Nepal नेपाल
| Einwohner: | ||
| Fläche: | km² | |
| Alphabetisierung: | 54% (69% ♂, 43% ♀) | |
| Sprache: | Nepali (indo–arisch) | |
| Religionen: | | |
| Hauptstadt: | Kathmandu | |
Trotz seiner vergleichsweise geringen Ausdehnung ist Nepal ein Land von enormen geographischen Kontrasten: Auf nur
Die Bewohner Nepals gehören verschiedenen Ethnien an: Im Gebirge leben Menschen mit sino–tibetischer Muttersprache (Rai, Limbu, Newar), in den höchsten Lagen auch die Sherpa, eine tibetische Splittergruppe. Die ethnischen Nepali sind indische Einwanderer, die in den letzten Jahrhunderten zugezogen sind und heute in niedrigen und mittleren Lagen oft die Mehrheit stellen; die meisten von ihnen gehören der Kshatriya-Kaste an, die in Nepal als Chhetri bezeichnet wird. Ihre Sprache ist Nepali, ein Mitglied der eng mit Hindi verwandten Pahari-Gruppe, und der einzige Vertreter dieser Gruppe mit signifikanter schriftlicher Tradition.
Die autochthone Bevölkerung des Terai-Tieflandes, die Tharu, ist heute vollständig minorisiert. Im Terai leben auch einige Ethnien mit indo–arischen Muttersprachen, die mit Nepali nur weitläufig verwandt sind (Bhojpuri, Maithili). Da Nepali die Staatssprache ist, wird es von so gut wie allen Nepalesen verstanden. Alle anderen Sprachen fristen ein Schattendasein und werden in der Schule nicht gelehrt, und ihre Muttersprachler können sie selbst bei hoher Bildung üblicherweise nicht schreiben. Nur bei der Sprache der Newar, Nepalbhasa, kann man einen gegenläufigen Trend beobachten.
Die Nepali (damit meine ich jenen Teil der Bevölkerung, die Nepali oder ein ähnliches indisches Idiom zur Muttersprache hat) folgen fast ausschließlich dem Hinduismus, minus ein paar Christen und Moslems im Tarai. Die sino–tibetisch sprechenden Bergvölker haben ihre eigenen Religionen, die heute stark mit hinduistischer Symbolik überfrachtet sind; nur jene mit enger Verwandtschaft zu den Tibetern (Sherpa, Tamang) sind Buddhisten. Eine Sonderstellung nehmen die Newar ein, da sie seit langer Zeit indisiert sind und mehrheitlich den Hinduismus angenommen haben; eine Minderheit praktiziert tibetischen Buddhismus (und beide Gruppen mischen ihre Religion mit ein bißchen der anderen). Der Newari-Hinduismus zeichnet sich durch zahlreiche Besonderheiten aus, die wahrscheinlich gleichermaßen der Lage am Rand des indischen Kulturraums und vorhinduistischen Bräuchen geschuldet ist.
Nach den politischen Wirren der letzten Jahrzehnte, dem Bürgerkrieg mit maoistischen Rebellen und dem bis heute sagenumwobenen Gemetzel im Königshaus hat das Land unter einer neuen republikanischen Verfassung einigermaßen zur Ruhe gefunden. Das nützt auch der Tourismusindustrie, die in Nepal von größter Bedeutung ist. Wenige, die das Land besucht haben, fühlen nicht den Wunsch, wiederzukehren.
- Kathmandu-Tal — kulturelle Sehenswürdigkeiten auf engstem Raum
- Himalaya Region — das echte, auch heute noch schwer erreichbare Gebirgsland
- Hill Region — stimmungsvolle Orte in Sichtweite zu den hohen Bergen
- Terai — die tropische und heiße Tiefebene


