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"Vivat! - Es lebe die Eisenbahn ...". Die Anfänge des Eisenbahnbaus in Österreich

Ausstellung vom 17.4. bis 31.5.2002.

Gestaltet von Nikolaus Reisinger (Institut für Geschichte / Wirtschafts- und Sozialgeschichte).

Ausstellungskatalog

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1813 publizierte Franz Josef Gerstner (1756 - 1832) mit seinen "Zwey Abhandlungen über Frachtwägen und Straßen und über die Frage, ob, und in welchen Fällen der Bau schiffbarer Kanäle, Eisenwege, oder gemachter Straßen vorzuziehen sey. Nach einer Untersuchung, ob die Moldau mit der Donau durch einen Schiffahrtkanal zu vereinigen sey" die erste umfangreiche wissenschaftliche Arbeit zum Eisenbahnwesen/bau in der Monarchie.

1824 brachte dessen Sohn, Franz Anton Gerstner (1796 - 1840), mit seiner Arbeit "Über die Vortheile der Anlage einer Eisenbahn zwischen der Moldau und Donau" die Überlegungen seines Vaters zum Abschluß, und initiierte den Bau der ersten österreichischen Eisenbahn, der Pferdeeisenbahn zwischen Budweis/Cesk Budejovice und Mauthausen, die später nach Gmunden weitergeführt wurde und gleichzeitig die erste Gebirgsbahn Europas war.

In den Jahren zwischen 1829 und 1836 entwickelte der gebürtige Grazer Franz Laurenz Riepl (1790 - 1857) ein die gesamte Monarchie umfassendes Streckennetz, in welchem er den Bau jener "Stammlinien" konzipierte, die in weiterer Folge - und eigentlich bis zum heutigen Tag - die Basis.

Schließlich wurde 1841 auf Grundlage des Riepl'schen Entwurfes das erste, in Europa vielbeachtete staatliche Eisenbahnbauprogramm der Monarchie proklamiert.

Die Ausstellung will den BesucherInnen anhand der Aktivitäten der genannten "Eisenbahnpioniere" nicht nur einen "illustrierten" Einblick in die Entstehungsgeschichte des österreichischen Eisenbahnwesens gewhren, sondern gleichzeitig einen möglichst vielfältigen Zugang zu einem faszinierenden und bedeutenden Abschnitt der neuzeitlichen Technikgeschichte, dem Beginn des Eisenbahnbaus, ermöglichen.

Neben Exponaten aus verschiedenen österreichischen Archiven und Museen wird auch das zur Thematik vorhendene umfangreiche Quellenmaterial der Sondersammlung der Universitätsbibliothek Graz erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden.