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Karl Kumpfmüller

"Friede oder Ausgleich? Westliche und östliche Strategien gegen das Chaos der Gewalt"

Montag, 11. April 2011
19.00 Uhr, Aula der Universität Graz
, Hauptgebäude (1.Stock), Universitätsplatz 3, 8010 Graz.
[Lageplan der Universität Graz, Gebäude Nr. 1]

sowie per Live-Übertragung in den Regionen.

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Univ.-Lektor Mag. Dr. Karl Kumpfmüller MA, Institut für Wirtschafts-, Sozial- und Unternehmensgeschichte sowie Global Studies, Universität Graz

Friede oder Ausgleich? Westliche und östliche Strategien gegen das Chaos der Gewalt.
Seit den Römern ist die westliche Welt mit dem Konzept der Pax (wörtlich „Verträge") vertraut, einem Friedenssystem, das auf militärischer Herrschaft, Verträgen und Sanktionen basiert. Dieser Pax Romana folgten ähnliche Versuche in Gestalt einer „Pax Christiana“ und/oder „Pax Europea“, danach einer „Pax Americana-Sovietica“ und schließlich der gegenwärtigen „Pax Americana“. Eine solche Politik scheint jedoch nicht zu mehr Frieden zu führen.
Rom kannte jedoch auch ein alternatives Friedenskonzept, nämlich das einer Concordia (wörtlich „Einklang der Herzen“), deren wichtigste Philosophie es war, dass dauerhafter Friede nur auf dem ständigen Bemühen nach Harmonie, Gerechtigkeit und Ausgleich aufbauen kann. Diese Idee stammt aus frühen östlichen Kulturen und Philosophien (Ägypten, Asien, Griechenland …) und entspricht somit asiatischen, vor allem chinesischen Konzepten der „Governance for Harmony“. Es war und ist eine wirkungsvolle Alternative zum verheerenden Pax-System mit seinen ständigen Friedens-Kriegen.
In einer immer stärker globalisierten Welt scheint es heute notwendiger denn je, auf Strategien des Ausgleichs und der Versöhnung statt auf neue Formen von Herrschaft und Überlegenheit zu setzen.


Zur Person:
Studien der Rechtswissenschaften, der Wirtschaftswissenschaften, der Psychologie und Sprachen sowie der Internationalen Beziehungen an den Universitäten Graz, Edinburgh, Montpellier, Krakau und an der School for Advanced International Studies of The Johns Hopkins University, Washington D.C.
Universitäts-Lektor für Entwicklungsökonomie und Entwicklungspolitik an der Universität Graz, Gastvorträge an allen österreichischen und zahlreichen ausländischen Universitäten (u. a. in Köln, Erlangen, Bologna, Padua, Köszeg, Riga, Helsinki, St. Petersburg, Washington, Oregon, Ellensburg, Hongkong).
Ausbildungen in Erwachsenenbildung, Gestalttherapie und Supervision.
Initiator und leitender Mitarbeiter mehrerer entwicklungs- und friedenspolitischer Institutionen, u. a. des Österreichischen Informationsdienstes für Entwicklungspolitik, des Europahauses Eisenstadt, des Österreichischen Institutes für Friedensforschung und Friedenserziehung in Stadtschlaining und des Grazer Büros für Frieden und Entwicklung, sowie Initiator und  Koordinator des interfakultären Global-Studies-Programms der Karl-Franzens-Universität Graz.
Zahlreiche Publikationen und aktuelle Beiträge in vielen in- und ausländischen Medien.