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Marie Jahoda (1907-2001) - Pionierin der Sozialforschung

Ausstellung vom 3.6. bis 1.8.2002.

Gestaltet von Reinhard Müller (AGSÖ).

Ausstellungskatalog

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Marie Jahoda lehnte es ab, als "Klassikerin" bezeichnet zu werden. Deshalb soll sie in dieser Ausstellung als das gewürdigt werden, was außer Obligo ist: eine Pionierin der Sozialforschung.

Die aus Wien gebürtige und 1937 aus Österreich vertriebene Sozialwissenschaftlerin verstand sich als Sozialpsychologin, wobei sie eine "nicht-reduktionistische Sozialpsychologie" anstrebte, die "eine systematische Verknüpfung von psychologischen und sozialen Phänomenen" versuchte.

Ihre wissenschaftliche Arbeit ist geprägt durch eine spezifische Kombination empirischer Methoden und die auf Lebensnähe bedachte Auswahl von Forschungsgegenständen, zu denen Vorurteil und Race Relations, Mental Health und Human Relations ebenso gehörten wie Arbeit und Arbeitslosigkeit, Konformität und Nonkonformismus, Fragen gesamtgesellschaftlicher Prognosen oder der Psychoanalyse.

Mit der Studie über "Die Arbeitslosen von Marienthal" im niederösterreichischen Gramatneusiedl der frühen 1930er-Jahre wurde Marie Jahoda weltberühmt.

Ihre universitäre Karriere begann aber erst nach einem vom Exil geprägten britischen Intermezzo (1937 bis 1945) in den USA (1945 bis 1958). 1958 kehrte sie nach England zurück, wo sie im April 2001 verstarb.

Marie Jahoda, 1937/1997