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Der sogenannte Sammelatlas ist ein sechsbändiges Atlaswerk mit der Signatur IV 26.284. Hier finden Sie ein vollständiges Inhaltsverzeichnis (pdf) mit allen enthaltenen Ländern: - Band 1 - Die Kontinente (Sterne und Erde (allgemein), Europa und Mittelmeerraum mit Afrika, Asien, Kleinasien, Türkei, Nord-, Mittel-, Südamerika)
- Band 2 - K.u.K. Monarchie Österreich (Österreich (allgemein), Wien und Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark, Kärnten, Krain, Tirol, Böhmen, Mähren, Schlesien, Ungarn, Jugoslawien)
- Band 3 - Deutschland (inkl. Salzburg)
- Band 4 - Italien, Frankreich, Spanien und Portugal
- Band 5 - Niederlande
- Band 6 - Grossbritannien, Irland, Schottland; Russland und Polen; Schweden, Norwegen, Dänemark
Dieser Sammelatlas gelangte wahrscheinlich im 19. Jahrhundert in den Besitz der Universitätsbibliothek, der Vorbesitzer ist aber leider nicht mehr bekannt. Dieser Atlas stellt eine einmalige Rarität dar, da er nie in solcher Form verlegt wurde, sondern in seiner individuellen Zusammenstellung den damaligen vorherrschenden Zeitgeist und vor allem die Interessen der Person, die die Auswahl der einzelnen Kartenblätter traf, widerspiegelt. Die innere Ordnung wurde offensichtlich nach den zeitgenössischen politischen Grenzen vorgenommen, weshalb sich die Entstehungszeit dieses Atlaswerkes auf 1805 bis 1815 eingrenzen läßt (s. damals aktueller Grenzverlauf Bayerns). Die einzelnen Bände umfassen die geographischen Gebiete Europas, Afrikas, Asiens, Nord-, Mittel- und Südamerikas. Sie enthalten eine bunte Sammlung kolorierter Kupferstichkarten (Seutter, Homann, Sanson usw.), gestochene Städteansichten (u.a. von Bodenehr, Leopold, Haupt usw.) aber auch gemalte Städteansichten von Cl. Kottweil (s. Bd.2 fol.4). In einer strikt eingehaltenen systematischen Ordnung wurde vom ehemaligen Besitzer die Erdoberfläche eingeteilt: Kontinente - Staaten - Städte. Neben Beschreibungen der einzelnen Länder finden sich auch mehr oder weniger präzise Auflistungen von Ortschaften, aber auch genealogische Übersichten der einzelnen Herrscherhäuser, sowohl der zeitgenössischen Gegenwart als auch der Vergangenheit. Die Zusammenstellung orientiert sich also nicht nur an rein geographischen Gesichtspunkten, sondern sucht immer wieder die Verknüpfung zur jeweiligen Landesgeschichte. An diese Grundinformationen schließt ein passender Kartenteil an: neben Kupferstichkarten häufig auch Abbildungen von Stadtansichten, Schlössern und Burgen oder einfach nur Landschaftsansichten. Die Erschließungsarbeit an diesem Sammelatlas kann natürlich noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden. In diesem ersten Schritt sollen Benutzer überhaupt einmal über den Inhalt informiert werden. Weitere tiefergehende Erschließungsschritte sind geplant, ebenso soll im Laufe der Zeit das gesamte Werk in Form von Bilddateien online verfügbar sein.
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Diese Bilder aus dem Sammelatlas zeigen Landkarten und Stadtansichten von Korfu, der nördlichsten der griechischen Ionischen Inseln. Korfu ist seit dem späten Neolithikum besiedelt und war im 5. Jh. v. Chr. nach dem Stadtstaat Athen die stärkste Seemacht Griechenlands.
Die Insel wechselte während der hellenistischen Zeit mehrmals die Herrschaft, wurde 1387 venezianisch und 1864 griechisch. Korfu kam als einziger Teil Griechenlands nie unter türkische Herrschaft was nicht zuletzt dem Heerführer Matthias Johann Freiherr von der Schulenburg zu verdanken war, der als Kommandant 1716 Korfu gegen die Türken verteidigte. Die Handschrift UBG Ms 693, aus der Sie hie eine Seite betrachten können (fol. 1r), ist eine Papierhandschrift aus dem 18. Jahrhundert. Sie hat Briefe Schulenburgs zum Inhalt, die die Kriegsszüge auf der Insel Korfu beschreiben.
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