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| Tasmanischer Pfeffer (blühende Pflanze) |
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| Blüten von T. insipida |
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Pflanze mit reifen Pfefferfrüchten
www.trump.net.au © Robert Coghlan |
Die in Australien als bush food (Busch-Essen) bezeichnete kulinarische Richtung macht viel Gebrauch von schmackhaften einheimischen Pflanzen: Zitronenmyrte, Akaziensamen (wattleseed), eine einheimische Tomatenart (Busch-Tomate, Solanum centrale) und lokale Kräuter sollen diesem Kochstil ein unverwechselbar australisches Gepräge geben. Zugrunde liegen die Kochtraditionen der australischen Landbevölkerung und auch der Ureinwohner (aboriginals). Man findet allerdings auch eine merkliche Anlehnung an die italienische Küche; so sind mit tasmanischem Pfeffer gewürzte Hartweizennudeln (pasta) oder pesto-artige Zubereitungen mit wattle seeds statt Pinienkernen (siehe auch Basilikum) typische Kreationen des bush food. Allerdings ist bush food oft würziger und schärfer als jede der drei bisher erwähnten Quellen; das läßt sich wohl als ein indirekter Einfluß der vielen asiatischen Zuwanderer deuten, die scharfes Essen in der Bevölkerung bekannt und beliebt gemacht haben.
Der Erfolg des bush food ist heute noch auf Australien beschränkt, vielleicht ist dieser Kochrichtung aber ein ähnlicher Aufschwung beschert wie einer anderen ehemaligen Land- und Bauernküche, dem heute international bekannten cajun food aus dem US-Bundesstaat Louisiana (siehe Sassafras).
Der tasmanische Pfeffer ist außerhalb Australiens kaum zu bekommen;
die getrockneten Samen des Wasserpfeffers
sind ein guter Ersatz, aber fast ebenso schwer erhältlich.


