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| MONTAGSAKADEMIE ONLINEVIDEOTHEK |
Vorträge zum Leitthema "Beziehungen – vom Individuum zum Universum" (Studienjahr 2008/09)
| Menschen sind sehr soziale Lebewesen und insofern sind Beziehungen zwischenmenschlicher Art, ob am Arbeitsplatz, in der Schule und natürlich vor allem zwischen den Geschlechtern, zentraler Bestandteil unseres Lebens. Das diesjährige Leitthema der Montagsakademie fasst das Thema allerdings noch viel weiter: Es beginnt innerhalb der Individuen mit Beziehungen zwischen Geist und Körper, es beinhaltet ökonomische genauso wie ökologische Beziehungen und den Klimawandel, es betrifft auch unsere Beziehungen zum Geld und endet schließlich im Kosmos. Ein wahrhaft gigantisches Programm!
| Hinweis: Es stehen 2 unterschiedliche Videoformate zur Verfügung, die durch Anklicken des jeweiligen Logos neben dem Bild zum Vortrag geöffnet werden können [Nähere Informationen zur Technik]. |
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Aufzeichnung der Montagsakademie vom 08.06.2009: Mensch und Kosmos: große Massen, leere Räume Univ.-Prof. Dr. Arnold Hanslmeier Institut für Physik (Geophysik, Astrophysik und Meteorologie), Universität Graz
 "Seit der bemannten Raumfahrt ist es der Menschheit klar geworden, dass die Erde ein winziger Ort im Universums ist. Wir befinden uns auf dem von der Sonne aus gesehen dritten Planeten. Nach der Etablierung des heliozentrischen Weltsystems durch Kopernikus gab es zwei weitere schwerwiegende Änderungen unseres Weltbildes durch die Astronomie. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde klar, dass unsere Sonnensystem eher eine Randlage in der Galaxis einnimmt und dass es Milliarden von Galaxien im Universum gibt. Und seit wenigen Jahren konnte man zum ersten Mal extrasolare Planetensysteme nachweisen, inzwischen sind sogar erdähnliche Planeten gefunden worden. Damit zeichnet sich eventuell eine weitere Revolution unseres Weltbildes ab: die Entdeckung von außerirdischen Leben. In dem Vortrag werden die kosmischen Dimensionen erläutert, sowie die Stellung der Erde im Universum. Die Entwicklungsgeschichte des Universums lässt sich anhand der beobachteten Verteilung der Materie rekonstruieren. Allerdings sind große Teile des Universums einer direkten Beobachtung nicht zugänglich, und Begriffe wie Dunkle Materie und Dunkle Energie werden diskutiert." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 18.05.2009: Erde und Mensch im Jahrhundert des Klimawandels – eine Beziehung ohne Chancen auf Zukunft? Univ.-Prof. Mag. Dr. Gottfried Kirchengast Leiter des Wegener Zentrums für Klima und Globalen Wandel und Institut für Physik, Universität Graz
 "Wohin wandelt sich das Klima im 21. Jahrhundert? Was haben wir seit dem Weltklimabericht 2007 bis Mai 2009 weiter dazugelernt und welche Sicherheit haben mittlerweile unser wissenschaftliches Wissen und unsere Zukunftsszenarien? Was ist der Worst Case und können wir andererseits vielleicht noch auf ein Wunder hoffen, auf irgendetwas bisher Übersehenes? Der Vortrag gibt einen Einblick in den hoch spannenden aktuellen Wissensstand und dazu, wie unsere Zukunft von der weiteren Entwicklung unserer Treibhausgas-Emissionen abhängt." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 04.05.2009: Vernetzungen – vom Stoffhaushalt der Ökosysteme o. Univ.-Prof. DI Dr. Gerhard Glatzel Institut für Waldökologie, Department für Wald- und Bodenwissenschaften, Universität für Bodenkultur Wien
 "Ökosysteme sind stofflich und energetisch offen, es gibt Flüsse zwischen benachbarten Systemen, aber auch Flüsse, die weit darüber hinausreichen. Elemente, die gasförmige Verbindungen bilden, sind am atmosphärischen Stofftransport beteiligt und können rasch über große Entfernungen transportiert werden. Wasserlösliche Verbindungen werden aus terrestrischen Systemen ausgewaschen und gelangen in die Gewässer. Sehr schwer lösliche Stoffe werden im System angereichert und über Jahrhundertmillionen plattentektonisch rezykliert. Die Verfrachtung von Stäuben mit dem Wind ist ein weiterer Prozess. Über kurze Distanzen können große Mengen pflanzliche Biomasse, wie Blütenstaub oder Laub verweht werden. Der Stofftransfer durch Tiere, deren Lebensraum sich über Ökosystemgrenzen erstreckt, ist oft bedeutend. Kenntnisse der komplexen Vernetzungen sind für Landwirtschaft und Umweltschutz gleichermaßen wichtig." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 20.04.2009: Was kann die Mathematik für unsere Gesundheit leisten? o. Univ.-Prof. Dr. Franz Kappel Institut für Mathematik und Wissenschaftliches Rechnen, Universität Graz
"Ausgehend von den bahnbrechenden Arbeiten William Harveys über den Blutkreislauf aus dem Jahre 1628 wird zunächst die Bedeutung mathematischer Methoden für die Gewinnung physiologischer Erkenntnisse erläutert. In weiterer Folge wird demonstriert, dass viele diagnostische und therapeutische Verfahren auf mathematischen Berechnungsmethoden basieren, wobei auch kurz auf Probleme der mathematischen Modellbildung eingegangen wird. Der Vortrag soll sich nicht in abstrakten Formulierungen ergehen, sondern zieht stets konkrete Beispiele zur Illustration der diskutierten Problemstellungen heran." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 30.03.2009: Verbaute Zukunft? Unser sorgloser Umgang mit dem Boden o. Univ.-Prof. DI Dr. Gerlind Weber Institut für Raumplanung und ländliche Neuordnung, Department für Raum, Landschaft und Infrastruktur, Universität für Bodenkultur Wien
"Täglich werden in Österreich 17 ha der Landwirtschaft für Gebäude und den Straßenbau entzogen. Damit ist hierzulande vergleichsweise der Pro-Kopf-Verbrauch an Boden für Siedlungs- und Verkehrszwecke etwa doppelt so hoch wie in der Bundesrepublik Deutschland. Vor einem fortgesetzt sorglosen Umgang mit dem Boden durch Zersiedelung und Zerschneidung warnt uns aber der Blick in die absehbare Zukunft: erhöhter Standortwettbewerb, die Energiewende, der Klimawandel und erhebliche Verschiebungen im Bevölkerungsaufbau fordern ein erhöhtes Problembewusstsein. Die Schlüsselverantwortung für einen besseren Schutz des Bodens vor Raubbau liegt bei den Gemeinden, aber auch bei jedem Bürger und jeder Bürgerin." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 09.03.2009: Subjektives Unrechtsempfinden in der Familie und am Arbeitsplatz Univ.-Prof. Dr. Gerold Mikula Institut für Psychologie, Universität Graz
"Gerechtigkeit stellt einen zentralen Wert menschlicher Gesellschaften dar. Im Vortrag wird die Thematik aus Sicht der psychologischen Gerechtigkeitsforschung behandelt. Anders als bei anderen Wissenschaftsdisziplinen steht hier das subjektive Gerechtigkeitsempfinden im Blickpunkt des Interesses. Zentrale Fragen sind: Was sind die Grundlagen dafür, ob etwas gerecht oder ungerecht empfunden wird? Welche Folgen zieht empfundene Ungerechtigkeit nach sich? Wie gehen Menschen mit dem Gerechtigkeitskonzept um? Zur Illustration werden Forschungsergebnisse zu Ungerechtigkeitsempfinden in der Familie und am Arbeitsplatz berichtet." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 26.01.2009: Lehrer-Schüler-Beziehung: Es geht auch mit Humor ao. Univ.-Prof. i. R. Mag. Dr. Gunter Iberer Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Universität Graz
"Für SchülerInnen kann es eine beinahe schicksalhafte Bedeutung haben, ob ihre LehrerInnen beziehungsfähige Menschen sind. Bei der Diskussion um die Neugestaltung der Schule wird daher vermehrt das Augenmerk auf das Lernen und Lehren von Beziehungen gelegt, denn guter Unterricht ist heute mehr denn je von guten Beziehungen abhängig. Beziehungen entwickeln sich aber langsam und sind immer störungsanfällig. Was mit besten Absichten begonnen wird, führt oft zu den größten Enttäuschungen. Wenn SchülerInnen befragt werden, wie sie sich ihre LehrerInnen wünschen, steht neben gerecht und fachlich kompetent häufig freundlich-humorvoll an vorderster Stelle. In meinem Vortrag möchte ich aufzeigen, welche positiven Auswirkungen Humor auf die Gestaltung von Beziehungen und auf den Unterricht haben kann." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 12.01.2009: Die Beziehung zum Geld – Kalküle, Krisen und Kontrakte ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Richard Sturn Institut für Finanzwissenschaft und Öffentliche Wirtschaft, Universität Graz
"Geld ist nicht alles, aber ohne Geld ist alles nichts.“ Dieser Spruch enthält mehr als ein Körnchen Wahrheit. Und dies nicht nur für Jede und Jeden von uns, die wir in einer modernen Wirtschaft auf Geld angewiesen sind, um Grundbedürfnisse zu erfüllen und Annehmlichkeiten zu genießen. Es gilt auch für die moderne Wirtschaft als Ganzes, die ein funktionierendes Geldwesen für drei Zwecke braucht: Als Tauschmittel (Kontrakte), als Recheneinheit (Kalküle) – und als Medium der Wertaufbewahrung. Es ist diese Wertaufbewahrungsfunktion, die mit den Krisen und Problemen in Zusammenhang steht, welche das Geld- und Finanzwesen mit sich bringt…" [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 01.12.2008: Frau – Mann: Geschlechterrollen und ihre Folgen ao. Univ.-Prof. Dr. Ursula Athenstaedt Institut für Psychologie, Universität Graz
"Oft hört und liest man, wie sehr sich Frauen und Männer voneinander unterscheiden. Wie entsteht diese Wahrnehmung? Entspricht sie der Realität? Im Vortrag werden neuere Forschungsergebnisse zu Gleichheiten und Ungleichheiten der Geschlechter im sozialen Alltag präsentiert. Diese zeigen, dass tatsächlich oft Unterschiede zwischen Frauen und Männern überschätzt werden. Vielmehr existieren gesellschaftlich geteilte Überzeugungen bezüglich typisch weiblicher und männlicher Eigenschaften und Verhaltensweisen, die von früher Kindheit an Bedeutung haben und bei Erwachsenen im Alltags- und Berufsleben massiv zum Tragen kommen. Hier spielen auch Einstellungen von Personen eine nicht unwesentliche Rolle, die sich auf die Bevorzugung oder Ablehnung der traditionellen Rollenverteilung von Männern und Frauen beziehen." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 17.11.2008: Körper und Seele – eine schwierige Beziehung Univ.-Prof. Dr. Peter Scheer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendheilkunde, Klinische Abteilung für Allgemeine Pädiatrie, Medizinische Universität Graz
"Wie man bereits aus dem Wort Psychosomatik ersehen kann, ist es nicht umzudrehen: Somatopsychik bringt die Menschen zum Lachen. Dabei ist es wesentlich leichter verstehbar, dass Krankheiten vom Körper (=Soma) ausgehen, als von der Seele (=Psyche). Denn was ist die Seele, wo ist ihr Sitz und was macht sie? Krank, oder gesund, lustig, oder müde? Überlebt sie? Und wo? Bei wem? Ist sie Gottesgeschenk, oder Fluch? Wieso sagen Menschen: „Mein Körper sagt mir?“ Wer spricht da zu ihnen? Und Marathonläufer sagen: „Man muss seinen Körper zwingen!“ oder „Alles kommt vom Kopf!“ Ist der Kopf nicht Körper? Ist der Nerv im Bein Körper und der im Hirn Geist, oder sogar Seele? Darüber wird laut nachgedacht. [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 3.11.2008: Weibchen – Männchen: das biologische Geschlecht und seine Folgen Priv.-Doz. Dipl.-Ing. Dr. Kristina Sefc Institut für Zoologie, Universität Graz
"Bereits innerhalb der Spezies Mensch variieren Geschlechterrollen und -verständnis stark zwischen verschiedenen Gruppen. Noch viel größere Diversität findet man aber im restlichen Tierreich, nicht nur in Bezug auf geschlechtsspezifische Verhaltensmuster, sondern auch die Mechanismen der Geschlechtsdetermination betreffend. Der Vortrag wird anhand von einigen Beispielen diese Diversität vorstellen. Nur wenige Tiergruppen besitzen unterscheidbare Geschlechtschromosomen vergleichbar mit den XY-Chromosomen des Menschen. Bei vielen Reptilien wird das Geschlecht durch die Temperatur bestimmt, bei der die Eier ausgebrütet werden. Andere Tiere sind Zwitter und manche, wie der Anemonenfisch, beginnen ihr Leben als Männchen und wandeln sich später in Weibchen um. Auch das geschlechtsspezifische Ausbreitung- und Brutpflegeverhalten unterscheidet sich zwischen Tiergruppen. Während bei Vögeln das Dispersionsverhalten der Weibchen stärker ausgeprägt ist als das der Männchen, ist es bei Säugetieren meist umgekehrt. Die Brutpflege wird bei Fischen oft von den Männchen übernommen, wohingegen bei Säugetieren und Vögeln alleinerziehende Mütter häufiger anzutreffen sind. Selbst innerhalb derselben Art wenden Männchen verschiedene Strategien an, um bei der Reproduktion erfolgreich zu sein." [Mehr Informationen] |
Aufzeichnung der Montagsakademie vom 15.10.2008: Spaltungen der Psyche – zwei Geister in einem Körper Prim. Univ.-Prof. DDr. Michael Lehofer Ärztlicher Direktor der Sigmund-Freud-Klinik in Graz und ärztlicher Leiter der Drogenberatungsstelle Steiermark
"Wenn einen Menschen die Wucht der Traumatisierung erwischt, dann kann es vorerst einen Überlebensvorteil bieten, den „kontaminierten“ emotionalen Persönlichkeitsanteil von den anderen Persönlichkeitsanteilen zu trennen. Überhaupt ist es wichtig, die Kunst der Spaltung der Psyche zu beherrschen. Wie könnten wir sonst eine Geschäftsbesprechung mit einem wichtigen, aber unsympathischen Kunden durchstehen? Wie könnten sonst Notärzte Schwerverletzten helfen? Der psychisch Gesunde sollte aber in der Lage sein, nach dem Ereignis in einer Art von Bewältigung wieder Zugang zu allen emotionalen Bereichen in sich zu gewinnen. Genau das ist jedoch Menschen mit einer strukturellen Spaltung ihrer Psyche nicht möglich." [Mehr Informationen] |
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