Ao.Univ.-Prof. Priv.-Doz. Dr. Werner Jauk
Institut für Musikwissenschaft
GEWI-Logo
 
» Aktuelles
» Curriculum vitae
» Lehre
   Musikwissenschaft
   Interuniversitär/Interfakultär
   Bakk-/ Diplom-/ MA-Arbeiten, Dissertationen
» Lehre und Forschung
» Publikationen
» Kongressbeiträge / Vorträge
» Projekte
   Wissenschaft und Kunst
   grelle musik (Archiv)
   Drittmittelprojekte
» Kooperationen
» Home / Kontakt

[Seite drucken]


© Werner Jauk 2009
 
 

Musik/Gesellschaft/Technologie -
Wahrnehmung und die (Neuen) Medien

Musik/ Gesellschaft/ Technologie - Wahrnehmung und die (Neuen) Medien ist Systematische Musikwissenschaft mit dem Schwerpunkt auf die sozialen / ökonomischen / politischen Bedingungen unter denen Musik entsteht, vermittelt und rezipiert wird. Dabei geht es nicht um die Beschreibung eines Umfeldes, sondern um den Versuch, das Entstehen innermusikalischer Prozesse im Zusammenspiel mit außermusikalischen zu erklären. Musik wird dabei als Teil (Ereignisbedingung nicht Hervorbringung) eines gesellschaftlichen Systems erachtet.

Die Betrachtung von Musikentwicklung als Prozess der Mediatisierung emotional körperlicher Zuständlichkeit, die hohe Verwobenheit von Musik mit den Medien / ihrer Technologie und damit insgesamt ihre hohe Emotion signalisierende/kommunizierende Qualität erklären nicht nur Musik, daraus ergibt sich auch ihr hoher Gebrauchs- wie wirtschaftlicher Marktwert - Musik wird damit zum geeigneten Objekt von Erforschung der Alltagskultur. Die neuen Medientechnologien fokussieren eine bestimmte Art von Wahrnehmung allgemein, eine emotionale im Bereich persönlicher und sozialer Wahrnehmung, allgemein im Bereich der Wahrnehmung von Gegenständen als deren Images. Den scheinbar visuell dominierten neuen Medien liegt eine Wahrnehmungsart und Logik zugrunde, die im Auditorischen ihre Entsprechung hat: das systemisch Beziehende, das dynamisch Liquide, das immaterielle Willkürliche, aber auch das parasprachlich unmittelbar emotional Signalhafte. Diese Implikationen des Auditorischen finden in Musik ihre Formalisierung.

Die Spezifika der Wahrnehmung akustischer Signale, der kognitiven Verarbeitung von Musik und Bedeutungszuweisung im Kontext sozialer Größen werden in einem kognitionstheoretischen Modell des Informations-Processing zueinander geführt. Signalhafte unmittelbare Kommunikation steht vor semiotischer Vermittlung aus sprachassoziierten Modellen - diese ist selbstverständlich nicht ausgeschlossen. Erkenntnisse werden auf der Basis experimenteller Studien angestrebt. Entwicklung von Forschungsdesigns, statistische Auswertung und Klanganalyse (-synthese) sind methodische Teile des Faches. Musik/Gesellschaft/Technologie - Wahrnehmung und die (Neuen) Medien kann als theoretische und empirische Hinführung zu Musik/Medien/Alltag und dessen aufeinander bezogene Gliederung in "Musik als Modell für eine Theorie der neuen / Medien-Künste" sowie "Musik als funktionale Größe in der Massenkommunkation - Pop als emotionales Klima" gewertet werden.

 

 
 
| Institut für Musikwissenschaft | Fakultät | Universität Graz |
Gestaltung: GewiLab Webservice, aktualisiert am: 08.03.2009