 5- bis 6fächrig; kleiner, stark verzweigter Strauch (trockene Standorte) Lissanthe strigosa 

12b Fruchtknoten und Steinkern 1fächrig Monotoca 

13a [3] Blätter kurz gestielt oder mit verschmälerter Basis 14 

13b Blätter mit breit angehefteter, scheidiger Basis 15 

14a Hochblätter kelchblattähnlich, die Kelchblätter eng einhüllend Epacris 

14b Hochblätter nicht kelchblattähnlich, die Kelchblätter nicht erreichend; stark verzweigte Sträucher (in temperaten Regenwäldern im W und SW bzw. in den Bergen im W und auf dem Central Plateau) Archeria 

15a Blattnarben nach dem Abfallen nicht erkennbar, Zweige daher glatt; Kronröhre sehr kurz, Kronzipfel schmal, ausgebreitet (D. incarnata meist 15-100 cm hoch, die endemische S. distichophylla 2-5 cm hoch) Sprengelia 

15b Blattnarben deutlich erkennbar, rauhe "Jahresringe" hinterlassend; Kronröhre deutlich ausgebildet (D. milliganii mit endständigen, schopfartig angeordneten, 15-90 cm langen Blättern, bis ca. 1200 m; D. minimum polsterförmig, mit 3-4 mm langen Blattspreiten, über 1200 m an Stellen mit langdauernder Schneebedeckung) Dracophyllum 

  

ERICACEAE 

1a Blüten 5zählig; Blätter wechselständig, fast rund oder lanzettlich 2 

1b Blüten 4zählig; Blätter gegenständig oder zu 3 - 4 in Scheinquirlen, schuppenartig oder schmal linealisch 3 

2a Frucht eine Beere; Fruchtwand und Kelch fleischig; aufrechte bzw. kriechende, bis 30 cm hohe Sträucher (im Gebirge; G. lanceolata, G. tasmanica; beide endemisch) Gaultheria (Pernettya) 

2b Frucht eine Kapsel; Fruchtwand trocken (jedoch manchmal auffällig gefärbt); Kelch fleischig (die endemische G. hispida ist ein ca. 1(-2) m hoher Strauch der temperaten Regenwälder und feuchten Sklerophyllenwälder; die bis ca. 20 cm hohe G. depressa kommt gelegentlich auf den Bergplateaus vor) Gaultheria 

3a Kelch länger als die Krone; Blätter kreuzgegenständig, an den kürzeren Trieben dicht überlappend und 4 deutliche Längsreihen bildend Calluna vulgaris 

3b Kelch kürzer als die Krone; Blätter zu 2 - 4 in Scheinquirlen Erica 

  

ESCALLONIACEAE 

1a 2-4 m hoher Strauch (manchmal auch bis 10 m hoher Baum); Blätter 10-20 cm lang (in feuchten Sklerophyllenwäldern und temperaten Regenwäldern; endemisch) Anopterus glandulosus 

1b 30-100 cm hoher, stark verzweigter Halbstrauch; Blätter 1,5-2,5 cm lang (lokal häufig in der subalpinen Stufe; endemisch) Tetracarpaea tasmanica 

  

EUPHORBIACEAE 

1a Krautige Pflanzen mit Milchsaft; Scheinblüte (eigentlich ein körbchenartiges, stark gestauchtes Pleiochasium) mit einem auffällig gestielten, dreifächrigen Fruchtknoten (= weibliche Blüte), mehreren Staubblättern (jedes einer männlichen Blüte entsprechend, mit einem deutlich abgesetzten Stiel unter dem Filament), von einer kelchartigen Hülle aus miteinander verwachsenen Hochblättern umgeben; an ihren Verwachsungssnähten befinden sich oben am Rand der Hochblatthülle oft charakteristisch geformte Drüsen Euphorbia (inkl. Chamaesyce drummondii) 

1b Krautige Pflanzen oder Sträucher ohne Milchsaft; Blüten deutlich, jede mit Blütenhülle 2 

2a Sprosse zur Blütezeit blattlos oder fast blattlos, grün, eckig; Blüten klein, in dichten, fast sitzenden Büscheln an den Knoten; Halbstrauch (auf armen Böden und in Heiden auf Sandböden) Amperea xiphoclada 

2b Sprosse zur Blütezeit beblättert 3 

3a Einjährige krautige Pflanze; Blüten klein, in kopfartigen Zymen in den Achseln laubiger Tragblätter; diese Zymen sind in endständigen Schirmrispen angeordnet (an offenen Standorten) Poranthera microphylla 

3b Baum, Strauch oder Halbstrauch; Blütenstand anders 4 

4a Blätter in wechselständigen Dreiergruppen; stark verzweigter, 1-3 m hoher Strauch (lokal häufig an Flußufern und feuchten, schattigen Gräben im E und N, bis ca. 1100 m; eine endemische Art aus dieser Gattung ist M. serpentinum) Micrantheum hexandrum 

4b Blätter wechsel- oder gegenständig, nicht in Gruppen 5 

5a Blüten mit deutlichem Kelch und deutlicher Krone; Kronblätter der männlichen Blüten weiß, 10-12 mm lang; aufrechter, bis ca. 1 m hoher Strauch (in den Küstenheiden im N und E lokal häufig) Ricinocarpus pinifolius 

5b Blütenhüllblätter alle ähnlich; wenn Kelch und Krone vorhanden, dann kürzer als 6 mm 6 

6a Unterseite der Blätter dicht behaart, teilweise von den ± zurückgerollten Blatträndern verdeckt 7 

6b Unterseite der Blätter oft heller als die Oberseiten, aber nicht dicht behaart 8 

7a Pflanze zweihäusig; Staubblätter zahlreich; Filamente kurz, auf dem halbkugeligen Blütenboden zusammengedrängt; Fruchtknoten ± klebrig; 0,5-1,5 m hoher, klebriger Strauch (auf Inseln der Bass Strait) Beyeria lechenaultii var. latifolia 

7b Pflanze einhäusig; Filamente der Staubblätter zu einer zentralen Säule verwachsen; Fruchtknoten dicht zottig; 2-3 m hoher Strauch (lokal an Ufern von Fließgewässern im N und E) Bertya rosmarinifola 

8a [6] Blätter klebrig (sitzende Drüsen bei ca. 80facher Vergrößerung erkennbar), meist oblong-lanzettlich, 2,5-5 cm lang; aufrechter Strauch oder kleiner Baum, oft 3-5 m hoch (lokal häufig, v. a. an schattigen, felsigen Ufern) Beyeria viscosa 

8b Blätter nicht klebrig; Halbstrauch, niedriger, ausgebreiteter Strauch oder bis ca. 2 m hoher Strauch; Blätter zweizeilig, verkehrt eiförmig bis rund 9 

9a Blüten fast sitzend, in den Achseln der oberen Blätter; Blätter steif, mit dicken, etwas rauhen Rändern; niedriger, einhäusiger Strauch (Flinders Island) Pseudanthus ovalifolius 

9b Blüten gestielt, in Blattachseln entlang des gesamten Zweiges; Blätter kahl, nicht steif (P. australis ist ein niedriger, zweihäusiger Halbstrauch offener Standorte, P. gunnii ein in der Regel einhäusiger, 1-3 m hoher Strauch schattiger Standorte) Phyllanthus 

  

FABACEAE (PAPILIONATAE) 

1a Filamente der Staubblätter frei, keine Röhre oder Rinne um den Fruchtknoten bildend, aber manchmal mit den Basen der Kronblätter verwachsen 2 

1b Filamente zu einer Röhre oder Rinne um den Fruchtknoten verwachsen 12 

2a Sprosse blattlos, oder mit blattförmigen Blattstielen, welche nur 1 - 3 Blättchen tragen 3 

2b Blätter vorhanden, manchmal jedoch fadenförmig oder klein oder verdornt (dann Sproßachsen grün) 4 

3a Halbstrauch, 30 - 60 cm hoch; Kelchblätter verwachsen, die beiden oberen deutlich größer, Kelch daher zweilippig (feuchte Heiden und grasige Standorte) Sphaerolobium minus (S. vimineum) 

3b Höherer Strauch oder kleiner Baum (3-5 m hoch); Kelchblätter nur an der Basis verwachsen, mit ± gleich großen Zipfeln (nur lokal an der Ostküste) Viminaria juncea 

4a [2] Blätter dreizählig zusammengesetzt; kleiner Halbstrauch (G. huegelii, weit verbreitet in Heiden auf Sandböden) bzw. Strauch (G. ecostatum, Flinders Island) Gompholobium 

4b Blätter einfach 5 

5a Blätter gegenständig oder in Scheinquirlen 6 

5b Blätter wechselständig, manchmal zusammengedrängt 8 

6a Blätter gegenständig; kleiner, oft niederliegender Strauch mit dünnen, in Dornen endenden Ästen (lokal im NE und auf Flinders Island) Eutaxia microphylla 

6b Blätter in Scheinquirlen zusammengedrängt 7 

7a Blätter elliptisch bis oblong, flach oder an den Rändern kurz umgerollt, an der Oberseite netzig geadert; aufrechte Sträucher (O. arborescens 2-7 m hoch, weit verbreitet aber nur stellenweise im N und W; O. ellipticum 0,2-2,5 m hoch, besonders im S weit verbreitet und häufig) Oxylobium 

7b Blätter schmal lineal, an den Rändern stark umgerollt, oberseits nicht geadert; stark verzweigter, 60-130 cm hoher Strauch (weit verbreitet und häufig) Aotus ericoides 

8a [5] Blüten in achselständigen Trauben oder Büscheln; Hülse flach, dreieckig (D. ulicifolia mit verdornten Zweigenden, D. latifolia nicht dornig; beide im Tiefland weit verbreitet) Daviesia 

8b Blüten einzeln oder zu mehreren achselständig (dann aber nicht in Trauben oder Büscheln) oder in endständigen Büscheln oder Köpfen; Hülse bei der Reife meist angeschwollen, nicht dreieckig 9 

9a Vorblätter vorhanden, unmittelbar oder knapp unter dem Kelch 10 

9b Vorblätter fehlend oder hinfällig und deutlich unterhalb des Kelches; Blätter nach oben bzw. unten stark umgerollt und daher scheinbar nadelförmig 11 

10a Vorblätter braun, fest, kahl oder behaart; Samen mit Caruncula; Sträucher oder Halbsträucher Pultenaea (inkl. Almaleea subumbellata) 

10b Vorblätter grünlich, zart, kahl oder mit wenigen seidigen Haaren; Samen ohne Caruncula; niedriger Strauch mit aufsteigenden Zweigen (lokal in Heiden auf Sandböden im Bereich der Ostküste und im NW; endemisch) Phyllota diffusa 

11a Blattränder nach unten umgerollt; Samen ohne Caruncula; stark verzweigter, 60-130 cm hoher Strauch (weit verbreitet und häufig) Aotus ericoides 

11b Blattränder stark nach oben umgerollt und Blattquerschnitt ± drehrund, Blattoberseite daher mit einer deutlichen Längsrinne; Samen mit Caruncula; bis ca. 1 m hohe Sträucher (in Heiden bzw. an offenen Standorten) Dillwynia 

12a [1] Sproßachsen stark abgeflacht, grün; Blätter fehlend oder klein und einfach; Sträucher oder Halbsträucher Bossiaea 

12b Sproßachsen nicht auffällig abgeflacht; Blätter vorhanden (bei Sarothamnus scoparius sind die spärlichen Blätter an den Blühsprossen dreizählig zusammengesetzt) 13 

13a Blätter einfach 14 

13b Blätter zusammengesetzt 20 

14a Einjähriges Kraut; Blätter bis 15 cm lang, grasartig; Blüten rot Lathyrus nissolia 

14b Strauch oder Zwergstrauch; Blätter anders 15 

15a Blüten blau oder purpur 16 

15b Blüten blaßrosa, gelb oder gelb und rötlich 17 

16a Hülse meist 2samig, ± kugelig, zwischen den Samen nicht septiert; Blüten blau oder purpurn; Halbstrauch (H. heterophylla, weit verbreitet und häufig an trockenen und steinigen Standorten) oder Strauch (H. longifolia) Hovea 

16b Hülse ± flach, meist 6- bis 8samig, zwischen den Samen markig septiert; Blüten violett; Halbstrauch (nur von einer Stelle bei Penna bekannt) Hardenbergia violacea 

17a Zweige dornig; Blätter verdornt oder flach und drüsig-flaumig 18 

17b Zweige und Blätter nicht verdornt oder drüsig 19 

18a Blätter verdornt Ulex europaeus 

18b Blätter drüsig-flaumig Ononis spinosa 

19a [17] Hülse an der Bauchnaht geflügelt, sich nur an der Rückennaht öffnend Platylobium 

19b Hülse nicht geflügelt, sich an beiden Nähten öffnend; Sträucher oder Halbsträucher Bossiaea 

20a [13] Blättchen 3 21 

20b Blättchen mehr als 3 34 

21a Blüten achselständig, kurz gestielt, einzeln oder zu 2 - 3 22 

21b Blüten in gestielten Trauben, Köpfen, Dolden oder Rispen 24 

22a Pflanze drüsig-flaumig; Zweige oft verdornt; Blüten rosa Ononis spinosa 

22b Pflanze nicht drüsig oder dornig; Blüten gelb oder rot, manchmal weiß 23 

23a Aufrechter Strauch; Blüten gelb oder gelb-rot Sarothamnus scoparius 

23b Niederliegendes Kraut; Blüten rot, selten weiß Kennedia prostrata 

24a [21] Sträucher 25 

24b Kräuter oder Kletterpflanzen 27 

25a Filamente der Staubblätter eine oben offene Rinne bildend; stark verzweigter, 1-4 m hoher Strauch; weit verbreitet und lokal häufig Goodia lotifolia 

25b Filamente zu einer geschlossenen Röhre verwachsen 26 

26a Blüten weiß; Kelchsaum zweilippig, die Lippen etwa so lang wie die schmale Kelchröhre; Oberlippe kurz zweizähnig (Heimat: Kanarische Inseln) Cytisus palmensis (Chamaecytisus proliferus sensu Curtis & Morris 1974) 

26b Blüten gelb; Kelchsaum nur schwach zweilippig, Kelchröhre glockig, die zwei Kelchzipfel der Oberlippe dreieckig, fast so lang wie die drei der Unterlippe Genista 

27a [24] Hülse zu einer Schließfrucht oder Bruchfrucht (Gliederhülse) umgestaltet oder Hülse sich normal an Bauch- und Rückennaht öffnend aber vom Kelch eingeschlossen bleibend 28 

27b Hülse länger als der Kelch, sich normal öffnend 32 

28a Hülse schraubig aufgerollt oder sichelförmig Medicago 

28b Hülse ± gerade, manchmal ± kugelig 29 

29a Blüten in lockeren, achselständigen oder endständigen Trauben 30 

29b Blüten in kurzen, dichten Trauben oder Köpfen 31 

30a Blüten 2-4 mm lang, sehr zahlreich, in achselständigen Trauben; Hülsen kahl, oft netzig geadert Melilotus 

30b Blüten 8-10 mm lang, oft zu 2 in endständigen Trauben; Hülsen mit kurzen, hakenförmigen Haaren; ausdauernde krautige Pflanze (an der NW-Küste, selten) Desmodium gunnii (D. varians var. gunnii) 

31a [29] Nebenblätter mit dem Blattstiel verwachsen; Blättchen ohne punktförmigen Drüsen Trifolium 

31b Nebenblätter nicht mit dem Blattstiel verwachsen; Blättchen mit punktförmigen Drüsen; ausdauernde, krautige Pflanze mit klimmenden oder aufsteigenden Sprossen (lokal an der W- und NW-Küste) Psoralea adscendens 

32a [27] Blättchen fein gezähnelt Trifolium ornithopodioides (Trigonella o.) 

32b Blättchen ganzrandig 33 

33a Blüten gelb, grünlich oder rötlich (nur L. australis mit weißen bis rosa bis purpurroten Blüten ist in Tasmanien ursprünglich heimisch) Lotus 

33b Blüten blau oder purpur; ausdauernde krautige Pflanzen (die häufige G. clandestina deutlich windend) Glycine 

34a [20] Blätter handförmig zusammengesetzt, mit langem Blattstiel Lupinus 

34b Blätter mit 5 Blättchen, die oberen drei kleeblattartig, die unteren zwei wie laubige Nebenblätter an der Achse sitzend (nur L. australis mit weißen bis rosa bis purpurroten Blüten ist in Tasmanien ursprünglich heimisch) Lotus 

34c Blätter gefiedert, meist mit mehr als 5 Blättchen 35 

35a Hülse zu einer Schließfrucht umgewandelt, nicht gegliedert Onobrychis viciifolia 

35b Hülse zu einer Bruchfrucht (Gliederhülse) umgewandelt oder sich normal öffnend 36 

36a Hülse zu einer Bruchfrucht umgewandelt, in 1samige Teilfrüchte zerfallend 37 

36b Hülse sich normal an Bauch- und Rückennaht öffnend 38 

37a Hülse drehrund oder vierkantig, kahl Coronilla varia 

37b Hülse abgeflacht, zwischen den Samen tief eingeschnürt, warzig Hedysarum coronarium 

38a [36] Blätter ohne Endblättchen, oft in einer Ranke endend Vicia 

38b Blätter mit einem Endblättchen 39 

39a Blüten blau oder purpurn 40 

39b Blüten gelb, rötlich-gelb oder grünlich 41 

40a Strauch; Filamente der Staubblätter an der Spitze mit einer kleinen Drüse (weit verbreitet und lokal häufig) Indigofera australis 

40b Krautige Pflanze; Filamente ohne Drüse (nur lokal im NW und auf Inseln der Bass Strait) Swainsonia lessertifolia 

41a [39] Hülsen 1samig, netzig geadert, vom Kelch umschlossen bleibend Anthyllis vulneraria 

41b Hülsen vielsamig, glatt, länger als der Kelch Lotus 

  

GENTIANACEAE (inkl. MENYANTHACEAE) 

1a Blätter zusammengesetzt, einfach oder doppelt gefiedert Phacelia tanacetifolia (Hydrophyllaceae) 

1b Blätter einfach 2 

2a Blätter gegenständig (manchmal auch in einer grundständigen Rosette); Kronzipfel nicht geflügelt, in der Knospenlage schraubig gedreht oder anders überlappend 3 

2b Blätter wechselständig, manchmal an den Knoten gehäuft oder in einer grundständigen Rosette; Kronzipfel mit deutlich abgesetzten, oft flügelartigen Rändern, in der Knospenlage klappig aneinanderstoßend 6 

3a Krone trichterförmig, Kronröhre zylindrisch oder eiförmig 4 

3b Krone glockig oder radförmig, rein weiß oder bläulich bis rötlich gestreift; bis 30 cm hohe, einjährige oder manchmal ausdauernde, krautige Pflanze (weit verbreitet und häufig im Gebirge, aber auch auf Hügeln in Küstennähe) Gentianella diemensis 

4a Kronzipfel weniger als halb so lang wie die Kronröhre Cicendia filiformis 

4b Kronzipfel länger als die Kronröhre 5 

5a Krone weiß, cremefarben oder gelb; Fruchtknoten 2fächrig; einjährige krautige Pflanzen (Blüten bei S. ovata 5zählig und gelb, bei S. albidiflora 4zählig und ± weiß) Sebaea 

5b Krone rosa (sehr selten weiß); Fruchtknoten 1fächrig, die Plazenten jedoch weit in das Zentrum der Fruchtknotenhöhlung verlängert und fast aneinanderstoßend Centaurium 

6a [2] Blätter linealisch; Frucht eine fleischige Schließfrucht; Blüten weiß; kleine, ausdauernde krautige Pflanze mit reich verzweigten, oft untergetauchten Rhizomen (lokal häufig an Bergseen) Liparophyllum gunnii 

6b Blätter breit, eiförmig, verkehrt eiförmig, nierenförmig oder fast kreisrund 7 

7a Blüten in aufrechten Rispen; Kapsel öffnet sich mit 4 Klappen; Blüten gelb; ausdauernde krautige Pflanze (in Marschen und an ähnlichen Standorten; an ähnlichen Standorten wächst auch V. reniformis) Villarsia exaltata 

7b Blüten gestielt, einzeln oder an den Knoten gebüschelt; Frucht eine Schließfrucht oder eine Kapsel, welche sich unregelmäßig öffnet; Blüten blaßgelb (nur lokal in Salz- und Süßwassermarschen; endemisch) Nymphoides exigua 

  

GERANIACEAE 

1a Blüten radiärsymmetrisch oder schwach monosymmetrisch, ohne gespornte Kelchblätter 2 

1b Blüten dorsiventral; Kelchblätter mit kurzem, am Blütenstiel angewachsenem Sporn Pelargonium 

2a Blätter handförmig zusammengesetzt oder handförmig zerteilt; Kapsel in 5 "begrannte", 1samige Teilfrüchte zerfallend, welche ihren Samen ausschleudern; "Grannen" sich dabei nach oben einrollend Geranium 

2b Blätter fiederförmig zusammengesetzt oder fiederförmig zerteilt; Frucht in 5 "begrannte", 1samige Teilfrüchte zerfallend, welche sich nicht öffnen; "Grannen" sich dabei schraubig aufrollend Erodium 

  

GOODENIACEAE (inkl. BRUNONIACEAE) 

1a Blütenstand ein dichtes Köpfchen, endständig an einem blattlosen Stengel, der länger ist als die grundständigen Blätter; Fruchtknoten mittelständig, Rand des Blütenbodens perigyn; Kronzipfel oberseits himmelblau (lokal häufig auf sandigen Hügeln im N) Brunonia australis 

1b Blütenstand anders; Fruchtknoten unterständig, halbunterständig oder oberständig 2 

2a Fruchtknoten oberständig; ausdauernde krautige Pflanzen mit grundständigen Blättern; Blüten blaßgelb bzw. gelb bis rötlichgelb; Zymen ± dichasial (V. paradoxa mit blaßgelben Blüten, weit verbreitet und lokal häufig an trockenen Standorten; V. montana mit gelben bis rötlichgelben Blüten, an nassen Standorten auf dem Central Plateau) Velleia 

2b Fruchtknoten unterständig oder halbunterständig 3 

3a Kronblätter nicht geflügelt; Kronzipfel fächerförmig nach einer Seite ausgebreitet; Frucht eine Beere; Blätter spatelförmig; zarte, (gelegentlich unterirdisch) kriechende, ausdauernde krautige Pflanze (Salz- und Süßwassermarschen und andere zeitweise überflutete Standorte) Selliera radicans 

3b Kronblätter geflügelt; Frucht eine Steinfrucht, Nuß oder Kapsel 4 

4a Fruchtblätter zahlreich; Frucht eine Kapsel, welche sich mit 2 - 4 Klappen öffnet; Blüten meist zitronengelb; krautige Pflanzen, Halbsträucher oder Sträucher Goodenia 

4b Fruchtblätter 1 - 2; Frucht eine Steinfrucht oder Nuß; Kronen meist blau, weiß oder rötlich, außen oft bräunlich behaart 5 

5a Krone fächerförmig, mit nach einer Seite ausgebreiteten Zipfeln, weiß, blau, purpurn oder violett; Staubbeutel frei; ausdauernde krautige Pflanzen, selten Halbsträucher Scaevola 

5b Krone ± zweilippig, himmelblau; die beiden Kronzipfel der Oberlippe zusammenneigend, den Griffel einschließend; Staubbeutel um den Griffel miteinander verbunden; ausdauernde krautige Pflanze (lokal häufig auf Sandböden im Bereich der E- und NE-Küste) Dampiera stricta 

  

HALORAGACEAE (inkl. GUNNERACEAE) 

1a Frucht eine Steinfrucht oder ähnlich einer Nuß, nicht in 4 Teilfrüchte zerfallend; Land- oder manchmal Sumpfpflanzen 2 

1b Frucht in 4 Teilfrüchte zerfallend; Wasser- oder gelegentlich Sumpfpflanzen Myriophyllum 

2a Stengel beblättert; Blätter wechsel- oder gegenständig, ± sitzend; Frucht ähnlich einer Nuß; ausdauernde, krautige Pflanzen Haloragis (inkl. Gonocarpus) 

2b Stengel ohne Blätter; alle Blätter grundständig; Blattstiele ca. 2 cm lang, ungefähr so lang wie die Blattspreite; Frucht eine Steinfrucht; etwas fleischige, ausdauernde krautige Pflanze mit Ausläufern (in der subalpinen Stufe lokal häufig an Wasserläufen und in Sümpfen) Gunnera cordifolia 

  

HYDATELLACEAE 

1a Blütenstand zwittrig; Fruchtknoten dreieckig; Frucht öffnet sich mit 3 Klappen; Blätter 1-3(-6) cm lang, Blühsprosse nur im Fruchtzustand länger; einjährige Pflanze, ± submers (nur lokal reichlich in Marschen der Midlands und Central Highlands) Trithuria submersa 

1b Blütenstand oft eingeschlechtig; Fruchtknoten kugelig; Frucht eine Schließfrucht; einjährige bis ausdauernde, 1-2 cm hohe Pflanze, oft submers, oft mit Isoetes vergesellschaftet (lokal, nicht häufig: Mt. Field NP, Central Highlands, SW; endemisch) Hydatella filamentosa 

  

HYDROCHARITACEAE 

1a Süßwasserpflanze; Blätter sitzend oder in einem grundständigen Büschel, lineal oder lineal-lanzettlich 2 

1b Marine Pflanze; Blätter gestielt; Blattspreite oblong-elliptisch; Pflanze zweihäusig, ausdauernd, mit zarten, kriechenden Sprossen (im Bereich der Springtiden und darunter; nur lokal an der E- und NE-Küste) Halophila australis 

2a Stengel beblättert, Blätter gegenständig oder quirlig, 0,6-3 cm lang 3 

2b Blätter in einer grundständigen Rosette, "bandförmig", 15-60 cm lang oder länger; Pflanze ausdauernd, zweihäusig; weibliche Blüten einzeln an auffallend langen Stielen, männliche Blütenstände in einer Spatha, an kurzen, nur wenige cm langen Stielen (in den Midlands und im Bereich der Ostküste, in Flüssen in ca. 0,9-1,5 m Tiefe) Vallisneria gigantea 

3a Blätter zu 3 quirlig, gegenständig oder wechselständig 4 

3b Blätter zu 4 oder 5 quirlig, gelegentlich im unteren Teil des Sprosses gegenständig (Heimat: Argentinien) Egeria densa 

4a Blätter schlaff, 6-12 mm lang, quirlig (Heimat: temperates N-Amerika) Elodea canadensis 

4b Blätter steif (obwohl dünn), stark zurückgebogen, 16-25 mm lang, wechselständig, aber im oberen Teil der Sprosse zusammengedrängt und daher fast quirlig erscheinend (Heimat: S-Afrika) Lagarosiphon major 

  

IRIDACEAE 

1a Blüten einzeln endständig 2 

1b Blütenstand aus 2 bis vielen Blüten 4 

2a Fruchtknoten oberständig; Blüten radiärsymmetrisch, bis 8 cm im Durchmesser, mit dunkel purpurnen (selten gelben), radförmig ausgebreiteten Perianthzipfeln und kurzer Röhre; Blütenstiel zwischen zwei Hochblättern entspringend (offene Standorte vom Tiefland bis ca. 1300 m; endemisch) Isophysis tasmanica 

2b Fruchtknoten unterständig 3 

3a Blätter flach, reitend, fächerartig angeordnet; Blüten cremeweiß, Perianthzipfel ± gleich; immergrüne, ausdauernde Pflanzen (Lichtungen im temperaten Regenwald, Bach- und Flußufer sowie andere schattige, feuchte Standorte; var. pygmaea ist in allen Teilen viel kleiner und endemisch) Libertia pulchella 

3b Blätter fädlich, im Querschnitt zusammengedrückt-kreuzförmig; Blüten blaß bis hell rosa Romulea rosea var. australis (R. longifolia) 

4a [1] Blütenstand zymös, mit 2 oder mehr, sukzessiv erscheinenden, hinfälligen Blüten in einer Spatha 5 

4b Blütenstand ährig oder aus rispig angeordneten Ähren bestehend; 1 Blüte pro Spatha, nicht hinfällig 10 

5a Griffeläste kronblattartig, über die äußeren Perianthblätter gebogen, die Staubblätter helmartig überdachend; Narben querstehend Iris 

5b Griffeläste nicht kronblattartig; Staubblätter nicht verdeckt; Narben nicht querstehend 6 

6a Grundständiges Blatt 1, bifazial (Heimat: S-Afrika) Homeria flaccida 

6b Grundständige Blätter wenige bis viele, reitend 7 

7a Perianthblätter sehr ungleich, die inneren drei stark reduziert; Perianth daher scheinbar nur aus 3 Blättern bestehend, blau; Blätter sehr lang und schmal, bei P. fragilis bis 1,4 mm, bei P. occidentalis 2-4 mm breit (v. a. im Tiefland, am häufigsten in Heiden oder "Sedgelands" im Küstenbereich, bis ca. 250 m) Patersonia 

7b Perianthblätter gleich oder fast gleich; Blüten ± weiß 8 

8a Blüten monosymmetrisch; 2 Staubblätter fertil, 1 zu einem Staminodium reduziert; ausdauernde Pflanze mit linealen Blättern und kräftigen Horsten (D. moraea mit 2,5-9 mm breiten Blättern, weit verbreitet und häufig; D. latifolia mit 10-24 mm breiten Blättern, endemisch in den Central Highlands, im SW und an der W-Küste; beide bis ca. 300 m) Diplarrena 

8b Blüten radiärsymmetrisch; 3 Staubblätter fertil 9 

9a Stengel drehrund; Blüten cremeweiß; Filamente an ihren Basen etwas miteinander verwachsen; Perianthzipfel ± gleich; immergrüne, ausdauernde Pflanzen (Lichtungen im temperaten Regenwald, Bach- und Flußufer sowie andere schattige, feuchte Standorte; var. pygmaea ist in allen Teilen viel kleiner und endemisch) Libertia pulchella 

9b Stengel abgeflacht, ± geflügelt; Blüten weiß, im Schlund blau-purpurn mit purpurnen Nerven; Filamente über den Großteil ihrer Länge miteinander verwachsen (Heimat: Amerika) Sisyrinchium iridifolium 

10a Griffeläste zweispaltig, Narben 6 11 

10b Griffeläste einfach, Narben 3 12 

11a Pflanze kräftig, 0,5-2 m hoch; Stengel aufrecht; Blüten zahlreich (Heimat: S-Afrika) Watsonia 

11b Pflanze zart, Stengel bis 40 cm hoch, an der Ansatzstelle der untersten Blüte horizontal gekniet; Blüten 2 - 7 (Herkunft: S-Afrika) Freesia (Hybriden) 

12a [10] Blüten meist aufrecht, radiärsymmetrisch bis schwach monosymmetrisch; Perianthröhre ± gerade 13 

12b Blüten ± abstehend, monosymmetrisch; Perianthröhre gebogen 16 

13a Pflanze mit Rhizomen und Sproßknollen; Griffeläste ca. 2 cm lang (Heimat: S-Afrika) Schizostylis coccinea 

13b Pflanze ohne Rhizome; Griffeläste bis 1 cm lang 14 

14a Staubblätter gleichmäßig um den Griffel angeordnet; Perianthröhre lang zylindrisch, aus der Spatha herausragend (Heimat: S-Afrika) Ixia 

14b Staubblätter an einer Seite des Griffels zusammengerückt: Perianthröhre oben erweitert, nicht oder kaum aus der Spatha herausragend 15 

15a Brutknospen in den meisten Blattachseln vorhanden; Spathae braun gestreift, tief zerteilt; Perianth gelb oder gelb und purpurn (Heimat: S-Afrika) Sparaxis bulbifera 

15b Brutknospen fehlend; Spathae gestutzt, kurz gezähnt; Perianth gelblichbraun-cremefarben (Heimat: S-Afrika) Tritonia lineata 

16a Pflanze mit Rhizomen und Sproßknollen; Blütenstand zweizeilig aufgebaut, die Achse ± zickzack verlaufend; Blüten orange-rot (Herkunft: S-Afrika) Crocosmia ´ crocosmiiflora 

16b Pflanze ohne Rhizome; Blütenstand einseitswendig oder zweizeilig; Blüten weiß, cremefarben, gelblich oder purpurn 17 

17a Spathae 8-13 mm lang, trockenhäutig, dunkelbraun; Perianthzipfel fast gleich, cremefarben mit dunklen Nerven (Heimat: S-Afrika) Tritonia lineata 

17b Spathae 4-7 cm lang, grün, gekielt; Perianthzipfel fast gleich bis ungleich; wenn ungleich, dann Blüte zweilippig (Heimat: S-Afrika, Mittelmeergebiet) Gladiolus 

  

JUNCACEAE 

1a Blätter kahl; Kapseln vielsamig Juncus 

1b Blätter zumindest in der Jugend spärlich behaart; Kapseln 3samig Luzula 

  

LAMIACEAE (LABIATAE) 

1a Blätter gegenständig 2 

1b Blätter in Quirlen zu 3 oder 4 ; Blüten weiß bis blaß (rosa-)lila; Sträucher mit steifen Blättern (außer W. rigida sind alle Arten endemisch) Westringia 

2a Krone trichterförmig mit 4 Zipfeln; Zipfel fast gleich oder einer davon breiter und eingekerbt; ausdauernde, krautige Pflanzen 3 

2b Krone monosymmetrisch, ein- oder zweilippig 4 

3a Fertile Staubblätter 4; Blüten in der Regel lila, nur bei M. australis weiß; Blütenstände bei M. diemenica und M. australis lang, locker, laubig durchblättert, bei den eingeführten Arten kompakter, endständig; alle Arten stark aromatisch Mentha 

3b Fertile Staubblätter 2, mit 2 kleinen Staminodien; Blüten weiß (weit verbreitet aber nur gelegentlich auftretend an feuchten, schattigen Standorten) Lycopus australis 

4a [2] Blätter einfach, manchmal gelappt 5 

4b Blätter alle (oder zumindest die unteren) dreizählig zusammengesetzt (Heimat: Kanarische Inseln, Madeira) Cedronella canariensis 

5a Staubblätter 2 Salvia verbenaca (S. horminoides) 

5b Staubblätter 4 6 

6a Kelch zweilippig, die Ränder der Lippen ganzrandig oder fast ganzrandig 7 

6b Kelch nicht zweilippig, mit 5 (- 10) regelmäßigen Zähnen oder zweilippig mit spitzen Zähnen 8 

7a Ausdauernde krautige Pflanze, 5-30 cm hoch; Oberlippe des Kelches mit einer hohlen, schuppenförmigen Aussackung median oben; Krone blaß rosa oder purpurn (nur lokal an feuchten, schattigen Standorten, v. a. im N) Scutellaria humilis 

7b Strauch; Oberlippe des Kelches glatt; Krone weiß oder blaß lila (P. lasianthos weit verbreitet und häufig an Bachufern und an den Rändern von feuchten Sklerophyllenwäldern, bis ca. 900 m) Prostanthera 

8a [6] Kelch mit 10 kleinen, hakenförmigen Zähnen Marrubium vulgare 

8b Kelch 5zähnig; Zähne alle ± gleich gestaltet oder zwei Lippen bildend 9 

9a Krone deutlich zweilippig 10 

9b Krone einlippig; entweder alle 5 Kronzipfel nach vorne gerichtet oder die beiden oberen zu kurzen Spitzchen reduziert 14 

10a Kelch zweilippig 11 

10b Kelch 5zähnig; Zähne ± gleich gestaltet 12 

11a Scheinquirle von Blüten zusammengedrängt, nur an den Enden der Blühsprosse Prunella 

11b Scheinquirle von Blüten locker auf der ganzen Länge des Blühsprosses verteilt Melissa officinalis 

12a [10] Oberlippe der Krone aufrecht und konkav oder helmförmig, ganzrandig 13 

12b Oberlippe der Krone aufrecht und flach, kurz zweilappig Nepeta cataria 

13a Klausen bikonvex, oben abgerundet; Staubbeutel nicht behaart Stachys 

13b Klausen im Querschnitt dreieckig, oben gestutzt; Staubbeutel behaart Lamium 

14a [9] Blüten in lockeren, gestielten, blattachselständigen Zymen; Kronen weiß; Unterlippe 5zipfelig, Oberlippe fehlend; aufrechte, 60-100 cm hohe, ausdauernde krautige Pflanze (lokal an trockenen Standorten im N und E) Teucrium corymbosum 

14b Blüten fast sitzend, in den Blattachseln zusammengedrängt; Kronen blau, purpurn oder dunkel rosa, 10-15 mm lang; Unterlippe 3zipfelig (der mittlere Zipfel eingekerbt), Oberlippe fast fehlend (weit verbreitet, an sandigen oder schattig-feuchten, grasigen Standorten) Ajuga australis 

  

LEMNACEAE 

1a Jungpflanzen durch Knospung aus lateralen "Taschen" entstehend; dabei mehrere Generationen oft aneinander hängenbleibend; Wurzeln vorhanden oder fehlend (L. disperma, L. trisulca) Lemna 

1b Jungpflanzen durch Knospung an einer einzigen "Tasche" am basalen Ende der Elternpflanze entstehend, immer nur eine Jungpflanze an ihrer Elternpflanze hängend; Wurzel fehlend Wolffia australiana 

  

LILIANAE (exkl. IRIDACEAE) 

(LILIACEAE sensu latissimo) 

1a Fruchtknoten unter- oder halbunterständig 2 

1b Fruchtknoten oberständig 6 

2a Pflanze mit Zwiebel; Blätter grundständig; Blühsprosse ohne Laubblätter Narcissus pseudonarcissus 

2b Pflanze ohne Zwiebel; Blätter grundständig und am Blühsproß 3 

3a Griffel 3 4 

3b Griffel 1 5 

4a Fruchtknoten unterständig, 1fächrig; Perianthblätter frei, stumpf grünlichgelb oder bräunlich-purpurn, genagelt; 1 grundständiges Laubblatt und 2 - 4 Stengelblätter vorhanden; zarte ausdauernde Pflanze mit vertikalem Rhizom (NW, SW, W-Küste, Mt. Field, Central Highlands, bis ca. 1000 m; endemisch) Campynema lineare 

4b Fruchtknoten halbunterständig; Perianthblätter verwachsen, weiß oder cremefarben, manchmal rosa überlaufen; Pflanze mit Rhizomen; alle Arten außer M. johnstonii relativ kräftig und breitblättrig (alle 5 tasmanischen Arten sind endemisch) Milligania 

5a [3] Perianth gelb; Fruchtknoten unterständig; Frucht eine Deckelkapsel; Pflanzen mit Sproßknollen und schmalen, grasartigen Blättern Hypoxis 

5b Perianth weiß oder cremefarben, manchmal rosa überlaufen; Fruchtknoten halbunterständig; Kapsel lokulizid; Pflanze mit Rhizomen; alle Arten außer M. johnstonii relativ kräftig und breitblättrig (alle 5 tasmanischen Arten sind endemisch) Milligania 

6a [1] Staubblätter 3, Staminodien 3; Blüten in endständigen Büscheln, dunkel rosa; Blätter drehrund, ca. 1 mm im Durchmesser und bis 25 cm lang (auf sandigen und torfigen Böden im Bereich der Küsten im NE) Sowerbaea juncea 

6b Staubblätter 6 oder gelegentlich mehr 7 

7a Frucht eine Beere, türkis-blau oder blau 8 

7b Frucht eine Kapsel 11 

8a Blüten eingeschlechtig; Pflanze zweihäusig 9 

8b Blüten zwittrig 10 

9a Pflanze kahl; Blätter zu Schuppen reduziert; Kladodien vorhanden; Blüten einzeln Asparagus officinalis 

9b Junge Blätter und Blütenstände mit einem ± dichten Indument aus linealen, silbrigen Schuppenhaaren; Blüten in endständigen Rispen (in den Gebirgen bei 1000-1450 m, im SW ab 150 m, meist auf torfigem Substrat; endemisch) Astelia alpina var. alpina 

10a [8] Blätter hauptsächlich auf den oberen Teil des Stengels beschränkt; Blüten weiß, einzeln blattachselständig, hängend; Beeren türkis-blau (weit verbreitet aber zerstreut, v. a. in temperaten Regenwäldern und feuchten Sklerophyllenwäldern) Drymophila cyanocarpa 

10b Blätter hauptsächlich grundständig; Blüten blau, violett oder selten weiß, in reich verzweigten, zymösen Blütenständen; Beeren blau; kräftige horstige Pflanzen mit Rhizomen Dianella 

11a [7] Filamente der Staubblätter behaart oder 3 behaart und 3 kahl 12 

11b Filamente glatt, rauh oder papillös, nicht behaart 15 

12a Filamente in ihrer ganzen Länge kurz bärtig, nur an Basis und Spitze kahl; Blüten blau, cremefarben oder gelblich; Blütenstand ein endständiges Monochasium, Dichasium oder eine Schirmtraube; ausdauernde Pflanzen mit Rhizomen Thelionema 

12b Filamente in der oberen Hälfte lang bärtig; Blütenstand eine Traube oder Dolde 13 

13a Blüten blau, purpurn, oder weiß und purpurn überlaufen; Blätter grundständig, grasartig schmal; ausdauernde Pflanzen mit angeschwollenen Speicherwurzeln Arthropodium 

13b Blüten gelb 14 

14a Blüten in einer Traube auf fleischigem Schaft; Blätter fleischig, hohl; einjährige (B. semibarbata) oder ausdauernde Pflanzen mit angeschwollenen Speicherwurzeln, manchmal auch mit kurzen Rhizomen oder Sproßknollen Bulbine 

14b Blüten zu 2 - 7 in Dolden auf drahtartigen, unverzweigten Sprossen; Blätter flach, lineal, grasähnlich; Pflanze ausdauernd, mit kurzem, aufrechtem Rhizom; Wurzeln dick aber nicht fleischig (grasige Standorte unter 200 m) Tricoryne elatior 

15a [11] Perianthblätter nach der Blütezeit schraubig eingedreht 16 

15b Perianthblätter nach der Blütezeit nicht schraubig eingedreht 17 

16a Blütenstand eine 1- bis 6blütige Schirmrispe; Blüten blau; Fruchtknoten mit 4 - 18 Samenanlagen pro Fach; Speicherwurzeln 0,5-7 cm lang; Blätter 2 - 6, 5-13 cm lang, 1,5-5 mm breit, am Rand papillös-gewimpert (feuchte, eher offene Standorte mit sandigen oder torfigen Böden, bis ca. 200 m) Chamaescilla corymbosa var. corymbosa 

16b Blütenstand traubig oder rispig; Blüten gelblichgrün, grünlichweiß bis blau, oder blau bis purpurn; Fruchtknoten mit 2 Samenanlagen pro Fach; Pflanzen mit verschiedenen Formen von Speicherwurzeln; Blätter zahlreicher (Heiden und grasige Standorte) Caesia 

17a [15] Pflanze mit Zwiebel 18 

17b Pflanze ohne Zwiebel (Wurmbea und Blandfordia jedoch mit Sproßknollen) 20 

18a Blütenstand eine Traube oder Schirmtraube, nicht von einem scheidigen Hochblatt (Spatha) eingehüllt; Blüten blau-violett (Heimat: Mittelmeergebiet) Scilla peruviana 

18b Blütenstand eine Dolde, von einer Spatha eingehüllt; Blüten weiß, grünlich oder bräunlich 19 

19a Pflanze mit Lauchgeruch; Ansatzstelle des Griffels zwischen den Lappen des Fruchtknotens eingesenkt; Blüten weiß oder durch Bulbillen ersetzt Allium 

19b Pflanze ohne Lauchgeruch; Griffel endständig; Blüten grünlich oder bräunlich (Heimat: Amerika) Nothoscordum gracile 

20a [17] Blütenstand ein Köpfchen oder eine Dolde 21 

20b Blütenstand eine Ähre, Traube oder Rispe, oder Blüten einzeln 22 

21a Blütenstand kopfig, gestielt bis sitzend, von trockenhäutigen Hochblättern umgeben; Sprosse verzweigt, drahtartig, Blätter daran in Büscheln angeordnet, 5-40 mm lang; äußere Perianthblätter rotbraun bis rot, innere zur Blütezeit weiß; Pflanze aufrecht bzw. im Küstensand teppichbildend, mit Stelzwurzeln (auf sandigen oder torfigen Böden an offenen Standorten, bis ca. 200 m) Laxmannia orientalis 

21b Blütenstand eine endständige Dolde; Stengel ± fleischig, meist unverzweigt; Pflanze mit 1 - 2 bis 45 cm langen grundständigen Laubblättern und 1 - 2 Stengelblättern; Blüten weiß, Knospen rosa (Küstenheiden und sumpfige, eher offene Standorte; bis ca. 350 m) Burchardia umbellata 

22a [20] Blüten einzeln 23 

22b Blüten in einer Ähre, Traube oder Rispe 25 

23a Pflanze windend, bis 1 m lang; Perianthblätter gefranst, in der Mitte bräunlich-purpurn; Pflanze mit Speicherwurzeln, meist ohne oder nur mit 1 - 2 kleinen grundständigen Blättern (Heiden und andere offene Standorte, bis ca. 1000 m) Thysanotus patersonii 

23b Pflanze nicht windend; Perianthblätter nicht gefranst 24 

24a Pflanze mit drahtartigem Rhizom, niedrige, ausgedehnte Rasen bildend; Blüten zwittrig; Perianthblätter hellblau oder selten weiß, ohne Nektarien (offene, feuchte Standorte im Gebirge: Central Highlands, NE, Ben Lomond; 750-1250 m) Herpolirion novae-zelandiae 

24b Pflanze mit tunikaten Sproßknollen und 2 - 3 Laubblättern; Blüten eingeschlechtig oder zwittrig; Perianthblätter weiß oder cremefarben, entweder an den Rändern mit jeweils einem Nektarium oder mit einem Nektarium, welches ein purpurnes, hell violettes oder weißes Querband bildet Wurmbea 

25a [22] Blüten rot und gelb oder gelb oder purpurn 26 

25b Blüten weiß, blaßgrün oder rosa überlaufen 27 

26a Perianthblätter 6-14 mm lang, purpurn, frei, ausgebreitet; Staubbeutel mit basalen Anhängseln; Blüten nach Schokolade duftend; Blätter grundständig, grasartig, bis ca. 40 cm lang und 1-7 mm breit (trockene, offene Standorte bis 300 m) Dichopogon strictus 

26b Perianthblätter röhrig verwachsen, Perianth 35-45 mm lang, außen orangerot oder gelb, innen gelb; Staubbeutel ohne basale Anhängsel; Blätter grundständig, bis 1,5 m lang und 12 mm breit (offene Standorte bis ca. 1000 m; endemisch) Blandfordia punicea (B. marginata) 

27a [25] Blätter drehrund, hohl; Perianthblätter weiß oder blaßrosa, mit einem auffälligen bräunlichen Streifen Asphodelus fistulosus 

27b Blätter flach oder rinnig, nicht hohl; Perianthblätter weiß oder cremefarben oder weiß und grün oder rosa überlaufen 28 

28a Pflanze büschelig, mit Rhizom; junge Blätter und Blütenstände mit einem Indument aus einfachen, bäumchenartigen oder krausen Haaren; Perianthblätter ohne Nektarien; alle Arten außer M. johnstonii relativ kräftig und breitblättrig (alle 5 tasmanischen Arten sind endemisch) Milligania 

28b Pflanze mit tunikater Sproßknolle und 2 - 3 Laubblättern, kahl; Perianthblätter entweder an den Rändern mit jeweils einem Nektarium oder mit einem Nektarium, welches ein purpurnes, hell violettes oder weißes Querband bildet Wurmbea 

  

LOBELIACEAE 

1a Kronröhre median oben bis zur Basis aufgeschlitzt; Staubblätter an oder mit der Basis der Kronröhre verwachsen 2 

1b Kronröhre nicht oder nur kurz aufgeschlitzt; Staubblätter mit der unteren Hälfte der Kronröhre verwachsen; Krone blaßblau bis weiß; zarte, kriechende, ausdauernde krautige Pflanze (lokal an sumpfigen Stellen und in Flußniederungen in den Midlands und im N) Isotoma fluviatilis 

2a Frucht eine ± fleischige Schließfrucht; Krone blaßblau; zarte, kriechende, ausdauernde krautige Pflanzen (in Marschen und ähnlichen nassen Standorten) Pratia 

2b Frucht eine Kapsel, welche sich mit apikalen Klappen öffnet; Kronen tiefblau, bläulich-purpurn, blaßblau oder lila; einjährige Pflanzen verschiedenster Standorte oder ausdauernde krautige Pflanzen (in Brackwassermarschen und anderen nassen Standorten) Lobelia 

  

MALVACEAE 

1a Jede Blüte mit einem Außenkelch von 3 - 12 freien oder verwachsenen Hochblättern 2 

1b Blüten ohne Außenkelch 5 

2a Außenkelchblätter frei 3 

2b Außenkelchblätter an der Basis verwachsen (L. plebeja var. tomentosa auf Inseln der Bass Strait; alle anderen Arten wurden eingeführt) Lavatera 

3a Frucht in 1- oder 2samige Teilfrüchte zerfallend 4 

3b Frucht eine Kapsel Hibiscus trionum 

4a Stengel an den Knoten nicht wurzelnd; Teilfrüchte 1samig Malva 

4b Stengel an den Knoten wurzelnd; Teilfrüchte 2samig (Heimat: S-Amerika) Modiola caroliniana 

5a [1] Kräftige krautige Pflanze, aufrecht, ca. 1 m hoch, wenig verzweigt; Blätter dick, ± fleischig; Kronblätter grünlichgelb, kaum länger als die Kelchblätter (in Marschen an den Küsten häufig) Lawrencia spicata 

5b Kleiner Baum oder hoher Strauch; Blätter nicht fleischig, oberseits kahl, unterseits locker bis dicht mit Sternhaaren bedeckt; Pflanze in der Regel zweihäusig; Blüten weiß bis cremefarben 6 

6a Fruchtblätter 2 (- 3), meist entwickelt sich jedoch nur eines weiter; Frucht dann eine Schließfrucht; Blüten in kurzen Rispen (in feuchten Wäldern im S häufig; endemisch) Asterotrichion discolor 

6b Fruchtblätter 5; Frucht eine Spaltfrucht mit 5 Teilfrüchten; Blüten in Trauben (im N häufig) Gynatrix pulchella 

  

MIMOSACEAE (MIMOSOIDEAE) 

1a Filamente der Staubblätter frei Acacia 

1b Filamente der Staubblätter zu einer Röhre um den Fruchtknoten verwachsen (Heimat: W-Australien) Paraserianthes lophantha (Albizia l.) 

  

MONIMIACEAE 

1a Blätter nicht netzig geadert; Staubbeutel öffnen sich mit Klappen; Früchte trocken, lang behaart; 15-45 m hoher Baum; Perianth der männlichen Blüten weiß, ca. 2 cm im Durchmesser (häufig und dominant v. a. in Gesellschaft von Nothofagus cunninghamii in temperaten Regenwäldern und in tiefen Gräben mit Dicksonia und andern Farnen) Atherosperma moschatum ("Sassafras") 

1b Blätter netzig geadert; Staubbeutel öffnen sich mit Schlitzen; Früchte fleischig; auch männliche Blüten ohne auffälliges Perianth; bis ca. 6(-12) m hoher Strauch oder kleiner Baum (King Island) Hedycarya angustifolia 

  

MYRTACEAE 

1a Staubblätter 5 oder 10, d. h. gleich viele oder doppelt so viele wie Kronblätter; Blätter gegenständig 2 

1b Staubblätter mehr als 10, oft sehr zahlreich 3 

2a Fruchtknoten 1fächrig; Blüten fast sitzend, einzeln oder zu 2 - 3 in den Achseln von diesjährigen Blättern, in langen, durchblätterten Trauben; bis 1,2 m hoher Strauch (lokal häufig an der Ostküste, v. a. auf der Freycinet-Halbinsel) Thryptomene micrantha 

2b Fruchtknoten 2- bis 5fächrig; Blüten einzeln an kurzen oder langen Stielen, in den Achseln der oberen Blätter des Hauptsprosses und kurzer Seitenäste (Heiden, auch in der subalpinen Stufe) Baeckea 

3a [1b] Kelch- und Kronblätter zu einem mützenartigen Operculum verwachsen, das bei Beginn der Anthese abgeworfen wird; Schauapparat von den Filamenten gebildet ("Pinselblumen"); Jugendblätter meist gegenständig, eigentliche Laubblätter wechselständig Eucalyptus 

3b Kelch- und Kronblätter kein Operculum bildend 4 

4a Kelchblätter an der Spitze mit fädigen Grannen, welche länger als die Kelchblätter selbst sind; Fruchtknoten schmal, Blütenstiel-ähnlich; bis 1,2 m hoher Strauch (häufig in nassen Heiden auf Sandböden) Calytrix tetragona 

4b Kelchblätter und Fruchtknoten anders 5 

5a Staubblätter mit ihren Filamenten (zumindest an der Basis) zu 5 vor den Kronblättern stehenden Bündeln verwachsen; Kapseln holzig, wie bei Callistemon lange bleibend und dicht ährig gedrängt; 1-3(-6) m hohe Sträucher Melaleuca 

5b Staubblätter mit freien Filamenten 6 

6a Staubblätter länger als die Kronblätter; Blüten dicht gedrängt an den Enden kurzer Seitenäste oder in dichten Ähren; 1-4 m hohe Sträucher 7 

6b Staubblätter kürzer als die Kronblätter; Blüten einzeln achselständig oder an kurzen achselständigen Seitenästen, nicht dicht gedrängt; Sträucher oder kleine Bäume, ca. 1,5-4(-7) m hoch (nach Eucalyptus die wichtigste und häufigste Gattung der Familie in Tasmanien) Leptospermum 

7a Kronblätter cremeweiß, auffällig; Früchte ± saftig, nur über eine Vegetationsperiode persistierend (lokal häufig in Heiden auf Sandböden an der E-Küste und auf Inseln der Bass Strait) Kunzea ambigua 

7b Kron- und Kelchblätter gelblich oder grünlichgelb, weniger auffällig als die Staubblätter; Früchte holzig, mehrere Jahre überdauernd (C. pallidus ist an trockenen Hängen weit verbreitet und lokal häufig, der endemische C. viridiflorus speziell in der montanen Stufe) Callistemon 

  

OLEACEAE 

1a Kronblätter fast frei, nur über die Filamentbasen paarweise verwachsen; hoher, immergrüner Strauch oder kleiner, bis 10 m hoher Baum (weit verbreitet und häufig, v. a. an Flußufern) Notelaea ligustrina 

1b Kronblätter an der Basis zu einer deutlichen Röhre verwachsen; Laubblätter oft wintergrün Ligustrum vulgare 

  

ONAGRACEAE 

1a Einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen; Kelchblätter grün; Frucht eine Kapsel 2 

1b Strauch; Kelchblätter rot; Frucht eine Beere Fuchsia magellanica 

2a Samen mit Haarschopf; ausdauernde krautige Pflanzen; Blüten meist rosa Epilobium 

2b Samen ohne Haarschopf 3 

3a Stengel niederliegend; Blüten 1,2-1,5 cm im Durchmesser; Blüten gelb (Heimat: Amerika) Oenothera 

3b Stengel aufrecht; Blüten ca. 4 mm im Durchmesser, blaß purpurrosa Epilobium curtisiae (Boisduvalia tasmanica) 

  

ORCHIDACEAE 

1a Pflanzen am Boden, manchmal auch auf verrottenden Stämmen oder auf Stämmen von Baumfarnen; Stengel einjährig; Blütenstände endständig, aufrecht 2 

1b Pflanzen epiphytisch oder auf Felsen, mit weit kriechenden Wurzeln oder Rhizomen; Stengel ausdauernd; Blütenstände hängend oder bogig überhängend 23 

2a Perianthblätter fast gleich; Labellum nicht oder kaum verschieden von den anderen Thelymitra 

2b Perianth monosymmetrisch; Labellum deutlich differenziert 3 

3a Pflanze mit nur 1 Blatt, dieses mit langer, scheidiger Basis; Blattspreite drehrund, wenn flach, dann 1-3 cm lang und ± scheidig anliegend 4 

3b Pflanze mit 1 oder mehreren Blättern; Blätter flach, manchmal dick (aber rinnig); manchmal sind zur Blütezeit nur Schuppenblätter am Blühsproß vorhanden 5 

4a Labellum nach unten weisend, d. h. unter dem Gynostemium Microtis 

4b Labellum nach oben weisend, d. h. über dem Gynostemium Prasophyllum (inkl. Genoplesium) 

5a [3] Blüten zahlreich, klein, rosa und weiß, in einer schraubig verdrehten Ähre (nicht häufig, aber weit verbreitet an sumpfigen Standorten) Spiranthes australis 

5b Blütenstand anders 6 

6a Oberes Perianthblatt und die beiden Perianthblätter daneben zusammenneigend, einen auffälligen Helm bildend, grün oder grün mit weißen Streifen oder rötlichbraun; Labellum schmal, ganzrandig, mit einem kurzen, beweglichen Nagel ("claw") ansitzend, an der Basis mit einem Anhängsel Pterostylis 

6b Blüte anders 7 

7a Pflanze mit nur 1 Blüte, diese tief bräunlich-purpurn oder graugrün mit purpurnen Flecken; Pflanze mit nur 1 Blatt, dieses nur wenig größer als die Blüte; oberes Perianthblatt einen Helm über dem breiten Labellum bildend; übrige Perianthblätter klein, ± fädig Corybas 

7b Blüte anders 8 

8a Labellum nach unten weisend, unter dem Gynostemium 9 

8b Labellum nach oben weisend, über dem Gynostemium 19 

9a Labellum auffallend größer als die anderen Perianthblätter, von dichten, langen rötlichen Haaren ± bedeckt (bei C. imberbis kahl) Calochilus 

9b Labellum nicht länger als die anderen Perianthblätter, oft kürzer 10 

10a Blüten leuchtend gelb, oft mit dunklen Punkten oder Flecken; innere Perianthblätter mit langem Nagel und breiter, ovaler oder eiförmiger oder runder Platte Diuris 

10b Blüten von anderer Farbe; innere Perianthblätter anders, wenn in Nagel und Platte gegliedert, dann von anderer Form und Farbe 11 

11a Die beiden vorne seitlich gelegenen Perianthblätter größer als die anderen drei und auch in der Form deutlich verschieden 12 

11b Diese Perianthblätter oft zwar in der Form, nicht aber in der Größe deutlich verschieden 13 

12a Blüten (1 -) 2 - 9, meist in einer langen Ähre, grün bis purpurbraun; zwei seitliche Perianthblätter schmal lineal, neben dem oberen Perianthblatt steif nach oben ragend (nur sehr zerstreut im Bereich der W- und E-Küsten) Orthoceras strictum 

12b Blüten 1 - 3, blaß rosa oder weiß; seitliche Perianthblätter mit kurzem Nagel und elliptisch-lanzettlicher, nach unten weisender Platte (weit verbreitet und häufig, von trockenen Heiden auf Meeresniveau bis zu den Bergplateaus) Eriochilus cucullatus 

13a Blühsproß dunkel purpurbraun mit dunklen Schuppenblättern; Laubblätter fehlend 14 

13b Blühsproß grün oder rötlich; Laubblätter zur Blütezeit vorhanden; Schuppenblätter vorhanden oder fehlend 15 

14a Blüten öffnen sich nur wenig bzw. erst spät; oberes Perianthblatt eingekrümmt; Perianthblätter außen dunkel rotbraun gestreift, innen weiß Burnettia cuneata 

14b Blüten öffnen sich weit; alle Perianthblätter ausgebreitet oder ± zurückgebogen, meist rosa mit dunkleren Punkten, manchmal ganz rosa oder weiß (offene Wälder in Küstennähe) Dipodium roseum 

15a [15] Grundständige Blätter 2, gegenständig oder fast gegenständig Chiloglottis 

15b Nur 1 grundständiges Blatt vorhanden (bei Townsonia viridis auch ein sitzendes Stengelblatt) 16 

16a Labellum mit 2 - 4 (- 6) Reihen von Calli (ausgenommen die nur von einer Stelle bekannte, möglicherweise ausgestorbene Caladenia atkinsonii) 17 

16b Labellum ohne Reihen von Calli (manchmal kurz papillös), meist mit 1 oder 2 sitzenden Drüsen oder ± dick gestielten Calli an der Basis 18 

17a Stengel kahl; Blatt kahl, lederig oder fleischig; Tragblätter der Blüten auffällig, länger als der Fruchtknoten (L. suaveolens weit verbreitet, im E und S in offenen Wäldern lokal häufig; L. nigricans lokal im N, selten im S) Lyperanthus 

17b Stengel behaart; Blatt meist ± behaart; Tragblätter der Blüten nicht länger als der Fruchtknoten Caladenia (inkl. Leptoceras menziesii = C. menziesii) 

18a [16] Blüten einzeln (selten 2 - 3), tief malvenfarben oder selten weiß; Blatt behaart (weit verbreitet und oft häufig in offenen Wäldern; bildet mit Caladenia deformis gelegentlich den Gattungsbastard ´ Calassodia tutelata = Caladenia t. mit blauen Blüten) Glossodia major 

18b Blüten in endständiger Traube, rötlich oder selten grün; Blatt kahl Acianthus (inkl. Townsonia viridis = A. viridis, Cyrtostylis reniformis = A. reniformis) 

19a [8] Perianthblätter verwachsen; Blüte glockenförmig, braun und weiß; Pflanze nicht grün (G. sesamoides wird 30-80(-150) cm hoch und ist in trockenen Wäldern weit verbreitet und häufig) Gastrodia 

19b Perianthblätter frei 20 

20a Labellum beweglich, an der Basis mit langem, schlankem Nagel 21 

20b Labellum sitzend, mit breiter Basis das Gynostemium auf drei Seiten umschließend, das Gebilde ähnelt einem Entenschnabel (C. subulata ist in nassen Heiden weit verbreitet, C. leptochila nur von Flinders Island bekannt) Cryptostylis 

21a Nagel des Labellums 5-7 mm lang, mit dem ähnlich freien Fuß des Gynostemiums gelenkig verbunden; Platte des Labellums schmal, in zwei Schwänze auslaufend, diese am Rand mit langen, rauhen Haaren (nur von Flinders Island bekannt) Arthrochilus huntianus 

21b Labellum mit eiförmiger Platte, welche rechtwinklig über dem kronblattartig verbreiterten, schüsselförmigen Gynostemium steht oder sich darauf herabsenkt und es abdeckt; Pflanzen klein, 10-15 cm hoch 22 

22a Außenseite des Labellums glatt; Blüten meist tief braunrot (weit verbreitet, in offenen Wäldern und trockenen Küstenheiden lokal häufig) Caleana major 

22b Außenseite des Labellums warzig; Blüten grün (zerstreut, aber weit verbreitet in feuchten Heiden) Paracaleana minor 

23a [1] Blätter drehrund-pfriemlich, fleischig aber hart, fein gerieft; laterale äußere Perianthblätter mit der Basis des Gynostemiums verwachsen und an der Basis verbreitert; Labellum nicht gespornt (lokal auf Granitfelsen an der Ostküste sowie z. B. auf Flinders Island und den Inseln der Furneaux-Gruppe) Dendrobium striolatum 

23b Blätter flach, lanzettlich oder verkehrt lanzettlich, lederig; Labellum mit deutlichem Sporn; Epiphyt auf Stämmen, Ästen von Sträuchern und kleineren Bäumen (im W und NW in temperaten Regenwäldern, im E v. a. in Schluchten) Sarcochilus australis 

  

PITTOSPORACEAE 

1a Blüten blau; Halbstrauch mit gebogenen oder windenden Sprossen (Heimat: W-Australien) Sollya heterophylla 

1b Blüten weiß, cremefarben, gelb oder rötlich bis purpurn 2 

2a Kletterpflanze; Frucht eine Beere; Blüten meist grünlichgelb, oft purpurn überlaufen (B. longiflora weit verbreitet und häufig; B. scandens eher im N) Billardiera 

2b Baum, Strauch oder kleiner, fast zur Gänze krautiger Halbstrauch, nicht kletternd; Frucht eine Kapsel 3 

3a Kapselwände dick; Samen klebrig; Blüten innen gelb oder rot, außen rot oder purpurn (P. bicolor ist v. a. in feuchten Sklerophyllenwäldern häufig, kommt jedoch bis ca. 1200 m vor; P. undulatum ssp. ´ emmettii tritt nur stellenweise auf; P. undulatum ssp. undulatum wurde eingeführt) Pittosporum 

3b Kapselwände dünn, Samen trocken; Blüten weiß 4 

4a Aufrechter, dorniger Strauch; Frucht abgeflacht (weit verbreitet und häufig) Bursaria spinosa 

4b Kleiner, fast zur Gänze krautiger Halbstrauch; Frucht mehr oder weniger konvex (Rh. procumbens = Marianthus p. häufig in Heiden auf Sandböden und in trockenen Sklerophyllenwäldern; Rh. alpinum = Billardiera a. in der subalpinen Stufe) Rhytidosporum 

  

POACEAE (GRAMINEAE) 

1a Blütenstand eine Gruppe von 1 - 4 Ährchen, von den obersten Blattscheiden eingeschlossen, nur Narben und Staubblätter herausragend (Heimat: Afrika) Pennisetum 

1b Blütenstand nicht in den obersten Blattscheiden eingeschlossen; wenn teilweise eingeschlossen, dann aus mehr als 4 Ährchen bestehend 2 

2a Pflanzen groß, ausdauernd, meist über 1,5 m hoch, mit kräftigen Halmen; Rispen dicht, länger als 15 cm, ± seidig behaart 3 

2b Pflanzen einjährig oder ausdauernd, meist niedriger als 1,5 m; wenn höher, dann Blütenstand anders 4 

3a Blätter zum Großteil grundständig, lineal, bis 2 m lang, sehr große Horste bildend (Heimat: S-Amerika, Neuseeland) Cortaderia 

3b Blätter am Halm, Pflanzen mit kräftigen, kriechenden Rhizomen und Ausläufern; an feuchten Standorten dichte Bestände bildend Phragmites australis (Ph. communis) 

4a [2] Ährchen dimorph; fertile Ährchen 1- bis 5blütig, mit bei der Reife zerfallender Ährchenachse; sterile Ährchen nicht zerfallend, mit mehreren, kammartig angeordneten Deckspelzen Cynosurus 

4b Ährchen nicht dimorph bzw. keine sterilen Ährchen vorhanden; wenn sterile Ährchen vorhanden, dann diese nicht kammartig gestaltet 5 

5a Blütenstand eine mit 1 bis mehreren Hochblättern ("Spathae") durchsetzte Rispe 6 

5b Blütenstand nicht mit Hochblättern durchsetzt 7 

6a Pflanze mit langen, kriechenden Ausläufern, zweihäusig; Rispen eiförmig bis kugelförmig, 10-30 cm im Durchmesser (auf Küstendünen) Spinifex sericeus 

6b Pflanze horstig, einhäusig; Teilblütenstände ("spikelet clusters") der Rispe bestehen aus 1 sitzenden begrannten zwittrigen Ährchen und 1 - 2 gestielten männlichen oder sterilen Ährchen und 2 Paaren sitzender, männlicher oder steriler Ährchen an der Basis; die letzteren hüllen den Teilblütenstand ein (offenes Grasland, lichte Wälder, bis 350 m) Themeda triandra 

7a [5] Ährchen 1blütig, gelegentlich mit einer zweiten, rudimentären Blüte, nicht zu 3 nebeneinander am selben Knoten der Ährenachse angeordnet 8 

7b Ährchen 2- bis vielblütig (nur gelegentlich verarmt und auf 1 Blüte reduziert; bei Paspalum und Digitaria fehlt oft die untere Hüllspelze, Ährchen dann scheinbar 1blütig!); wenn 1blütig, dann zu 3 nebeneinander am selben Knoten der Ährenachse ("Ährchendrillinge"); Blüten gleich oder verschieden 44 

8a Blütenstand eine Rispe aus mehreren steifen, aufrechten Ähren; kräftige, aufrechte, ausdauernde Pflanze mit Rhizomen (in der Gezeitenzone an Küsten) Spartina anglica 

8b Blütenstand ein Büschel aus fingerförmig angeordneten Ähren bzw. eine Ähre, Traube, Rispe oder Ährenrispe 9 

9a Blütenstand aus 2 - 6 fingerförmig angeordneten Ähren Cynodon dactylon 

9b Blütenstand eine Ähre, Traube oder Rispe 10 

10a Blütenstand eine Ähre, bei der die Ährchen in Höhlungen der Ährenachsen eingesenkt sind, oder eine ährenförmige Traube mit seitlich abgeflachten, der geschlängelten Ährenachse angedrückten Ährchen 11 

10b Blütenstand eine Rispe oder Ährenrispe 14 

11a Blütenstand eine Traube; kleine, ca. 5(-15) cm hohe Pflanze (in der Regel auf Sandküsten, v. a. Granit- sand) Zoysia macrantha 

11b Blütenstand eine Ähre 12 

12a Ähre einseitswendig, d. h. die Ährchen in 2 Reihen auf einer Seite der Ährenachse; Ährenachse bleibend Nardus stricta 

12b Ähre zweizeilig, d. h. Ährchen in 2 gegenüberliegenden Reihen angeordnet; Ährenachse bei der Fruchtreife zerfallend 13 

13a Ährchen mit einer Hüllspelze Hainardia cylindrica 

13b Ährchen mit 2 Hüllspelzen, welche an der Vorderseite des Ährchens zusammengerückt sind Parapholis 

14a [10] Blütenstand eine dichte Ährenrispe oder eine stark zusammengezogene Rispe, bei welcher die Hauptachse von den zahlreichen Ährchen ganz verdeckt wird 15 

14b Blütenstand eine normale bis etwas zusammengezogene Rispe; Hauptachse der Rispe meist nicht verdeckt 30 

15a Hüllspelzen begrannt 16 

15b Hüllspelzen unbegrannt 19 

16a Deckspelze unbegrannt; Rispe zylindrisch Phleum pratense 

16b Deckspelze begrannt; Rispe eiförmig, kugelig oder oblong 17 

17a Granne der Deckspelze länger als 10 mm; Rispe weichhaarig, kugelig bis oblong Lagurus ovatus 

17b Granne der Deckspelze kürzer als 5 mm; Rispe schmal-oblong bis zylindrisch, ± lappig 18 

18a Pflanze ausdauernd; Ährchen bei der Fruchtreife ohne Hüllspelzen abfallend; Grannen der Hüllspelzen 2-3 mm lang; Staubbeutel steril ´ Agropogon littoralis 

18b Pflanze einjährig; Ährchen mit den Hüllspelzen abfallend; Grannen der Hüllspelzen 2,5-7 mm lang; Staubbeutel fertil Polypogon 

19a [15] Deckspelzen unbegrannt 20 

19b Deckspelzen begrannt 23 

20a Ährchen 10-16 mm lang; Deckspelze mit einem kurzen Stachelspitze knapp unterhalb der Spitze Ammophila arenaria 

20b Ährchen bis 3,5 mm lang; Deckspelze ohne Stachelspitze 21 

21a Rispe bleifarben; Deckspelze 1nervig Sporobolus 

21b Rispe grün oder purpur überlaufen; Deckspelze 5nervig 22 

22a Ährchen bei der Fruchtreife ohne Hüllspelzen abfallend Agrostis 

22b Ährchen mit Hüllspelzen und Ährchenstiel abfallend Polypogon 

23a [19] Hüllspelzen hart werdend, im unteren Teil angeschwollen und glänzend, darüber eingeschnürt, im oberen Teil verbreitert Gastridium ventricosum 

23b Hüllspelzen anders 24 

24a Ährchen mit den Hüllspelzen abfallend; Hüllspelzen an der Basis miteinander verwachsen Alopecurus 

24b Ährchen ohne Hüllspelzen abfallend; Hüllspelzen nicht miteinander verwachsen 25 

25a Länge der Vorspelze weniger als 1/3 der Deckspelze Agrostis 

25b Länge der Vorspelze mehr als 2/3 der Deckspelze 26 

26a Granne weniger als 2x so lang wie die Deckspelze 27 

26b Granne mehr als 2x so lang wie die Deckspelze 28 

27a Blütenstand eine dichte, kugelige, eiförmige oder oblonge Rispe; Kiel der Hüllspelzen mit deutlichen, kammartig abstehenden Borstenhaaren Echinopogon ovatus 

27b Blütenstand ± lineal oder lanzettlich; Kiel der Hüllspelzen kurz gewimpert oder nur etwas rauh Deyeuxia 

28a [26] Blütenstand eine dichte, kugelige, eiförmige oder oblonge Rispe; Blüten im Umriß lanzettlich Echinopogon ovatus 

28b Blütenstand lineal oder lanzettlich oder eine normale Rispe; Blüten ± spindelförmig 29 

29a Granne spitzenständig (gelegentlich zwischen zwei winzigen Lappen an der Spitze der Deckspelze und daher nicht ganz spitzenständig); Callus der Deckspelze stechend, ± gebogen Stipa 

29b Granne zwischen zwei deutlichen Lappen an der Spitze der Deckspelze eingesenkt; Callus der Deckspelze stumpf, nicht gebogen Dichelachne 

30a Deckspelze unbegrannt 31 

30b Deckspelze begrannt 34 

31a Blatthäutchen in einen Kranz aus Haaren umgewandelt (S. virginicus und S. indicus var. capensis, beide v. a. auf Sandküsten) Sporobolus 

31b Blatthäutchen häutig 32 

32a Deckspelze schwach oder stark verhärtet, ± rauh, spitz Deyeuxia 

32b Deckspelze häutig bis papierartig, glatt, kahl oder behaart, stumpf 33 

33a Ährchen bei der Fruchtreife mit den Hüllspelzen abfallend Polypogon 

33b Ährchen ohne Hüllspelzen abfallend Agrostis 

34a [30] Hüllspelzen begrannt ´ Agropogon littoralis 

34b Hüllspelzen unbegrannt 35 

35a Deckspelze mit 5 unverzweigten Grannen; mittlere Granne länger und dicker als die beiden seitlichen Grannenpaare (bis ca. 1000 m an verschiedensten Standorten) Pentapogon quadrifidus 

35b Deckspelze mit 1 verzweigten oder unverzweigten Granne 36 

36a Granne verzweigt (dreiteilig) Aristida benthamii 

36b Granne unverzweigt 37 

37a Granne länger als 10 mm, meist doppelt so lang wie die Deckspelze oder länger 38 

37b Granne bis 10 mm lang, meist kürzer als die doppelte Länge der Deckspelze (ausgenommen einige Agrostis-Arten) 41 

38a Deckspelze breit elliptisch, unterhalb der Ansatzstelle der rückenständigen Granne kahl und ± glänzend, an der Spitze in 2 - 4 feine Borsten verlängert Avena 

38b Deckspelze verkehrt-eiförmig bis spindelig; Granne spitzenständig; wenn rückenständig, dann Deckspelze deutlich zweispitzig mit häutigen Seitenlappen 39 

39a Deckspelze ca. 2 mm lang, verkehrt-eiförmig; Granne nicht in der Mitte der Spelzenspitze ansitzend, bis 30 mm lang (Heimat: Uruguay, Argentinien) Nassella trichotoma 

39b Deckspelze 2,75 mm lang oder länger, spindelförmig; Granne in der Mitte der Spelzenspitze ansitzend 40 

40a Deckspelze allmählich in eine ± zylindrische Spitze verschmälert, diese von der Granne deutlich abgesetzt; Callus der Deckspelze lang, stechend Stipa 

40b Deckspelze deutlich zweispitzig; Granne den Mittelnerv der Deckspelze fortsetzend; Callus der Deckspelze kurz, nicht stechend Dichelachne 

41a [37] Haare der Ährchenachse die Deckspelze weit überragend Calamagrostis epigejos 

41b Haare der Ährchenachse höchstens fast so lang wie die Deckspelze oder fehlend 42 

42a Deckspelze schwach oder ziemlich stark verhärtet, ± rauh, spitz Deyeuxia 

42b Deckspelze häutig bis papierartig, glatt, kahl oder behaart 43 

43a Hüllspelzen 3nervig; Granne der Deckspelze spitzenständig, hinfällig Piptatherum miliaceum 

43b Hüllspelzen 1nervig; Granne der Deckspelze rücken- oder fast spitzenständig, ± bleibend Agrostis 

44a [7] Blütenstand aus (fast) fingerförmig angeordneten Ähren oder Trauben oder aus ± entfernten, seitenständigen Trauben bestehend 45 

44b Blütenstand eine Ähre, Traube, Rispe oder Ährenrispe 50 

45a Blütenstand ein Büschel aus steifen, aufrechten Ähren; kräftige, aufrechte, ausdauernde Pflanze mit Rhizomen (in der Gezeitenzone an Küsten) Spartina anglica 

45b Blütenstand aus Trauben aufgebaut 46 

46a Ährchen zu 2 an jedem Knoten, das eine sitzend und zwittrig, das andere gestielt, männlich oder steril 47 

46b Ährchen zu 2 - 6 an jedem Knoten, alle ± gleich 48 

47a Trauben bis zur Basis mit Ährchen besetzt; Halmknoten behaart Dichanthium sericeum 

47b Trauben an der Basis ohne Ährchen; Halmknoten glatt Bothriochloa macra 

48a [46] Ränder der Deckspelzen der fertilen Blüten häutig, die Vorspelze einschließend Digitaria 

48b Ränder der Deckspelzen der fertilen Blüten ± verdickt, eingerollt, die Vorspelze berührend aber nicht einschließend 49 

49a Untere Hüllspelze winzig oder fehlend; Ährchen schwach plano-konvex, meist in Paaren an der dreieckigen oder abgeflachten Ährenachse und daher scheinbar vierzeilig angeordnet Paspalum 

49b Untere Hüllspelze zumindest 1/3 so lang wie das Ährchen; Ährchen tief plano-konvex, nicht vierzeilig angeordnet Echinochloa 

50a [44] Blütenstand eine Ähre oder Traube 51 

50b Blütenstand eine normale oder ± dicht zusammengezogene Rispe oder Ährenrispe (bei einigen Glyceria-Arten ist die Rispe oft stark verarmt und täuscht eine Traube vor) 67 

51a Blütenstand eine Traube (bei Hemarthria sind die Ährchenstiele jedoch mit dem darüberliegenden Internodium ihrer Abstammungsachse verschmolzen, der Blütenstand erscheint daher ährenähnlich) 52 

51b Blütenstand eine Ähre (bei Australopyrum sind die untersten Ährchen oft ganz kurz gestielt) 60 

52a Ährchen unten mit 1 - 2 sterilen Blüten, oben mit 1 fertilen Blüte 53 

52b Ährchen unten mit fertilen Blüten, an der Spitze manchmal mit verkümmerten Blüten 55 

53a Ährchen unten von einer Hülle aus Borsten umgeben (Heimat: Afrika) Pennisetum 

53b Ährchen nicht von einer Hülle umgeben 54 

54a Ährchen einzeln an jedem Knoten, unten mit 2 sterilen Blüten Ehrharta 

54b Ährchen zu 2 an jedem Knoten, unten mit 1 sterilen Blüte; steif aufrechte, bis 45 cm hohe Pflanze mit Rhizomen (an Bachufern, Sumpfrändern und ähnlichen Standorten, bis ca. 250 m) Hemarthria uncinata 

55a [52] Pflanze zweihäusig, ausdauernd, mit Rhizomen und deutlich zweizeilig angeordneten Blättern (an den Küsten und an Salzlagunen in den Midlands) Distichlis distichophylla 

55b Pflanze mit zwittrigen Blütenständen 56 

56a Deckspelze mit kurz 3zähniger Spitze (seltene, bis ca. 15 cm hohe Pflanze der Gebirgsregionen) Erythranthera australis 

56b Deckspelze an der Spitze begrannt oder unbegrannt 57 

57a Deckspelzen unbegrannt; Halm und Trauben steif, aufrecht Catapodium 

57b Deckspelzen begrannt 58 

58a Deckspelze mit ± geknieter Granne, welche in einer Vertiefung zwischen zwei seitlichen Lappen ansetzt Danthonia 

58b Deckspelze allmählich in eine gerade, spitzenständige Granne verschmälert 59 

59a Untere Hüllspelze 0,3-3 mm lang, 1nervig, obere Hüllspelze 2-7 mm lang, 1- bis 3nervig Vulpia 

59b Untere Hüllspelze ca. 5 mm lang, 5nervig, obere Hüllspelze ca. 7 mm lang, 7nervig Brachypodium distachyon 

60a [51] Ährchen mit nur 1 Hüllspelze; Schmalseite des Ährchens der Ährenachse zugewandt Lolium 

60b Ährchen mit 2 Hüllspelzen; Breitseite des Ährchens der Ährenachse zugewandt 61 

61a Ährchen 1blütig, zu 3 nebeinander an jedem Knoten der Ährenachse ("Ährchendrillinge") Hordeum 

61b Ährchen einzeln an jedem Knoten der Ährenachse 62 

62a Ährchen mit 2 fertilen und einer endständigen, rudimentären Blüte; Hüllspelzen pfriemlich; Kiele der Deckspelzen steif kammartig gewimpert Secale cereale 

62b Ährchen 3- oder mehrblütig; Kiele der Deckspelzen nicht kammartig gewimpert 63 

63a Hüllspelzen auffallend breit, im oberen Teil gekielt, an der Spitze mit kleiner Stachelspitze oder Granne oder gezähnt; kultivierte Getreidepflanze Triticum aestivum 

63b Hüllspelzen nicht auffallend breit; keine Getreidepflanze 64 

64a Granne der Deckspelze rückenständig, gekniet Gaudinia fragilis 

64b Granne der Deckspelze spitzenständig, gerade oder gebogen 65 

65a Ährchen abstehend oder zurückgebogen; Hüllspelzen bei der Fruchtreife weit spreizend (endemisch) Australopyrum pectinatum 

65b Ährchen der Ährenachse ± angedrückt; Hüllspelzen bei der Fruchtreife nicht weit spreizend 66 

66a Halme flaumig, steif aufrecht, bis 35 cm hoch, meist die grundständigen Blätter weit überragend; Deckspelzen hart, spitz, stechend Australopyrum velutinum 

66b Halme bis 120 cm hoch, kahl, glatt oder etwas rauh; Deckspelzen nicht stechend (von den in Tasmanien vorkommenden Arten ist nur E. scaber ursprünglich heimisch) Elymus 

67a [50] Ährchen mit einer fertilen zwittrigen Blüte, darüber oder darunter mit einer oder mehr männlichen oder sterilen Blüten (bei Phalaris sind die beiden sterilen Blüten stark reduziert, oft auf die Deckspelzen; die untere Blüte fehlt manchmal völlig) 68 

67b Ährchen mit 2 bis vielen fertilen zwittrigen Blüten; die endständigen Blüten manchmal steril, bei armblütigen Exemplaren sind die Ährchen manchmal 1blütig 83 

68a Ährchen mit begrannten Hüll- oder Deckspelzen 69 

68b Ährchen unbegrannt 76 

69a Blütenstand eine Ährenrispe oder eine stark zusammengezogene Rispe 70 

69b Blütenstand eine normale oder etwas zusammengezogene Rispe 72 

70a Untere Blüte des Ährchens zwittrig, ihre Deckspelze unbegrannt; obere Blüte meist männlich, ihre Deckspelze begrannt Holcus 

70b Ober(st)e Blüte des Ährchens zwittrig, ihre Deckspelze unbegrannt; die untere(n) steril, ihre Deckspelze(n) begrannt 71 

71a Ährchen plano-konvex, zur Transversale abgeflacht; Deckspelze der unteren Blüte stachelspitzig oder begrannt Echinochloa 

71b Ährchen zur Mediane abgeflacht; Deckspelzen der beiden unteren Blüten begrannt Anthoxanthum odoratum 

72a [69] Obere Blüte meist männlich, ihre Deckspelze begrannt; untere Blüte zwittrig, ihre Deckspelze unbegrannt Holcus 

72b Obere Blüte zwittrig oder weiblich, ihre Deckspelze unbegrannt oder mit einer kurzen, etwas unter der Spitze ansetzenden Granne 73 

73a Obere Blüte zwittrig oder weiblich, darunter 2 männliche Blüten oder leere Deckspelzen 74 

73b Obere Blüte zwittrig oder weiblich, darunter 1 männliche oder sterile Blüte 75 

74a Obere Blüte zwittrig oder weiblich, unbegrannt, darunter 2 begrannte männliche Blüten Hierochloe 

74b Obere Blüte zwittrig, unbegrannt, darunter zwei leere Deckspelzen, beide oder eine davon begrannt Ehrharta 

75a [73] Ährchen plano-konvex, zur Transversale ± abgeflacht; untere Blüte steril Echinochloa 

75b Ährchen zur Mediane abgeflacht; obere Blüte zwittrig (selten weiblich), mit kurzer Granne; untere Blüte männlich (selten zwittrig), mit langer Granne Arrhenatherum elatius var. bulbosum 

76a [68] Obere Blüte zwittrig, darunter 2 männliche Blüten oder 2 leere Deckspelzen 77 

76b Obere Blüte zwittrig, darunter 1 männliche oder sterile Blüte 79 

77a Obere Blüte zwittrig, darunter 2 männliche Blüten Hierochloe 

77b Obere Blüte zwittrig, darunter 2 leere Deckspelzen (diese bei Phalaris sehr klein, die untere oft reduziert) 78 

78a Leere Deckspelzen stark reduziert (bei P. paradoxa ist jedes fertile Ährchen von einer Gruppe steriler Ährchen umgeben); Blütenstand eine Ährenrispe oder eine ziemlich stark zusammengezogene Rispe Phalaris 

78b Zumindest die obere der leeren Deckspelzen etwa gleich lang oder länger als die Deckspelze des fertilen Ährchens Ehrharta 

79a [76] Ährchen an der Basis nicht von Borsten oder Haaren umgeben 80 

79b Ährchen an der Basis von 1 bis mehreren Borsten oder Haaren umgeben 81 

80a Blütenstand eine end- oder seitenständige Rispe, stark reduziert; die Rispenäste sind kurze Trauben, welche teilweise in Vertiefungen der Rispenachse eingesenkt sind (Heimat: Amerika) Stenotaphrum secundatum 

80b Blütenstand eine ausgebreitete oder zusammengezogene Rispe Panicum 

81a [79] Ährchen gepaart, eines fast sitzend, das andere lang gestielt; Ährchenstiele lang seidenhaarig; ganzer Blütenstand seidig, zylindrisch Imperata cylindrica var. major 

81b Ährchen einzeln oder in Gruppen, an der Basis von einer bis mehreren rauhen oder federigen Borsten umgeben 82 

82a Ährchen schmal lanzettlich, einzeln oder in Gruppen von 2 - 4, mit den Borsten abfallend (Heimat: Afrika) Pennisetum 

82b Ährchen eiförmig oder oblong, plano-konvex, ohne die Borsten abfallend Setaria 

83a [67] Ährchen ohne Grannen 84 

83b Ährchen mit Grannen an Deck- oder Hüllspelzen 98 

84a Rispe dicht, ährenähnlich, nur im unteren Teil oft unterbrochen 85 

84b Rispe ausgebreitet oder zusammengezogen oder stark reduziert und daher ährenähnlich 86 

85a Blattspreiten flach, behaart; Pflanze nicht auf Küstendünen Koeleria sp. 

85b Blattspreiten drehrund, steif, stechend; Pflanze auf Küstendünen Austrofestuca littoralis 

86a [84] Ährchen dicht gedrängt, einseitswendig an den Enden der Rispenäste 1. Ordnung Dactylis glomerata 

86b Ährchen nicht so angeordnet 87 

87a Ährchen angeschwollen, mit ± herzförmiger Basis, seitlich abgeflacht; Deckspelzen überlappend, breiter als lang Briza 

87b Ährchen nicht angeschollen; Deckspelzen länger als breit 88 

88a Blütenstand kompakt, einseitswendig, nur wenig aus der obersten Blattscheide herausragend; Ährchen im unteren Teil der Rispe an kurzen traubigen Seitenästen, im oberen Teil sitzend; oberste Blüten männlich oder steril Sclerochloa dura 

88b Blütenstand eine ausgebreitete oder zusammengezogene Rispe, in der Regel aus der obersten Blattscheide herausragend 89 

89a Rispe bis 15 mm lang, zusammengezogen, steif aufrecht; Spitze der Deckspelze ausgerandet mit einer winzigen Stachelspitze in der Einkerbung (seltenes, weniger als 20 cm hoch werdendes Gras der Gebirgsregionen) Erythranthera australis 

89b Rispe ausgebreitet oder zusammengezogen, in Regel viel mehr als 15 mm lang 90 

90a Ährchen abgeflacht; Deckspelzen 3nervig; Vorspelzen oft an der Ährchenachse stehenbleibend, nachdem Frucht und Deckspelze abgefallen sind; Blatthäutchen in einen Haarkranz umgewandelt Eragrostis 

90b Ährchen nur wenig abgeflacht bis ± drehrund; Deckspelzen 5- bis 11nervig; Ährchenachse und Vorspelzen nicht bleibend; Blatthäutchen häutig 91 

91a Rispe einseitswendig, lineal oder eiförmig, steif, aufrecht; Ährchen meist länger als die Rispenäste, ± deutlich zweizeilig angeordnet Catapodium 

91b Rispen ausgebreitet oder zusammengezogen, nicht einseitswendig; Rispenäste meist länger als die Ährchen, nicht deutlich zweizeilig angeordnet 92 

92a Hüllspelzen gleich lang oder länger als die Blüten; Ährchen meist 2blütig, gelegentlich aber mit einer dritten, sterilen Blüte (bei A. strigosa können die Ährchen auch 1blütig sein) Avena 

92b Hüllspelzen meist kürzer als die unterste Blüte, immer kürzer als das Ährchen 93 

93a Blatthäutchen gestreift und undeutlich nervig; Deckspelze auf der ganzen Fläche fein rauh, mit zerstreuten, steifen Haaren; bis ca. 2 m hohe, horstige Pflanze (nur lokal im Bereich der Ostküste) Dryopoa dives 

93b Blatthäutchen nicht gestreift oder nervig; Deckspelze glatt oder rauh, ohne steife Haare 94 

94a Ährchen unbegrannt, drehrund, wenn etwas abgeflacht, dann Blattscheiden an der adaxialen Seite deutlich quernervig; Deckspelzen nicht gekielt; Pflanzen auf Salzböden bzw. am oder im Süßwasser 95 

94b Ährchen unbegrannt oder begrannt, ± abgeflacht; Deckspelzen ungekielt oder gekielt 96 

95a Deckspelzen 7- bis 11nervig; Pflanzen am oder im Süßwasser (nur G. australis ist in Tasmanien ursprünglich heimisch) Glyceria 

95b Deckspelzen 5nervig; Pflanzen auf Salzböden Puccinellia 

96a [94] Untere Hüllspelze 3- bis 5nervig, obere 5- bis 7nervig; Deckspelzen 9nervig (von den aus Tasmanien bekannten Arten ist nur B. arenarius ursprünglich heimisch) Bromus 

96b Untere Hüllspelze 1- bis 3nervig, obere 3nervig, Deckspelzen 5nervig 97 

97a Blattscheiden am oberen Ende geöhrt; Deckspelzen im unteren Teil ungekielt, im oberen Teil ± gekielt (von den aus Tasmanien bekannten Arten sind nur die Endemiten F. archeri und F. plebeia ursprünglich heimisch) Festuca 

97b Blattscheiden am oberen Ende nicht geöhrt; Deckspelzen gekielt, oft mit langen, seidigen Haaren an der Basis des Mittelnervs Poa 

98a [83] Rispe dicht, ährenähnlich 99 

98b Rispe ausgebreitet oder zusammengezogen 101 

99a Halme fein flaumig bis samtig; im SW und in den Gebirgen bei ca. 800-1500 m Trisetum spicatum ssp. australiense 

99b Halme kahl 100 

100a Ährchen 5-10 mm lang; untere Hüllspelze 3,5-6 mm, obere 5-7 mm Koeleria sp. 

100b Ährchen 3-5(-7,5?) mm lang; untere Hüllspelze ca. 2 mm, obere ca. 3 mm (Heimat: W-Asien, Mittelmeergebiet) Rostraria cristata 

101a [98] Ährchen dicht gedrängt, einseitswendig an den Enden der Rispenäste 1. Ordnung Dactylis glomerata 

101b Ährchen meist einzeln, nicht dicht gedrängt 102 

102a Ährchen meist 2blütig (bei Avena und Deschampsia gelegentlich mit einer dritten Blüte) 103 

102b Ährchen meist 3- oder mehrblütig (bei Poa gelegentlich 2blütig) 106 

103a Ährchen länger als 15 mm Avena 

103b Ährchen kürzer als 10 mm 104 

104a Ährchen 7-10 mm lang; basale Internodien knollenförmig angeschwollen Arrhenatherum elatius var. bulbosum 

104b Ährchen bis 5 mm lang, basale Internodien nicht angeschwollen 105 

105a Hüllspelzen kahnförmig; Spitze der Deckspelze in 2 schlanke Zähne auslaufend; zarte einjährige Pflanze Aira 

105b Hüllspelzen lanzettlich bis eiförmig-lanzettlich; Spitze der Deckspelze abgestutzt, unregelmäßig gezähnt; ausdauernde Pflanze (D. cespitosa an feuchten bis nassen Standorten bis über 1500 m; D. gracillima nur auf Maxwell Ridge und Moonlight Ridge) Deschampsia 

106a [102] Blatthäutchen in einen Haarkranz umgewandelt, an beiden Rändern der Blattscheide mit einem Büschel längerer Haare; Granne der Deckspelze in der Einkerbung zwischen den beiden Lappen ansitzend (bei D. decumbens sind die Granne und die beiden Lappen zu drei kurzen Zähnen reduziert) Danthonia 

106b Blatthäutchen häutig; Granne der Deckspelze spitzenständig, fast spitzenständig oder rückenständig 107 

107a Granne der Deckspelze rückenständig; Spitze der Deckspelze gelappt, gezähnt oder in Borsten auslaufend Amphibromus 

107b Granne der Deckspelze spitzenständig oder fast spitzenständig 108 

108a Pflanze kahl; Rispe zusammengezogen, mit kurzen, aufrechten Seitenästen; Ährchen kräftig; Deckspelzen unbegrannt oder mit fast spitzenständiger Stachelspitze oder kurzer Granne (in Gebirgsregionen über 800 m) Poa 

108b Merkmalskombination anders 109 

109a Pflanze einjährig; Hüllspelzen sehr ungleich; Deckspelzen allmählich in die spitzenständige Granne verschmälert Vulpia 

109b Pflanze einjährig oder ausdauernd; Hüllspelzen ungleich oder fast gleich; Grannen fast spitzenständig; Deckspelzen an der Spitze ungelappt oder zweilappig 110 

110a Fruchtknoten bzw. Frucht an der Spitze mit einem behaarten Änhängsel; Blattscheiden meist behaart (von den aus Tasmanien bekannten Arten ist nur B. arenarius ursprünglich heimisch) Bromus 

110b Fruchtknoten bzw. Frucht ohne Anhängsel; Blattscheiden meist kahl 111 

111a Deckspelze zumindest im unteren Teil ungekielt; Ährchenachse kahl (von den aus Tasmanien bekannten Arten sind nur die Endemiten F. archeri und F. plebeia ursprünglich heimisch) Festuca 

111b Deckspelze in ihrer ganzen Länge gekielt; Ährchenachse behaart (an trockenen Hängen mit lichten Wäldern) Austrofestuca hookeriana 

  

POLYGALACEAE 

1a Median unteres Kronblatt bildet einen ungeflügelten Kiel; Breitseite der Frucht im Umriß keilförmig; Samen behaart; Halbsträucher oder krautige Pflanzen (das häufige C. volubile mit windenden Sprossen) Comesperma 

1b Median unteres Kronblatt bildet einen geflügelten Kiel; Frucht eiförmig; Samen kahl Polygala 

  

POLYGONACEAE 

1a Perianthblätter 6, die 3 äußeren kleiner (nur bei Emex, einer einhäusigen Pflanze, sind die Perianthblätter der männlichen Blüten gleich gestaltet) 2 

1b Perianthblätter 5, fast gleich gestaltet 3 

2a Perianth im Fruchtzustand mit harter, dreieckiger Röhre; äußere Perianthblätter spreizend und dornig, die inneren kurz und aufrecht Emex 

2b Äußere Perianthblätter im Fruchtzustand klein, spreizend oder zurückgebogen, innere Perianthblätter größer und über der Frucht geschlossen; Blüten zwittrig oder eingeschlechtig und Pflanze einhäusig (nur R. acetosella zweihäusig) Rumex (inkl. Acetosella) 

3a Sproßachsen krautig; Blüten meist zwittrig Polygonum (inkl. Fallopia, Persicaria, Reynoutria) 

3b Sproßachsen zäh und holzig, niederliegend oder windend; Blüten meist eingeschlechtig Muehlenbeckia 

  

PORTULACACEAE 

1a Blüten gelb, sitzend; Fruchtknoten halbunterständig; Kapsel öffnet sich mit einem Deckel Portulaca oleracea 

1b Blüten weiß oder rosa, gestielt; Fruchtknoten unterständig; Kapsel öffnet sich mit Klappen 2 

2a Blätter gegenständig oder kreuzgegenständig; Staubbeutel intrors (lokal häufig an nassen Standorten) Montia fontana ssp. chondrosperma 

2b Blätter wechselständig oder grundständig; Staubbeutel extrors 3 

3a Staubblätter 5, vor den Kronblättern stehend; Kronblätter an der Basis verwachsen; Samen 3 oder weniger; Sprosse an Land 2-4 cm lang, im Wasser bis 30 cm (häufig in Sümpfen, auch im Gebirge bis ca. 1200 m) Neopaxia australasica 

3b Staubblätter 3 - 5 oder mehr, nicht regelmäßig vor den Kronblättern stehend; Samen zahlreich; zarte, einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen (C. calyptrata und C. granulifera auf flachgründigen Böden über Granitfelsen an der Ostküste; C. caulescens wurde aus Amerika eingeführt) Calandrinia 

  

PRIMULACEAE 

1a Fruchtknoten oberständig; Staminodien fehlend 2 

1b Fruchtknoten halbunterständig; Staminodien auf Lücke zu den Kronzipfeln; Blüten weiß oder blaßrosa (weit verbreitet und lokal häufig in Salz- und Brackwassermarschen) Samolus repens 

2a Blüten gelb 15-25 mm im Durchmesser; Kapsel öffnet sich mit 5 Klappen Lysimachia nummularia 

2b Blüten rot oder blau, 10-14 mm im Durchmesser; Kapsel öffnet sich mit einem Deckel Anagallis arvensis 

  

PROTEACEAE 

1a Blüten zahlreich, sehr dicht gepackt (nicht leicht voneinander zu trennen) in endständigen, zapfenartigen Köpfen 2 

1b Blüten locker oder dicht angeordnet (jedoch immer als Einzellblüten zu erkennen), in Köpfen, Trauben oder Büscheln, manchmal einzeln 3 

2a Niedriger, dichter Strauch, 6-60 cm hoch; Blätter tief in lanzettliche, stechend spitze Abschnitte zerteilt (lokal auf Inseln der Bass Strait) Isopogon ceratophyllus 

2b Baum oder Strauch mit unzerteilten, ganzrandigen oder gezähnten Blättern (B. marginata ist bis ca. 1000 m weit verbreitet und häufig, B. serrata nur von einer Stelle an der NW-Küste bekannt) Banksia 

3a [1] Staubblätter nicht mit den Perianthblättern verwachsen, separat abfallend; Konnektivfortsätze fehlend; 10-60 cm hoher Strauch; Blätter verkehrt eiförmig bis spatel- oder keilförmig; Blüten weiß oder blaß gelblich-rosa; Früchte hängend, 8-10 mm, seitlich abgeflacht, zuerst rot und etwas fleischig, dann trocken (weit verbreitet und lokal häufig auf Bergplateaus; endemisch) Bellendena montana 

3b Staubblätter mit den Perianthblättern verwachsen und mit diesen gemeinsam abfallend (bei Cenarrhenes nur ganz an der Basis verwachsen, aber schlanke Konnektivfortsätze vorhanden) 4 

4a Perianth radiärsymmetrisch 5 

4b Perianth monosymmetrisch, entweder zweilippig, oder (im Knospenzustand!) mit ± gerader Röhre und hakig zurückgebogenem, an der Spitze kugelig angeschwollenem Saum 8 

5a Blüten einzeln, blattachselständig oder in Ähren oder Trauben 6 

5b Blüten paarweise angeordnet, in seiten- oder endständigen Ähren, sitzend oder fast sitzend (alle 4 in Tasmanien vorkommenden Arten sind endemisch) Orites 

6a Blüten in blattachselständigen, an den Zweigenden gehäuften Ähren 7 

6b Blüten einzeln blattachselständig, oder in endständigen, durchblätterten Trauben, kurz gestielt; Frucht eine Steinfrucht (mit Ausnahme von P. juniperina var. juniperina sind die in Tasmanien vorkommenden Taxa endemisch) Persoonia 

7a Nektarschuppen fehlend; Frucht eine trockene, geflügelte Nuß; 2-3 m hoher Strauch (lokal in niederschlagsreichen Gebieten, v. a. am Rand von "button grass"-Vegetation; endemisch) Agastachys odorata 

7b Blüte mit 4 Nektarschuppen; Frucht eine kugelige, schwärzlich-purpurne, 1-1,5 cm große Steinfrucht; 6-10 m hoher Baum (lokal in temperaten Regenwäldern des Central Plateau und im Bereich der SW- und W-Küsten; endemisch) Cenarrhenes nitida 

8a [4] Perianth zweilippig, weiß oder blaßlila; 0,5-1,5 m hoher Strauch mit dünnen, aufrechten Ästen; Frucht eine zottige Nuß (lokal im Bereich der E-Küste) Conospermum taxifolium 

8b Perianth im Knospenzustand mit ± gerader Röhre und kugeligem, zurückgebogenem Saum 9 

9a Samenanlagen 2, in der Transversalebene angeordnet 10 

9b Samenanlagen überlappend in 2 Reihen angeordnet 11 

10a Frucht ein lederiger Balg, die inneren Flächen der beiden Hälften konkav (bis ca. 1200 m weit verbreitet, aber nur stellenweise auftretend; alle aus Tasmanien bekannten Varietäten sind endemisch) Grevillea australis 

10b Frucht mit holzigen, stark verdickten Wänden (Ausnahme: H. microcarpa), sich an beiden Nähten öffnend, die inneren Flächen der beiden Hälften ± flach Hakea 

11a [9] Blüten in kurzen, kompakten Trauben oder Köpfen, von einer Hochblatthülle umgeben, leuchtend rot (v. a. häufig zwischen 600 m und 1200 m in der montanen und subalpinen Stufe; endemisch) Telopea truncata 

11b Blüten in lockeren Trauben, weiß, cremeweiß oder stumpf karminrot; Tragblätter klein und abfallend (alle 3 in Tasmanien vorkommenden Arten sind endemisch) Lomatia 

  

RANUNCULACEAE 

1a Blätter gegenständig; holzige Kletterpflanze (C. aristata, C. microphylla, C. vitalba) oder aufrechte, ausdauernde, krautige Pflanze (C. gentianoides, endemisch) Clematis 

1b Blätter grundständig oder wechselständig; Pflanze krautig 2 

2a Perianth kronartig, Nektarblätter fehlend 3 

2b Perianth kelchartig, Nektarblätter kronartig oder stark reduziert 4 

3a Blühsproß mit einem Scheinwirtel aus 3 Hochblättern (nur lokal im Bereich der Westküste, im Gebirge über 1200 m, endemisch) Anemone crassifolia 

3b Blühsproß nicht beblättert, aber in der Regel erst im Fruchtzustand verlängert; Laubblätter in grundständiger Rosette, Blattstiele an der Basis scheidig, Blattspreite am Grund mit 2 auffälligen, aufrechten Anhängseln (lokal auf dem Central Plateau, manchmal in Polstern anderer Gebirgspflanzen oder in nassen Rinnen in Schutt; endemisch) Caltha phylloptera 

4a [2] Blütenache kurz, Nüßchen daher in kugeliger bis etwas verlängerter Sammelfrucht Ranunculus (inkl. Batrachium) 

4b Blütenachse stark gestreckt, Nüßchen in ährenartig verlängerter Sammelfrucht Myosurus minimus 

  

RESTIONACEAE 

1a Pflanze mit männlichen Blütenständen 2 

1b Pflanze mit weiblichen Blütenständen 8 

2a Blüten einzeln, in Büscheln, welche in einer lockeren oder zusammengezogenen Rispe angeordnet sind Lepyrodia 

2b Blüten in Ährchen; Tragblätter der Blüten überlappend 3 

3a Ährchen (1 -) 2 (- 4), in den Achseln von Hochblättern 4 

3b Ährchen in ausgebreiteten oder zusammengezogenen Rispen oder einzeln endständig 5 

4a Blattscheiden der Stengel an der Mündung mit langen Wollhaaren, welche an winzigen, in der Blattscheide verborgenen Hochblättern sitzen Empodisma minus 

4b Blattscheiden der Stengel an der Mündung ohne Wollhaare Calorophus 

5a [3] Ährchen in ausgebreiteten, oft nickenden Rispen 6 

5b Ährchen in zusammengezogenen Rispen oder einzeln endständig 7 

6a Halme stark verzweigt Hypolaena fastigiata 

6b Halme meist unverzweigt Leptocarpus 

7a [5] Halme meist horstig, wenn einem unterirdischen, horizontalen Rhizom entspringend, dann weniger als 1 cm voneinander entfernt und bis 1,75 mm im Durchmesser Restio 

7b Halme einem horizontalen Rhizom entspringend, meist mehr als 1 cm voneinander entfernt und 2-3 mm im Durchmesser (endemisch) Winifredia sola 

8a [1] Fruchtknoten 2- bis 3fächrig; Griffel 2 - 3; Frucht eine Kapsel 9 

8b Fruchtknoten 1fächrig; Griffel 3; Frucht eine Nuß 10 

9a Blüten in Ährchen angeordnet; Tragblätter der Blüten überlappend; Fruchtknoten 2fächrig Restio 

9b Blüten nicht in Ährchen, jede Blüte mit 1 - 2 Hochblättern an der Basis; Fruchtknoten und Kapsel 3fächrig Lepyrodia 

10a [8] Blüten in Ährchen angeordnet; Tragblätter der Blüten überlappend 11 

10b Blüten nicht in Ährchen, jede Blüte mit 1 - 2 Hochblättern an der Basis 12 

11a Halme meist einfach, Ährchen mehrblütig Leptocarpus 

11b Halme stark verzweigt, drahtartig, oft gebogen; Ährchen 1blütig Hypolaena fastigiata 

12a [10] Halme einfach, aufrecht, kräftig (endemisch) Winifredia sola 

12b Halme stark verzweigt, klimmend, zart, drahtartig 13 

13a Blüten sitzend bis kurz gestielt; Blütenstiele in den Tragblättern verborgen; Staminodien fehlend Empodisma minus 

13b Blüten auf verlängerten Stielen, diese viel länger als ihre Tragblätter; Staminodien 3 Calorophus 

  

RHAMNACEAE 

1a Strauch mit kurzen, gegenständigen Zweigen, welche kräftige, grüne Dornen bilden (nur von wenigen Stellen am Central Plateau bekannt) Discaria pubescens 

1b Baum, Strauch oder Zwergstrauch; nicht dornig (nur bei Cryptandra amara enden die Zweige in einer dünnen, verdornten Spitze); Blätter bzw. Zweige wechselständig 4 

2a Tragblätter der Blüten hinfällig; Kronblätter fehlend oder vorhanden und ± konkav, aber die Antheren nicht umschließend; Filamente länger als die Kronblätter Pomaderris 

2b Tragblätter der Blüten bleibend; Kronblätter die Antheren außen umschließend; Filamente kürzer als die Kronblätter 3 

3a Hypanthium fehlend oder kurz; Fruchtknoten deutlich unterständig (mehrere Taxa endemisch) Spyridium 

3b Hypanthium deutlich, 2x bis 3x so lang wie der ± halbunterständige Fruchtknoten 4 

4a Blüten in kleinen, dichten, endständigen, kopfigen Blütenständen, welche von 1 - 4 weißfilzigen Hochblättern umgeben sind (nur lokal an der Ostküste häufig; endemisch) Stenanthemum pimeleoides 

4b Blüten einzeln endständig, oder zu 2 - 3 achselständig und dann in kurzen, durchblätterten Ähren oder Trauben; kleine, drahtige Sträucher oder Halbsträucher Cryptandra 

  

ROSACEAE 

1a Einjährige oder audauernde krautige Pflanzen 2 

1b Kleine Bäume oder Sträucher, letztere manchmal mit bogig überhängenden, an der Spitze wurzelnden Trieben 7 

2a Kronblätter vorhanden; Blüten meist einzeln, auffällig 3 

2b Kronblätter fehlend; Blüten klein, meist in dichten Köpfen oder Ähren 5 

3a Außenkelch vorhanden; Frucht nicht fleischig 4 

3b Außenkelch fehlend; Frucht eine Sammelsteinfrucht (weit verbreitet und häufig im Gebirge bei ca. 900-1500 m; endemisch) Rubus gunnianus 

4a Griffel im Fruchtzustand vorhanden, grannenartig verlängert, unten behaart, oben mit hakenartiger Spitze Geum 

4b Griffel abfallend, Früchte daher ohne Grannen oder Haken, klein Potentilla 

5a [2] Blätter handförmig gelappt; Blüten in kleinen Büscheln in den Achseln von Laubblättern, ± von den Nebenblättern verdeckt; Außenkelch vorhanden Aphanes arvensis 

5b Blätter gefiedert; Blüten endständig in lang gestielten Köpfen oder Ähren; Außenkelch fehlend 6 

6a Früchte mit Haken oder Stacheln Acaena 

6b Früchte runzelig oder mit grubigem Wandornament Poterium sanguisorba (P. polygamum, Sanguisorba minor) 

7a [1] Überhängender oder klimmender, stacheliger Strauch; Blätter gefiedert 8 

7b Aufrechter Strauch oder kleiner Baum; Blätter einfach 9 

8a Blütenboden stark verlängert; Frucht eine Sammelsteinfrucht (von den strauchigen Rubus-Arten ist nur R. parvifolius ursprünglich heimisch; seine Früchte sind rot) Rubus 

8b Blütenboden krugförmig vertieft, fleischig, rot; Frucht eine Sammelnußfrucht Rosa 

9a [7] Blätter unzerteilt, elliptisch oder verkehrt-eiförmig, mit gekerbtem bis gesägtem Rand; reife Frucht blau oder schwärzlich-purpurn Prunus 

9b Blätter tief gelappt; reife Frucht rot Crataegus monogyna 

  

RUBIACEAE 

1a Blätter gegenständig; ausdauernde krautige Pflanzen oder immergrüne Sträucher 2 

1b Blätter gegenständig, jedoch mit ihren laubbblattartig gestalteten Nebenblättern Scheinquirle bildend; einjährige oder ausdauernde krautige Pflanzen 5 

2a Blüten an den Basen verwachsen, in kugeligen Köpfen; Früchte ebenfalls verwachsen, 2klappige Kapseln; Kelchzipfel kräftig, bleibend; ausdauernde krautige Pflanzen, bei Verletzung mit unangenehmem Geruch (offene Standorte) Opercularia 

2b Blüten bzw. Früchte nicht verwachsen; Früchte fleischig 3 

3a Blüten eingeschlechtig Coprosma 

3b Blüten zwittrig 4 

4a Früchte blau; Blätter dunkelgrün, dick, glänzend Coprosma 

4b Früchte rot; Blätter blaßgrün, dünn (nur sehr lokal, v. a. bei Quellen auf Berggipfeln im W und im äußersten S) Nertera depressa 

5a [1] Kelch mit 4 Zähnen, an der Frucht erhalten bleibend Sherardia arvensis 

5b Kelch fehlend oder nur einen schmalen, ringförmigen Saum bildend 6 

6a Blüten zwittrig, wenn eingeschlechtig, dann Pflanze einhäusig; Krone ± radförmig ausgebreitet; Kronröhre kürzer als die freien Kronzipfel Galium 

6b Blüten eingeschlechtig; Pflanze zweihäusig; Krone der männlichen Blüten trichterförmig; Kronröhre gleich lang oder länger als die freien Kronzipfel Asperula 

  

RUTACEAE 

1a Blätter gegenständig 2 

1b Blätter wechselständig 4 

2a Kronblätter röhrig verwachsen, zumindest in der Knospe Correa 

2b Kronblätter frei, ausgebreitet 3 

3a Kron- und Staubblätter 4; Nektardiskus mit 4 vorstehenden Drüsen; Sträucher oder kleine Bäume; Blätter einfach oder 3zählig Zieria 

3b Kronblätter 4; Staubblätter 8; Nektardiskus nicht gegliedert; Sträucher oder Halbsträucher Boronia 

3c Kronblätter 5 - 7; Staubblätter 10 - 14; hoher Strauch oder kleiner Baum, 3-10 m hoch (nur sehr lokal an der Westküste; endemisch) Acradenia frankliniae 

4a [1] Kronblätter (in der Knospenlage) überlappend, ohne zurückgebogene Spitzen; Sträucher Eriostemon 

4b Kronblätter (in der Knospenlage) klappig aneinanderstoßend oder schwach überlappend; immer mit zurückgebogenen Spitzen; Sträucher oder kleine Bäume Phebalium 

  

SANTALACEAE 

1a Blätter lineal, bis ca. 24 mm lang, immergrüne, ausdauernde krautige Pflanze (ausgestorben?) Thesium australe 

1b Blätter der ausgewachsenen Pflanze zu manchmal abfallenden Schuppen reduziert 2 

2a Fruchtknoten unterständig; Frucht klein, steinfruchtartig, von der bleibenden Blütenhülle gekrönt; Sträucher oder Zwergsträucher Leptomeria 

2b Fruchtknoten oberständig; Frucht eine Nuß mit fleischigem Stiel; Bäume oder Sträucher; wenn Zwergsträucher, dann im Gebirge Exocarpos 

  

SCROPHULARIACEAE 
Buchanan (1995) listet neben den hier ausgeschlüsselten heimischen Taxa außerdem Chionohebe ciliolata (Pygmea c.); diese Art wurde schon im Familienschlüssel (Nr. 104b) berücksichtigt und scheint hier nicht mehr auf. 
1a Kronröhre an der Basis gespornt 2 

1b Kronröhre ungespornt 4 

2a Blätter lineal-lanzettlich mit allmählich verschmälerter Basis, sitzend oder kurz gestielt Linaria vulgaris 

2b Blätter eiförmig, spießförmig oder ± rund mit abgerundetem oder herzförmigem Spreitengrund, gestielt 3 

3a Ausdauernde, kriechende krautige Pflanze, Blätter handförmig gelappt, fingernervig Cymbalaria muralis 

3b Einjährige krautige Pflanze; Blätter eiförmig, unzerteilt oder spießförmig, fiedernervig Kickxia 

4a [1] Krone 4zählig, radförmig; Staubblätter 2 Veronica (inkl. Hebe, Parahebe, Derwentia) 

4b Krone 5zählig oder zweilippig; Staubblätter 5 oder 4 + 1 Staminodium oder 4 oder 2 + 2 Staminodien 5 

5a Stengel scharf vierkantig und geflügelt; Kronröhre fast kugelig Scrophularia auriculata (S. aquatica) 

5b Stengel nicht geflügelt; Kronröhre nicht kugelig 6 

6a Krone fast radiärsymmetrisch, weniger als 5 mm im Durchmesser 7 

6b Krone entweder zweilippig oder nur schwach monosymmetrisch und mehr als 10 mm im Durchmesser 8 

7a Kelch 3- bis 4zipfelig; Narbe flach, spatelförmig und an der Spitze gebogen; kleine krautige Pflanze (± untergetaucht in seichtem Wasser oder an Bachufern; im N) Glossostigma elatinoides 

7b Kelch 5zipfelig; Narbe keulig oder fast kopfig; kleine krautige Pflanze mit dicklichen Blättern (an Bachrändern und anderen zeitweise überfluteten Standorten) Limosella australis (L. lineata) 

8a [6] Krone radförmig oder glockig mit ausgebreiteten Zipfeln, welche länger als die Kronröhre sind 9 

8b Krone zweilippig oder Kronzipfel kürzer als die Kronröhre 12 

9a Zarte, ausdauernde krautige Pflanzen; Blüten lang gestielt, einzeln oder zu 1 - 4 in lockeren Trauben; Blühsprosse 3-15 cm hoch 10 

9b Kräftige, zweijährige krautige Pflanzen; Blüten zahlreich, in endständigen Trauben oder ährenähnlichen Rispen; Blühsprosse 50-100 cm hoch 11 

10a Krone purpurn; Mündung der Kronröhre median unten mit 2 kleinen, weißen Vorwölbungen; Narbe mit 2 breiten Lappen (häufig an sumpfigen Standorten) Mazus pumilio 

10b Krone weiß oder oder cremefarben; Mündung der Kronröhre offen; Narbe kopfig (lokal häufig an feuchten, schattigen Gebirgsstandorten; endemisch) Ourisia integrifolia 

11a Staubblätter 5 oder selten eines davon nicht voll entwickelt; Kelchzipfel ganzrandig Verbascum 

11b Staubblätter 4; Kelchzipfel gesägt Verbascum creticum (Celsia c.) 

12a [8] Krone 4-5 cm lang, glockenförmig; Kronzipfel viel kürzer als die Kronröhre Digitalis purpurea 

12b Krone viel kürzer als 2,5 cm, zweilippig oder fast radiärsymmetrisch 13 

13a Voll entwickelte Staubblätter 4 14 

13b Voll entwickelte Staubblätter 2, mit 2 (manchmal sehr dünnen) Staminodien (in Flußniederungen, Marschen, feuchten Gräben und an anderen sumpfigen Standorten) Gratiola 

14a Blätter alle grundständig in einer Rosette oder einem aufrechten Büschel; zarte, ausdauernde krautige Pflanze (häufig an sumpfigen Standorten) Mazus pumilio 

14b Stengelblätter vorhanden 15 

15a Blüten einzeln blattachselständig; die beiden oberen Kronzipfel überlappen in der Knospenlage die beiden seitlichen; Blüten bläulich-purpurn (M. repens; häufig an Salz- und Brackwassermarschen und an schlammigen Standorten) oder gelb (M. moschatus; Heimat: N-Amerika) Mimulus 

15b Blüten in endständigen Ähren oder Trauben; die beiden seitlichen Kronzipfel überlappen in der Knospenlage die beiden oberen 16 

16a Oberlippe der Krone zweilappig, ein wenig konkav, aber ausgebreitet oder ± zurückgebogen Euphrasia 

16b Oberlippe der Krone unzerteilt oder ausgerandet, helmartig Parentucellia 

  

SOLANACEAE 

1a Gleich viele fertile Staubblätter wie Kronzipfel vorhanden (meist 5) 2 

1b Weniger fertile Staubblätter als Kronzipfel vorhanden (4 in zwei Paaren), manchmal ist das 5. Staubblatt durch ein Staminodium ersetzt (lokal in Gräben nahe der E-Küste; endemisch) Cyphanthera tasmanica (Anthocercis t.) 

2a Krone radförmig oder sehr breit glockig; Staubbeutel länger als die Filamente, aufrecht und parallel oder zusammenneigend, einen Zylinder oder Kegel um den Griffel bildend Solanum 

2b Krone trichter-, krug- oder stieltellerförmig; Staubbeutel kürzer als die Filamente, nicht zusammenneigend bzw. den Griffel einhüllend (Ausnahme: Salpichroa) 3 

3a Strauch mit dornigen Seitenästen Lycium 

3b Ein- oder zweijährige krautige Pflanze oder ausdauernde Kletterpflanze; Seitenäste nicht dornig 4 

4a Ausdauernde Kletterpflanze; Frucht eine Beere (Heimat: S-Amerika) Salpichroa origanifolia 

4b Aufrechte, ein- oder zweijährige krautige Pflanze; Frucht eine Kapsel 5 

5a Pflanze nicht klebrig; Frucht dicht mit langen Stacheln besetzt Datura 

5b Pflanze flaumig und klebrig; Frucht vom hart werdenden Kelch eingeschlossen Hyoscyamus albus 

  

STYLIDIACEAE 

1a Krone monosymmetrisch mit deutlichem differenziertem Labellum 2 

1b Krone radiärsymmetrisch oder fast radiärsymmetrisch 3 

2a Labellum klein oder sehr schmal, den Griffel nicht einhüllend; Griffel verlängert, gebogen, reizbar ("trigger plant") Stylidium 

2b Labellum kapuzenartig, den kurzen, aufrechten Griffel einhüllend; kurzlebige krautige Pflanze (selten) Levenhookia dubia 

3a Blüten 6-12 cm lang gestielt, meist einzeln; Blätter in einer grundständigen Rosette; ausdauernde krautige Pflanze (lokal auf Bergen im SW; endemisch) Forstera bellidifolia 

3b Blüten sitzend; Stengelblätter vorhanden, überlappend; Sprosse dicht gepackt, einen harten Polster bildend (sehr lokal auf exponierten Berghängen bei ca. 1200 m) Phyllachne colensoi 

  

THYMELAEACEAE 

1a Staubblätter 2, selten 1; Sträucher (einige klimmend) oder Zwergsträucher Pimelea 

1b Staubblätter 4; fast krautig wirkender, polsterartiger Zwergstrauch; Perianth weiß, seidenhaarig, um die Frucht erhalten bleibend (lokal häufig auf Bergplateaus und Gipfeln) Kelleria dieffenbachii (Drapetes tasmanicus) 

  

URTICACEAE 

1a Blätter gegenständig, mit Brennhaaren; Pflanzen ausdauernd (U. incisa, in Schluchten und an anderen schattigen Standorten) oder einjährig (U. urens) Urtica 

1b Blätter wechselständig, ohne Brennhaare 2 

2a Blüten einzeln blattachselständig (Heimat: Mittelmeergebiet) Soleirolia soleirolii (Helxine s.) 

2b Blüten in blattachselständigen Büscheln 3 

3a Blätter ganzrandig; männliche Blüten mit Tragblättern, Perianth 3- bis 4zipfelig; Staubblätter 3 - 4; einjährige krautige Pflanze (lokal nahe der N-Küste und auf Inseln der Bass Strait) Parietaria debilis 

3b Blätter grob gekerbt oder gekerbt-gezähnt; männliche Blüten ohne Tragblätter; Perianth unregelmäßig zweilippig; Staubblätter 1; ein- oder zweihäusige krautige Pflanze (in schattigen Gräben, an Bächen und anderen feuchten Standorten) Australina pusilla 

  

VIOLACEAE 

1a Krautige Pflanze; Blüte monosymmetrisch; Frucht eine Kapsel Viola 

1b Bis 2 m hoher, dorniger Strauch; Blüte radiärsymmetrisch; Frucht eine Beere (im N, am Central Plateau, seltener im E) Hymenanthera dentata 

  

XANTHORRHOEACEAE 

1a Blüten zwittrig (die häufige X. australis bildet sog. "Grasbäume", d. h. die Blatthorste sitzen an einem bis zu 3 m hohen oberirdischen Stamm, dem "Caudex"; die beiden endemischen anderen Arten, X. arenaria, X. bracteata bilden keine oberirdischen Stämme) Xanthorrhoea 

1b Blüten eingeschlechtig, Pflanze zweihäusig (die häufigere L. longifolia wird 30-100 cm hoch, ihre Blütenstände weisen lange, verdornte Hochblätter auf; L. nana ist viel kleiner, bis 20 cm hoch, ohne lange, verdornte Hochblätter in den Blütenständen) Lomandra 

  

ZOSTERACEAE 

1a Spatha breiter als ihre Spreite; Spreite nach der Blüte meist abfallend; Rhizom- und Sproßinternodien im Querschnitt mit 4 - 12 Gefäßbündeln in der Rinde (knapp unter der Gezeitenzone an sandigen oder schlammigen Küsten) Heterozostera tasmanica 

1b Spatha so breit wie ihre Spreite; Spreite meist bleibend; Rhizom- und Sproßinternodien im Querschnitt mit 2 lateralen Gefäßbündeln, die einander auf beiden Seiten des zentralen Gefäßbündels gegenübersitzen (in oder knapp unter der Gezeitenzone an Küsten und in Ästuaren von Bächen und Flüssen) Zostera muelleri 


Literatur 

BUCHANAN, A. M. 1995. A census of the vascular plants of Tasmania. Tasmanian Herbarium Occasional Publication 5: 93 pp. - 

CAMERON, M. ED. 1984: Guide tho flowers and plants of Tasmania. 120 pp.- 

CURTIS, W. M. 1963: The student´s flora of Tasmania. Part 2. Angiospmerae: Lythraceae to Epacridaceae. 225-474.- 

CURTIS, W. M. 1979: The student´s flora of Tasmania. Part 4a: Angiospermae: Orchidaceae. 1-138.- 

CURTIS, W. M. 1993: The student´s flora of Tasmania. Part 3. Angiospermae: Plumbaginaceae to Salicaceae. 465-661.- 

CURTIS, W. M., MORRIS, D. I. 1993: The student´s flora of Tasmania. Part 1. Gymnospermae. Angiospermae: Ranunculaceae to Myrtaceae. 240 pp.- 

CURTIS, W. M., MORRIS, D. I. 1994: The student´s flora of Tasmania. Part 4b: Angiospermae: Alismataceae to Burmanniaceae. 1-459.- 
 

for any comments or 
corrections please 
contact Christian Scheuer
* cite this page as: Scheuer, C. 1999 onwards: Schlüssel für die Samenpflanzen-Gattungen Tasmaniens. In: Magnes, M. & Mayrhofer, H. (eds.) 1999 onwards: Flora und Vegetation von Tasmanien. Eine Einführung in das Exkursionsgebiet des Instituts für Botanik der Universität Graz im November 1996.